lucie marshall blog

Letztens sagte mir eine Bekannte, dass sie es ganz bewundernswert findet, wie liebevoll ich mit den Kindern umgehe. „So selten wie du schimpfst oder mal lauter wirst. Ich finde das ganz bemerkenswert, denn wie du weißt putze ich nebenbei in ganz vielen Familien und was man da so mitbekommt….„.
Das brachte mich etwas zum Erröten und zum Nachdenken. Machen wir denn wirklich so viel anders, vielleicht sogar besser als andere?

Ich bin mir nicht sicher.

Aber hängen blieb: „Du machst ganz schön viel ganz richtig.“ Das sitzt und freut mich ungemein.

Denn: Es war nicht einfach in der Schwangerschaft mit den Zwillingen eine Ausbildung zu wuppen, sich um Babymotti zu kümmern, und nebenbei eigentlich Bettruhe zu haben.

Es war ganz doof, dass wir unsere Hochzeit verschieben mussten, weil ich mit strenger Bettruhe im Krankenhaus lag. Es war nicht schön von den Krankenschwestern zu hören „Ja, sie haben sich einen Magen-Darm-Infekt in der 31. SSW eingefangen, das ist nicht schön aber da können wir ihnen jetzt auch nicht wirklich helfen.

Es war nur bedingt schön über „was wäre wenn“  und „was alles passieren könnte“ von einem Arzt der Frühchenstation aufgeklärt zu werden, und die eigenen Kinder auf der Frühchenstation „zurück zu lassen“ (auch wenn alles sehr, sehr gut gelaufen ist), weil man entlassen worden ist und zuhause ja der Rest der Familie wartete.

Manchmal frage ich mich schon, ob ich das alles ganz gut meistere oder ob es jeden Tag aufs neue  nur Krisenintervention im Ausnahmezustand (euphemistisch „alltag“ genannt) ist. Handele ich bewusst, oder ist es nur „Schlimmeres verhindern“?.

 

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Aber: Meine drei Mädels lachen die meiste Zeit. Sie spielen ganz wunderbar miteinander und inzwischen bekomme ich (und mein Mann) auch wieder mehr Schlaf.

Drei Kinder innerhalb von 364 Tagen bekommen (und für immer in diesem Altersabstand zu haben) ist kein Pappenstiel. Daher ist es wundervoll auch mal zu hören dass sie nicht nur „viel Arbeit, ne?“ oder „alles in einem Abwasch“ sind, sondern ein Lob dafür zu bekommen das man offensichtlich einiges richtig macht.

Ich finde das nämlich auch. Wir haben bisher ganz schön viel ganz schön richtig gemacht! Ich bin stolz auf mich, meinen Mann und meine Kinder. Wir sind toll!

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Jessica von feiersun.de macht auch ganz schön viel richtig gut. Von Null auf Hundert (Pflege-)Mama eines Teenagers sein zum Beispiel!

Dieser Beitrag ist Teil der #Momsrock Blogparade von Lucie Marshall, die an Schwarmempathie glaubt und findet das Mütter/Eltern viel zu häufig ein schlechtes Gewissen haben.