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Sandra ist einer der ersten Menschen über die ich im Internet stolperte, als ich anfing Blogs zu lesen. Sie schrieb auf Shoppingverse übers Kleidung und die schönen Dinge im Leben.  (Nein, ich wusste nicht das sie damit Geld verdient, ich wusste nicht mal das man im Internet Geld verdienen kann wenn man nicht Bill Gates heißt.)

Magst du dich kurz vorstellen?
Mein Name ist Sandra, 39 Jahre alt, ich wohne in Melbourne / Australien und mag Pizza, Marmorkuchen und gestreifte Shirts.
Ich arbeite freiberuflich als Marcomm und Digital Marketing Consultant und schrieb im Dezember 2004 meinen ersten Blogpost.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Ich habe 2004 in einem Internet Start-up gearbeitet und eine meiner Kolleginnen war in ihrer Mittagspause immer damit beschäftigt, „ordentlich in die Tasten zu hauen“. Ich wurde neugierig und fragte sie, was sie jeden Tag so viel schreibt.
Als sie mir ihren Blog zeigte, fand ich das eher belustigend, als interessant. Menschen die online ihr ganzes Leben offenlegen…. (wir reden hier noch von einer Zeit vor FB, IG und Twitter).
Ich schaute mir das zu hause aber dennoch näher an und stellte schnell fest, dass es ganze Communities zu den unterschiedlichsten Themen gab und man sich in den Kommentaren ausgiebig miteinander austauscht.
Das und auch die Tatsache, dass ich mir praktisch meine eigene „Website“ schaffen konnte, ohne technisch viel zu können, fand ich dann doch so spannend, dass ich letztlich auch meinen ersten eigenen Blog erstellte.

Gab es für dich einen „Aha! Moment“ an dem du merktest das aus deinem Blog mehr werden könnte?

Nicht wirklich. Mein erster Blog, den es auch noch immer gibt, war ein rein privater Blog. Dinge aus meinem Leben und meinem damaligen Umzug nach Australien. Aber ich hatte mit dem Blog schon ganz ordentliche Trafficzahlen.
Als ich 2006 zum ersten Mal nach Melbourne zog, war es jobtechnisch eher schwierig für mich im Online Marketing etwas zu finden. Ich suchte Alternativen, wie ich mein Geld verdienen könnte und sah, dass es viele Blogger in den USA gab, die damit ihren Lebensunterhalt verdienten.

Verdienst du mit deinem Blog Geld? -> Wie lange hast du schon gebloggt bis es mehr als 1€/Monat war?
Mit meinen jetzigen Blogs KlausandFritz.com und GirlsGuidetoBlogging.de verdiene ich Geld, ja. Bei beiden Blogs dauerte es nicht länger als einen Monat jeweils.

Kannst du hauptberuflich Bloggen? -> Wenn nicht, würdest du das wollen, wenn sich die Chance ergibt?
Keine Ahnung, ob meine beiden Blogs das Potential dazu hätten. Das war auch nie Ziel, als ich diese Blogs gründete.
Das Thema Problogging habe ich bereits hinter mir. Es war eine tolle Zeit und ich habe damals eine Menge gelernt und letztlich hat es zu meinem jetzigen Werdegang geführt. Aber es war nie so, dass ich alleine nur von den Einnahmen meines Blogs hätte leben können. Es war immer ein guter Mix aus Vermarktung meiner eigenen Seite, Consulting von Unternehmen hinsichtlich Blogging und Social Media, Blogging Gigs für Unternehmen und andere Blogs und Copywriting.

Welchen „unfairen“ Vorteil hast/hattest du eventuell anderen Bloggern gegenüber? (z.B die Möglichkeit zu Hause zu bleiben und Hauptberuflich zu bloggen/ du hast in deiner Nische angefangen als es noch nicht so viele Blogs gab/Kennst dich gut mit Onlinemarketing aus ect.)
Ob es ein unfairer Vorteil ist, weiss ich nicht, aber durch meinen Background im Digital Marketing, sind mir manche Prozesse vielleicht ein wenig geläufiger.

Nenne einen Fehler den du am Anfang gerne vermieden hättest
Alle meine Blogs bei 1&1 zu hosten. Oh man, was ich damit schon Ärger und Downzeiten hatte. Noch immer habe ich eine Seite dort gehostet und ich vergesse jedes Mal rechtzeitig zu kündigen, bevor es sich wieder um 2 Jahre verlängert. …was mich daran erinnert…


Was würdest du sagen hat dir geholfen mehr Besucher/Traffic auf deine Seite zu bekommen?

Da gab es keinen konkreten Anlass. Das hat sich über die Zeit entwickelt. Durchhaltevermögen, vernünftige Optimierung und gute Themen helfen dabei.

Was ist die bisher coolste Sache die sich Aufgrund deines Blogs ereignet hat?
Ich habe dadurch so viele fantastische Menschen kennengelernt habe. Ich bin ja eher der introvertierte Typ, auch wenn mir das viele nicht glauben würden und die Tatsache vor einem Treffen (z.B. auf Meet-ups, Barcamps,…) schon einmal mit dem ein oder anderen online gesprochen zu haben, hilft mir schon sehr auf Leute zuzugehen. (Oh Gott, das klingt nun, als wäre ich ein absoluter Dork)
Aber es brachte mir auch einen coolen Job in Hamburg ein und dadurch letztlich auch später meine eigene Firma. Dafür bin ich sehr dankbar.

Wo findet man dich, wenn man jetzt mehr lesen möchte?
Am meisten sieht man von mir wohl auf Instagram und auf Twitter unter @shoppingverse und @ggtblogging. Dann natürlich auf GirlsGuidetoblogging.de und auf KlausandFritz.com

Sandra at work

Wer sich für diese Reihe interessiert muss auch unbedingt mal bei dem Interview mit Maximilian Buddenbohm vorbeischauen. Kennt ihr Girls Guide to Blogging oder Klaus and Fritz schon? Oder ist das ganz neu für euch?

Desweiteren habe ich euch zusammengestellt was ich hier auf Blogprinzessin.de nutze. -> Ressourcen.