Ninas Bücher: Mats und die Wundersteine

Das zweite Buch, das ich vorstellen möchte, ist „Mats und die Wundersteine“ von Marcus Pfister (erschienen im Nord-Süd Verlag). Wie euch bestimmt aufgefallen ist, heißt mein kleiner Mann auch Mats und so ist es auch nicht verwunderlich, dass wir das Buch als Geschenk erhalten haben.

Das Buch handelt von der kleinen Maus Mats, die mit ihren Freunden, den anderen Felsmäusen, auf einem Inselberg lebt. Im Sommer beschäftigen sich die Mäuse damit Futter zu suchen, Steine übers Wasser hüpfen zu lassen und abends die Sterne zu beobachten.
Als nun der Herbst mit seinen Stürmen näher rückt, verkriechen sich Mats und die Felsmäuse in ihren kleinen Höhlen im Berg und träumen vom Sommer und der warmen Sonne.

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Nach einem der Herbststürme sucht Mats außerhalb seiner Höhle Futter und stößt in einer dunklen Felsritze auf einen leuchtenden Stein, den er natürlich sofort mitnimmt.
Je dunkler es wird, umso heller leuchtet der Stein und strahlt eine wunderbare Wärme aus. Die anderen Mäuse sind natürlich begeistert und würden am liebsten selbst losziehen und einen solchen Wunderstein suchen.
Die alte Maus Balthasar warnt deshalb ihre Freunde, immer daran zu denken, dass die Steine dem Berg gehören: Wenn man ihm etwas nimmt, muss man ihm auch etwas zurück geben.

Und jetzt kommt die Besonderheit des Buches: an dieser Stelle hat der Leser die Möglichkeit zwischen einem glücklichen und einem traurigen Ende zu wählen.

Im glücklichen Teil verstehen die Mäuse, was ihnen der alte Balthasar sagen möchte. Sie suchen zwar nach den leuchtenden Steinen, legen aber für jeden gefundenen einen selbst verzierten und geschmückten Stein an die Fundstelle. Es gibt genug Wundersteine für alle Mäuse und sie feiern gemeinsam ein Fest.

Im traurigen Teil hören die Felsmäuse nicht auf den alten Balthasar. Sie werden gierig und vor allem eine Maus übertreibt es. Sie häuft mehr Steine als alle anderen an und gibt mit ihrem Reichtum an. Die anderen Mäuse wollen es ihr gleich tun und beginnen gleich am nächsten Tag mit der Suche nach den Wundersteinen. Dabei zerlöchern sie den Berg, dessen Wände immer dünner werden.
Das Resultat lässt nicht lange auf sich warten und der Berg bricht schließlich zusammen. Nur eine einzige Höhle, in der Mats und Balthasar sitzen, bleibt verschont. Mats versteht jetzt, was der alte Mäusemann gemeint hat und beschließt, dem Inselberg einen schön verzierten Stein zurück zu geben.

Begleitet wird die Geschichte von farbenfrohen Bildern der kleinen Mäuse, die Wundersteine glitzern sogar.
Das Buch gefällt mir besonders gut, da es sowohl kleinen als auch größeren Kindern vorgelesen werden kann. Meinem kleinen Mann habe ich bis jetzt nur das glückliche Ende erzählt. Er freut sich an den Zeichnungen und den glitzernden Wundersteinen und vor allem daran, dass die Mäuse in Höhlen wohnen.
Für größere Kinder kann je nach Tagesverfassung das passende Ende gewählt werden, wobei das traurige wahrscheinlich einen größeren Lerneffekt hat. Es behandelt Themen wie Gier, Freundschaft und auch Aspekte des Umweltschutz. Sie lernen, dass man teilen sollte und nicht nur nehmen darf. Für meinen Geschmack hätte es nicht ganz so drastisch enden müssen, aber die Botschaft kommt so auf jeden Fall sehr gut rüber.

Ich hoffe, euch hat der Buchtipp gefallen und freue mich natürlich wie immer auf Feedback!

Meine weiteren Buchvorstellungen findet ihr hier:

By | 2017-06-25T17:03:14+00:00 13. Mai 2015|Categories: Ich schreibe|0 Comments

About the Author:

Nina ist Mutter von Mats (2). Sie bloggt auf Mausekinder.Sie ist feste Autorin für die monatliche Bücherreihe hier im Blog. (mehr?)

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