Am Weihnachtsmorgen, nach einer relativ unruhigen Nacht, lächeln Mr. Strandfynd und ich uns an. „Es ist Weihnachten!“, raunen wir uns mit Glitzern in den Augen zu. Am Weihnachtsmorgen hören wir alle zusammen „Weihnachten in Bullerbü“. Denn ohne ist es nicht richtig Weihnachten. Dieses Hörspiel habe ich schon in meiner Kindheit an Weihnachten gehört, dann in meiner „Jung-Erwachsenen-Zeit“ und jetzt eben mit *meiner* Familie.
Zwischendrin kommen meine Schwiegereltern zum Frühstücken vorbei und wir sitzen alle zusammen am Esstisch im Wohnzimmer und frühstücken. Kaffee dampft, Motti mümmelt Gurkenscheiben und ich bin froh.
Nach dem Frühstück kommt dann meine Mutter zu besuch, um meine Schwiegermutter und Motti abzuholen. Zeit für den Weihnachtszauber.
Der Baum wird also vom Balkon reingeholt, der Opi und Mr. Strandfynd gehen in die Küche und fangen an die BioWeihnachtsgans zu bearbeiten. Ich fange an den Baum zu schmücken und die Babys schauen mir dabei zu. Nebenbei läuft im Radio Weihnachtsmusik.
Irgendwie geht der Tag superschnell rum, und mirnichts dirnichts klingelt es an der Tür und Oma, Omi und Motti sind wieder da.

Wir schließen noch schnell die Tür vom Wohnzimmer und verschanzen uns im Kinderzimmer. Dort spielen wir alle zusammen so lange bis es poltert. Was keiner hört und Motti nicht die Bohne interessiert. XD
„Wollen wir mal schauen ob der Weihnachtsmann schon da war?“ frage ich. „Ja!“ antwortet sie mir und ich nehme Motti an die Hand und wir gehen in den Flur. Dort sieht sie sofort das ihr Adventskalender fehlt. Sie schaut mich fragend an und zeigt immer wieder auf die (nun leere) Stelle an der Wand. „Da? Da?“
„Den Adventskalender haben wohl die Wichtel wieder mitgenommen, als der Weihnachtsmann da war.“, sage ich ihr und öffne die Wohnzimmertür.

Motti will wie immer ins Wohnzimmer stürmen, doch stoppt nach zwei Schritten. Bleibt abrupt stehen, geht einen Schritt rückwärts und starrt mit offenem Mund den hell erläuchteten Weihnachtsbaum und das Zelt daneben an. Ich meine da steht ein ZELT in unserem Wohnzimmer, und vor diesem Zelt, lässig gegen einen Stützbalken gelehnt, sitzt ein nigelnagelneuer Teddybär mit einer roten Schleife um den Hals.

Kaum hat sie den Bär entdeckt, rennt sie mit strahlenden Augen und ausgestreckten Armen auf diesen zu: „Bär, Bär, Bär!“, rufend und bedeckt ihren neuen besten Freund über und über mit Küssen, presst ihn eng an sich und strahlt.
Erst nach und nach versteht sie, das sie noch mehr Geschenke bekommt und das sie die alle auspacken soll. Irgendwann später sitzen Motti, die fünfzig liebsten Lieblingskuscheltiere und ich im Zelt und strahlen uns an.
Weihnachten ist wunderbar.