Wie es aussieht, wenn ich versuche 3 Kinder unter 3 Jahren ins Auto zu bugsieren, habe ich euch ja schon hier beschrieben. Heute gibt es  sozusagen Teil 2 zu diesem Beitrag.

6 Menschengruppen, denen wir als Mehrlingseltern garantiert im Supermarkt begegnen, wenn wir mit den Kindern unterwegs sind.

Menschen_im_Supermarkt

1. Das Pärchen (Mitte 20 bis 35 Jahre alt, verliebt über beide Ohren):

Das Pärchen zeichnet sich dadurch aus dass sie (beide) versuchen unauffällig-auffällig hinzuschauen ob es denn wirklich Zwillinge sind. Dabei versucht er entweder unauffälig hinzuschauen aber nicht zu doll, damit SIE es nicht merkt. Oder sie versucht nicht ganz so überschwänglich zu quieken damit ER nicht denkt sie wolle ihn gleich hinter die Tiefkühltheke ziehen,, und wenn er wieder weiß wo der Fisch die Flossen hat ist alles zu spät. Was sie vermutlich durchaus will, aber ein Kind passt grade nicht ins Lebenskonzept. Er zieht sie behutsam weiter, beide lächeln uns an.

 

2. Männer im fortgeschrittenen Alter (35 bis 50 Jahre alt)

Der Mann im fortgeschrittenen Alter ignoriert uns. Klapptüren fallen uns vor der Nase zu, in Kassenschlangen macht niemand ein bisschen mehr Platz, und bestenfalls bekommen wir dadurch Aufmerksamkeit dass mal mit der Nase gerümpft wird wieso denn die kleinen Menschen sich nicht etwas manierlicher verhalten können. Man kommt von der Arbeit, man will einfach nur Heim und nicht dass einem diese Mini-Dingens vor den Beinen rumhüpfen. Zu Hause wartet die Frau, die wuselt genug, gibt es denn keine Babysitter mehr auf dieser Welt?

 

3. Frauen im fortgeschrittenen 😉 Alter (35 bis 50 Jahre alt)

Frauen ab 35 sind… mitteilsam. Nach durchschnittlich zweieinhalb Schritten auf dem Parkplatz treffen wir die erste. Sie kommt meist aus dem Nichts und kurze Zeit später weiß ich dass sie selbst Zwillinge hat (!) oder die Nachbarin hat Zwillinge (!!) oder aber sie habe mal ein Bild von Zwillingen in einem Schaufenster in Timbuktu gesehen (!!!!). Darüber hinaus wollen Frauen dieses Typs normalerweise wissen ob die knallpink gekleideten Mädels denn Jungs sind (Klar!) und ob das denn viel Arbeit machen würde (Nein! Ich liege nur gelangweilt rum.)

Meine Lieblingsbegegnungen sind die in denen ich folgendes gefragt werde:

a) Sind (die identisch aussehenden, gleich großen, sich ähnlich verhaltenden Mädchen) Zwillinge?

b) Haben Sie die denn mit DEN Brüsten stillen können? (Nein, ich habe dafür mein Extrapaar benutzen wollen, aber das hatte ich grade aus der Hand gegeben.)

c)  Hatten Sie einen Kaiserschnitt? (Wie? Sie haben keinen Reißverschluss am Bauch? Ich dachte das ist Standart?)

d) War die Geburt schmerzhaft?  (Nee, ich war ja voll drauf. Die geben einem da den tollsten Scheiß im brasilianischen Busch. Haben Sie schonmal von Hpyno-Water-LSD-All-Natural-Geburt gehört?)

 

4. Männer und Frauen am Ende ihres Berufslebens (50 bis 70)

Starren. Starren uns an, aber sagen nichts. Stellt euch einfach das Gefühl vor, welches die meisten von uns haben, wenn wir nackt in einem Auditorium stehen würden und genau wissen dass wir den Text vergessen haben und auch gar nicht wissen was wir hier sollen. Wem das nicht unangenehm genug ist, der stelle sich vor sein Chef würde euch beim Pipi machen zuschauen. Da ist Ansprechen fast schöner.

 

5. Männer und Frauen am Ende (70 bis Himmel).

„Ooooh! Eideideidei! *Schnipps Schnipps* Hallo du Süßer! Haallooooo!! *Schnipps* Kann er schon „Hallo“ sagen? HA-LL-O??? Gutzi gutzi *in die Wange kneif* Ist aber ein bisschen schüchtern das Kind, näch? Aber das wird schon, mein Karl-Heiz damals…Ah! Da lächelt es ja doch? HALLO! *Schnipps Schnipps* Wieso weint es denn jetzt? Also mein  Karl-Heinz…. und die Jutta war ja auch so’ne ganz schüchterne.“ (Tschuldigung, ich muss schnell mal schauen was mein Mann da hinten bei den Tiefkühltheken macht. *renn*)

 

6. Andere Mehrlingseltern (jedes Alter)

Wir erkennen uns mit geschlossenen Augen. Wir nicken einander zu und wissen, die anderen sind oder waren mal auf dem gleichen Boot wie wir. Wir gehen weiter.

 

Findet ihr euch in einer der Gruppen wieder? (Wenn ja, sorry. Ich hasse euch nicht, ihr seid nur manchmal anstrengend.)