Ich sollte mich nicht so anstellen. Loser.

Ich sitze auf der Toilette und möchte gerne heulen, geht aber nicht, denn unsere Badezimmertür kann man nicht zu machen..irgendwas mit dieser Gummilippe im Türrahmen glaube ich, dann müsste mal jemand die Vermieter anrufen, das  melden oder es nicht melden und in den Baumarkt gehen. Stopp nein, jemand müsste erstmal nachschauen wie dieses Dings überhaupt wirklich heißt, ob man es so einfach austauschen kann oder ob man damit den Türrahmen zerstört. Weiß ja auch keiner wie das Dings verklebt ist, oder ob überhaupt jedenfalls geht die Tür nicht zu und daher kann ich mich auch nicht heulend ins Bad einschließen. Vor der Tür heult irgendwer, wie im Augenblick alle 2 Minuten. Da die Zwillinge mehr in Zwillingssprache als in Muttersprache reden, heulen sie halt wenn ihnen was nicht passt, wenn ihre Schwester sie geärgert hat oder wenn sie ihren Puppenwagen im Kinderzimmer nicht wenden können, weil es bei jeder Bewegung gegen ein Bettchen poltert.  Ich stehe also wieder von der Toilette auf, reiße mich zusammen (Kind 3 heult) und wasche mir die Hände. Im Spiegel schaut mir eine verzweifelte Frau entgegen, hupsi das bin ja ich.

Auf dem Flur sehe ich das die Kinder den Kinderstaubsauger, welchen ich grade vor 10 min repariert hatte, wieder munter in seine Einzelteile zerlegt haben. Ich möchte schreien. Denn ich mache das ja nicht einmal am Tag, oder einmal morgens und einmal Abends sondern alle naselang. (Kind 1 brüllt Kind 2 an, ich interveniere, beide Kinder liegen kreischend auf dem Fußboden) Ich komme ins Wohnzimmer, es sieht aus als hätte eine Bombe eingeschlagen, überall liegen Bücher (die des Mannes), Spielzeug (bevorzugt: Alles was man hat) und das Sofa sieht aus wie nach einem Fliegerbombenangriff. Ich bin echt nicht pingelig ABER AB UND ZU hätte ich es halt schon gerne nett in meinem Wohnzimmer, das beinhaltet auch die Kissen nicht zu einem „Hüpfeberg“ aufgetürmt zu sehen, der inzwischen schon wieder vergessen wurde. (Kind 1 kreischt weil Kind 2 sie angeschaut hat).

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(So hätte ich es gerne, vor allem länger als 2 Minuten.)

Ich widme mich also dem Kissenbergmonster (der 10min später schon wieder zerstört worden ist). Kind 3 heult weil sie lieber von der Sofalehne in den Kissenberg springen will. (Ich will heulen, weil natürlich niemand auf mich hört. Come on sie sind grade mal 1 & 2 Jahre alt).  Die Gang zieht also nun weiter in den Flur, reißt alle Schuhe aus dem Schuhschrank und will sie anprobieren. Ich mache die Ansage das alle Kinder helfen aufzuräumen, immerhin das funktioniert bei Motti und ich bin nicht ganz alleine im Chaos. Danach spielen wir alle etwas zusammen (nur unterbrochen von schreien der Zwillinge, weil sie sich um eine Angel streiten.).

Ich gehe derweil in die Küche um etwas zu kochen und möchte ausflippen, gar nicht wegen was bestimmtem, sondern weil es bei uns IMMER unordentlich aussieht, auch wenn es pikobello aufgeräumt ist. Wir haben nur einfach keinen Stauraum. Den wiederum haben wir nicht, weil bei uns in den Wänden nicht einmal ein Nagel hält. Die Betonnägel kann man mit zwei Fingern wieder aus der Wand ziehen und der Putz bröselt einem entgegen. Da dann eben Bohren denkt die frustrierte Hausfrau, und mir nichts dir nichts hat man ein Faustgroßes Loch in der Wand und kann…. ihr erratet es bestimmt…genau: den Betonspreizdübel mit der Schraube dran aus dem Beton ziehen. Ein Regal aufhängen? Unmöglich, es fällt nämlich einfach von der Wand, von beladen gar nicht zu sprechen.

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(Sie sehen eine supersuper aufgeräumte Küche. Ich weiß. Ich sehe sie auch nicht. Aber besser geht nicht)

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KAWUMMS.

Was das war? Ach nichts, das war nur der Staubsauger der hinter der Tür steht, weil wir keinen anderen Platz haben. (Hinterm Schrank steht schon das Bügelbrett.) Auf dem Balkon wäre noch eine Möglichkeit, aber da wäre mir nicht wohl. Elektrokrams und Regen. Außerdem stehen da schon die Bobbycars, eine „Sandkiste“, die leere Biokiste, Malerwerkzeug (um das hässliche Zitronenpissegelb der Vormieter verschwinden zu lassen) und weiterer Kram. Kein Platz.

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Während die Kinder nun relativ friedlich mit ihrem Duplo spielen, räumen ich Socken weg die irgendwer vor den Fernseher gelegt hat und Räume die Kinderbücher wieder an ihren Bestimmungsort. (Die Kinder streiten um Duplosteine wie mir scheint). Draußen scheint die Sonne, wir sollten eigentlich raus gehen (damit der Mann im Nebenzimmer schlafen kann, der hat nämlich Nachtdienst), drei (vier) mal anziehen die Treppen runter, in den Fahrstuhl durchs Treppenhaus und dann auf den Spielplatz. (Kind 1 buddelt, Kind 2 heult weil es draußen ist und Kind 3 läuft schnurstracks zur Straße.)

Der Immobilienmarkt ist so leer wie schon…ach was mache ich mir vor? Jedenfalls können wir inzwischen schon keine Ansprüche mehr runterschrauben, wir haben nämlich kaum noch welche. Wohnungen mit mehr als 3 Zimmern gibt es hier oben nicht. Er gibt Häuser, zum Kauf für 350.000€ aufwärts, die wir aber leider nicht haben. Häuser zur Miete? Fehlanzeige, gibt es quasi nicht in unserer Gegend und umziehen in eine andere Gegend ist keine Option, weil der Job des Mannes so speziell ist, dass er nur hier oder in Süddeutschland in 1 (!!) Einrichtung arbeiten könnte. Ich scrolle mich also durchs nichts der Anzeigen und die Kinder versuchen ein Ding der Unmöglichkeit: Bobbycarrennen auf 76 vollgestellten Quadratmetern, sie knallen alle zwei Beinlängen gegen ein Möbelstück oder gegen das „Gegnerische“ Bobbycar.

 

blogprinzessin

(Picobello aufgeräumt!)

Ich derweil schaue auf den Balkon und denke mir: Ich habe dieses Jahr gar keine Lust ihn irgendwie „schön“ zu machen, weil ich für Blumen und Klimbim eh keinen Platz habe.

Das nennt man wohl akute Wohnungsdepression. Daher denke ich ja auch: Reiß dich zusammen. Anderen geht es noch viel schlimmer als euch. Suck it up! Stell dich nicht so an du Loser, aufm Klo heulen ist nicht drin.

Danach setze ich mich an den Laptop und überlege ob ich darüber bloggen soll, weil ich grade nichts anderes habe. Weil dieses Thema grade bei mir so omnipräsent ist. Und ich denke mir: Nee, das will doch keiner lesen. Ich verblogge es trotzdem und denke mir: Mehr Mut zum „angreifbar machen“.

 

By | 2017-03-14T15:21:55+00:00 17. März 2015|Categories: Ich schreibe|47 Comments

About the Author:

Katarina (30) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

47 Comments

  1. Sigrid 17. März 2015 at 16:20 - Reply

    Süddeutschland ist gar nicht soooo übel ; -)… und wie wäre es denn mit Selberbauen? Ein kleines schnuckliges Fertighaus mit kleinem aber feinen Garten mit Baumen und Büschen und Blumen- und Gemüsebeet? Ich hab mal irgendwo gelesen das soll gar nicht mehr soooo teuer sein. Und mancherorts wird der Häuslesbau sogar gefördert mit paar tausend Euronen…

    • Katarina 17. März 2015 at 16:23 - Reply

      Hallo Sigrid,

      Leider keine Option mit dem Selberbauen, denn unter 300.000€ wird das hier oben auch nichts. Abgesehen davon hätte ich viel zu viel Schiss das die Baufirma mitten im Bau pleite geht oder sowas. Oder mir ein Schimmelhaus hinstellt in dem ich dann gar nicht wohnen kann. Oder plötzlich der Boden nachgibt. (Apropos Boden: Unbezahlbar!)

      Süddeutschland wäre nichts, denn die besagte Einrichtung sucht niemanden und in seinem spezialisierten Job kann man sich nicht mal selbstständig machen.

  2. Sarah 17. März 2015 at 17:31 - Reply

    Hi,
    kann ich echt nachvollziehen!
    Ich habe zwar nur zwei Kinder und einen Mann, der macht auch Chaos ,und man kann räumen wie man will – es hält nicht lange.
    Dann macht Großputz auch keinen Spaß.
    Ich miste gerade rigoros aus. Alles, was keinen Sinn hat und nicht benutzt wird, fliegt.
    Ich verkaufte schon ganz viele Bücher und DVDs, schmiss Handtücher und Küchenzeug weg.
    Es hilft!
    Ich habe freie Flächen, die mich glücklich machen und weniger aufzuräumen.
    Vllt. ist das was für dich. 🙂
    Liebe Grüße
    Sarah

    • Katarina 17. März 2015 at 18:54 - Reply

      Hallo Sarah,

      ICH LIEBE AUSMISTEN!
      Mein Mann dagegen ist ein Sammelfuzzi und überlegt immer 10x ob dies oder das wirklich weg kann, da ich seinen Kram nicht einfach wegschmeißen will (gehört ja ihm) ist meine zu optimierende Menge im Haus begrenzt. ^^

  3. Anna 17. März 2015 at 17:35 - Reply

    Ach Katarina, Du entspannst mich gerade – ich beneide Dich nicht um diese Wohnsituation und wünsche Dir wirklich von ganzem Herzen, dass Ihr bald etwas größeres findet – aber das Chaos bei Euch zu sehen nimmt mir mein schlechtes Gewissen. bei uns sieht es nämlich auch immer wieder so aus (auch schon mit einem Kind). Und ich finde es unglaublich sympathisch, dass Du Dich traust das in Bildern zu zeigen. Perfekt? Wer will das schon. Ich glaube nämlich: in Wirklichkeit sieht es bei fast allen von uns so aus – traut sich nur keiner zu zeigen 🙂

    Ach so: und Frust muss immer raus – wir können das ab! Also immer her damit!!
    Ich drück´ Dich!!
    Anna

    • Katarina 20. März 2015 at 08:18 - Reply

      Hallo Anna,

      dabei habe ich ja schon die „geschönte“ Version der Chiosbilder genommen. Es geht noch so viel schlimmer *ächtz*, aber das Feedback zu diesem Eintrag hat mir gezeigt das ich wohl mit meinem Chaos nicht ganz so alleine dastehe wie ich immer dachte!

  4. Isabell 17. März 2015 at 18:10 - Reply

    Huhu Katarina,

    mir geht es (fast) identisch zu dir, und wenn ich mal nicht alle 2 Minuten hinter meinen Chaoskindern her rennen muss, erzähl ich dir einfach mal unsre Situation, und ich wette, dass sich dann zumindest das Gefühl einstellt, nicht die Einzigste zu sein… glaub mir 😉

    Tief durchatmen, und Tschacka!

    Grüße, Isa von Isa’s Welt

    • Katarina 20. März 2015 at 08:19 - Reply

      Chaoskinder. Ohja so werde ich meine jetzt auch immer nennen! Danke!

  5. JesSi Ca 17. März 2015 at 18:40 - Reply

    Ach mein Herz, lass Dich drücken. der Weg zu mehr Platz ist nicht immer einfach…Dein Mann hat Glück das Du ihn nicht so weit fahren lassen magst – das wäre die Konsequenz vieler anderer Frauen / Menschen gewesen (ich sehe wie viele hier jeden Tag nach HH gurken)….

    Mehr Mut zum angreifbar machen – irgendwie tut das auch mal gut. Es ist eben nicht immer alles schischi und gut….

    Wir sind da – jeder Zeit!!!!!
    Kisses
    JesSi

    P.S. Skype fühlt sich schon vernachlässigt…

    • Katarina 17. März 2015 at 18:52 - Reply

      Es ist nicht so das ich ihn nicht länger fahren lassen würde, es ist so das ich ihn auch ab und zu hier zu Hause brauche. Würde ich ihn ewig fahren lassen, würden wir uns in Nachtdienstwochen nur noch zum „Hallo! Ich geh ins Bett“ sehen.

      PS: Mein PC ist doch abgeschmiert und ich hab noch nicht alles wieder drauf.

      • JesSi Ca 18. März 2015 at 09:40 - Reply

        Ich sehe hier täglich was es bedeutet, wenn der Mann so weit weg und zusätzlich noch in Schichten arbeitet.
        Ich bin dankbar das es meiner nicht muss (ja er fährt viel und hat mega unregelmäßige Zeiten, aber diese Kombi mit den Schichten haben wir eben nicht).
        Es kommt entweder dem Alleinerziehenden nahe oder der Mann gibt sich vollkommen auf – wobei ich bei vielen Auf den Zusammenbruch warte… beobachtend, denn vor meiner Haustür ist es dreckig genug zum Kehren…

        Ich hab keinen Rat – ich hab keine Ahnung wo ein passendes Haus steht – ich hab nur eine Schulter zum Anlegenen und Ohren zum Zuhören!! Das ist nicht viel, aber es ist realistisch was ich biten kann – und es kommt von Herzen!!!

        Ich drück Euch fünf mal feste!!!!!!

  6. Daniela 17. März 2015 at 19:47 - Reply

    Hallo Katharina,

    fühl dich lieb gedrückt.

    Ich kenne solche klo-heul-tage nur zu gut

    Ich habe auch drei Kinder (4, 2 und 8 Monate) und wenn alle etwas zur gleichen Zeit wollen, steigt der stresspegel in die Höhe. Was bei mir immer hilft: Kinder einpacken und raus.

    Ist doch egal wie die Wohnung aussieht wenn wir wieder reinkommen, dann beschäftigen sich meistens mit irgendwas die Kinder und ich kann etwas machen.

    Du bist nicht alleine. 🙂

    Liebe grüße
    Daniela

    • Katarina 20. März 2015 at 08:20 - Reply

      Hallo Daniela,
      Danke für deinen Tipp. Wir gehen tatsächlich dann auch gerne raus und danach spielen die Kinder wieder ganz lieb, aber das ändert nichts am „Grundchaos“ in der Wohnung, und das ist es eigentlich was mich nervt.

  7. Fusselmama 17. März 2015 at 20:20 - Reply

    liebes, der Wohnungsmarkt ist im Süden (unterster Zipfel) Auch nicht viel entspannter. Das einzige was für uns entspannter ist, ist das Einkommen durch die 3 Länder-Option. Das war auch der Grund vom Norden in den Süden zu ziehen. Wir haben hier 110 m2 für 750 Euro warm. Allerdings wohnen wir auch ganz weit draußen. Ohne Auto bist du aufgeschmissen. Dafür wachsen die Kinder aber nicht in der Stadt auf. Würde ich das Meer nicht so sehr vermissen, hätte ich fast nichts zu bereuen. Ich wünsche dir weiter starke Nerven und das ihr eine Lösung für alle findet. Vielleicht tröstet es dich, wenn ich dich erinnere, das sie nicht immer 1 und 2 Jahre alt sein werden.

    • Katarina 20. März 2015 at 08:21 - Reply

      Hallo Fusselmama,

      oha aus der Ecke um München hört man ja einen noch schlimmeren Irrsinn als von hier oben.

  8. Dani 17. März 2015 at 20:31 - Reply

    Liebe Katarina,
    Dafür ist bloggen auch da, um sich auszukotzen. Wie du das mit 3Kindern machst bleibt mir ein Rätsel. Das ihr soooo gar nix findet tut mir so leid. Ich weiß auch nicht was man noch machen könnte. Vllt. Zwangsversteigerung? Ich überleg mal weiter.
    Halt die Ohren steif und heulen ist immer ne Option!
    Fühl dich gedrückt.
    Liebe Grüsse
    Dani

  9. Sandra von Duftpoesie 17. März 2015 at 20:57 - Reply

    Guten Abend.
    Dein Eintrag kommt gelegen. Bin seit eib paar Wochen Dreifachmama und meine Nerven sind mittlerweile echt am Rande des Absprungs. Es ist fast wie bei dir und vom Stauraum ganz zu schweigen. Den haben wir bei vier Zimmern auch zu wenig und noch viel schwieriger ist es irgendwann etwas Größeres zu finden und das obwohl wir in Norden leben. Zu teuer oder, oder, oder und somit bleibt erstmal diese, womit ich momentan weniger zufrieden bin. Du beschreibst es klasse, Wohnungsdepression. Die habe ich auch und endlich hat das Gefühl einen Namen.

    LiebstenGruß.

    • Katarina 20. März 2015 at 08:23 - Reply

      Hallo Sandra,

      Erstmal: Herzlichen Glückwunsch zum Kind!

      Und dann tut es mir natürlich leid das es dir so geht wie uns ABER ich freue mich ein klitzekleinesbisschen nicht alleine mit meiner Wohnungsdepression zu sein.

  10. Sabsi 17. März 2015 at 21:46 - Reply

    Für mich bist du schon eine Heldin, weil du drei Kinder hast! 🙂 Fühl dich gedrückt und halte durch – die Kinder können nur älter und hoffentlich auch irgendwie braver werden!! Ich sag nur: Hinfallen, aufstehen, Krone richten und weitergehen!! 🙂

    • Katarina 20. März 2015 at 08:23 - Reply

      *Krönchen richt*

      Danke!

  11. Jenny 17. März 2015 at 21:49 - Reply

    Oh je, ich kenne solche Tage! Und meine Rasselbande liegt vom Altersunterschied weit auseinander und dennoch habe ich manchmal das Gefühl vor Chaos und ungehorsamen Kindern die Koffer packen zu müssen. Wenigstens mal für einen Tag! ;o) Und Kloheultage kenn ich auch…zum Glück funktioniert unsere Tür!

    Ich drücke euch ganz fest die Daumen, dass ihr noch eine passende Wohnung findet!

    Liebe Grüße von Jenny

    • Katarina 20. März 2015 at 08:38 - Reply

      Hallo Jenny,

      gegen „ungehorsam“ habe ich gar nicht so sehr was. Sie sind halt Kleinkinder, das ist eben so.

      Aber manchmal wäre ein Wochenende im Luxus Spa echt ein Traum!

  12. Sidney 17. März 2015 at 22:30 - Reply

    Hallo Katarina,

    ich kenne das Problem mit Staumöglichkeiten. An meinen Wänden („Altbau“ aus der Zeit kurz nach dem WW II) halten keine Schrauben, keine Dübel und vor allem keine Nägel, wenn man etwas aufhängen will, das schwerer ist als eine Postkarte. Darum habe ich es einfach mit stellbaren Regalen gelöst, die aneinander geschraubt werden. Die kann man dann (wenn man z.B. bei Ikea einkauft) mit Türen versehen oder mit Rollos/Vorhängen. Da kann man wirklich toll mit dekorieren. Aus der Küche habe ich rigoros alles verbannt, was dort nicht hingehört oder Platz frisst (du hast ja da diesen Frühstückswagen wo die Milch drauf steht), das Ding würde bei mir direkt rausfliegen. Stattdessen habe ich über eck zwei halbhohe Regale stehen (Katzenfutter, Kaffee, Vorräte wie Zucker, Mehl und co, Brot, etc.) auf denen ich dann so Dinge wie die Kaffeemaschine stellen konnte. Dazu kommt eine art altes Buffet (darin habe ich z.B. Geschirr gebunkert und hab gleichzeitig eine große Ablagefläche). Da ich zwischen Kühlschrank und Wand eine kleine Niesche habe (ca 30cm breit) hab ich dort kurzerhand das Getränkelager errichtet (ich hasse es, wenn Flaschen auf der anrichte stehen. Das macht mich wahnsinnig!).
    Ich hab mich aber daran erinnert, dass meine Mutter in unserer alten Küche z.B. einen Schrank hatte, in dem sie unten den Staubsauger, Besen, Kutterschaufel und Kehrwisch etc. reingestellt hatte. Da drin war dann noch eine Art Hängeregal (aus Gitter), worin sie sachen aufbewahrt hat, wie Putzmittel, Batterien, Kerzen, Tüten, Backpapier & co.. Vlt wäre das ja auch noch was für dich (dorthin wo aktuell dein Staubsauger steht, den Schlauch hatte sie übrigens im Schrank an einen Nagel bzw. an einen Haken gehängt, war platzsparender).

    Was ich gerade gesehen habe: Du hast in der Küche einen runden Tisch stehen und direkt dahinter diesen Frühstückswagen. Da beides relativ vollgepackt ist, vermute ich mal, dass das nur ne Art Ablagemodell darstellen soll und nicht in der eigentlichen Funktion genutzt wird. Ein Tipp von mir: Schmeiß die Dinger raus und hol dir sowas: http://www.charme-de-provence.de/shop13/images/product_images/original_images/buffetschrank-hugo-800.jpg
    Dadurch könntest du auch oben das Regalbrett entsorgen (der rest wirkt dann gleich viel aufgeräumter). Ich hab z.B. nur das untere Teil mit den Schubladen und den Türen. außerdem hat meiner im Sockel noch eine Schublade. in dem Buffet hab ich hinter der einzeltüre meine ganzen Teller und Reiben, meinen Zauberstab und die Kochutensilien aus Japan. Hinter der Doppeltür verbergen sich ein paar meiner Kingsize-Töpfe, mein Tupperkrempel, Auflaufformen und co. In der Sockelschublade hab ich Backformen und so Zeug gebunkert. Die Schublade über den Tellern beinhaltet Besteck, die anderen beiden meine Backzutaten wie Kuvertüre, Backpulver, Lebensmittelfarbe, etc. etc.

    Was mir in meiner schrankordnung auch extrem geholfen hat, sind Vorratsdosen. Also so richtige Boxen mit Deckel, die Stapelbar sind. darin sind Nachfüllpackungen (Gewürze z.B.) drin, oder Nudeln oder so Zeugs. Wenn du durchsichtige Boxen hast, siehst du auf einen Blick was drin ist und musst nicht rumräumen.

    Wenn du magst, kannst du mir gern mal schreiben und ich such dir mal die Webseiten raus, die mir geholfen haben, Ordnung in meinen nicht vorhanden Stauraum zu bekommen.

    Ich wünsch dir auf jeden Fall ganz viel Glück und VIEL Durchhaltevermögen. Da ich aus Süddeutschland bin, kannst du mir auch gern mitteilen, was dein Mann für einen Beruf ausübt. ich kenne viele Menschen in den unterschiedlichsten Branchen, vor allem auch in speziellen Dingen. Außerdem werden freie Stellen oftmals gar nicht öffentlich ausgeschrieben sondern nur intern, was dazu führt, dass Leute von Auswärts die nur ganz selten zu Gesicht bekommen 🙂 Und ja, Süddeutschland ist Wunderschön!

    Liebe Grüße,
    Sidney

    • Katarina 20. März 2015 at 08:30 - Reply

      Hallo Sidney,

      DANKE DANKE DANKE für deine ganzen Tipps! Um den mit dem Buffettschank aufzugreifen: Ich wäre den Tisch schon losgeworden, aber mein Mann schwört darauf das er den beim Kochen braucht, da wir keine besonders große Arbeitsplatte haben, auch für Plätzchenbacken o.ä ist er ganz hilfreich. Ich wäre bei einem Buffetschank sofort dabei, bloß kann dann das Regalbrett drüber auch nicht so einfach „weg“ denn das gehört zur Wohnung und muss bei Auszug wieder genau da hin. Sprich ich hätte die restliche Zeit ein 5m langes Brett irgendwo (wo?) rumstehen…

      Das Wägelchen kann auch nicht raus, denn wohin mit dem Kram der da grade steht? Hinter dem Wagen ist die Heizung, da ist also auch nicht mehr Platz….Weitere Schränke passen nicht in die Küche, auch nicht zwischen Wand und Kühlschrank (da ist nämlich einer und da steht unser Putzzeug drin, das kann ja wegen der Kinder auch nicht frei zugänglich sein….

      Du siehst wir sind ein mittelschweres (ich hoffe doch nur mittelschwer?) Problem.

  13. Nicole 18. März 2015 at 00:53 - Reply

    Hey!
    Eigentlich wollte ich schon direkt nach dem lesen kommentieren =D Aber wie das nun mal so ist mit einem kleinen 2 Jährigen Mädchen… nö! Mama kurz am Laptop… da wird alles stehen und liegen gelassen, das „in sich gekehrte“ Kind ist plötzlich 100% da. Mama hat ja was vor!
    Ich fühle sooo mit Dir! oder eher gesagt mit euch.
    Eine Wohnung zu finden ist ja eh schon mit einem Kind der Horror (da ist es auch egal wieviel man verdient.. Kinder gehören halt nirgendwo hin. Aber alle sollen welche machen, damit die Rente gesichert ist. Also drölfjahre Schwanger sein und den fertigen Menschen im Kreißsaal bekommen!)
    Mit dem Stauraum.. ja da fühle ich mit. Ich hab auch immer das Gefühl, das es hier nie ordentlich ist. Wir haben knapp 85qm, wovon 20qm mal einfach so weg sind, wegen bösen Schimmelbefall und im Dezember der Dachdecker meinte (wegen Isolierung aufm Dach ist da halbe Kinderzimmer befallen..) das geht erst im Frühling, ist unser Wohnzimmer zu 90% Kinderzimmer, die Möbeln mussten natürlich auch aus dem verschimmelten Zimmer und so steht alles irgendwo. Hübsch sieht anders aus. Schrecklich.
    Und dann putzt man den ganzen Tag, sortiert und räumt und dann sitzt man kurz (natürlich mit dem Kindchen am Bein) und schaut sich um… und nichts sieht ordentlich aus.
    Aber jeden Tag sag ich mir: Mir doch egal! Ich räume auf, was geht – putze und halte soweit Ordnung, das sich keine Spinnen einnisten können und das im 30 Minuten schnell durchlauf. Wem es stört wie es hier aussieht, braucht ja nicht mehr kommen. Und dem Kindchen stört es eher mehr, wenn Mama den ganzen Tag aufräumt und zum 3ten mal den Boden putzt, statt lustige Puzzels zusammen zu setzen, vorzulesen oder am Rhein Schiffe zu beobachten.
    Also schei… aufs ständige aufräumen. Wir können eh nichts an der Situation ändern. Plötzlich wieder ein Kinderzimmer mehr haben – ist hier erstmal in weiter ferne (Das Dach benötigt etwa 3-4 Wochen arbeiten, danach kommt die Trockenbaufirma, also noch mal 4 Wochen warten..) und ich warte seit Dezember auf einen Termin vom Dachdecker (nun ja der Frühling kommt ja bald..)
    Natürlich haben wir überlegt, schnell auszuziehen. HAHA! Schnell!!! Mit Kind! (Die Katze ist undercover! Denn KIND und Katze.. nö).
    Wir haben für die Wohnung schon 1 1/2 Jahre suchen müssen. Gute Lage, 3 ZKB und Kinderfreundlich. Ok 4 Parteien wohnen hier im Haus,d davon 3 mit Kleinkind. War wirklich ein Glücksgriff. 8 Wochen nach Einzug kam dann der Schimmel.. Wie gut das die Ursache vom Dach kommt und nicht von „Der Mieter Lüftet schlecht“, daher hoffen wir, das wir irgendwann dieses Jahres, wieder „normal“ Leben können – ohne Schimmel.. Wir glauben nämlich, das dies eher passiert, als eine neue Wohnung zu finden..

    Man sieht =D Dein auskotzen bringt die Leser dazu auch mal zu kotzen. Kotzen muss auch mal sein. Reinigt die Seele.. ehm Magen. Wie auch immer 🙂

    Morgen beim hin und her räumen, werde ich an Dich denken (und an die ganzen anderen Mamis, die es ähnlich toll haben!) Dann werd ich alles so stehen lassen wie es ist.. und mit der Kleinen spielen! Ist eh viel sinniger 🙂

    Liebe Grüße
    Nicole

    • Katarina 20. März 2015 at 08:32 - Reply

      Hallo Nicole,

      Danke für deinen langen und ausführlichen Kommentar!

      Auch wenn ich das mit dem Schimmel ganz schlimm finde (hoffentlich tut sich da bei euch bald was) bin ich doch etwas erleichtert zu lesen das es anderen auch so ähnlich geht wie mir.

  14. Sandra 18. März 2015 at 01:31 - Reply

    Einen Rat habe ich leider nicht, aber lass dich mal feste drücken.
    Vielleicht hilft ja ein Besuch bei Ikea. Wenn ihr dort den Mitarbeitern euer „Wandproblem“ schildert, haben die vielleicht Lösungen, wie man mit Schranksystemen, die keinen Platz wegnehmen, und nicht an die Wand befestigt werden müssen, zusätzlichen Stauraum schaffen kann.
    Und wenn nicht, hatten die Kinder eine lustige zeit im Smaland und ihr einen Hot Dog oder ein Eis 🙂

    • Katarina 20. März 2015 at 08:34 - Reply

      Hallo Sandra,

      Ja, vielleicht würde IKEA helfen da hast du recht, ich glaube aber fast nicht, denn: Wir haben ja gar keinen Platz mehr Möbel zu stellen, weil schon überall welche stehen….

      Obendrauf kommt natürlich auch diese Unlust noch irgendwie Geld in diese Wohnung zu stecken, wenn man doch hoffentlich bald umzieht. Hoffentlich.

      Grüße nach OZ!

  15. Steffi 18. März 2015 at 10:14 - Reply

    OMG ich weiß so genau, was Du meinst! Und das, wo wir deutlich mehr Platz hatten. Gehokfen hat bei uns nur, selbst eine Anzeige mit Wohnungsgesuch in der Regionalzeitung aufzugeben. Schreib das Beste ganz nach vorn, die ersten Wörter werden meist fett gedruckt. Wir haben so eine neue Wohnung gefunden, die nie im Internet gelandet wäre, weil die Vermieter älter und da eher „altmodisch“ sind. Ich drücke Euch ganz feste die Daumen! Es wird bessere Zeiten geben!!!
    Liebe Grüße,
    Steffi
    PS: Könntest Du nicht auch etwas auf Twitter posten, das sich so vielleicht verbreitet?

    • Katarina 20. März 2015 at 08:40 - Reply

      Hallo Steffi,

      Ja über die Anzeige hatte ich auch schon nachgedacht. Die würde hier im Lokalblatt allerdings 60€ aufwärts kosten, und das dafür das selbst das Hamburger Abendblattt inzwischen nur noch auf den Immobilienteil von Immowelt verlinkt… ich glaube bei „alten Leuten“ hat man damit evtl eine Chance, aber nur gering. (Die meisten älteren Vermieter die wir getroffen haben, waren immer sehr besorgt das die Kinder die (Zitat) „Bausubstanz ruinieren“. Klar die haben auch immer ihre kleinen Presslufthammer Nachts dabei…. 😉

      • Steffi 20. März 2015 at 21:57 - Reply

        Oh je, da habt Ihr aber wirklich Pech gehabt bisher – ich habe noch nie solche Dinge über Kinder gehört. liegt aber sicherlich auch daran, daß wir einfach ein Riesenglück hatten, nun schon zum zweiten Mal kinderfreundliche nette Vermieter zu finden. Überlegt es Euch doch nochmal mit der Anzeige. Bei uns hat das als einziges etwas gebracht. Viele Wohnungen landen gar nicht erst im Netz oder werden schnell an Bekannte von Bekannten vergeben. Habt Ihr auch Makler gefragt? Oder kann man vielleicht auch online eine Suchanfrage aufgeben?
        Weißt Du, ich kann Dich wirklich sher gut verstehen – und mich hat schon lange kein Blodpost mehr so sehr beschäftigt. Ich fühle mit Dir. Und auch heute, nach zwei Umzügen und in einer großen Wohnung, bin ich oft genervt und traurig, weil wir hier Chaos haben und Krümel und zu wenig Stauraum und keine „Möbelprospekt-Wohnung“, die wirklich schick und stylisch aufgeräumt aussieht- Immer wieder muß ich mir klar machen, daß wir halt nun mal hier leben und nicht immer alles tiptop sein kann, wenn man Kinder hat. Immerhin ist es besser, wenn ich nun nach dem Umzug (Wir leben noch in Kistenland 😉 ) alles irgendwie verstaut habe. Hoffe ich. 😉
        In jedem Fall: Lass Dich nicht unterkriegen! Ihr werdet etwas finden. Und Du machst das ganz toll. Ich bewundere dich dafür, wie Du alles mit drei so kleinen Kindern meisterst. Ihr werdet auch dieses Chaos irgendwie in den Griff bekommen – ich drücke so fest die Daumen, wie ich kann, und schicke Dir ganz viel Kraft und alles Gute!
        Herzliche Grüße,
        Steffi

        • Steffi 20. März 2015 at 21:58 - Reply

          Ups, vertippt…. Blogpost natürlich! 🙂

  16. Kerstin Schwarz 18. März 2015 at 11:15 - Reply

    Hallo Katarina,

    da bin ich doch dankbar für mein Eigenheim – in einem Haus verteilt sich das Chaos besser. Allerdings musste ich seinerzeit dafür aus der Stadt in die Pampa ziehen und die ersten Jahre waren finanziell durchaus hart. Man muss Kompromisse machen, alles perfekt geht leider nicht. Ich kann dich aber insofern trösten, dass alles vorbei geht und man sich später nur noch an die schönen Dinge erinnert – zum Glück ist das menschliche Hirn so konzipiert *g*. Wenn deine Kiddies wie meine (auch drei, einmal Zwillinge) erst einmal 20 und 17 sind, möchtest du wegen ganz anderer Dinge heulen und sehnst dich ab und zu nach der Zeit, als sie noch klein und niedlich und immer nur lieb waren *gg*.

    Liebe Grüße
    Kerstin

    • Katarina 20. März 2015 at 08:36 - Reply

      Hallo Kerstin,

      Wir würden mit Kusshand in die Pampa ziehen, daran würde es nicht scheitern bei uns.
      (Schau mal nach meinem Post „Liebes Universum“, da waren wir ganz ganz ganz nah dran an unserem Traumhaus.)

      Liebe Grüße!

  17. Wiebke 18. März 2015 at 11:50 - Reply

    Sehr schöner und vor allem ehrlicher Text :)! Ich sag nicht, dass das Internet da ist, um sich zu beschweren, aber immer nur Sonnenschein verbreiten, kann ja auch manchmal einfach eine Illusion sein. Im Übrigen muss ich los werden, dass der Schrank im Kinderzimmer echt wunderschön ausschaut!

    Herzliche Grüße,
    Wiebke

    • Katarina 20. März 2015 at 08:41 - Reply

      Hallo Wiebke,

      Danke!

      Der Schrank ist noch aus meinem Jugendzimmer anno dazumal. Den gab es mal bei…Möbel hesebeck glaube ich.

  18. Anne Harenberg 19. März 2015 at 05:51 - Reply

    Ich liebe diesen Text – obwohl es natürlich nicht besonders nett ist, einen Text zu lieben, in dem jemand mit dem täglichen Chaos in einer zu kleinen Wohnung kämpft. Aber ganz ehrlich, wenn man sich so von Blog zu Blog klickt, gibt es all diese tollen Wohn- und Styleblogs, wo mir immer ganz anders wird, weil alles so unglaublich schön ist und ich selten die Zeit oder die Gelegenheit habe, es bei mir zu Hause auch nur ansatzweise so zu machen. Es tut entfach gut zu sehen, dass andere die gleichen Probleme haben wie man selber und eben nicht immer alles toll und schön ist…

    • Katarina 20. März 2015 at 08:45 - Reply

      Hallo Anne,

      Ganz genau so geht es mir auch immer. Diese lichtdurchfluteten Wohnungen mit Bildbänden auf dem Wohnzimmerglastisch, den Holzdielen und dem Stuck an der Decke. Die unglaublich aufgeräumten Küchen in denen nur dekorativ was rumsteht und deren Schränke und Arbeitsplatten nie so hässlich aussehen wie meine.

      Ich verstehe dich!

  19. Ines 19. März 2015 at 10:58 - Reply

    Hallo Katarina,

    VIELEN DANK für deinen Text!!!!Ich habe mich so darin wiedergefunden, dass es fast schon unheimlich ist 😉 Ich sag nur der Staubsauger hinter der Schlafzimmertür, die Kissenberge vom Sofa (das mal die Farbe rot hatte aber vor lauter Flecken -für einen weggeputzten kommen zehn neue – lässt sich die Farbe nicht mehr definieren). Gerade eben, als ich deinen Text gelesen habe, kam mein Zweijähriger mit meiner Stoffblumengirlande, die ich irrwitzigerweise als Deko an unsere Terassentür gehängt habe) an-und zwar in Einzelteile zerfetzt….Ich habe gerade zwei Stunden geputzt und finde auch nicht, das es wirklich ordentlich ausschaut….zumal mein Lütter sich wirklich mächtig anstrengt, sein Spielzeug fein säuberlich wieder im Haus zu verteilen!!!Ich habe drei Jungs (eigentlich vier wenn man Männe mitrechnet) und eine Hündin die irgendwie das ganze Jahr neues Fell bekommt und die schwarzen Flusen wirklich überall herumliegen und fliegen auch in den Räumen, in denen sie sich gar nicht aufhält….Mein Mann muss übrigens auch oft tags schlafen wegen Nachtschicht…da helfen nur Ohrstöpsel!!! Die Fliesen im Flur sind teils zerbrochen, keine Fussleisten, Badezimmer lässt sich nicht abschliessen, mein Mittlerer (6) hat nicht mal ne Tür in seinem kleinen Zimmer, der Lütte ist mit bei uns im Schlafzimmer untergebracht und sein Spielzeug im Wohnzimmer (jippie).
    Meine Großen 8+6 streiten sich ständig und ausdauernd und alle zwei Minuten kommt einer angepetzt obwohl ich schon soooo oft betont habe dass ich das Gepetze nicht ausstehen kann. Die Küche ist viel zu klein und auch noch offen so dass man immer alles sieht….Eigentlich haben wir einen schön großen Keller in dem die Kids bis vor kurzem ein schön eingerichtetes Spielzimmer hatten- doch dann kam der Regen und der Keller lief komplett voll! Alles musste rausgerissen werden…da unten ist es jetzt das Grauen.
    Auch ich denke mir ständig- das ist doch Jammern auf hohem Niveau- ABER es muss mal raus und ich danke dir, dass du mir sooo aus der Seele gesprochen hast 🙂

    Tschaaakaaaa wir schaffen das !!! 😉

    Ines + ihr Männerhaushalt

    • Katarina 20. März 2015 at 08:46 - Reply

      Hallo Ines!

      Danke! Danke das du mir mit deinem ehrlichen Kommentar zeigst das ich nicht alleine bin in meinem Chaos aus Kissen, Kekskrümeln und Kindern.

  20. Janina M. 19. März 2015 at 20:42 - Reply

    Hallo Katarina,
    besser jammern auf hohem Niveau, als gar kein Niveau:-) Ganz im Ernst, ich fühle so mit dir. Ich habe zwar nur einen kleinen Zwerg aber bis vor Kurzen hatten wir eine ähnliche Wohnproblematik. Keine 70qm, kein Abstellraum und Wände als wäre überall Stahl verbaut! Ahhhhhhh!!!! Dinge wie Staubsauger, Wischer, Bügelbrett waren immer, immer im Weg und ich hatte die Befürchtung es gibt nie einen Ausweg aus diesem Chaos. Zumal Papazwerg irgendwie die Vorstellung von der Eierlegendewollmilchsau hatte, was übertragen auf die zukünftige Unterbringung in etwa so hätte aussehen sollen: Topsanierter Gutshof, in Stadtlage, mit Garten und das bitte für 900€…. Ja-nee ist klar! Es war ein ständiges Nervthema zwischen uns und ich hatte die Hoffnung nach Jahren (!) der Suche schon fast aufgegeben, -zumal kaufen für uns nicht in Frage kam.
    Aber dann, wie ein Wunder, tat sich tatsächlich über Arbeitskollegen etwas auf und wir konnten Ende des Jahres endlich umziehen. Immer fest dran Glauben und die Kleinen brauchen eh nur Zuwendung und gaaaaanz viel: Nähe 🙂
    Kopf hoch und ich habe deine Wohnungssuche auf deiner Facebookseite gesehen und werde sie gleich mal teilen, weil der „Hamburger Dunstkreis“ durchaus in Freundesliste vertreten ist!
    LG Janina

    • Katarina 20. März 2015 at 08:48 - Reply

      Hallo Janina,

      Danke das du mir Mut machst nicht aufzugeben!

      und danke fürs teilen im Hamburger Dunstkreis 🙂

  21. Sylvia 20. März 2015 at 09:43 - Reply

    Liebe Katarina,

    ich kann dich gut verstehen. Wie habe ich es genossen, wenn mein Sohn (und es war nur einer) am Wochenende bei meiner Schwester war. Dann blieb meine Wohnung wenigstens ein paar Stunden in aufgeräumten Zustand.

    Du schreibst weiter oben, dass bauen nicht in Frage kommt, weil du Angst hast, dass alles Mögliche schief gehen kann. Auch das kann ich verstehen, man hört und sieht ja oft die gruseligsten Baugeschichten.
    Ich kenne aber einen TÜV geprüften Hausanbieter, da bekommst du drei Schutzbriefe für Qualität, Service und Finanzierung. Ich habe mal recherchiert, was dich ein Haus in ausreichender Größe bei dir in der Nähe kosten würde. Da gibt es ein ganz nettes Grundstück, sieht direkt paradiesisch für Kinder aus, für 179 000 Euro für 750 qm. Ein Haus, das dort hin passt, mit Klinkerfassade und drei Kinderzimmern gibt es für 152 000 Euro. Rechnest du noch die üblichen Gebühren dazu, Malerarbeiten, Bodenbeläge und Außenanlagen, ist eine Gesamtsumme von 380 000 Euro nötig. Aber dann hast du Ruhe und Platz!

    Ich habe auch mal den Finanzierungsrechner befragt.
    Wenn du die üblichen 20% Eigenkapital aufbringst, bei einem Zinssatz von 3%, kommst du auf eine monatliche Belastung von 1275 Euro, bei einer Laufzeit von 30 Jahren. Dazu musst du natürlich noch die üblichen Nebenkosten rechnen. Also alles von Kaminkehrer über Müllabfuhr bis zur jährlichen Grundsteuer, usw….

    Da ich keine Ahnung habe, wie euer finanzieller Hintergrund aussieht, lasse ich das jetzt einfach mal so stehen.
    Wenn du genaueres wissen willst, kannst du mir gerne schreiben, ich will nur hier keine Werbung machen. Bis vor fünf Jahren hatte ich auch mein eigenes Haus, ich kann dir sagen, ich habe es geliebt. Alles meins! Jeder Nagel, den ich in die Wand haue meins! Wenn ich die Küche apfelgrün streiche, mach ich das und muss mir nicht überlegen, ob ich das wieder überstreichen muss, wenn ich ausziehe. Und meine Rosen – ein Traum…
    Naja, ist jetzt weg, Schwamm drüber. 🙂

    Ich wünsche dir weiterhin starke Nerven!

    LG
    Sylvia

    • Katarina 20. März 2015 at 09:51 - Reply

      Hallo Sylvia,

      vielen Dank für deine Mühen das du wirklich einen Rechner befragt hast. Leider kommt selber bauen für uns (zumindest im Moment) aus verschiedenen Gründen nicht in Frage, auf die ich hier nicht genauer eingehen möchte.

      Trotzdem Danke! Und schade das du dein Haus nicht mehr hast.

      Liebe Grüße.
      Katarina

  22. Sven 21. März 2015 at 11:14 - Reply

    Wir sind auch Sammler. Leider scheinen wir es an die Jungs weitergegeben zu haben.
    Jetzt lockt die Sonne. Wir sollten ausmisten.

  23. sou enim 31. März 2015 at 18:01 - Reply

    Hej Katarina,

    das, was du beschreibst, kenne ich auch noch. Ich hatte es nur vergessen: Meine Jüngste ist jetzt sechs und es ist so vieles einfacher, seitdem die Kinder alle in der Schule sind.
    Du siehst, es wird besser im Laufe der Jahre, nur Geduld hilft beim Durchhalten.
    Trotzdem haben wir zu sechst (sic !) auf 56 qm immer noch arge Platzprobleme: Wir sind die Ölsardinen in der Dose. Das ist nicht einfach und braucht soviel Disziplin, Nerven, Geduld, Hoffnung, Ausdauer. Die fehlt oft. Flucht nach vorne, rausgehen, Ortswechsel hilft. Ohren auf Durchzug. Denken, dass sie (die streitenden Kinder vor dir) sich schon nicht gegenseitig umbringen werden.
    Und wenn nichts mehr geht, auf den Boden legen und heulen. Möglichst lautlos, damit nicht gleich wieder ein Kind angerannt kommt und fragt, was los ist, und du dich gleich wieder berappeln musst.
    Was ungemein hilft: Ausmisten! Und d. h.: Spielzeug weg, Schränke weg, Klamotten weg. Stauraum brauchst du nur für Dinge, die du gar nicht unbedingt brauchst, sonst müsstest du sie ja nicht verstauen. Je weniger da ist, desto weniger muss ständig weggeräumt werden.

    Ich hatte diese Kur: Meine Wohnung war so voll mit Schränken, dass wir nur noch seitwärts laufen konnten! Dann kam mein Mann endlich aus dem Ausland wieder und schockierte mich mit dem Satz: Das muss alles weg! Ich war beleidigt und habe auch ein bisschen geheult, aber es dann doch eingesehen und sehr viel entsorgt. Und nun: Es ist besser. Was rumfliegt, kommt weg. Das belastet dich dann auch nicht mehr.
    Kann ja auch erstmal in den Keller. (Und dann später weg.)

    Und ein bisschen den Humor bewahren musst du dir sowieso, das geht am besten mit Distanz: Ich musste über das Kinderwagenwendemanöver jedenfalls ziemlich lachen, weil ich es nur allzu gut kenne, aber es hinter mir habe. Ich habe es überlebt. Wir haben es überlebt…
    … und noch wenige Jahre und das erste Kind zieht aus und der Platzmangel wird ein wenig kleiner 😉

    Und wenn du alle losgeworden bist, wirst du heulend daran zurückdenken, wie es war, als sie noch klein waren (obwohl du dich freust, dass du sie groß gekriegt hast). Aber bis dahin….

    Liebe Grüße!

  24. Desiree 30. August 2015 at 21:25 - Reply

    Hallo
    Ich erinnere mich noch gut an die Zeit vor dem 31.1.2013. Da haben wir mit zwei Kindern in einer 69 Quadratmeter Wohnung gelebt. Nach langen suchen dann endlich unser Eigenheim auf dem Land gefunden. Und nun froh so ein Glück gehabt zu haben.
    Liebe Grüße
    Desiree

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