Die Mama Polizei.

Wer oder was ist die „Mama Polizei“?

Die Mama Polizei sind ANDERE Mamas, welche bevorzugt  ihre Meinung den (am besten unerfahrenen Jungmuttertieren) anderen Müttern, in der Form von Ratschlägen um die Ohren hauen.
Ein Beispiel für einen solchen Ratschlag habe ich von einer Bekannten erteilt bekommen:  Unsere Tochter wird ganz sicher Legasthenikerin, weil sie -bisher- nicht krabbelt. Wenn mir das dann bitte ein Schulmediziner nochmal erklären könnte? Denn: Weder ich, noch Mottis Onkel oder sogar ihr Patencousinchen sind jemals gekrabbelt. Trotzdem sind wir alle keine Legastheniker.

Von @MeSuperMom hörte ich dann auf Twitter die Geschichte das am Nebentisch getuschelt wurde, weil sie ihrer 6 Wochen alten Tochter die Flasche gab, statt sie zu stillen. Mir fallen dazu zwei Dinge ein: Erstens, in vielen anderen Kulturen würde so ein Verhalten sogar begrüßt werden… nur mal so… egal ob ich das hierbei zu Grunde liegende Frauen/Mutterbild gut heiße. Zweitens, und viel wichtiger, kannten besagte Muttipolizeianhängerinnen gar nicht die Geschichte hinter dem Fläschchen. Vielleicht wäre es also sinnvoll öfter mal nach dem Hintergrund zu fragen.

Zum anderen Zitiere ich einfach mal Nicole, von „Raves, party of four.“

Being a mother. It’s the most rewarding job I’ve ever had. It’s also the hardest. And it comes with a lot of unnecessary judgments from other women. Other mothers. Why do we do that?

Let’s stop with the guilt and opinions and bring on the support and compassion. Let’s assume we are all doing the very best we can to mother our children. What works for you might not work for me.

No one knows my family better than I do.  And I’m not perfect, but neither are you.  And that’s ok.

By | 2017-06-25T17:03:24+00:00 9. April 2013|Categories: Familienleben, Ich schreibe|6 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

6 Comments

  1. Conny 10. April 2013 at 08:08 - Reply

    Ja, das ist in der Tat ganz großartig!
    Auch Aussagen wie, jetzt ist das Kind schon verwöhnt, wenn man viel kuschelt und das Baby in seinem Bett schlafen darf…Diese Kommentare…jetzt bekäme man das Kind nie wieder aus dem Elternbett raus…sensationell…!
    Ich denke auch, dass meine Tochter bis sie in +-20 Jahren auszieht, bestimmt bei uns in der „Besucherritze“ schlafen wird *lach*
    herrlich!
    Gut das die Mütterpolizei für Aufklärung, Zucht und Ordnung sorgt……*GRRRRRRRRRRRRR*

  2. gedankenknick 10. April 2013 at 10:06 - Reply

    Das mit dem Krabbeln kommt später. Kindelein mein ist auch vom sitzen (und gefälligst tragen lassen) direkt zum selbst laufen (und trotzdem gefälligst tragen lassen) übergegangen. Aber seit dem 6. Lebensjahr ist sie nur noch auf den Knien unterwegs – beim spielen – z.B. beim „Hund spielen“. Geht ja nicht darum, die Knie an den Hosen durchzuscheuern… 😉

  3. Chaos-Queen 10. April 2013 at 17:09 - Reply

    Diese Pi-Pa-Poliei gibts aber auch schon sehr ausgeprägt während der Schwangerschaft…hach, was man alles nicht darf….da frage ich mich so manchmal: Darf man ÜBERHAUPT noch IRGENDWAS? Ich versuche es dann immer mit atmen. Am Besten tief und ruhig. Das wird man dürfen…oder?!?! :-)) LG

  4. heiDIY 16. April 2013 at 07:40 - Reply

    Hey Kat,

    hab Deinen Beitrag gelesen und musste direkt schmunzeln, denn er hat mich an Situationen auch aus meinem Alltag erinnert :). Immer wieder interessant zu beobachten, wie sehr einige Muttis von ihrer eigenen Vorgehensweise überzeugt sind (was ja erstmal auch völlig ok ist), aber wie sehr diese Muttis auch dann ihre missionarische Seite haben und Mütter, die das ein oder andere anders handhaben direkt belehren, oder sogar verteufeln. Da hilft nur locker bleiben, was aber gerade frisch nach der Geburt und diversen Hormonschwankungen eine echte Herausforderung ist. Aber was wäre unser Leben ohne Herausforderungen? 🙂
    lg, heiDIY

  5. Märchenkönigin 25. April 2013 at 09:48 - Reply

    Ich wollte schon so lange was dazu schreiben, aber das Smartphonelesen verleidet immer das Kommentieren in Blog. *grmpf*
    Wer hat dir denn den Schwachsinn mit der Legasthenie und Krabbeln erzählt? Das ist ja schon beinah wieder lustig wie vom Hören-Sagen die Aussagen verdreht werden. Also erstens ist Krabbeln förderlich für die Links-Rechts-Koordination und es gibt wohl eine Studie, die besagt, dass durch das Überkreuzt vorwärts bewegen (linkes Bein, rechter Arm usw.) die Gehirnhälften besonders aktiv sind, die man später fürs Rechnen braucht. Also nix Legasthenie, sondern eher Dyskalkulie. 😉 Legastheniker können Mathematik mitunter perfekt beherrschen, haben aber Probleme mit der Rechtschreibung. 😉
    Zweitens (ja ich ich muss etwas klugscheißern, denn ich hab mich belesen), ist es durchaus ratsam die Babys in ihrer natürlichen Entwicklung zu unterstützen. Und die geht nun mal übers Rollen, dann Robben, dann Krabbeln, dann Hinsetzen (letzteres manchmal auch vor dem Krabbeln) und dann erts Laufen. Diese Entwicklung sollte eigentlich jedes Kind durchmachen. Guck mal hier, da steht das ganz gut, so hat es auch unsere Physio erklärt, die die Prinzessin von 7-11 Monaten „beturnt“ hat:
    http://geborgen-wachsen.de/2013/04/24/warum-es-babys-die-nicht-krabbeln-wollen-nicht-gibt-die-normale-bewegungsentwicklung-des-kindes-teil-1/

    Ich empfehle übrigens auch das Buch „Babys in Bewegung“, das die Entwicklung noch mal aufzeigt und gleich mit Spielen verbindet, die man in den einzelnen Phasen machen kann. Vielleicht ist das für dich auch als zukünftige Tagesmutter interessant.

    So und jetzt habe ich zwar „geratschlagt“, aber dass soll eher allgemein als Aufklärung dienen, was du daraus machst ist allein deine Sache. 🙂

    Und dann noch was zum Thema: Manchmal ist es gar nicht so leicht, sich mit gut gemeinten Ratschlägen zurück zu halten, wenn man sieht wie unerfahrene Jungmütter etwas machen, was man anders /besser machen könnte, oder? Ich nehme mich selbst da nicht aus. Ich bin gespannt, was du berichtest, wenn die Zwillinge etwas größer sind und du allerlei neue kluge Erfahrungen vorweisen kannst und du dann im Kontakt mit ganz frischen Jungmamis kommst… hihi.

    Ich finde Ratschläge per se übrigens nicht verwerflich. Ich selbst bin da offen. Es ist ja jedem überlassen was er daraus macht (wie bei Feedback). Annehmen oder eben ignorieren und nicht danach handeln. Wenn der Ratschlagende aber ersteres quasi voraus setzt, ist was faul, das stimmt wohl.

  6. Märchenkönigin 25. April 2013 at 09:52 - Reply

    Sehe gerade, dass es mehrere Bücher mit dem Titel gibt. Das was ich meine heißt: „Babys in Bewegung. Spielerisch bis zum ersten Schritt“ von Birgit Kienzle-Müller und Gitta Wilke-Kaltenbach

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