Dem Kind einen Namen geben.

Es sollte uns ja grundsätzlich so einfach wie möglich gemacht werden, dem Kind einen Namen zu geben:

Im Krankenhaus bekamen wir einige Unterlagen, welche wir ausfüllen sollten und dann wollte das Krankenhaus dafür sorgen das diese zum zuständigen Standesamt kommen, welches dann Mottis Geburtsurkunde ausstellen würde. So weit so gut. Damit der Name also offiziell wird.

Wir füllten alles aus, frankierten Umschläge, legten Geld sowie unsere Geburtsurkunden bei und gaben die Unterlagen wie gewünscht beim Pförtner ab. Innerhalb einer Woche sollte uns dann die Geburtsurkunde und alle möglichen Bescheinigungen vorliegen.

(Diese Bescheinigungen braucht man für Elterngeld/Kindergeld/Mutterschaftsgeld und auch für eine eventuelle Taufe.)

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Motti und ich wurden aus dem Krankenhaus entlassen, ich telefonierte mit der Krankenkasse (Motti Familienversichern) und die Sachbearbeiterin informierte mich das sie für die zweite Zahlung vom Mutterschaftsgeld noch Formular A38-B brauchen würde, und wir dies mit der Geburtsurkunde zugeschickt bekommen würden.

Wir bekamen Post vom Standesamt, sie hätten gerne UMGEHEND eine Sorgeerklärung oder eine Namenserklärung. (Zur Erklärung: Wir sind nicht verheiratet, wollten aber trotzdem das Motti den Nachnamen ihres Papas bekommt.)

Wir stiefelten also ins Rathaus vom Dörfli (vorher nach den Öffnungszeiten gegoogelt):

Ich:“Hallo, wir brauchen eine Sorgeerklärung oder eine Namenserklärung.

DamevomRathaus:“ Da müssen Sie hier im Haus ins Standesamt, das hat aber schon zu. Da können sie zu folgenden Öffungszeiten hingehen

[…].

Nochmal zur Erklärung, die Öffnungszeiten des Rathauses stimmen nicht mit denen des Standesamtes IM RATHAUS überein, und stehen auch nicht auf der Website. FAIL FAIL FAIL.

Wir verglichen schnell die Öffungszeiten mit dem Dienstplan von Marc und kamen zu dem Schluss das wir es nicht vor dem 11.6. schaffen würden, denn in beiden Fällen muss er anwesend sein und etwas unterschreiben, da wir nicht verheiratet sind.

Ich beschloss also wenigstens beim Standesamt in der großen Stadt anzurufen, um denen mitzuteilen, dass wir an der Sache dran sind und UMGEHEND noch vier Tage Geduld haben muss.

(Ich versuchte drei Tage in Folge dort jemanden ans Telefon zu bekommen vergeblich.)

Heute früh fuhren wir also wieder zum Rathaus um uns Passierschein A38 aushändigen zu lassen und mit diesem dann zum Standesamt in der großen Stadt zu fahren um dort dann Formular A38-B und endlich die Geburtsurkunde zu bekommen, schliesslich ist Motti morgen schon 2 (!!!!) Wochen alt.

Kurzgefasst: Man konnte uns dort heute morgen auch wieder nicht helfen, da man für das ausstellen der Geburtsurkunde und der Namenserklärung ( Passierschein A38) unsere Geburtsurkunden benötige. Man könne das IM NOTFALL auch mit den Personalausweisen machen, aber dann wäre der Antrag unvollständig und würde im Zweifel noch länger brauchen und und und….

(Ich sah uns schon ohne Geburtsurkunde nach Hause schleichen. Geboren in Deuschland mit Eltern gleicher Staatsangehörigkeit und trotzdem illegal, oder was?)

Allerdings gab uns die Dame den Tipp das man diese Namensgeschichte auch im Standesamt der großen Stadt direkt machen lassen könnte.

Sehr gut, da wollten wir ja eh hin, also schnell auf den Weg in die große Stadt gemacht (Mottilein schlief die ganze Zeit. <3) dort die richtige Fachabteilung gesucht und ENDLICH den Passierschein A38, Formular A38-B und die Geburtsurkunde bekommen.

Motti heißt jetzt wie Papa, ganz offiziell!

 

By | 2017-06-25T17:03:28+00:00 11. Juni 2012|Categories: Familienleben|10 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

10 Comments

  1. MissXoxolat 12. Juni 2012 at 11:22 - Reply

    Ach herrje… Die Namensgeschichte hatten wir auch und es scheint wohl immer so mühsam abzulaufen.

    • Kat 12. Juni 2012 at 11:33 - Reply

      @MissXoxolat, Kann ich allerdings nicht nachvollziehen. (Und ihr seid ja sogar noch in einem anderen Land!). Ich meine wann leben wir denn Anno 1950 oder wie? Es kann doch nicht so ungewöhnlich sein das Eltern die nicht verheiratet sind, Kinder bekommen, und diese dann nicht wie die Mutter heißen sollen?

      Liebe Gesetzgebung, nicht alle Männer die Kinder bekommen und nicht verheiratet sind hauen in der Schwangerschaft ab, so das sich die Namensfrage gar nicht stellt. :wtf:

  2. Frau Bauchwohnung 12. Juni 2012 at 14:14 - Reply

    Gott sei Dank bin ich schon verheiratet… :waah: Das ist aber wirklich heftig und zum Haare raufen, wie die euch da rumgescheucht haben! :rauf:
    Zum Glück endet die Geschichte dann doch noch gut! :tub:

  3. Judy 12. Juni 2012 at 18:20 - Reply

    Was bin ich froh, dass wir vorher geheiratet haben… Oh Mann. :wtf:

  4. Nad 12. Juni 2012 at 18:37 - Reply

    Uuuaaaahhh. Das macht mir Angst.
    Wuir wollen auf jedem Fall schon vorher die Vaterschaft anerkennen lassen, in der Hoffnung das es dann etwas unkomplizierter ist. Aber deine Schilderung vom Behördenchaos, gibt mir da nicht viel Hoffnung.

    Doch zum Glück habt ihr es doch noch irgendwie geschafft und nun hat Motti ihren Namen und Papas Nachnamen. 😀

    • Kat 12. Juni 2012 at 18:47 - Reply

      @Nad, Die Vaterschaft haben wir auch vorher anerkennen lassen, das war zwar gut und richtig, aber im Geburtsurkundendschungel hat das gar nichts gebracht.

      • Nad 12. Juni 2012 at 21:04 - Reply

        @Kat, Ok also bringt das nicht so viele Vorteile wie wir dachten. Dann stürzen wir uns einfach in den Kampf und gewinnen ihn hoffentlich. 😥

        PS: Bekommst gleich noch eine Antwort auf dein Mail.

        LG Nad

  5. pueppi 14. Juni 2012 at 08:59 - Reply

    Wir hatten letztes Jahr zum Glück nicht so einen Stress. Allerdings hat das Bemmchen auch meinen Namen bekommen und wir haben schon vor der Geburt so ziemlich alles gemacht was ging. Den Rest hat dann das Krankenhaus geklärt und wir mussten die Urkunde nur noch abholen. Ganz entspannt 🙂
    Nach dem wir geheiratet haben, gabs einfach eine neue und gut.

  6. Anika 16. Juni 2012 at 10:27 - Reply

    Ämter sind doch immer wieder die Pest. Wir haben auch immer mal wieder Spaß mit diversen öffentlichen Einrichtungen. Musste permanent an Asterix und Obelix denken bei Deinem Beitrag. Schön, dass die Kleinen das schon so früh erfahren dürfen, was sie ein Leben lang mitmachen werden 😉

  7. Eva 6. Juli 2013 at 19:16 - Reply

    Wir hatten damals in Berlin zum Glück nicht so einen Stress und der Liebste konnte die Geburtsurkunden auch ganz entspannt allein abholen gehen, während ich mich dem Füchslein zu Hause lag. Wir hatten vorher auch Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtserklärung unterschrieben, weshalb es damit ganz einfach ging… puh, Glück gehabt 😉

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