Eine Verkettung wirklich spannender Umstände (darauf komme ich in einem anderen Interview), sorgte dafür dass ich erst auf Maximilian Buddenbohm Blog Herzdamengeschichten und dann bei einem seiner vier Bücher landete. Dann landete ich bei der Frühlingslesung Tirili die er mit organisiert und hörte ihn das erste mal live. Ich war ja schon seit den ersten Blogeinträgen ein bisschen verliebt in seinen Schreibstil, aber das ganze untermalt mit Stimme und Wesen: Toll, toll, toll! Genau mein Humor.

Umso schöner ist es das Maximilian Buddenbohm sich bereit erklärte mir in einem kleinen Interview zu erzählen wie das alles so kam mit seinem Blog und wie er es geschafft hat, ein erfolgreicher Blogger zu sein. Erfolgreich bloggen mit Herzdamengeschichten.

erfolgreich bloggen

Magst du dich kurz vorstellen?
Maximilian Buddenbohm. Hamburger, Vater, Autor.  Jahrgang 66. Schreibt viel über Familienthemen, aber auch über Hamburg, Kochen, Wirtschaft und mehr, im Grunde ist das furchtbar unsortiert, was mir so einfällt. Schlimm.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Ich hatte vor zehn Jahren eine sehr gute Freundin, die mir irgendwann gestand, heimlich zu bloggen. Ich habe ihr Blog nachgelesen und festgestellt, dass ich kaum darin vorkam, obwohl ich so gut wie jeden Tag mit ihr verbracht habe. Und dachte dann, na gut, dann muss ich eben selber anfangen.

Gab es für dich einen „Aha! Moment“ an dem du merktest das aus deinem Blog mehr werden könnte?
Meine oben erwähnte Freundin war damals sehr erfolgreich und bekannt in der Szene und die ganz vage Hoffnung, dass es auch bei mir etwas werden könnte, hatte ich von Anfang an. Allerdings sehr unbestimmt, ich wollte es einfach nur gut machen. Ich habe vorher gar nicht geschrieben, abgesehen von geringen Mengen peinlicher Pubertätslyrik, und wusste also überhaupt nicht, ob ich das kann. Ich hatte auch keine Ahnung, was Erfolg beim Bloggen eigentlich ist, aber das habe ich heute eigentlich auch nur ansatzweise, da kann man auch durchaus verschiedene Meinungen haben. Erst einmal war damals der Erfolg, überhaupt ein paar Visits auf der Seite zu haben. Heute ist es das natürlich immer noch, aber mittlerweile ist es schon auch Geld. Es entwickelt sich weiter, man weiß nicht, was morgen geht oder nicht mehr geht. Jedes Jahr war bisher anders, ich denke, das bleibt auch so. Ein Blog wird auch keine richtige Routine, ich denke immer noch nach jedem Artikel, dass mir vermutlich nie wieder etwas einfallen wird. Das hört anscheinend nicht auf.

Verdienst du mit deinem Blog Geld? -> Wie lange hast du schon  gebloggt bis es mehr als 1€/Monat war?
Ich habe etwa vier Jahre gebloggt, bevor ich das erste Geld verdiente, wenn ich mich richtig erinnere. Ja ich verdiene mit dem Blog Geld, etwa die Hälfte meines Einkommens. Ich habe einen Blogsponsor, die GLS Bank, die regelmäßig Kolumnen kauft und in meinem Blog wirbt, das ist der größte Teil. Ich habe andere Kunden wie etwa Zeitungen, die Texte kaufen, die auch im Blog erscheinen, ich kooperiere hier und da mit Firmen. Die andere Hälfte des Einkommens bringt ein ganz normaler Bürojob.

Kannst du hauptberuflich Bloggen? -> Wenn nicht, würdest du das wollen, wenn sich die Chance ergibt?
Die Möglichkeit ergibt sich im Moment nicht. Ausschließen würde ich es nicht, auch wenn ich es mir realistisch zurzeit nicht vorstellen kann. Die Entscheidung ist mit zwei Kindern aber auch nicht ganz einfach, da ist ein regelmäßiges Einkommen ohne Schwankungen schon ziemlich erfreulich. Ich habe aber das große Glück, einen Arbeitgeber zu haben, bei dem ich spontan auch unbezahlt frei nehmen kann, wenn ich z.B. einen Schreibauftrag habe, der mehr Zeit und Einsatz erfordert, als ich mit dem Büro vereinbaren könnte. Oder meine Arbeitszeiten mal eben zu ändern – wenn ich morgens jemanden fürs Blog interviewen möchte, dann gehe ich nachmittags ins Büro. Im Grunde ist das ein sehr feines Modell. Ich würde im Moment gerne noch zwei Stunden  weniger im Büro arbeiten, vier statt sechs. Mal sehen, ob das irgendwann geht. So etwas kann auch einmal ein Jahr lang gehen und dann wieder nicht mehr, das ist nicht planbar.

Welchen „unfairen“ Vorteil hast/hattest du eventuell anderen Bloggern  gegenüber? (z.B die Möglichkeit zu Hause zu bleiben und Hauptberuflich  zu bloggen/ du hast in deiner Nische angefangen als es noch nicht so  viele Blogs gab/Kennst dich gut mit Onlinemarketing aus ect.)
Unfair in diesem Sinne waren vielleicht meine Kontakte, ich bin nicht mit gar keinen Lesern gestartet und war ziemlich schnell ganz gut verlinkt in den damals bekannten Blogs.

Nenne einen Fehler den du am Anfang gerne vermieden hättest
Den Fehler, den sehr, sehr viele machen: die falsche Domain oder Blogplattform zu wählen. Wobei es eigentlich kein Fehler ist, denn man ändert sich eben im Laufe der Jahre und das technische Umfeld ändert sich auch. Aber ärgerlich ist es.

Was würdest du sagen hat dir geholfen mehr Besucher/Traffic auf deine Seite zu bekommen?
Die Zeit. Die Leserschaft ist ganz langsam gewachsen, da gab es keinen Ruck, keinen plötzlichen und dramatischen Anstieg.

Was ist die bisher coolste Sache die sich Aufgrund deines Blogs ereignet hat?
Ich habe großartige Menschen wie www.isabelbogdan.de kennengelernt, ohne die mein Leben im Moment ein ganz anderes wäre.

Wo findet man dich, wenn man jetzt mehr lesen möchte?
www.herzdamengeschichten.de

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Maximilians Bücher:

Da sich glücklicherweise noch ein paar andere gefunden haben, welche mir ein Interview geben wollten, wird jetzt alle 14 Tage ein neues Interview zum Thema „Erfolgreich bloggen„erscheinen. Wer gerne noch ein Buch zum Thema „Bloggen“ lesen möchte der möge mal hier schauen: Blog Boosting: Marketing | Content | Design | SEO (mitp Business)

Schreibt mir doch bitte mal in die Kommentare ob euch das Interview gefallen hat oder nicht.

Desweiteren habe ich euch zusammengestellt was ich hier auf Blogprinzessin.de nutze. -> Ressourcen.