Erfolgreich bloggen mit Mama Mia

Wer steckt hinter dem „Mama Mia“ Blog, wie ist sie zum bloggen gekommen und welche Tipps hat sie um erfolgreicher Blogger zu werden?

blogprinzessin

Magst du dich kurz vorstellen?
Ich bin Mia, 36 Jahre alt, glücklich verheiratet und Mutter zweier Söhne (knapp vier und eineinhalb). Ich bin Juristin und in der Freizeit, die ich eigentlich gar nicht habe, blogge ich über das Leben mit Kindern.

Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Diese Frage wird einem ja immer wieder gestellt, aber ich kann sie nie richtig beantworten. Ich habe einfach irgendwann angefangen. Wahrscheinlich war es eine Mischung aus Schreiblust und Mitteilungsbedürfnis. Außerdem habe ich damals gelegentlich in Blogs gelesen und fand Mamablogs ein bißchen eintönig: Entweder wurden die Blogs als Medium genutzt, sich über die Belastung auszujammern, oder es wurde eine heile „Wir-basteln-ja-jeden-Tag-so-schön“-Welt gezeichnet. Ich wollte einen b
Blog schaffen, der die ganze Bandbreite zeigt: Die guten und die schlechten Tage, die Basteltage und die Nerv-Tage, die Liebe und das Genervtsein… Heute gibt es übrigens ganz viele Mamablogs, die das genau so machen, wie ich, aber vor 2,5 Jahren habe ich das noch nicht so empfunden. Im Übrigen finde ich auch, dass alle Elternblogs ihre Berechtigung haben, denn Elternschaft ist eben vielseitig und das kann man an den zahlreichen Blogs sehr gut sehen.

Gab es für dich einen „Aha! Moment“ an dem du merktest das aus deinem Blog mehr werden könnte?
Eigentlich gibt es bis heute immer wieder Momente, in denen ich denke: „Wow, mal sehen, wohin das noch alles führt!“ Ein erster Aha-Moment war, als ich auf einer Eltern-Blogger-Veranstaltung war: Ich kannte die Blogs von ein paar der Anwesenden, aber den ganz überwiegenden Teil kannte ich nicht. Mama Mia kannten dagegen alle, mit denen ich sprach. Das hat mich so gefreut und ich hatte das Gefühl, zumindest in der „Eltern-Blogger-Szene“ angekommen zu sein.

Verdienst du mit deinem Blog Geld? Wie lange hast du schon gebloggt bis es mehr als 1€/Monat war?
Ja, mein Blog bringt mir jeden Monat ein bißchen Geld ein. Anfangs habe ich erstmal gegen Produkte gearbeitet, also Posts über Produkte geschrieben, die ich zur Verfügung gestellt bekam. Erst nach etwa einem Jahr habe ich zum ersten Mal auch Geld für einen Artikel bekommen.

Kannst du hauptberuflich Bloggen? Wenn nicht, würdest du das wollen, wenn sich die Chance ergibt?
Ja, ich denke, ich könnte hauptberuflich bloggen, aber das möchte ich gar nicht. Zum einen habe ich ja einen Beruf, der mir Spaß macht. Wenn ich den jetzt an den Nagel hängen würde, hätte ich ja kaum mehr Jahre in dem Beruf gearbeitet, als ich ihn studiert habe. Das wäre schade. Außerdem wäre Mama Mia dann nicht mehr „mein“ Blog. Wenn ich alle Kooperationsanfragen annehmen würde, die ich täglich erhalte, würde Mama Mia zu einem reinen Testblog verkommen und das möchte ich nicht. Ich möchte Geschichten erzählen, dafür kommen die Leser schließlich zu mir. Es bleibt also dabei, dass ich Kooperationen nur dann eingehe, wenn meine Leser auch etwas davon haben und/oder ich voll hinter dem Produkt stehe und es zu mir passt. So erarbeite ich mir ein kleines Taschengeld und habe mit dem Blog einen tollen kreativen Ausgleich zu meinem eher weniger kreativen Juristendasein.

Welchen „unfairen“ Vorteil hast/hattest du eventuell anderen Bloggern gegenüber? (z.B die Möglichkeit zu Hause zu bleiben und Hauptberuflich zu bloggen/ du hast in deiner Nische angefangen als es noch nicht so viele Blogs gab/Kennst dich gut mit Onlinemarketing aus ect.)
„Die Sprache ist das schärfste Schwert des Juristen“ hat mal ein Richter zu mir gesagt und ich bin überzeugt davon, dass das stimmt: Ich kann ein und dieselbe Geschichte mal gähnend langweilig erzählen und mal zum Heulen schön oder zum Totlachen komisch, nur indem ich die richtigen und nicht nur die fast richtigen Wörter benutze. Ich glaube, dass ich das ganz gut beherrsche und das ist sicherlich ein Grund, warum die Leute gerne bei mir lesen.
Hinzu kommt, dass ich auf den Mamablogger-Zug aufgesprungen bin, als es noch nicht tausende Mamablogs gab. Wer heute einen Mamablog startet, hat eine deutlich größere Konkurrenz und wird es viel schwerer haben, aus der Masse der etablierten Blogs hervorzustechen.

Nenne einen Fehler den du am Anfang gerne vermieden hättest
Manchmal tut es mir Leid, dass ich nicht unter meinem richtigen Namen blogge. Das habe ich damals so entschieden, weil ich als Kinderwunschblog gestartet bin und ja nun nicht jeder, der mit mir beruflich zu tun hat, auf meine Gedanken zum Kinderwunsch stossen sollte, wenn er mich googelt. Nach mittlerweile mehr 2,5 Jahren ist der Blog so sehr ein Teil von mir, dass ich denke, ich möchte auch mit meinem richtigen Namen dafür stehen. Andererseits ist der Blog auch nur ein kleiner Teil von mir, es gibt ja so viele Dinge, die die Leser gar nicht über mich wissen, weil ich sie nur an einem Teil meiner Mama-Seite teilhaben lasse. Diesem Teil einen eigenen Namen zu geben, macht dann auch wieder Sinn. Jedenfalls sollte man sich den Namen, unter dem man bloggt, einschließlich der Blog-Domain gut überlegen, denn damit muss man ja dann leben.


Was würdest du sagen hat dir geholfen mehr Besucher/Traffic auf deine Seite zu bekommen?

In erster Linie ganz klar die Zeit. Ein Blog muss wachsen und das dauert ein bißchen. Natürlich kann man mit Werbeanzeigen, Linktausch und Gewinnspielen die Leserzahlen hochtreiben, aber eine echte treue Leserschaft gewinnt man so nicht, sondern nur durch dauerhaft gute Artikel. Außerdem sollte man sich in den sozialen Netzwerken herumtreiben. Ich habe viele Blogs, die ich gerne lese über Twitter entdeckt. Und: redet mit Euren Lesern! Findet heraus, wer sie sind, was sie mögen, warum sie bei Euch lesen. Und bedankt Euch auch mal- ohne Eure Leser ist der Blog nichts! Ich denke, wenn man die Leser ernst nimmt und mit ihnen kommuniziert, sie als Teil des Blogs betrachtet, dann kommen sie wieder- und bringen ihre Freunde mit!


Was ist die bisher coolste Sache die sich Aufgrund deines Blogs ereignet hat?

Mein Leben 1.0 und das Leben 2.0 sind miteinander verschmolzen, das ist schon sehr cool. Ich habe begriffen, dass es keine Unterscheidung in ein sogenanntes „echtes“ Leben und ein „Onlineleben“ gibt, sondern dass das eine jeweils Teil des anderen ist und überall sind echte Menschen. Ich habe viele meiner Blogger-Kollegen auf Veranstaltungen getroffen, ich habe mich privat mit ihnen getroffen, mit vielen telefoniere ich regelmäßig und ich habe neue Freunde durchs Bloggen gefunden. Als ich meinen ersten Post einsam vor mich hinbloggte, hätte ich nie gedacht, was für eine große neue Welt da auf mich wartet.
Sehr cool finde ich allerdings auch, von Firmen zu tollen Events eingeladen zu werden. Dass es Unternehmen gibt, die mir Flüge und Hotels zahlen, mich bewirten und betüdeln, weil sie interessiert daran sind, dass sie in meinem Blog verlinkt werden, das hat schon etwas.


Wo findet man dich, wenn man jetzt mehr lesen möchte?

Mein Blog:  Mama Mia,  Mein „Newsletter“: Facebook ,  The Insta-side of my life: Instagram , Mein Twitter-Ich (auch ohne Mommy-Content).

Wer sich für diese Reihe interessiert:

Dazu kommen:

  1. Dorothee von Mama Clever.
  2. Kai von DADDYlicious.
  3. Sven von Zwillingswelten.
  4. Anja von „Von guten Eltern“.
  5. Nina von Frau Mutter.
  6. Patricia von Das Nuf.
  7. Katharina von Sonea Sonnenschein.

Desweiteren habe ich euch zusammengestellt was ich hier auf Blogprinzessin.de nutze. -> Ressourcen.

By | 2017-06-25T17:03:17+00:00 19. Januar 2015|Categories: Interviews|2 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

2 Comments

  1. Tanja von Zuckersüße Äpfel 19. Januar 2015 at 10:47 - Reply

    Ein tolle Interview und eine super Bloggerin, ich lese bei Mia auch sehr gerne. Lieben Dank für die Einblicke 🙂

    Viele Grüße Tanja

  2. Tamara Beck 20. Januar 2015 at 14:34 - Reply

    Schön, dass viele deutsche Blogger tatsächlich Geld verdienen. In der CH ist das ziemlich unmöglich 🙁

Leave A Comment