Sag die Wahrheit.

Sag die Wahrheit: Meine Mami Geständnisse. Ich liebe es Mutter zu sein.

mami geständnisse

Ich liebe es wirklich Mutter zu sein, inzwischen bin ich mir sogar sicher das es meine Berufung ist. So wie bei anderen das Malen, singen oder ihr Beruf ihre Berufung ist. Meine Kinder machen mich so glücklich wie sonst nichts und niemand. Nach inzwischen fast drei Jahren zu Hause mit meinen Kindern, habe ich nicht das Gefühl in einen anderen Job „zurück zu müssen“. Mir fehlt nichts.  Aber…

Aber an manchen Tagen habe ich das Gefühl das ich nichts anderes mache als:

Raus da. Stop. Nein. Nein mach das nicht. Nicht in den Mund stecken. Finger weg. Nicht deine Schwester an den Haaren ziehen. Weg da. Finger weg hab ich gesagt.  Nein nicht anlecken.  Komm aus der Waschmaschine raus. Nein hab ich gesagt. Ab ins Bett. Zieh dich bitte wieder an. Nicht ausziehen. Geh wieder ins Bett zu sagen.

– Ich habe die Minuten gezählt bis mein Mann wieder zu Hause war.
– Ich habe mich wie eine Versagerin gefühlt.
– Ich habe gedacht mein Kopf müsste explodieren, ob des Kindergeschreis.
– Ich dachte „das schaff ich nicht länger“.

An manchen Tagen habe ich nicht geduscht, sondern die Kinder davon abgehalten die Wohnung abzubrennen oder sich umzubringen.
-Im Schlafzimmer steht der 4 Wäschekorb diese Woche. Noch ungefaltet.
-Im Badezimmer haben wir ein Gebirge. Der höchste Berg heißt Mount Washmmore.
-Eigentlich müsste ich den Geschirrspühler ausräumen, statt zu bloggen.

An manchen Tagen werde ich dann ein bisschen verrückt.

Okay sehr verrückt.

Ich habe meinem Mann mehr als ein Mal Nachrichten geschrieben mit „Komm schnell nach Hause, nicht einkaufen gehen, ich kann nicht mehr.“ Ich bin konstant müde. Zum Lesen komme ich meistens nicht, weil sobald ich das Buch in der Hand habe mein Kopf auf Stand-by geschaltet ist. Rzzzt.
Seit ich ganz klein bin, wusste ich das ich „Mama“ werden will, aber niemand sagt einem wie M-Ü-D-E man sein kann. Auch als Papa.

Aber das verrückte ist doch dass egal wie müde du bist, wenn dein Kind dich glücklich anlächelt/es kichert oder zufrieden schmatzt alles vergeben und vergessen ist.

Drei Kinder sind nicht immer einfach, aber das macht nichts, das bin ich auch nicht. Ihr seid meine Berufung. Ich liebe euch!

Sag die Wahrheit. Meine Mama Geständnisse.

By | 2017-06-25T17:03:18+00:00 2. Januar 2015|Categories: Ich schreibe|11 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

11 Comments

  1. Line 2. Januar 2015 at 21:37 - Reply

    Hallo,

    ein herzhafter und lustiger, aufmunternder Artikel – danke….

  2. Sina (Baby's Kussmund) 2. Januar 2015 at 23:22 - Reply

    Hallo:) ich liebe den Job „Mama“ genauso wie du und von mir aus könnte ich noch länger zu Hause bleiben. Aber manchmal brauche ich auch Abstand, mir reicht meist ein bisschen Sport, ein Spaziergang oder ein Film am Abend. Einfach ein Moment zum abschalten, weil es wirklich sehr anstrengend sein kann mit meinem Kleinen. Aber in keinem anderen Job bekomme ich eine liebevolle Umarmung, einen dicken Kuss oder ein süßes Lächeln für meine Anstrengungen, darum möchte ich es nicht eintauschen.

    Alles Liebe Sina

  3. Ivi 3. Januar 2015 at 09:14 - Reply

    Du schreibst mir von der Seele! Auch ich hege diese Gedanken immer mal wieder. Es ist nicht einfach als Mehrfachmami…aber manchmal doch schön 😀 Wenn sie größer werden, wird es einfacher 😉

    LG Ivi

  4. Tanja von Zuckersüße Äpfel 3. Januar 2015 at 20:51 - Reply

    Liebe Katarina, sehr klasse geschrieben, einfach von der Seele frei weg und doch so liebevoll. Klasse!

    Liebe Grüße Tanja

  5. JesSi Ca 5. Januar 2015 at 08:49 - Reply

    Ohne meine Kinder wäre ich nicht das, was ich bin – so ist es und so wart es schon immer.

    Ich liebe beide sehr und gerade die Art des Außergewöhnlichen scheint sich in meinem Leben durch zu ziehen – ja genau so sind wir, aber wie wir sind sind wir ECHT sind wir FAMILIE!

    Einen Acht-Stunden-Job in einer Firma mit Anfahrt und und und könnte ich mir auch nicht vorstellen, weswegen ich unser Model genau richtig finde – nicht immer perfekt, aber was ist das schon? Wir zumindest nicht und das Leben schon mal gar nicht.

    Bewunderung meinerseits für die drei Prinzessinnen hab ich Dir schon kund getan und IHR lebt Euer LEBEN und müsst glücklich sein – seit GLÜCKLICH VERDAMMT!!

    Kisses an Motti und die Twins,
    JesSi

  6. Carina 6. Januar 2015 at 21:58 - Reply

    Liebe Katarina,

    der Artikel hätte von mir kommen können, du schreibst mir von der Seele 😀
    Es ist immer wieder schön zu lesen, dass es anderen genauso geht wie einem selbst.

    Aber auch ich möchte den Job nicht tauschen und liebe es Mama zu sein.

    Danke, für deinen tollen Beitrag!

    Herzliche Grüße
    Carina

  7. lisa 8. Januar 2015 at 08:36 - Reply

    vergessen schreibst mir aus der Seele 😉
    mount washmore kenne ich zu genüge 🙂
    Und ich habe oft das Gefühl das ich direkt nach dem aufstehen genauso müde bin wie vorher 🙂
    Für mich gibt es auch nichts schöneres als Mutter zu sein, deswegen ist bei uns auch das 3. Unterwegs aber manchmal denke ich auch darüber nach ob es nicht besser wäre eine Bodyguard oder stuntman Ausbildung zu machen um das Überleben meiner Kinder zu sichern 😉
    Aber wenn mein kleiner Mann dann kommt mich in den arm nimmt und sagt liiiieeeb und mich küsst ist immer alles schnell vergesen <3

  8. stephie Trump 8. Januar 2015 at 09:51 - Reply

    Ich hab auch drei Kinder. Alles jungs!!!
    Ich kann dich so gut verstehen 🙂

  9. Sunny 8. Januar 2015 at 09:51 - Reply

    Hallo Katharina,

    ich kenne den Mt. Washmore auch nur zu gut… Habe hier das Mann-Kind, ein Groß(maul)-Kind, ein Kleinkind und befinde mich gerade in den letzten Zügen der Produktionsphase „noch kleineres Kind“… Hatte gerade erst im April noch einmal eine Ausbildung angefangen, um dann im Juni zu erfahren, dass es doch noch einmal geklappt hat (was, wie meine Frauenärztin sagte, bei meinen Blutwerten UNMÖGLICH ist…). Also bin ich seit November im Beschäftigungsverbot, von dem ich erst dachte, es sei ein Segen, weil zu Hause… Zeit haben… auf das Baby vorbereiten… wieder mehr Zeit für die Kleine… endlich mal richtig aufräumen… Aber DENKSTE! Mein Körper macht mir sowas von einen Strich durch die Rechnung, dass ich mich frage, was ich gemacht hätte, wenn ich noch bis zum Mutterschutz (also bis zum 20.) hätte arbeiten gehen müssen. Umkippen und liegen bleiben? Keine Zeit!
    Ach ja, nicht zu vergessen: Meine Mutter… Wenn ich denn mal Ruhe habe, ruft sie an mit Problemen, Sorgen oder Aufgaben, die sie allein nicht mehr bewältigt bekommt und bei denen ihre große Tochter (ICH!!!) helfen muss. Ich habe ja schließlich den ganzen Tag nichts zu tun, darum fesselt sie mich dann auch immer gleich stundenlang ans Telefon. Es lebe die Flatrate….. *heul* Ein Wunder, dass nicht jetzt gerade das Telefon klingelt, da ich gerade offensichtlich beide Hände frei habe zum Schreiben.

    Also Kopf hoch, es gibt auch andere Mütter, die ihre Männer schon mal angesimst oder -whattsAppt haben, um SOS zu funken. Meiner musste auch schon mal den Einkauf sausen lassen, weil zu Hause Land unter war. Aber es kommen auch ruhigere Zeiten. Bald sogar. Nur eben nicht die Baby-Zeit. Und schon gar nicht die Kleinkind-Zeit. Kita-Zeit… Naja, auch noch nicht so ganz. Grundschul-Zeit schon eher. Oberschulzeit geht dann schon fast, bis auf die Kommunikation mit dem Nachwuchs. Die ist ätzend. Wie Zähneziehen. Aber ich habe gehört, bei den meisten soll dann Ruhe einkehren, wenn die Kinder einen Job, eine eigene Wohnung und selber Familie haben. Also gaaaaaaaaaaaanz bald, weißt doch, wie schnell die Zeit vergeht! 😉

    In diesem Sinne noch ein frohes Neues für dich und deine Familie!

  10. Immer wieder Sonntags KW02 | feierSun.de 11. Januar 2015 at 21:03 - Reply

    […] mehr genießen kann. Direkt am Wochenanfang sprach Katarina mir wieder aus der Seele mit ihrem Mamigeständnis. Beim ElvenkindBerlin gab es einen kleinen Rückblick und noch viel spannender, die Lüftung […]

  11. nathalie 23. Januar 2015 at 15:49 - Reply

    Du faltest die Wäsche zusammen- zumindest manchmal?! Wow, das schaffe ich nicht. Unsere Schranktüren darf keiner aufmachen. Hier wird munter reingestopft 🙂

    Danke für den schönen Text! Auch bei mir ist manchmal landunter und ich kann zum Rumpelstilzchen mutieren, wenn die Kidner das Insbettgehen bis ins Unendliche ausdehnen. Und – das Verrückt ist wirklich, wenn sie dann schlafen und man sie im Arm hat, dann tut einem das ganze Schimpfen leid und man fragt sich, wieso man denn schon wieder eine Meckermama war…

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