SSW 27+3 Infoabend im Krankenhaus

Wir sind grade von einem Infoabend in unserem favorisierten Krankenhaus wiedergekommen.

Fazit:
Wir haben ALLES falsch gemacht!!!!!!!!!!

1. Ich habe es gewagt mir vor der Infoveranstaltung die Website des Krankenhauses -speziell den Geburtsteil- anzuschauen und durchzulesen.
2. Wir sind als Eltern ganz eindeutig viel zu früh dran und hätten gut und gerne bitte noch mindestens 10 Jahre warten müssen.
3. Unser Kind wird weder Sarah-Emma-Dörte noch Maria-Rainbow heißen.
4. Wir sind viel zu informiert, was medizinische Vorgänge angeht.
5. Und gehen das alles viel zu intuitiv und entspannt an.

Knaller des Abends:
Zum einen, eine werdende Mutter die wohl am liebsten den vom Chefarzt persönlich, mit Blut geschriebenen Jahresbericht noch einmal stundenlang durchsprechen wollte. „Ich hätte da noch eine Menge Fragen zu einigen Zahlen…. Wie hoch ist denn ihre Dammschnittrate, wie viele Kaiserschnitte machen sie Prozentual? Werden bei einer PDA automatisch Wehenmittel eingesetzt? Wie hoch ist da der Prozentsatz???

Ganz ehrlich? Ich glaube nicht das es ihr unter der Geburt noch wichtig ist wie hoch die Kaiserschnittrate ist, oder welche Fortbildungen welcher Arzt im letzten Trimester besucht hat.

Dann ein werdender Vater: „Sagen Sie, ein Kaiserschnitt ist doch IMMER KOMPLIKATIONSFREI?
Ja, klar. 100% ohne Kompliationen.

Ist ja auch nur eine mittelschwere Operation -Zugegebendermaßen eine, die außer im extraterrestrischen Busch heutzutage überall zur Routine gehört- bei der die Bauchdecke aufgeschnitten wird…. nichts wildes also… keinerlei Risiko.

Nach dem Werbefilm fürs Krankenhaus -den ich auch schon auf Youtube gesehen hatte- gab es noch eine kleine Tour zu den Kreissälen, welche ich zugegebenermaßen interessant, aber doch etwas unangebracht fand. Also die „Gruppengröße“ mit der wir da durchmaschiert sind… unsere „Gruppe“ umfasste immerhin mindestens 30-40 Leute und dann gab es noch eine zweite Gruppe, welche nicht weniger Gebährwillige fasste. Alle dann schön in Reiseleitermanier der Hebamme hinterher. Nur der Regenschirm fehlte.

Informativ war der Teil in dem es darum ging den Kreissal anzuschauen. -> Fazit: Es ist mir egal in welchen der vier Räume ich komme, sind alle mehr oder weniger schön eingerichtet, und wir sind hier ja auch nicht zum Urlaub machen oder planen einen 4-monatigen Rehaaufenthalt.
Der Mann war beruhigt als er hörte das sie eine Neugeborenenintensvstation haben und mit Kinderarztspezialisten aus dem angrenzenden Stadtteil zusammenarbeiten. Ich glaube den „StarWars“ Kreissaal (also den mit dem Sternenhimmel an der Decke) fand er auf den Fotos beeindruckender als in echt. 😉

Unser beider Fazit:
Kreissaalbesichtigung und Infoabend muss man jetzt nun nicht unbedingt gemacht haben, vorausgesetzt man informiert sich anders (Internet etc.) und hat
1. keine besonderen Ansprüche, außer „Schulmedizinisch gut betreut“
2. eine gewisse medizinische Vorbildung/interesse an medizinischen Vorgängen.
3. Vertraut den Ärzten und Hebammen, das sie das was sie tun gelernt haben.

By | 2016-05-14T10:31:36+00:00 20. März 2012|Categories: Ich schreibe|Tags: |0 Comments

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Katarina (30) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

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