Das bisschen Haushalt

 

Das bisschen Haushalt, das macht sich von allein… oder nicht?

Bei uns kann man nicht vom Fußboden essen. Oder doch, eigentlich schon. Wenn man sich nach den Mahlzeiten auf den Fußboden setzt, dann ist da immer irgendwas. Alleine schon weil wir mit allen 3 Kindern BLW betrieben haben. Jetzt sind wir eher Fans von “lieber selber machen lassen und nachher saugen” als von “macht das bloß nicht alleine, ihr könntet krümeln” sind.

 

haushalt

Das zieht nach sich, dass auf dem Fußboden Essensreste liegen, oder auf dem Tisch fröhlich aber bestimmt die Leberwurst in die (Plastik-) Tischdecke gerieben wird. Auch sonst fällt bei 5 Personen so einiges an.

Wie ist das dennbei uns? Wer macht was? Hat die Familie Blogprinzessin auch Normalo Streitigkeiten wie “ich mache viel mehr als du“? Oder macht einer alles und der andere “nichts“? Manchmal streiten auch wir darum dass einer “viel mehr macht” als der andere, oder dass der eine nicht sieht was der andere macht. ABER wir streiten nie auf persönlicher Ebene. Wir sind uns einig dass wir nicht den anderen doof finden, sondern die Situation, und daran kann ich etwas ändern. Den Partner “ändern” oder “austauschen” würden wir trotzdem nicht.

Ich würde fast sagen, jeder hier hat einfach seine Aufgaben, die gemacht werden müssen, und gut ist. Keine Diskussion. Was darüber hinausgeht macht derjenige der grade Zeit (oder Lust hat). Dabei (und da denke ich, sind wir nicht die einzigen Paare) haben wir beide eine unterschiedliche Toleranzgrenze was “Unordnung” anfängt. Wo ich ausflippe, meint mein Mann “geht doch noch”, und wo ich noch schulterzucke, ist er schon am Wäsche falten.

Meine Aufgaben im Haushalt (die er auch macht wenn ich keinen Bock habe und umgekehrt):

  • Wäsche waschen.
  • Wäsche wegräumen.
  • Fußböden saugen.
  • wissen welches Kind welche Medikamente in welcher Dosierung braucht oder Kinderarzttermine machen.
  • Fenster putzen (mach ich alle Jubeljahre, Öhm).
  • Auto waschen und aussaugen. Mach ich einfach gerne.
  • Backen.
  • Kinderkleidung kaufen (und die aktuellen Größen wissen).
  • Papierkram. Bin ich einfach besser drin. Sorry Schatz.
  • Bastelkrambeauftragte.
  • Dekokrambeauftragte.
  • Kinder-sinnvoll-beschäftigen-wenn-sie-nicht-spielen-Tante.

 

Seine Aufgaben:

  • Müll wegbringen.
  • Fußböden wischen.
  • Plastikmüll an die Straße stellen.
  • Insekten nach draußen befördern.
  • Malerarbeiten in der Wohnung. Ausnahme: Ich hab Nestbautrieb.
  • Sachen in den Keller tragen.
  • Sachen reparieren (zum Beispiel Waschmaschine).
  • Allen Kindern die Windeln wechseln, wenn er zu Hause ist. Wieso? Hat sich so ergeben.
  • Kochen. Das macht er nach der Arbeit. FREIWILLIG. Als Entspannung und Hobby.
  • Nach dem Kochen die Küche wieder betretbar machen. Dein Chaos, unser Essen, deine Aufgabe aufzuräumen. (So ists im übrigen nach meinen Backaktionen auch so.)
  • Dinge prüfen. Wieso ist yx so oder wie ist die konkrete Gesetzeslage zu xy.
  • Einkaufen. Im Supermarkt.

Alles andere teilen wir uns.  Irgendwas muss immer gemacht werden, und wer grade was sieht macht das dann. Oder derjenige der grade weniger von den Kindern vereinnahmt wird. Ein klassisches (veraltetes?) “Ernährermodell” ist es nicht. Mein Mann kommt nach Hause, und “muss noch was tun”. Das ist aber kein Zwang meinerseits, sondern einfach so, jeder weiß das der andere ganz nicht faul die Füße hochlegt um den anderen zu ärgern. Wie auf einem Bauernhof eben.

 

Habt ihr eher ein klassisches “er arbeitet – sie putzt und kocht” Modell? Oder sieht es bei euch auch so aus wie bei uns, oder ganz anders?

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By | 2017-06-25T17:03:18+00:00 11. Dezember 2014|Categories: Ich schreibe|9 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

9 Kommentare

  1. SorayaLovesLife am 12. Dezember 2014 um 09:41 Uhr- Antworten

    Wir sind beide berufstätig und wir machen beide den Haushalt. Geht ja nicht anders. Anders wäre es ziemlich unfair, wenn ich nach meiner Arbeit auch noch den Haushalt alleine machen und mich allein um die Kids kümmern müsste. Bei uns ist zum Beispiel auch er der Koch. Das macht er nach der Arbeit gern. Es ist wie bei euch, Hobby und Entspannung für ihn. Wäsche mache auch meistens ich. Aber er auch, wenn er dringend etwas bestimmtes gewaschen haben muss. Beim Geschirrspüler macht es derjenige, dem gerade auffällt, dass er aus-/eingeräumt werden muss. Müll bringt auch derjenige runter, dem es gerade auffällt. Aufräumen tu‘ meistens ich, dafür wischt er meistens. Wenn wir eine Großaufräumaktion haben, dann kümmert er sich meistens um Küche und Bad und ich um den Rest. Das ist mir ganz recht, da ich nicht so gern mit Wasser hantiere…

  2. Ivi am 12. Dezember 2014 um 11:34 Uhr- Antworten

    Hallo,
    bei uns liest sich das ganz ähnlich 🙂 Nur, dass ich auch noch das Einkaufen und Kochen übernommen habe, da mein Prinz fast nur Frühschicht hat und dann muss er sich nicht auch noch nachmittags im Supermarkt herumärgern. Dafür tut er die Fenster putzen und das Auto tanken & waschen. Wir ergänzen uns.

    Mir hat mal jemand vorgeworfen, dass ich soooo egoistisch bin, dass mein Prinz nach seiner anstrengenden Arbeit auch noch etwas machen muss und ich ihm die Kinder „aufhalse“….sowas Dummes wurde dahergesagt. Ich weiß, dass er die Kinder gerne nimmt, denn er hat sie nicht nur in die Welt gesetzt, sondern möchte sie auch erleben ;), aufwachsen sehen 🙂

    LG Ivi

  3. Ori am 12. Dezember 2014 um 12:58 Uhr- Antworten

    da der mann zu hause ist und ich im büro, muss er zwangsläufig mehr machen, als ich. wäsche mach ich zum beispiel gar nicht, nur mal aufhängen oder abnehmen. einräumen, vor allem die kindersachen, muss aber ich, das ist ihm alles zu klein ^^
    und bei uns kann man auch vom boden essen, man wird sogar satt! hab schon mehrfach versucht, einen saug-/wischroboter zu gewinnen. selbst wenn der nicht soooo gut sauber macht, ein bisschen bringt ja auc schon was ^^

  4. Judy am 12. Dezember 2014 um 20:35 Uhr- Antworten

    Ich arbeite weniger als er, daher mache ich nach der Arbeit auch mehr Haushalt. Ich gehe allerdings früher als er aus dem Haus, daher versorgt er morgens den Kleinen. Alleine. Jeden Morgen. Er kocht. Das macht er gerne, und egal, wie spät er heim kommt (außer es ist schon nachts, aber das kommt nicht so oft vor). Papierkram mache ich – bin ich auch besser drin 😉

    Ansonsten teilen wir eigentlich alles, bis hin zum nachts aufstehen, sollte es wegen dem BabyChief nötig sein. Eine Nacht er, eine Nacht ich. Ist aber nicht mehr so oft nötig.

    Klappt alles sehr gut 🙂

  5. Julia am 26. Januar 2015 um 20:14 Uhr- Antworten

    Bei uns ist es umgekehrt, ich arbeite zu Hause und mein Mann ist Hausmann, das ist eine gute Arbeitsteilung. Deshalb wasche und bügele ich schon länger nicht mehr, aber kochen und einkaufen sind dafür meine Sache. Jeder muss sich so arrangieren, wie es passt, hauptsache es wird aufgeteilt.

  6. Anika Cataldi am 13. Februar 2015 um 09:32 Uhr- Antworten

    Bei uns zur Zeit klassisch. Da mein Mann arbeitet und ich noch Hausfrau bin. Auch wenn ich bald wieder arbeite wird es klassisch bleiben, da ich einfach weniger arbeiten werde und viiiel früher zu Hause sein werde. Mein Mann ist 11 bis 12 Stunden außer Haus. Kommt zwischen 19 und 22 Uhr nach Hause. Außerdem arbeitet er 3 von 4 Wochen in einer 6 Tage Woche. Für uns ist es daher einfach normal, dass wir klassisch leben. Ich übernehme den Haushalt komplett. Er sorgt lediglich manchmal für den Einkauf. Da er halt das Auto hat. Meist versuchen wir das aber gemeinsam zu erledigen. Er macht auch Sonntags mal den Abwasch. Darüber freue ich mich natürlich dann auch 😉
    Es gibt keinen Streit darüber, alles ist gut. Wir mögen es beide. Und nein, er ist kein Macho. Ich mache es einfach gern so. Wie es wäre wenn wir beide Vollzeit arbeiten würden, puh, das kann ich nicht sagen. Würde sicher auch darauf an kommen, wann wer nach Hause kommt.

    LG
    Anika

  7. TanjasBunteWelt am 13. Februar 2015 um 21:49 Uhr- Antworten

    Hallo Katarina,
    also da sind wir dann sozusagen das „alte“ Modell 😉
    Beide arbeiten wir Vollzeit.
    Die Aufgaben meines Mannes (ist einfach kürzer)
    1. Müll runter zur Tonne
    2. Ab und zu Wäsche in die Waschküche tragen (wie bei dir beim Fenster putzen – hust)
    3. Reperaturen..nachdem ich ihn das 6 Mal daran erinnert habe und auch schon 3-6 Monate vergangen sind, nach der Aussage: Mache ich gleich 😉
    4. Auto…sein Auto…er ausgesucht…er darf putzen oder lässt
    5. Den Spüli ausräumen. Selbe Spiel wie bei Nr. 2
    Und das war es, mehr muss er nicht wirklich machen. Er macht es aber auch nicht richtig, also so wie ich es will. Bevor ich dann so oder so nach muss, mache ich es lieber gleich selber.
    Termine behält er nicht und ich ehrlich gesagt auch nicht, Gedächtnis wie ein Nudelsieb – es lebe der google Kalener und unser Familienplaner
    Papierkram oder irgendwelche behördlichen Anrufe übernehme ich, ansonsten hat er bald keine Haare mehr am Kopf und wir zuhause mehr Anklageschreiben wegen Amtsbeleidigung als uns liebe ist *gg*
    Du siehst…eher die alte Verteilung
    Liebe Grüße Tanja

  8. TanjasBunteWelt am 13. Februar 2015 um 21:50 Uhr- Antworten

    PS: ich koche, wir können uns ja nicht jeden Tag von Bratwürstel oder Pfannkuchen ernähren 😉

  9. Anja (familiewitz) am 22. Juni 2015 um 21:55 Uhr- Antworten

    Bei uns ist es teilweise gleich und teilweise ganz anders.

    Meine Aufgaben:
    50% im Beruf arbeiten
    Putzen (alles)
    einkaufen
    Blumen pflanzen
    An alles mögliche erinnern und koordinieren
    Abends aufräumen
    Backen

    Seine Aufgaben:
    100% im Beruf arbeiten
    Einfahrt und Terrasse kehren und Unkraut verbrennen
    Rasen mähen
    Kinder ins Bett bringen
    Papierkram und Telefonate

    Wer Zeit hat:
    Wäsche falten und waschen
    Müll rausbringen
    Kochen
    Blumen gießen
    Lunchboxen für die Kinder fertig machen

    Für die Fenster haben wir einen Fensterputzer

    Ich denke mal es muss einfach zu jeder Familie passen, jeder hat ja unterschiedliche Ansprüche und unterschiedlich viel Zeit.

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