Mich lockte der Newsletter von einer tollen Marke. -60% da muss man doch mal schauen, auch wenn ich ja eigentlich grade nichts für die Kinder brauche. Aber… es ist wie bei Ikea. Beim surfen durch die Rubriken blieb ich dann an einem Angebot hängen. Ein Bikini in Gr- 86, weit ausgeschnitten. Da überkams mich dann mal eben und ich twitterte:

Tief ausgeschnittene Bikinioberteile in Gr.86!!! Ich glaube es hackt bei euch.

Ich -persönlich- finde Bikinis an kleinen Mädchen absolut unangebracht, sie suggerieren eine Sexualität die noch gar nicht vorhanden ist. Wenn man meine Tochter fragt dann hat sie keine Ahung was ein Junge und was ein Mädchen ist, geschweige wieso die sich unterscheiden sollten. Da brauch ich keinen Bikini der dann (laut Studien) dem „ungeeigneten Publikum“ auch noch viel „angenehmer fürs Auge“ ist als ein Kind im Badeanzug.
Natürlich sollte jeder Mensch selbst bestimmen können was er tragen will und was nicht, aber ich finde Kindern sollte erst begreiflich gemacht werden was ein Bikini eigentlich soll. Er ist kein Neoprenanzug der vor Kälte schützt oder ein Badeanzug der nachweislich dafür sorgt das die Sportler schneller schwimmen können. Der Bikini ist schlicht und einfach eine modische Sache. So wie Hotpants oder Miniröcke. Gemacht um die tollen Brüste oder die langen Beine (oder beides!) zu betonen.

Nicht damit man beim ersten googeln ein Forum findet in dem es bei der gleichen Fragestellung dann darum geht ob es „süß“ aussieht, oder ob das Kind sich so „besser fühlen“ würde, wenn es einen Bikini trägt.

Ich für meinen Fall möchte nicht das meine Töchter einen Bikini im Kleinkindalter tragen, was danach ist… keine Ahnung, aber Bikinis in Gr. 86 kaufen wir nicht.

PS. Ja, es wäre bestimmt auch nicht verwerflich über „Rape Culture“ aufzuklären. Das ist nämlich ein weiterer Aspekt in der Debatte was (Klein-)Kinder anziehen sollten und was nicht. Genauso übrigens über „Porn Culture“, natürlich nicht bei Kleinkindern, aber Teenager finde ich schon dürfen darüber was erfahren. Das muss nicht in der Schule passieren, das darf auch ruhig zu Hause zur Sprache kommen.

vertbaudet