Anfang des Jahres las ich das Buch von Sina Trinkwalder „Wunder muss man selber machen“ (Affiliate Link) was mich wirklich nachhaltig beeindruckt hat. Natürlich weiß man wie ungerecht alle möglichen Branchen sind, und das man ethisch viel besser handeln müsste, aber kann ich das als normale Mutter überhaupt? Ich trug dieses Thema mit mir herum, bis ich einen schönen Tages entschied: Ich wechsle zur GLS Bank. Die GLS Bank versucht nämlich in einem sehr undurchsichtigen Sektor die Welt ein bisschen besser zu machen. (->über die GLS Bank)

Sie investieren nicht in die Rüstungsindustrie und auch nicht in Atomkraft. Das ist praktisch, denn ich will auch nicht in die Rüstungsindustrie oder Atomkraft investieren. Ich will nicht mal passiv durch meine Bank da irgendeinen Quatsch mitfinanzieren. Da weigere ich mich.
Ich will in Eiscreme, Kinderlachen und Sonnenstrahlen investieren und ich will wissen was mit meinem Geld gemacht wird, wenn ich es einer Bank in „Verwahrung“ gebe.

Das schöne ist: Ich bin nicht allein, denn genau dies will die GLS Bank auch, und man kann ganz gezielt angeben was man wünscht was mit dem eigenen Geld passiert.

Nachdem ich seit etwa Mitte des Jahres (ja das ist noch gar nicht so lange her) mit dem Gedanken gespielt habe einfach mal zu schauen ob man mit Blogprinzessin.de nicht vielleicht auch etwas Geld verdienen kann (hey wir haben drei Kinder, da ist der Gedanke nicht abwegig), habe ich mir verschiedene Dinge überlegt, verworfen, weiterüberlegt, an die Leser gedacht und wieder verworfen. Ich meine Werbung schalten und Bannerplätze anbieten schön und gut. Aber will ich permanent Bannerplätze anbieten die das Ausbeuten von Menschen anpreisen? (Ja, ich habe auch Google AdSense auf dem Blog, aber da entscheidet ihr für was ich werbe. Googelt mehr „Bio“ und „Nachhaltigkeit“ und eure Anzeigen passen sich euch an, ehrlich!)  Ich habe drei Kinder, mein Mann ist nicht reich und wir leben ein ganz normales Leben, wir sind nicht hip und nicht durchgestylt, was bleibt da noch als Werbepartner? Ich war ratlos und demotiviert. Es musste doch möglich sein aus eigenener Kraft einen Werbepartner zu finden, der versucht die Welt ein bisschen besser zu machen und zeitgleich meinem Blog eine Chance gibt.

Den Gedanken mit den Werbebannern hatte ich noch immer nicht ganz abgeschrieben, aber ich war ratlos. Bis ich eines Tages dachte: Was soll schon passieren? Im Zweifelsfall lacht man dich aus, mehr nicht.

Ich schrieb also eines Tages im Juni den zuständigen Herren bei der GLS Bank an und fragte ihn ob sie vielleicht Interesse haben bei mir einen Bannerplatz zu buchen. (Und rechnete damit das Johannes Korten lachend auf seinem Stuhl zusammenbricht, weil ich eben noch keine Reichweite von mehreren tausend Lesern habe.) Aber der Hannes brach gar nicht vor Lachen zusammen, sondern wollte telefonieren. Die GLS Bank wird jetzt also noch ein Weilchen den Bannerplatz oben rechts innehaben. Danke dafür und danke dafür, dass ihr die Welt/das Internet ein bisschen besser macht.

gls_banner

(Hey, ich muss übrigens sagen das ich eure Mitarbeiter die man so als Normalokunde (da war ich noch nicht Werbepartner) am Telefon hat, liebe GLS Bank, ganz prima finde. Ich habe noch nie das Gefühl bei einer Bank gehabt, das da wirklich wer nettes am anderen Ende sitzt. Bei euch schon.)