10 Tipps für nach der Schwangerschaft.

Tipps für nach der Schwangerschaft.

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Ich schöpfe mal aus meinem unendlichen Wissensstand von knapp 10 Monaten. Wie immer gilt: Wenn euch eine Sache nicht zusagt, Bauch und Hirn einschalten und macht wie ihrs für euch selbst am besten einschätzt.

1. Macht es euch im Wochenbett gemütlich (was auch immer das für euch heißt). Bei mir war es jedoch so das ich so voller Hormone war dass ich morgens um 6am knallwach die Wohnung geschrubbt habe, weil ich nicht mehr schlafen konnte.

2. Wenn euch euer Mann/Partner unterstützen kann oder will. lasst ihn ruhig. Vielleicht hat er ja sogar Urlaub? Stellt euch aber nicht darauf ein dass er ewig da sein wird. Es wird eines Tages der Tag X kommen, an dem ihr das erste Mal den ganzen Tag mit dem Baby alleine seid. Vergesst das nicht. Je eher ihr euch darauf einstellt dass ihr (in den meisten Fällen) das erste Lebendsjahr mit dem Baby tagsüber ganz viel alleine sein werdet, desto schneller findet ihr eure Lösung für solche „Probleme“ wie: „Wann kann ich duschen?“ oder „Hilfe! Ich bin gar nicht müde aber die Wohnung sieht aus wie Hulle und ich weiß gar nicht ob ich was gefrühstückt habe.“. Wer nicht aus der „Pension Partner“ ausgezogen ist, wird ein Problem bekommen. Sag ich mal so.

3. Fragt frühzeig bei dem Kinderarzt eurer Wahl nach ob er überhaupt neue Patienten aufnimmt. Nichts ist ärgerlicher als die nächste U-Untersuchung im Nacken und keinen Kinderarzt weit und breit. (Oder den Monsterkinderarzt vor dem ihr selber fast Schiss habt, weil er eure Erziehungsideen so gar nicht gutheißt).

4. Geht davon aus dass ihr nicht alles planen könnt. Wir haben zum Beispiel so schnell gar keinen neuen Nachwuchs geplant gehabt. (Nein nicht Blödheit die uns trieb, sondern warscheinlich eine Hormonunverträglichkeit). Auch hatte ich nicht geplant Motti mehr oder weniger spontan auf einen Dienstagabend zu bekommen, nachdem der Mann einen 10 Stunden Dienst hinter sich hatte und wir eigentlich nur zur Kontrolle ins Krankenhaus gefahren waren. 17 Tage vor dem Termin.

5. Such dir andere Mamas. Oder zumindest Menschen die Vormittags Zeit haben. Wie gesagt, irgendwann ist der Mann nicht mehr da und du wirst dich nach Gesellschaft sehnen.

6. Wenn du eines Nachts so müde bist, dass du dein waches/weinendes/schreiendes Kind im Wald aussetzen willst, denk daran: Auch diese schreckliche Nacht ist irgendwann vorbei, und vor allem: Du bist nicht alleine. Sollte es sonst niemand zugeben, du hast wenigstens mich. Auch ich wollte das süßeste Babymädchen schonmal auf den Balkon setzen, weil ich einfach nur noch schlafen wollte.

In dem Fall hilft:

  • Deinen Mann/Partner, ungeniert wachrütteln und die Lage schildern bevor du wirklich durchdrehst.
  • Tief durchatmen, und sich darauf besinnen das dein Baby nicht böse ist und dir deinen Schlaf rauben will, sondern im Zweifel irgendwas hat, auch wenn du keine Ahnung hast was.
  • Durchhalten und sich morgends (nach etwa drölfzig Litern Kaffee) wieder an deinem Baby erfreuen und verwundert feststellen das deine Nerven DOCH dicker sind als alle gängigen Drahtseile.
  • Und wenn du WIRKLICH Angst hast deinem Kind etwas anzutun, dann SPRICH mit jemandem darüber. Hebamme, Arzt, dein Mann, Therapeut wem auch immer. Aber mach den Mund auf!

7. Macht und folgt deinen/euren eigenen Regeln. Macht das was für euch als Familie funktioniert, ungeachtet dessen was andere sagen oder „man halt so macht“.  Familienbett? Klar, wenn es allen dabei gut geht. Stillen/nicht stillen? Je nachdem was IHR WOLLT. Attachment Parenting oder „klassisch“? (Macht was euch am besten erscheint, ich persönlich kann ersteres nur empfehlen.)

8. Schalte deinen Verstand an. Jemand sagt dir das man das aber jetzt so-und-so machen soll und du bekommst schon bei dem Gedanken daran Herzrasen? Dann lass es. Wirklich.

9. Es ist okay wenn du dich mal überfordert fühlst. Hey, es ist ein fulltime job von jetzt auf gleich, den du vorher noch nie gemacht hast. Sowas wie 24h am Tag 365 Tage im Jahr mit verbundenen Augen ein Aneurysma im Gehirn zu operieren. (Denkt euch ein anderes Beispiel aus, solltet ihr zufällig Chirurg mit dem Fachgebiet der Hirnchirurgie sein.)

10. Genießt jeden Augenblick mit eurem Baby. Es dauert gar nicht lange und schwupps sind die ersten 10 12 Monate um und vor euch sitzt plötzlich ein gar nicht mehr babyhaftes Baby das anfängt zu sprechen und laufen lernen will.

By | 2017-06-25T17:03:26+00:00 24. März 2013|Categories: Familienleben|7 Comments

About the Author:

Katarina (30) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

7 Comments

  1. Sommerelfe 24. März 2013 at 23:57 - Reply

    Wahre Worte!!!

    Nur Attachment Parenting muss ich jetzt erstmal googlen 🙂

  2. Kami 25. März 2013 at 10:49 - Reply

    Hab das mal der Mannnichte weitergeleitet, glaube das nimmt ein bisschen Bedenken vor dem ersten Baby.

  3. Judy 25. März 2013 at 18:21 - Reply

    Kann ich alles so unterschreiben, auch wenn ich Attachment Parenting gleich auch noch googeln muß.
    Mein Wochenbett war ja durch Umzug und Hausstress „verhunzt“ da war nix mit genießen, ausruhen und kuscheln. Leider. Dafür hatte ich so viel zu tun, dass ich gar keine Zeit für Babyblues hatte (etwas, wovor ich ja sehr Angst hatte…) War vielleicht also auch zu was gut.

    Und ja, die Zeit rast so sehr!

  4. Bettie 15. Juni 2015 at 21:21 - Reply

    Du hast morgens um sechs die Wohnung geschrubbt? Ich find Dich unheimlich. 😉

    • Katarina 16. Juni 2015 at 12:04 - Reply

      Habe ich wirklich! Rückblickend finde ich mich auch gruselig!

  5. Küstenmami 28. Oktober 2015 at 20:54 - Reply

    Hej Katarina, toller Beitrag!

    Bei Punkt 10 bin ich gerade 🙂 Unser Küstenmädchen ist zwar erst 7 Monate alt, aber sie kommt mir schon soooo groß vor… Wo ist mein winziges Neugeborenes hin?

    Und der Küstenjunge erst (22 Monate alt)! Bald nimmt er sein Bobby Car und fährt in die Welt hinaus!!!

    Viele liebe Grüße

    Küstenmami

    • Katarina 20. September 2016 at 23:18 - Reply

      Und jetzt macht er bestimmt bald Abitur!
      xo,
      Katarina

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