Was das Katzenklo und die Hauptstraße gemeinsam haben

nkind isst katzenstreuWir haben ein Problem. Irgendein Trottel der mal diese Wohnung gebaut hat, hat die Türen zu gut verfugt, oder zumindest ein falsches Dichtungsgummi in den Türrahmen geklemmt. Das Ende vom Lied: man kann unsere Badezimmertür nicht komplett schließen. Also außer wir würden jetzt ein neues Dichtungsgummi kaufen. Im Badezimmer jedoch steht unser Katzenklo. Daher ist es auch eigentlich gar nicht schlimm, dass man es nicht schließen kann, denn die Katze muss da ja ran.

Aber wir haben Kleinkinder. Und Kleinkinder mögen den „Sandkasten“ im Badezimmer, und noch mehr (Achtung, ekelig!) mögen sie das unbenutzte Katzenstreu essen.

Ja, mein Kind isst Katzenstreu!

Ich weiß gar nicht wie häufig ich „Nein!“ gesagt und sie weggesetzt habe. Bestimmt 103247163 Mal.
Es hat nichts gebracht. Wawi und Nini lieben die „Sandkiste“ und ich muss bei jedem Duschen fürchten nicht schnell genug zu sein.

Dann traf ich den Ergotherapeuten vom letzten Fortbildungskurs wieder, und stellte ihm meine Frage. Er sagte:“Okay, wir analysieren es mal: Wenn 100% NEIN das Rennen deines Kindes auf die Straße sind, bei wie viel Prozent NEIN bist du, wenn du merkst die Kinder sind schon wieder am Katzenklo?“ Hmm, bei etwa 70% würde ich schätzen, es nervt mich schon sehr.
„Okay, und was passiert nach dem NEIN?“ Ich setze sie in den Flur und dann sind sie gleich wieder da und machen es wieder.“Und dann?“
Dann sage ich wieder „Nein!“ und setze sie weg und so weiter und so weiter.

Dann stellte er die einzig wichtige Frage: „Wieso sagst du nicht beim allerersten Mal schon 100% NEIN?“ Ja, ähhh. Keine Ahnung. Aber er hat natürlich recht. Wenn ich wirklich wirklich wirklich nicht will, dass die Kinder ans Katzenklo gehen, dann muss das genauso überzeugt kommen wie das Nein welches sie erhalten, wenn sie Richtung Straße rennen.

Seit einiger Zeit praktizieren wir nun das 100% NEIN beim Thema Katzenklo. Es gibt sofort eine scharfe Ansage und sie werden nicht mehr nur bis in den Flur gesetzt sondern landen diesmal im Wohnzimmer. Sie schauen verdutzt und zetern, aber…es wirkt.

Die Katzenkloaktionen werden weniger. Ich glaube wir sind auf einem guten Weg.

 

kind isst katzenstreu

By | 2017-03-14T15:36:34+00:00 5. November 2014|Categories: Ich schreibe|3 Comments

About the Author:

Katarina (30) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

3 Comments

  1. Astrid 5. November 2014 at 22:08 - Reply

    🙂 Diese Erfahrung musste ich auch machen. So ein halbherziges Nein wird nicht richtig ernst genommen. Vor allem nicht wenn dann auch noch Omas und Opas gerne mal bei Sachen, die wir erlauben mit so einem minimalen oder auch scherzhaften „Nein, nein“ kommen. Wir haben als Wort für solche Sachen „Stopp“ etabliert. Also wenn er kurz davor ist mit dem Laufrad auf die Straße zu fahren oder an den heißen Herd möchte. Das funktioniert ganz gut. Und mit seinen zwei Jahren versteht er auch eine Erklärung ganz gut und respektiert Grenzen dann leichter.

  2. B. 6. November 2014 at 15:08 - Reply

    Unser Kind isst das Trockenfutter , naja solange es ihr schmeckt 🙂

  3. Judy 6. November 2014 at 19:01 - Reply

    Das ist der Grund ( mit einer), wieso mir auf absehbare Zeit keine Katze ins Haus kommt. Auch weil ich das mit dem Klo selbst eklig finde….;-)

    Aber zur Sache: Ist hier genau so. Der Kerl merkt sofort, ob es ernst oder halbherzig ist. Das Problem dabei: Wir müssen bei ihm schon SEHR streng (evtl auch etwas lauter) werden, denn er ist sehr schmerzbefreit, was Zurechtweisungen angeht. Hat er wohl vom MasterChief 😉 Der war wohl auch so eine harte Nuss.

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