Hunger

Omi und Opi aus Berlin sind zu Besuch. Wir haben sie zum Essen eingeladen, und nachdem nun alle fertig gegessen haben möchte Motti von ihrem Stuhl runter. (Sie ist einmal versehentlich heruntergefallen, seit dem traut sie sich nicht so ganz alleine und ohne Hilfe abzusteigen).

Omi hebt sie also aus dem Stuhl und Motti flitzt zu den Babys die in den Wippern liegen und uns derweil beim Essen zugeschaut haben. Motti schnappt sich ihre kleinen Babydecken (eine rosa, eine blau) und die Fläschchen. Deckt die Babys zu, und legt ihnen die Fläschchen in den Mund. Dann rennt sie immer zwischen den Wippern hin und her und assistiert dem Baby, welchem grade ein Fläschchen aus dem Mund gefallen ist. Das geht eine Weile so, bis sie sich auf den Weg zu Baby B macht, auf halber Strecke stehen bleibt und mit einem Befehlston den auch die Königin von England nicht besser drauf hätte:

„HUNGER!“

Nicht das sie das schon einmal gesagt hätte. Aber wenn es ihr dringlich genug ist, scheinen die Worte nur so aus ihr herauszupurzeln.