Erfolgreich bloggen mit Daddylicious

daddylicious

Magst du dich kurz vorstellen?
Ich bin Kai, 42 Jahre, wohne in Hamburg und habe eine große Patchwork-Familie. Meine Frau hat zwei große Kids (18 + 17) mitgebracht und zusammen haben wir noch eine Tochter (2,5). Mein Job heißt neudeutsch wohl Entrepreneur. Ich habe bisher drei Internet-Firmen gegründet. 2004 den Kfz-Markt motoso.de, 2010 die beiden Online-Geschenkeshops adventman.de und geschenkman.de und im letzten Jahr das Väter-Magazin DADDYlicious.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Zu unserem Auto- und Teilemarkt motoso.de haben wir unter motoblog.de auch viel über Autos, Tuning und Motorsport geschrieben. In den besten Zeiten hatten wir über 30 Mitarbeiter und somit auch Unterstützung bei Marketing, Social Media und der Schreiberei. Aber aufgrund unserer Investorsituation (wir hatten drei große deutsche Verlage mit an Bord), mussten wir im Krisenjahr 2008 sehr viele Mitarbeiter entlassen. So habe ich eher notgedrungen den Job des Chefbloggers übernommen – und sehr viel Spaß daran gefunden. Offensichtlich kam mein eher kerniger Schreibstil an.
Daher fiel es mir dann auch leicht, nach der Geburt meiner Tochter die Lücke in der deutschen Bloggerwelt zu schließen und mit meinem Kumpel Mark, der 8 Tage nach mir seinen Sohn bekommen hat, die Väter-Seite DADDYlicious zu starten. Uns war das Web in Sachen Eltern irgendwie zu rosarot. Das sahen offensichtlich auch viele andere Väter so, denn das Projekt geht ziemlich steil.
Mein jüngster Blog ist der zu unseren beiden Geschenkeshops auf der Seite verschenk.bar. Wer also gerade auf der Suche nach einen richtig coolen Adventskalender oder passendem Inhalt für Kleine und Große ist, der sollte da mal reinklicken.

Gab es für dich einen „Aha! Moment“ an dem du merktest das aus deinem Blog mehr werden könnte?
Die beiden Seiten motoblog.de und verschenk.bar waren und sind ja eher Corporate Blogs zu meinen Firmen. Daher verfolgt man damit nicht unbedingt eigene Ziele, sondern erzeugt Content für Social Kanäle und neue Leser.
Mit DADDYlicious hatten wir den AHA-Moment aber schon wenige Monate nach dem Launch. Da meldete sich nämlich der Stern bei uns und fragte an, ob wir als Teil der stern:Stimmen eine wöchentliche Kolumne im Familienresort übernehmen möchten. Das tun wir bis heute und haben damit natürlich je nach Thema einen ganz anderen Hebel als bei uns auf der Seite.
Und es folgte ein weiterer WOW-Moment im Laufe diesen Jahres: im Mai haben wir in Berlin den „Deutschen Preis für Onlinekommunikation“ in der Kategorie Webmagazin gegen recht namhafte Konkurrenz gewonnen. Das hat uns sehr gefreut und bestätigt.

Verdienst du mit deinem Blog Geld? -> Wie lange hast du schon gebloggt bis es mehr als 1€/Monat war?
Unser Blog ist eigentlich gar kein echter Blog, sondern fast schon ein Magazin. Wir befüllen verschiedene Rubriken und lassen auch Gastautoren zu Wort kommen. Daher haben wir auch von Tag 1 an eine Vermarktung angeschoben und bereits erste Einnahmen gehabt. Aber eher kleine Summen für die Kaffeekasse. Geld verdienen wir außerdem selbst als Gastautoren, zum Beispiel auf dem Blog der Galeria Kaufhof, für den wir immer wieder mal Spielzeug testen, welches für coole Daddys spannend sein könnte. Je nach Thema und die Relevanz für Väter vorausgesetzt haben wir auch schon Kooperationen eingetütet. Und ab und zu testen wir auch mal Produkte, die wir danach behalten oder weitergeben. Insofern kommt Geld rein, wenn auch kaum im korrekten Verhältnis zum Aufwand.

Kannst du hauptberuflich Bloggen? Wenn nicht, würdest du das wollen, wenn sich die Chance ergibt?
Ich kann das nicht hauptberuflich machen. Von der Stundenzahl würde es reichen. Denn neben dem Schreiben der Beiträge machen wir alles selbst. An WordPress schrauben, Newsletter bauen und versenden, Shirts entwickeln, einen Shop aufsetzen und so weiter. Aber die Einnahmen reichen noch nicht. Wollen würde ich schon. Denn es macht verdammt viel Spaß. Ich bin schon lange gewohnt, keinem 9to5-Job nachzugehen. Insofern könnte ich mich gut organisieren. Mal sehen, was noch so kommt…

Welchen „unfairen“ Vorteil hast/hattest du eventuell anderen Bloggern gegenüber? (z.B die Möglichkeit zu Hause zu bleiben und Hauptberuflich zu bloggen/ du hast in deiner Nische angefangen als es noch nicht so viele Blogs gab/Kennst dich gut mit Onlinemarketing aus ect.)
Mh, da ich mir alles selbst erarbeitet habe, war mein Vorteil nicht unfair. Aber zum Glück hatte ich die Chance, durch den Verlust eines Mitarbeiters selbst zur Schreiberei zu kommen. Und die damalige Ausrichtung hat es hergegeben, über die Firma Zeit in den Blog und die Social Kanäle zu investieren. Ahnung von Online-Marketing hatte ich schon vorher, nach meinem BWL-Studium bin ich Anfang 1999 als Early Bird in die Onlineszene eingestiegen und habe bei Lycos, yahoo! und mobile.de gearbeitet, bevor ich meinen ersten eigenen Laden gegründet habe.

Nenne einen Fehler den du am Anfang gerne vermieden hättest
Da gibt es beim Blick in den Rückspiegel eigentlich nichts, was ich anders gemacht hätte. Ich bin kein SEO-Blogger, der seine Texte erst durch ein Tool jagt, bevor sie rausgehen. Und ich mach mir auch nicht viel aus Keyword-Dichte und Title Tags. Mir ist ein authentischer Stil wichtig. Ich schreibe, wie ich denke. Und das finden offensichtlich ein paar Leser gut. Das würde ich auch immer wieder so machen. Das Netz ist voll mit Blogs, da sollte man sich am besten ein ehrliches, eigenes Profil zulegen.

Was würdest du sagen hat dir geholfen mehr Besucher/Traffic auf deine Seite zu bekommen?
Das ist ja nun doch eine SEO-Frage… 😉 Wahrscheinlich machen wir mit Daddylicious sogar einiges falsch, sollten Tools nutzen, die Startseite durchtakten, alle Bilder 3x korrekt beschriften und die Ladezeit optimieren. Aber dazu fehlt uns leider die Zeit. Allerdings kriegen wir ab und zu mal einen Push. Entweder über den Stern, über den gewonnenen #dpok, nach Interviews mit Promis oder dem Test eines Familienautos. Die verlinken dann oft unser Profil auf Instagram, Facebook, Twitter oder google+. Das bringt dann meist einen kleinen Peak, der aber nicht sehr nachhaltig ist. Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen…


Was ist die bisher coolste Sache die sich Aufgrund deines Blogs ereignet hat?

Recht schön war die Zeit als Autoblogger, denn da wurde ich zu Testfahrten an vielen tollen Plätzen in Europa eingeladen. Fettestes Event war die Einladung von Audi zum Start bei der Youngtimer-Rallye Creme21. Da ging es fünf Tage im Audi Quattro Coupé B2 aus dem Jahr 1987 quer durch die Republik. Bei der Tour stand der Spaß im Vordergrund, aber natürlich haben wir auch Gas gegeben und sind am Ende von fast 200 Startern auf Platz 12 gelandet. Möglicherweise lag das aber auch an der standesgemäßen Klamotte.
daddylicious auto

Und für Daddylicious durfte ich auf einer Presseveranstaltung von Orbit in diesem Sommer Giovanni Zarrella interviewen und ihm unsere 10 Daddy-Fragen stellen. Es war mir zwar etwas unangenehm, seine bezaubernde und ziemlich hübsche Frau an die Seite der Couch zu verbannen. Aber er hat im Gespräch dann doch ziemlich viel von der gemeinsamen Erziehung berichtet. Und sie hat sich auch manchmal beteiligt.

daddylicious zarella

Wo findet man dich, wenn man jetzt mehr lesen möchte?
Alle Väter finden hier unser Magazin DADDYlicious und alle Deine Leserinnen (und Leser), die sich für besondere Geschenke, Mitbringsel und Adventskalender interessieren, finden hier den Blog verschenk.bar
Vielen Dank und lieben Gruß an Euch alle
Kai

daddylicious team

Wer sich für diese Reihe interessiert muss auch unbedingt mal bei dem Interview mit Maximilian Buddenbohm vorbeischauen. Oder bei dem Interview mit Sandra von Girls Guide to Blogging und natürlich bei dem Interview mit Isabel Bogdan von „Is a blog“ und „Was machen die da?“. Außerdem habe ich Mari von Baby,Kind und Meer interviewt und Stef von Magnoliaelectric, sowie Jette die Supermom.

Neu dabei ist Magi von Magimania und Renaade von Titatoni.

 

Dazu kommen:

  1. Dorothee von Mama Clever.

 

 

Desweiteren habe ich euch zusammengestellt was ich hier auf Blogprinzessin.de nutze. -> Ressourcen.

By | 2017-06-25T17:03:20+00:00 10. November 2014|Categories: Interviews|1 Comment

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

One Comment

  1. StyleMom 10. November 2014 at 11:17 - Reply

    Hallo Katarina, deine Ankündigung war kein bisschen übertrieben 🙂 Super spannendes Interview! Ich finde es immer wieder toll zu lesen, wie anders jeder das Thema angeht und vor allem mit welcher Motivation. LG Christiane

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