Freizeit trotz Zwillingen? 5 praktische Tipps.

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(Foto Copyright liegt bei Einerschreitimmer.com)

Heute mache ich mal etwas, was ich schon ganz lange nicht mehr gemacht habe:  Ich widme mich einer Aktion einer anderen Zwillingsmama. Diese Frage habe ich nämlich gelesen und ich habe wirklich darüber nachdenken müssen.

Wie viel Zeit habe ich für mich selber? Wenn gemeint ist „Freizeit“ im Sinne von „Niemand stört oder weint oder will was“, dann ist das reichlich wenig. Wenn gemeint ist „Ich verlasse das Haus und gehe z.B alleine shoppen/Fingernägel machen lassen/Haare schneiden und und und…“ dann ist das noch weniger.  Woran liegt das? Ich kann „Einer schreit immer“ nur zustimmen, viele trauen sich drei Kinder unter drei einfach nicht zu.Es ist ja auch gar nicht einfach und überhaupt nicht mit nur einem Kind vergleichbar. Alles kostet drei mal so viel Zeit, und nicht selten sind endlich alle angezogen (denkt man), und dann hat der erste die Schuhe schon wieder aus…

Dann ist es nicht ohne weiteres möglich mit drei so kleinen einfach mal die Wohnung zu verlassen, um z.B als Oma auf dem Spielplatz zu gehen. Alle drei WOLLEN im Treppenhaus die Stufen nehmen, aber nur eine kann es so dass ich sie alleine laufen lassen und nicht ständig schauen muss. Die beiden anderen muss man dann ALLEINE erstmal unfallfrei durchs Stiegenhaus bekommen. Sowas braucht Übung, das kann man nicht unbedingt beim ersten Mal.

Es ist nicht so dass gefühlt immer einer schreit (obwohl das überwiegend doch der Fall ist, wie ich grade feststelle) aber irgendwer will immer was. Jetzt grade zum Beispiel, kann ich nur am Rechner sitzen, weil der weltbeste Ehemann  grade mit Motti zusammen in der Küche Pfannkuchenteig anrührt. Die Zwillinge finden das immerhin so interessant, dass sie kreischend am Türgitter stehen und sich gegenseitig ob der besten Plätze „prügeln“.

Das meiste am Blog (was tatsächlich mit einer Mischung aus Beruf und Hobby gleichzusetzen ist) mache ich Nachts. Dafür geht natürlich Schlaf drauf. Hätte ich im Fernsehen eine Lieblingssendung, würde ich die vermutlich zugunsten des Blogs sausen lassen, damit ich hier halbwegs was produktives hinbekomme.

Einmal in der Woche hat Motti ihren „Oma Tag“ der ist ganz fest und in Stein gemeißelt, aber alle drei Kinder werden wir an diesem Tag auch nicht an Oma „los“. Zu Zeiten in denen die Kleinen noch den ganzen Tag verschlafen haben, war das wirklich eine Auszeit. Heute ist es toll für Motti und ihre Oma, aber wir haben nur noch wenig „Freizeit“ davon.

Auch muss man bei uns das ganze vermutlich anders sehen als bei „normalen“ Familien mit Partnern die 9:00-17:00Uhr arbeiten, denn M. arbeitet im Schichtdienst, und ist manchmal unter der Woche genauso nicht da wie andere Daddys und dafür Abends, und in anderen Wochen ist er tagsüber da und dafür dann die ganze Nacht bis Vormittags nicht. Das pendelt sich zwar ein, aber „immer Mittwochs Yoga“ gibts hier zur Zeit nicht. Hätten wir beide Hobbys die uns zwingen würden das Haus zu verlassen, dann würden wir das schon wuppen, da bin ich sicher aber es wäre schwierig – Eben weil M. jeden Monat anders arbeitet, da kann man wenig planen.

Hier also meine 5 ultimativen praktischen Tipps für Zwillingseltern  (und welche wie uns, die mit den quasi-Drillingen) nicht durchzudrehen, auch wenn der Alltag mehr als stressig ist. (Psst…alle davon sind kostenlos!)

  1. Sprecht euch mit eurem Partner ab!
  2. Nehmt es ernst, wenn der andere sagt „ich kann nicht mehr“.
  3. Versucht so viel wie möglich Abends zu erledigen. Steuererklärung muss man nicht tagsüber machen.
  4. Sollten eure Zwillinge noch Mittagsschlaf machen, kann man auch wunderbar in der Zeit mal in die Badewanne. Das muss man nicht erst machen wenn alle Kids schlafen.
  5. Lasst eure Kinder (im ungefährlichen Rahmen!) auch mal machen. Die können das. Ihr müsst weder ständig daneben sitzen, noch ständig bespielen.

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By | 2017-06-25T17:03:21+00:00 5. Oktober 2014|Categories: Ich schreibe|6 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

6 Kommentare

  1. Elawen am 5. Oktober 2014 um 20:09 Uhr- Antworten

    Der letzte Tipp ist der wichtigste

    • Elawen am 5. Oktober 2014 um 20:17 Uhr- Antworten

      Huch? Wo ist der Rest?


      klar, man muss sich mit den Kids beschäftigen, aber nicht 24/7. Das lässt null Spielraum.
      ich bin auch heilfroh, dass alle drei in die Kita gehen, da schafft man tagsüber doch etliches und hat abends schon um halb acht Feierabend und nicht erst um zehn. Von früh halb sechs an, wohlgemerkt.
      In diesem Sinne: einen schönen Abend!

  2. Sil am 5. Oktober 2014 um 20:47 Uhr- Antworten

    Und was macht man wenn man alleinerziehend ist??? o_O

    • Katarina am 5. Oktober 2014 um 20:57 Uhr- Antworten

      Hi Sil,
      Ich würde dann raten sich Hilfe bei wellcome zu suchen. Oder, wenn möglich, in die nähe der Verwandten (wenn die denn helfen können/wollen) zu ziehen.

      Vermutlich wächst man aber auch dort mit seinen Aufgaben, einfach weil man es muss. Solltest du betroffen sein, vielleicht hilft es dir von anderen zu lesen denen es auch so geht? Jörg z.B ist alleinerziehender Papa, nicht von Zwillingen, aber seine Tochter ist behindert und so ein spezielles Kind braucht bestimmt ähnlich viel Aufmerksamkeit wie Zwillinge. (http://alleinerziehenderpapa.de/)

  3. Astrid R am 8. Mai 2015 um 19:29 Uhr- Antworten

    Ich ziehe immer wieder den Hut vor dir. Respekt wie du das schaffst. meine Schwester hat Zwillinge und eine Tochter die knapp drei Jahre älter ist. Ab einem gewissen Alter konnte man die ganze Rasselbande ins Spielzimmer schicken und Tür zu machen oder später auch nach draußen spielen. klar musste sie immer mal wieder schlichten aber es ging. Tagesmütter schaffen das ja auch mit vier Kleinen. Wir schicken unsere beiden schon mal zu unterschiedlichen Leuten also z.B. den Großen mit dem Patenonkel Fußball spielen und den Kleinen mit Oma spazieren. Allerdings haben wir auch echt Glück mit der Unterstützung.

  4. nathalie am 8. Mai 2015 um 20:00 Uhr- Antworten

    Ohja, Zeit für mich selbst – habe ich viel zu wenig. Als ich noch in Elternzeit war, habe ich immer dann gearbeitet, wenn der Kleine schlief. So wie schon in der Elternzeit mit dem Großen. Nur dass beim zweiten Mal nachmittags dann noch der Große dazukam. Lagen die Kinder abends im Bett, hieß es wieder arbeiten. Ist das Los als Selbständige, ich habe es mir ja nicht anders ausgesucht.

    Und jetzt, wo der Kleine bei der Tagesmutter ist – da gönne ich mir mal Zeit. Zb dusche ich immer dann, wenn ich die Kinder weggebracht habe. Meine Viertelstunde für mich bevor ich an den SChreibtisch gehe. Und ich mache eine Viertelstunde früher Schluss, bevor ich die Kinder abhole und trinke in Ruhe meinen Kaffee. Um abzuschalten und umzuswitchen vom Arbeits- auf den Mamamodus. Und seitdem geht es mir sehr viel besser. Ich bin entspannter. Ich höre den Kindern besser zu. Alles sind entspannter.

    Fazit? Der Familie geht es besser, wenn auch Mama entspannt ist und mal ab und zu Zeit für sich hat. Viel muss das ja gar nicht sein. Ach, da fällt mir ein Post ein, den ich ma lgeschrieben hatte, als es in der Elternzeit grad arg stressig war und meine einzigen Rückzugsorte das Klo und die Dusche waren, wenn Du magst, kannst Du das hier nachlesen… https://ganznormalemama.wordpress.com/2014/02/11/mamas-liebste-einzige-ruckzugsorte-klo-und-dusche/
    Und ich geb’s zu – an den Wochenenden, wenn es sehr turbulent hier zugeht, dann tue ich immer noch so, als ob ich dringend müsste und gehe mit der Zeitung oder dem Smartphone aufs Klo… herrlich die Stille dort 🙂

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