Mein Kind geht nicht in den Kindergarten

Meine Kinder gehen nicht in den Kindergarten, und wie es aussieht wird das auch nichts mehr.

Es ist manchmal ein bisschen so, als wären wir nicht nur anders weil wir mehr Kinder haben als der Durchschnitt, weil sie alle näher beieinander liegen (364 Tage zwischen den Geburtstagen um genau zu sein) oder weil auch noch Zwillinge dabei sind, sondern auch weil wir es wagen dass Motti mit ihren fast zwei Jahren noch nicht in den Kindergarten geht. Ihr lest richtig! Sie ist/sind nicht im Kindergarten.

3 Kinder ohne Kindergartenplatz und dabei sind wir gar nicht religiös verstrahlt.

Wieso das?

Mit meinem alten Job (Theaterleitung im Kino/Buchhändlerin) lässt sich meiner Meinung nach eine externe Kinderbetreuung nicht vereinbaren (zumal Mr. Strandfynd im Schichtdienst arbeitet mit unregelmäßig wechselnden Tagesarbeitsstunden: mal 8-18 Uhr, mal 8-15 Uhr, mal 17-8 Uhr morgens). Im Buchhandel gibt es keine Stellen (zumindest als ich das letzte Mal nachgeschaut habe) und Kino…. ja…. wann geht denn der Durchschnittsmensch ins Kino? Genau: Frühestens in die Kindervorstellung um 15:00Uhr, aber doch eigentlich eher gegen 20:15 Uhr, zur Primetime eben. Da liegt der Hase im Pfeffer begraben. Eine „normale“ Kinoschicht beginnt in dem Fall um etwa 14:00 Uhr und endet wenn der letzte Film durch ist und das Kino sauber.  Also auch gerne mal 23:30 Uhr.

Wenn Mr. Strandfynd nun also Nachtdienst hat, dann wären die Kids von 16:00 Uhr bis 24:00 Uhr alleine zu Hause. Völlig inakzeptabel. Kindergärten die sich dem Schichtsystem (von dem ja alle profitieren in dem aber niemand arbeiten will) angepasst und rund um die Uhr 24 h am Stück geöffnet haben, gibt es hier auf dem Dorf nicht. Der nächste wäre vermutlich in Hamburg (oder auch nicht?) das sind aber mal knapp 30km für eine Strecke. Also auch nicht wirklich machbar. Oder gibt es so etwas doch nur im skandinavischen Ausland?

Zudem kommt noch der größte Punkt: Will ich dass meine Kinder so aufwachsen? Will ich dass ich sie schon recht früh in eine, bei uns doch eher spezielle Betreuung gebe, will ich dass sich Erzieherinnen Nachts um meine Babys kümmern? Vor dem Hintergrund dass ich nur arbeite damit ich einen Kitaplatz bezahlen kann und sonst bleibt nichts mehr übrig? Nein. So will ich und so will auch mein Mann nicht leben. Wir haben uns bewusst dafür entschieden eine Familie zu gründen und haben Werte auf denen nicht nur unsere Ehe basiert sondern auch unsere gesamte Familie.

Deshalb entschieden wir (noch vor der Schwangerschaft mit den Zwillingen) dass ich mich zur Tagesmutter ausbilden lasse. Dann kann ich (wenn wir das dann noch immer so wollen) unsere Kinder bis zur Schule selbst betreuen. Langweilig wird ihnen in der Zeit auch nicht werden, denn es kommen ja immer Kinder zu uns. Die Ausbildung beinhaltet auch Pädagogik, es ist also nicht so als ob die Kinder im Gegensatz zum Kindergarten nichts lernen würden bei uns. Generell bin ich sehr angetan von einem familiären Tagesmutterkonzept das trotzdem Schnittmengen mit einer Kita beinhaltet. Das ist mein Anspruch an mich selbst und an meine Tagespflegeeinrichtung.  Ich hätte gerne einen Anteil Montessori oder möchte den Fokus auf Bewegungsspiele legen? Gar kein Problem, ich bin ja selbst verantwortlich für das was ich den Kindern beibringe und wie.

(Alle meine Kids selber zu einer Tagesmutter zu geben, geht nicht, weil hier in der Umgebung niemand so zeitflexibel arbeitet und erst recht nicht bis 24Uhr.)

Wenn mich also nochmal jemand im Bekanntenkreis besorgt fragt wieso Motti denn noch nicht in einem Kindergarten ist:

Weil es nicht in unser Leben passt. Zur Zeit nicht in unser Leben passt. Weil es nicht unseren Werten und Vorstellungen entspricht, wenn wir es auch anders machen können. Ja, ich genieße den Luxus zur Zeit „Hausfrau und Mama“ zu sein. Wenn wir umgezogen sind und ein eigenes Haus haben, dann starte ich auch wieder ins „echte“ Berufsleben. Wenn es dann wieder in unser Leben passen sollte.  Jetzt bin ich nur für die Familie da und Bloggerin.

Und wie weiter? (Hier gibts die Fortsetzung der Kindergartengeschichte)

„Selbstbetreuung muss man sich leisten können!“

By | 2016-11-10T13:27:01+00:00 20. März 2014|Categories: Familienleben, Ich schreibe|39 Comments
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About the Author:

Katarina (30) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

39 Comments

  1. Pienznaeschen 20. März 2014 at 22:10 - Reply

    Kann ich „gefällt mir“ klicken?
    Irgendwie könnte Mama sich eigentlich immer zu rechtfertigen, nämlich wenn sie „zu früh“ wieder arbeitet oder eben wenn das Kind nicht in die Krippe\Kindergarten kommt. Eigentlich blöd, aber ich erkläre mich auch immer wieder warum ich drei Jahre zu Hause bleiben möchte und werde…
    Ich empfinde es wie Du als großer Luxus Zeit mit seinem Kind(ern) verbringen zu können – also für mehr Zeit und weniger erklären.

    • Kat 20. März 2014 at 23:03 - Reply

      Ich mag diese Erklärbärnummer auch nicht, weil ich finde jede Familie muss doch für sich selbst überlegen was sie machen und wie sie leben wollen. Angepasst an ihre Finanzen und ihr restliches Leben. Jemandem der seinen alten Job furchtbar vermisst und schon nach wenigen Wochen eigentlich wieder hin will, dem würde ich nie sagen „Bleib zu Hause, das ist das beste fürs Kind.“ Nein ist es nicht, weil die Eltern dann nicht glücklich sind und das merkt das Kind doch auch. Genauso würde ich jemandem totunglücklichem sagen das sie vielleicht mal schauen sollten ob es nicht doch irgendwie geht (und meistens geht es irgendwie).

      Ich jedenfalls verstehe dich komplett! Ich liebe meine „Kinderjahre“!

  2. Elawen 20. März 2014 at 22:26 - Reply

    Wenn das für dich so in Ordnung geht und ihr (auch finanziell!) das so schafft, ist das ok.
    Deine Arbeitszeiten sind ja auch echt fies.. 🙁

    Aber ich bin ehrlich: Ich genieße das Jahr und bissel was, was ich mit den Zwergen daheim bleiben kann. Aber ich werde es auch genießen, wieder in meinen Job zurückkehren zu können. Denn den mach ich super gerne 🙂 Und die Kitas hier sind GsD auch keine „Aufbewahrungsanstalten“, die Große liebt ihren Kindergarten.
    Und zeitlich würde es für uns funktionieren 🙂
    Ich wünsch dir viel Erfolg als Tagesmutter!

    • Kat 20. März 2014 at 22:59 - Reply

      Ich kann verstehen wenn du es genießt in deinen Job zurück zu kehren, ich wäre das auch gerne aber es ist aus oben genannten Gründen leider unmöglich bzw. nur zu Bedingungen die ich nicht eingehen möchte.
      Wären die Umstände anders, wäre ich auch zurückgegangen.

      Nun aber genieße ich es so wie es ist und freue mich auf die neuen Aufgaben als Tagesmutter. (Natürlich bin ich mir bewusst das es ein finanzieller Luxus ist den wir hier leben. Ich wünsche da hätten mehr Menschen eine Wahl oder zumindest die Option.)

  3. Herzmutter 21. März 2014 at 08:33 - Reply

    Hallo Kat,

    das klingt ja nach einem interessanten Plan! Aber wieso sind die Kindergärten bei euch so schlecht? Hast du da so viel negatives gehört? Und hast du dich informiert ob man als Tagesmutter einigermaßen „gescheit“ verdienen kann? Denn ich glaube, da hat man sehr viele Ausgaben und Aufwand und wirklich Geld verdienen tut man auch nicht, also müsste man das schon eher aus ideellem Aufwand machen…?

    Liebe Grüße, Janina

    • Kat 21. März 2014 at 08:43 - Reply

      Nein, da hast du mich falsch verstanden. Unsere Kindergärten sind nicht schlecht. Aber die bieten nicht die flexiblen Betreuungszeiten an die wir brauchen, sondern schließen spätestens um 15:00uhr. Das ist für mich sinnlos, denn als Theaterleitung wäre ich selber von morgens bis 14:00uhr zu Hause und bräuchte eher eine Betreuung von 14:00uhr bis zum Teil (je nach Dienstplan meines Mannes) 24:00Uhr eine Kinderbetreuung und die Kinder vier, fünf Mal pro Woche von 14:00uhr bis wann auch immer zu Oma zu geben ist für mich auch keine Option. Wenn ich vormittags eh zu Hause wäre, wann würde ich denn dann meine Kinder sehen? Wann würde mein Mann seine Kinder sehen?

      Was den verdienst angeht hast du leider recht. Es ist wieder mal ein Job bei dem man (je nach Bundesland unterschiedlich doll) überzeugungstäter sein muss. Was mich nicht stört, Ich verdiene lieber wenig und sehe dafür meine Kinder aufwachsen, als ich verdiene wenig (weil alles für den Kitaplatz draufgeht) und sehe meine Kinder so gut wie nie.

      • cinzia 23. Januar 2016 at 19:04 - Reply

        Hallo Kat, ist ja witzig, ich hab genau den gleichen Weg eingeschlagen. Ab April bin ich dann auch Tagesmutter, meine grosse wird im März 3 und mein Kleiner im Juni 2 ein drittes ist noch in Planung, doch erstmal möchte ich mich und meinen Körper schonen, hatte drei Fehlgeburten und 2 komplette Schwangerschaften innerhalb von 4 Jahren.
        Ich weiss nicht was man in Hamburg als TaMu verdient, aber hier in Ba-Wü ist es schon eine gute Alternative. …also ich möchte auch lieber bei meinen kindern zuhause bleiben und möchte mich ja nicht an der Tätigkeit bereichern sondern es mir einfach erlauben können daheim zu bleiben. Würde ich in meinen alten Job zurück gehen, müsste ich die kinder ganztags in die kita stecken, da ich im schichtdienst arbeite genauso wie mein mann, wir würden dann die gegenschicht machen, würde für mich dann aber bedeuten, familienleben gleich null. Ausserdem würde mein Monatslohn komplett in die fremdbetreuung meiner kinder gehen, das sehe ich nicht ein, das „will“ ich einfach nicht.

        Dieses ständige rechtfertigen geht mir aber auch auf die nerven, oder das die leute drum herum denken wir hättens dicke…..nein haben wir nicht wir müssen abstriche machen um uns diesen Luxus leisten zu können, früher hatten wir zwei Autos, mein mann eine E-Klasse und ich nen Smart nun haben wir nur ein Auto und das weit entfernt von einer Luxuskarre………..
        Naja es ist halt leider so in unserer Gesellschaft und bei manchen spricht einfach nur der Neid.
        ich wünsche dir gaaaaanz viel Erfolg und viele abenteuerliche std. LG Cinzia

  4. Lorelai 21. März 2014 at 14:51 - Reply

    Huch! Ich lebe wohl zu sehr auf dem Land! Bei uns gehen die Kinder frühestens ab 4 in den Kindergarten und viele Mütter behalten ihre Kinder noch 1 Jahr zurück bis sie 5 sind. Mit 6 beginnt dann die Schule…
    Etwas anderes ist die Kita aber auch hier gehen eher weniger Kinder hin, v.a. die von Eltern, die hier keine Grosseltern etc. haben und arbeiten müssen bzw. wollen (meist aber Teilzeit)! Es gilt hier schon als viel (und als bemitleidenswert) wenn ein Kind an 5 Vormittagen die Woche bis ca. 13.30 Uhr in die Kita muss…

    • Kat 21. März 2014 at 18:41 - Reply

      Hi Lorelai (super Nickname!)
      Ohoh. Hier würdest du für „ab 4“ vermutlich gevierteilt werden!

      Was du dem Kind vorenthältst! Wie du gehst nich nicht wieder arbeiten? Deine Karriere, dein Leben!

      (Alles ironie!)

  5. Lorelai 22. März 2014 at 09:39 - Reply

    Ihr Armen! 🙁 Denke aber das ist nicht überall in DE so krass, oder? 😉

  6. Nina 24. März 2014 at 16:58 - Reply

    Das Logo für deine Wichtelstube finde ich toll!
    Ich habe drei Kinder. Meine jüngste Tochter ist bald 5 Jahre alt und ich werde die nächsten Jahre nicht Berufstätig außer Haus sein. Letzthin fragte mein Vater wann ich denn endlich wieder arbeiten gehe. Ich muss sagen, ich war etwas beleidigt. Denn mir ist nicht langweilig zu Hause.
    Ich wünsche viel Spaß als Tagesmutter. Ein so toller und wichtiger Job!

    Liebe Grüße
    Nina

  7. Sophia 26. März 2014 at 11:35 - Reply

    Hallo Kat,

    zuallererst mal vorneweg: DANKE!

    Danke für diese erfrischende ..na ja, nennen wir es mal „Weltansicht“.
    Solche klaren Ansagen hört man wirklich nicht oft. Normalerweise schallt es von rechts und links „wieso geht das Kind denn IMMER noch nicht in den Kindergarten/in die Kita?“ , „Meinst du nicht, dass es langsam wirklich mal an der Zeit ist?“.

    Ich kann das beim besten Willen nicht mehr hören….!

    Obwohl ich zugeben muss, dass mein kleiner Mann schon in die Kita geht mit gerade 16 Monaten, ist das nicht die Situation, die ich mir usprünglich gewünscht habe. Ich bin alleinerziehend und noch im Studium..mir blieb leider keine Wahl. Hätte ich eine Wahl gehabt…nun, ich würde es machen wie du!
    Daumen hoch!! Das finde ich wirklich ganz ganz toll!

    Alles Gute an dich und deine Familie
    Sophia

    P.S. Auf unserem Blog verlosen wir derzeit Wimmelbücher. Schau doch mal vorbei wenn du magst: http://www.lebensfreudecs.blogspot.com

  8. Mein Kind geht nicht in den Kindergarten Zeit Online › Blogprinzessin 9. April 2014 at 17:01 - Reply

    […] Mein Kind geht nicht in den Kindergarten […]

  9. Judy 9. April 2014 at 17:35 - Reply

    Der BabyChief ist auch „erst“ mit 18 Monaten in die Kita gekommen, im Gegensatz zu den meisten Kindern in seinem Alter hier. Die wurden alle zum ersten Geburtstag in die Kita geschickt. Das wollte ich absolut nicht. Und wenn es finanziell nicht nötig gewesen wäre, dass ich wieder arbeite, dann wäre ich gerne auch noch länger zuhause geblieben mit ihm. Das geht aber halt leider nicht, nachdem wir ein haus gekauft haben etcetc.

    Ich finde es auch doof, dass man sich immer erklären muss. Wobei ich das aus eigener Erfahrung nicht so kenne, ich wurde noch von keinem irgendwie schief wegen diesem Zeitplan angeguckt…

    Soll doch jeder das machen, was für seine Family gut ist 🙂

  10. Jutta Woebking 9. April 2014 at 19:46 - Reply

    Super! Der Bericht gefällt mir sehr gut. Niemand soll sich rechtfertigen müssen, wie er sein Leben gestalten möchte.
    Ich finde es vollkommen ok, wenn jemand seine Kinder selbst erziehen möchte und ich finde es vollkommen ok, wenn jemand gerne berufstätig sein will. Beides wird dem Kind nicht schaden, wenn es in einer glücklichen Familie bzw. bei einer/einem zufriedenen Mutter/Vater aufwächst.

  11. Steffi 10. April 2014 at 12:56 - Reply

    Ich bin überzeugt, dass es den Kindern gut tut, wenn sie lange im familiären Umfeld betreut werden. Dies stärkt die Mutter-Kind-BIndung / Vater-Kind-Bindung. Außerdem werden die Werte, die man den Kindern vermittelt, gefestigt. Was das Spielen mit Gleichaltrigen angeht, muss das ja deshalb nicht zu kurz kommen. Liebe Grüße, Steffi

  12. Suse 14. April 2014 at 23:46 - Reply

    Ich finde das super, daß Du nicht nur zu Deiner Überzeugung stehst, sondern auch einen Weg findest, wie Du es umsetzen kannst.
    Das Vorschuljahr langt völlig aus wenn die Kinder nciht von anderen Kinder isoliert aufwachsen (finde ich). Und bei Dir hätten sie mehr andere Kinder als ihnen vielleicht manchmal lieb sind.

    Viele Grüße
    Suse

  13. […] Wen die Vorgeschichte wie ich Tagesmutter gewor­den bin inter­es­siert, der schaue mal hier. […]

  14. Katrin 26. Januar 2015 at 17:25 - Reply

    Ein schöner Artikel. Ich finde jede Familie muss das handhaben, wie es für sie passt und wie alle Beteiligten glücklich sind. Ich persönlich vertrete die Meinung, dass es Kindern gut tut zumindest ab 3 in den Kindergarten zu gehen und unter anderen Kindern zu sein.
    Mein Sohn ist mit einem Jahr zur Tagesmutter gekommen und wir sind damit alle sehr zufrieden. Darum: großartig, dass Du den Schritt wagst und so einen wichtigen Job übernehmen willst.

    Alles Liebe & viel Erfolg auf dem Weg zum neuen Job
    Katrin

  15. Conny 26. Januar 2015 at 21:21 - Reply

    Vor 3 Jahren würde ich meine Kinder auch nicht in den Kindergarten geben. Wobei ich ehrlich gesagt überlege, es so oder so ganz zu lassen. Auch ohne mich zur Tagesmutter auszubilden 🙂
    Kindergarten kann bestimmt toll sein. Ich weiß es jedoch nicht, denn ich selbst war auch nie in einem Kindergarten. Es lag kein Bedarf dafür vor. Es hat mir nicht geschadet. Das Konzept Kindergarten ist klasse, aber ich finde, die die es brauchen, sollen es nutzen. Falls ich es dann nicht brauchen werde, möchte ich es auch ehrlich gesagt nicht in Anspruch nehmen. Mal ganz abgesehen von der Kostenfrage, die bei Zwillingen im Kindergarten ja nu auch nicht zu verachten ist.

  16. Sigrid 26. Januar 2015 at 21:50 - Reply

    Kann ich voll und ganz nachvollziehen… Ich beneide jede Mama die Vollzeitmama sein kann. Ich hab mit 1 1/2 Jahren Elternzeit das Maximum ausgeschöpft, das ich mein Lehramtsreferendariat unterbrechen möchte und selbst mit der Elternzeitdauer hab ich bammel das Restreferendariat mit DUE, mündlichen Prüfungen und Lehrproben zu verhauen, da ich megaviel vergessen hab. Bei spanisch, italienisch und Bio ist das auch nicht schwer… Meine größte Sorge ist, dass ich aber meine zuckersüßen Zwillinge dann nur noch seh wenn ich mal nicht am Unterricht vorbereiten oder Klausuren korrigieren bin und das wird in der Phase des Refs selten sein. Ich bin jetzt schon traurig sie in der Zeit dann bei Oma lassen zu müssen oder bei Papa. Klar bei Oma und Opa ist es super. Bei Papa auch. Aber bei Mama ist es am Besten auch für Mama. Klar könnt ich die Elternzeit noch ein Jahr verlängern und meine Zwerge genießen. Aber dann wird es glaub ich immer wahrscheinlicher, dass ich den Anschluss verpasse… Und leider bin ich die, die das Geld ins Haus bringt… und die auch immer das größere Einkommen haben wird…. was tun also… noch genießen so lang es geht.

  17. Dani 5. März 2015 at 20:20 - Reply

    Hey du Liebe,
    hier geht es ja nicht darum was du grundsätzlich von Kindergärten hälst sondern was für euch das Richtige ist und ich weiss so gut wie es ist sich immer und immer wieder rechtfertigen zu müssen. Es gibt kein Richtig oder Falsch wann und ob überhaupt man sein Kind in den Kindergarten gibt. Ihr als Familie entscheidet es für euch und eure Kinder und das ist euer alleiniges Recht.
    Danke für deinen Artikel und bitte macht genau so weiter.
    Ich wünsche euch so sehr endlich ein Haus zu finden und drücke weiterhin alle Hände, hast du mal bei den Hausverwaltungen angefragt.
    Wo kommst du denn nu genau her, dann geh ich mal durch ob ich da eine Hausverwaltung kenne. Hab mit vielen in Deutschland zusammengearbeitet.
    Kopf hoch und liebe Grüsse
    Dani

  18. nathalie 5. März 2015 at 20:50 - Reply

    Ich beneide Dich ein wenig um Deine komfortable Situation 🙂 Ich finde es aber gut ,dass Du sie das letzte Jahr vor Schulbeginn in den Kindergarten schicken willst, ich denke, sonst wird der Unterschied zur Schule zu krass. Ich habe oft genug gehört, dass es so für Kindergartenkinder schon hart ist, auf einmal diesen getakteten Schulalltag zu haben. Und bei uns im Kindergarten werden die Kinder im letzten Jahr schon sehr gut für die Schule vorbereitet, so dass der Übergang dann nicht mehr ganz so extrem ist. Macht es glaube ich für alle einfacher. Aber bis dahin: Genieß die Zeit! Ich hätte es auch gerne so!

  19. Myriam 9. August 2015 at 01:28 - Reply

    Als ich klein war, war ich auch nur kurz vor der Einschulung im Kindergarten. Ich behaupte jetzt mal, dass es mir nicht geschadet hat. 🙂 Meine Mama hat zu dem Zeitpunkt eine Stelle als Erzieherin in einem Heim für „Schwererziehbare“ angenommen und mich trotzdem oft mit zur Arbeit mit genommen. Das war cool. Ich habe viel mit den Heimkindern gespielt. Ab und zu nahm mich auch mein Papa mit zur Arbeit. Er war in der Landwirtschaft tätig und ich mega stolz, dass ich Traktor und Mähdräscher mitfahren durfte.

    Glaub mir, deine Kinder werden keinen Nachteil haben, dass du sie erst mit 5 oder 6 in die KiTa schickst. Im Gegenteil. Aber ich weiß, dass du das weißt. 😉

    LG Myriam

  20. schimpfmalmama 9. August 2015 at 10:12 - Reply

    Ich finde es wirklich super, dass du dich für diesen Weg entschieden hast!!! Jede Mama muss sehen, welche Betreuung am Besten zu ihrer Lebenssituation passt und wenn die Kita nicht möglich ist, dann halt nicht. Leider kenne ich nicht viele Mütter, die so offen darüber sprechen, ihre Kinder nicht in die Kita zu bringen und gerne zuhause bleiben. Bzw. die Mütter, die es offen aussprechen, werden von allen anderen angefeindet, sie würden ihre Kinder nicht optimal fördern. So ein Quatsch!!! Wenn du als Tagesmutter arbeitest, bekommen die Kinder ja genug Kontakt zu anderen Kindern, das muss ja nicht zwangsläufig in der Kita sein.

    Unsere Situation sieht momentan so aus: Das Kind (3 1/2 Jahre) geht seit sie 2 Jahre ist in die Kita. Sie ist ein sehr schüchternes Mädchen und sie ist im Kiga richtig aufgeblüht, es tut ihr also richtig gut. Der Bruder (nun 5 Monate) ist natürlich momentan noch bei mir zuhause. Ich habe Elternzeit für 2 Jahre eingereicht, bin aber gerade am überlegen, diese auf 3 Jahre zu verlängern. Aufgrund der Krippen- und Kita-Gebühren lohnt es sich für mich nicht mehr arbeiten zu gehen. Es würden am Monatsende gerade mal 80 Euro Überschuss bleiben, den ich dann ins Benzin stecke!!! Also wird de Bruder wohl auch erst mit 3 Jahren in den Kiga gehen, find ich überhaupt nicht schlimm!!!

    • Katarina 9. August 2015 at 12:20 - Reply

      Ich glaube das hast du leider ein bisschen falsch verstanden, ich arbeite jetzt doch nicht als Tagesmutter, wieso und weshalb findest du in dem im Beitrag (ganz unten) verlinkten Blogartikel.

  21. Barbara 6. Oktober 2015 at 21:31 - Reply

    ich findes es gut so, wie Ihr das macht.
    ich muss leider jetzt (Baby ist 8 Monate) wieder anfangen voll zu arbeiten, weil ich noch alleinverdienerin bin. Aber wir haben zum Glück eine super Oma, die schon immer auf den Großen aufgepasst hat (bis er 3 war, war er jeden Tag den ganzen Tag bei ihr, jetzt immer nach dem Kindergarten). Jetzt sind dann halt beide Kinder bei ihr. Das baby wird allerdings dann mit 2 in Kindergarten kommen und dann noch ein halbes Jahr mit dem Großen zusammen dort sein, das ist für sie glauebe ich, ein ganz guter Start.
    Ich würde es allerdings nie übers Herz bringen mein Baby den ganzen Tag in einer Krippe zu parken

  22. […] Blogprinzessin – Mein Kind geht nicht in den Kindergarten […]

  23. Christine, Villa Schaukelpferd 19. Januar 2016 at 09:22 - Reply

    Liebe Katarina,

    ein sehr schöner Beitrag, vor allem, weil er so entspannt wirkt. Eben so, als ob es euch allen mit der Entscheidung gut geht. Und das ist doch das Wichtigste. Gerade wenn du schreibst, dass das verdiente Geld eh nur in den KiTa-Platz fließen würde, wäre das doch wirklich ziemlich paradox! 🙂

    Eine interessante Idee, sich kurzerhand zur Tagesmutter ausbilden zu lassen. Klingt jedenfalls so, als ob es bei euch nie langweilig werden würde – und das ist ja schon fast wie Kindergarten 😉

    Danke, dass du mit diesem Artikel bei meinem ElternRat mitgemacht hast!
    Liebe Grüße
    Christine

  24. Birgit 5. April 2016 at 10:31 - Reply

    Ohje, irgendwie kommt mir das bekannt vor. Ich war immer die Rabenmutter, die ihre Kinder schon vor 3 Jahren in den Kiga gesteckt hat. Wie konnte ich nur! Sowas geht doch gar nicht!
    Wieso denn nicht?
    Darf bitte ich (bzw. wir – mein Mann und ich) entscheiden, wie wir leben wollen? Dürfen wir bitte unseren eigenen Weg finden?
    Ich finde es klasse, dass du dich so überlegt zu dem Weg entschieden hast – auch wenn er ganz anders ist als der unsere.
    Gut gemacht!
    Jeder hat das Recht, seinen Weg zu finden – lass dir von anderen Leuten kein schlechtes Gewissen einreden.
    Wir tun das beste, dass wir können für unsere Kinder – jeder auf seine ganz eigene Art.
    lg
    Birgit

  25. Dagmar 5. April 2016 at 16:58 - Reply

    Uih, mein erster Kommentar und das, obwohl ich doch schon den ein oder anderen Beitrag gelesen habe.

    Ich muss ja zugeben, ich war bei dem Titel des Eintrages doch etwas verwundert, aber nachdem ich ihn mir nun durchgelesen habe, kann ich gut nachvollziehen, warum eure Kinder daheim sind.
    MIt Schichtdienst stelle ich mir Kindererziehung auch sehr schwer vor, da muss sicherlich sehr viel geplant und gemanaged werden, was einfacher ist, wenn beide Elternteile einen 9-17Uhr Job haben.
    Wobei es da auch schon Probleme gibt. Ich habe einen Bundesfreiwilligendienst in einem Waldorf- Kindergarten gemacht und da war die Abholzeit bis 16Uhr, danach bis 16:30 nur noch als Ausnahme, bzw. die Eltern, die halt nicht eher konnten. Aber ehrlich gesagt frage ich mich bis heute, wie man das schafft mit einem 8 Stunden Arbeitstag. Da braucht man wirklich ne Partnerschaft, in der der Eine die Kinder früh hinbringen und der andere sie nachmittags wieder abholen kann.

    Ich finde ich es übrigens richtig gut, wenn es klappt, dass die Kinder zumindest ein Jahr in die KiTa gehen. Man merkt schon bei den 3 Jährigen, ob sie vorher in der Kinderkrippe waren oder von zu Hause kommen, inwieweit sie mit der SItuation umgehen können und wie schnell sie Freunde finden. Für das Sozialverhalten ist es halt wirklich gut, die Kinder „abzugeben.“
    Bin selbst übrigens in die Krippe und KiTa gegangen und aus mir ist auch, soweit ich das zumindest beurteilen kann, ein normaler Mensch geworden. 🙂

    An sich finde ich aber, dass solche Entscheidungen immer die Eltern treffen sollten, da sie damit leben „müssen“. 🙂

    • Katarina 6. April 2016 at 20:50 - Reply

      Hallo Dagmar,
      danke für deinen langen Kommentar hier 🙂
      Ich habe mit anderen im Schichtdienst gesprochen und die planen meistens die Schichten versetzt. So das halt einer Morgens arbeitet und der andere Nachmittags/Abends. Das wäre bei uns gar nicht möglich gewesen, aber ist natürlich generell machbar. Ich finde es allerdings schon schwierig denn dann sieht man den Partner ja fast nicht mehr und kann nur noch „abklatschen“. (Von Urlaub mal abgesehen.) Da müsste von der Politik schon eine schlauere Lösung her.

      Ich selbst war übrigens auch im Kindergarten allerdings nur 2 Jahre und dann kam ich in die Schule, wenn ich mich recht erinnere.

  26. Vera 7. April 2016 at 10:05 - Reply

    Schön!

    Wahrscheinlich spricht es sich da ganz leicht als Nicht-Mama, aber ich habe immerhin Psychologie & Pädagogik studiert und mir das als Tagesmutter finanziert und weiß daher: Richtig und falsch gibt es nicht.
    Schade, dass Eltern oft so fies sind zueinander und sich unterschwellig Vorwürfe machen, das Kind nicht bestmöglich zu fördern. Jedes Kind ist eben anders – genau wie seine Eltern. Und die wissen es meist doch am Besten, was gut ist für ihr Kind in ihrer Situation 😉

  27. Ana 8. Juni 2016 at 14:33 - Reply

    Uns ging es sehr ähnlich – unsere Tochter besuchte den Kindergarten erst mit 4,2 Jahren – wir waren die Paradiesvögel im Freundes und Bekanntenkreis
    Ich war es satt mich dafür rechtfertigen zu müssen

  28. […] Wie hier ja inzwischen alle wissen sollten, sind wir keine militanten Kindergartengegner, sondern sind einfach durchs System gerutscht. […]

  29. […] Wen die Vorgeschichte wie ich Tagesmutter geworden bin interessiert, der schaue mal hier. […]

  30. […] hier nur, sind meine Kids auch weniger anfällig für diese ganzen Figuren, weil sie nicht in den Kindergarten gehen. Sie treffen natürlich regelmäßig andere Kinder und sehen was die so haben, aber diese […]

  31. […] In meiner Timeline bei Twitter (das ist die Stelle, an der mir Nachrichten angezeigt werden, was Leute so schreiben) gibt es grade eine akute Häufung von monothematischen Tweets. Die „Juuhuuuu, endlich sind die Ferien vorbei und die Kinder gehen wieder in die Schule/Kita/ zur Tagesmutter“ Tweets. Manchmal denke ich mir dann, ob das nicht doch was für uns wäre. Also so rein hypothetisch. Der Drops ist eh gelutscht. Hier sind die Kindergärten überfüllt, unbezahlbar und selbst die Stadt gibt zu dass es viel zu vi…. […]

  32. […] dass deren Kinder alle in der Kita oder dem Kindergarten sind, ja …blödes, selbstgewähltes Schicksal, dass es bei uns halt nicht so ist. Alles soweit okay. Aber wieder kommt mir der Gedanke, wir […]

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