Eltern ohne Kindergarten, ich vermisse euch (manchmal).

Die Sache mit dem Kindergarten. Es ist folgendes: Ich hätte gerne mal ein bisschen Austausch zu Müttern deren Kinder nicht in den Kindergarten gehen, und damit meine ich nicht „Meins geht ab 2,5 Jahren in die Kita„. Sondern ich meine ganz klassisch GAR NICHT. Keine Kita, kein Kindergarten zumindest bisher nicht geplant.

Wie hier ja inzwischen alle wissen sollten, sind wir keine militanten Kindergartengegner, sondern sind einfach durchs System gerutscht.

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Die Sache mit den Kindergärten. Es ist folgendes: Ich hätte gerne mal ein bisschen Austausch zu Müttern die ihre Kinder nicht in den Kindergarten gehen, und damit meine ich nicht “Meins geht ab 2,5 Jahren in die Kita“. Sondern ich meine ganz klassisch GAR NICHT. Keine Kita, kein Kindergarten zumindest bisher nicht geplant.

Wie hier inzwischen alle wissen sollten, sind wir einfach durchs System gerutscht.

Bei Facebook gibt es “Mein Kind geht nicht in den Kindergarten” Gruppen, aber die scheinen mir alleine vom Namen her eher militant zu sein. Den Damen dort scheint es eher darum zu gehen, dass sie sagen das Kind hats am besten zu Hause. Alle die das nicht machen opfern sich nicht genug für ihre Kinder auf.

So geht es mir gar nicht.

Mir geht es mehr um den Austausch mit anderen die einfach durchs System gerutscht sind. In meinem Tagesmutterkurs sind/waren ein paar davon (die sind aber alle nicht online vernetzt. Internet? Dieses Neuland!).
Eine Mutter bekam die Diagnose: Ihr Sohn hat Epilepsie. Damit flog sie dann gleich mal aus ihrem Kindergarten, denn man erzählte ihr dort das Sie sich nicht sicher seien das sie einen Anfall bemerken würde. Bei einer anderen Dame, liefen die Kinder aus dem Kindergarten immer wieder weg. Die Mutter merkte es erst als sie ihren Sohn an der Fleischtheke traf.

Es geht gar nicht um “Schwarze Schafe gibt es überall” sonder mir fehlt der Austausch. Andere Eltern die darüber berichten wies denn so ist. Im englischen habe ich bisher nur Stay At Home Moms gefunden die Homeschooling machen, weil sie megareligiös sind und nicht in das US-Bildungssystem vertrauen. Diese Frauen finde ich zwar interessant, aber sind die eine eher militant eingestellte Gruppe mit der ich nicht viel gemeinsam habe. Es muss Mamas und Papas da draußen geben denen es so geht wie uns. Kinder und Kita sind nicht vereinbar.

Interessant finde ich auch folgenden Artikel (“Das Klischee von den Bildungsfernen”). Auch wenn ich ihm nicht in allen Punkten zustimmen würde.

Folgt mir gerne auf Facebook für mehr. Klick.

By | 2017-06-25T17:03:21+00:00 24. September 2014|Categories: Ich schreibe|10 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

10 Comments

  1. Frau Suutje 24. September 2014 at 17:38 - Reply

    Das System unserer Stadt sieht für uns keinen Bedarf an U3-Betreuung. Wer nicht arbeitet bekommt nur einen Berechtigungsschein für 4 Stunden. Plätze mit nur 4 Stunden gibt es nicht (weil die Stadt keine solche Verträge mit den Betreibern macht), auf andere dürfen wir wegen fehlender Berechtigung seitens der Stadt nicht.

    Alles Folgen des ach so tollen Rechtsanspruches.

    • Katarina 24. September 2014 at 20:21 - Reply

      Ich kann nur den Kopf schütteln. Wirklich, und „unter leute kommen“ ist natürlich für Kinder nicht vorgesehen. Wer macht denn da das Gesetz? Völlig unausgegoren und unüberlegt klingt das!

  2. princessruki 24. September 2014 at 20:32 - Reply

    Wir haben uns ganz bewusst gegen einen Kitaplatz entschieden da wir merkten das unsere Tochter einfach gefordert werden will.Dies bestätigte dann auch wenig später der Kia.
    Ständige Horrorstorys von Kolleginnen deren Kinder ständig unterfordert oder übersehen wurden bestärkte uns nur darin sie zuhause zubetreuen.
    Mein Freund und ich sind Berufstätig und selbst wenn wir wollten hat Nachts kein Kiga offen 😉

    • Judy 25. September 2014 at 18:42 - Reply

      Also, von Unterforderung kann bei unserer Kita nicht die Rede sein. Im Gegenteil. Der BabyChief geht sehr gerne hin, und der ist echt anspruchsvoll. Ich habe richtig bemerkt, wie er sich am Anfang der 3wöchigen Ferien zu Tode gelangeweilt hat. Gut, er hat halt zuhause keine Geschwister, mit denen er spielen kann (auczh deshalb finde ich die Kita hier so wichtig), aber ich musste dann irgendwann echt „Programm“ machen, damit er gefordert ist.
      Und wenn ein Kind übersehen wird, dann stimmt mit der Kita/dem betreuungsschlüssel irgendwas nicht…

  3. Judy 25. September 2014 at 18:44 - Reply

    Zum eigentlichen Thema:
    Ich kenne hier wirklich niemanden, deren Kinder NICHT in Kita oder Kiga gehen. Selbst, wenn die Mütter (noch) zuhause sind. Ich glaube, da wirst Du’s echt schwer haben, wen zu finden. Im Norden glaub ich schon gleich gar nicht 😉

  4. Isa - menschenskinder! 25. September 2014 at 22:51 - Reply

    Hallo, hier ist eine! 🙂 Zwei Kinder (1,5 Jahre und 3 Jahre) sind derzeit bei mir Zuhause. Ganz einfach weil ich es so will, meine Kinder gerne bei mir habe und noch nicht soweit bin, den Großen abzugeben. 🙂

    Du bist nicht allein.

    Liebe Grüße
    Isa

  5. Sabrina 5. Oktober 2014 at 14:35 - Reply

    Hallo Katharina,

    ich entspreche leider auch nicht ganz deinen Kriterien, denn meine Tochter geht seit einem Jahr in den Kindergarten. Davor habe ich mich aber sehr dagegen gewehrt, sie in eine Betreuungseinrichtung zu geben. Warum auch? Bei mir zu Hause hatte sie alles, was sie brauchte. Aber ich habe gemerkt, dass ich mit zunehmendem Alter nicht mehr ausgereicht habe. Sie brauchte einfach den Kontakt zu anderen Kindern, denn von ihnen kann sie viel mehr lernen, als von mir. Und es hat sich wirklich bewahrheitet. Mittlerweile ist sie richtig aufgeblüht und hat schon sehr viel dazugelernt.
    Dennoch halte ich nichts davon, Kinder unter 3 Jahren in den Kindergarten zu geben. Das überfordert die Kinder nur und ist meines Erachtens nicht gerade förderlich. Besonders bitter stößt es mir auf, wenn die Mutter zeitgleich zu Hause rumsitzt und einfach nur keine Lust hat, sich mit ihren eigenen Kindern zu beschäftigen.
    Mit dem Minimann werden wir genauso verfahren. Vor seinem dritten Geburtstag passiert gar nichts.

    Liebe Grüße
    Sabrina

  6. Steffi 16. Oktober 2015 at 11:38 - Reply

    Ein sehr interessanter Ansatz 😀 .
    Ich wollte meine 2 Jüngsten auch nicht in die KiTa stecken.
    Allerdings hat dann bei uns ums Eck ein Waldkindergarten eröffnet und wir haben uns das mal angeschaut.
    Meine Kids und auch wir als Eltern waren und sind absolut begeistert.
    Kein Vergleich zum Regelkindergarten (den hab ich bei meinen 2 Großen durch) und wir als Eltern gehen auch regelmäßig mit in den Wald wenn ein Erzieher ausfällt.
    Komplett anderes Konzept ohne Spielsachen und Markendruck.

  7. Daniela 16. Oktober 2015 at 11:46 - Reply

    Mir gefällt dein Beitrag und auch die Überlegung, dass du dich zur Tagesmutter ausbilden lässt. So habe ich es bei meinen ersten beiden Kindern auch gemacht, weil ich der Überzeugung war: Kindergarten? Nein danke! Nicht mit uns.
    Dann begann meine Tätigkeit als Tagesmutter und ich habe gemerkt, wie sehr meine Kinder darunter „litten“. Es war wahrlich nicht einfach, Mutter und Betreuungsperson gleichzeitig zu sein. Es war ihnen nicht recht, sie wollten die Kinder nicht. Irgendwann fragte die Große dann mit etwa 3 Jahren: Warum sie nicht in den Kindergarten darf. Sie möchte auch gerne mit anderen Kindern spielen.
    Dann kam die Krisensitzung und die schwierige Entscheidung – ja oder nein? Wir befanden: Ja, vormittags. Nicht länger, das wäre in Ordnung. Wir fanden eine wundervolle Kindergruppe und bald waren beide Kinder dort, bis zum Nachmittag. Das hat unser Familienleben unglaublich bereichert und wieder besser strukturiert. Meinen Job als Tagesmutter habe ich dann schnell aufgegeben und eingetauscht – für uns war es die beste Entscheidung und mittlerweile ist auch unsere Kleinste dort. Fühlt sich pudelwohl. Für uns ist es keine Fremdbetreuung, für uns ist es ein erweitertes Wohnzimmer.

  8. Trudi 21. Januar 2017 at 21:33 - Reply

    Liebe Katarina,
    mir geht es wie Dir: überall wohnen Kinder, aber von 8 bis 16 Uhr sind keine im Stadtbild zu sehen; ich gehe als Kuriosum mit einem fast Vierjährigen und einem Tragebaby durch die Gegend. Der Große ist sehr kommunikativ und wird dann immer gefragt: „Na? Bist du nicht im Kindergarten?“ Das nervt uns, denn es geht doch auch anders! Und ich liebe es, meine Kinder bei mir zu haben! Außerdem ist es total schön zu sehen, wie toll die beiden schon miteinander spielen, wie gut sie sich verstehen. Ich weiß nicht, ob das auch so wäre, wenn der Große jeden Tag aus dem Haus ginge.
    Liebe Grüße, Du bist nicht alleine (auch wenn es einem manchmal so vorkommt :-))
    Trudi

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