Give a Family a Farm (Finale!)

blogprinzessin

Ich glaube ich sehe kariert„, sage ich am Freitagabend  zu meinem Mann und gähne. Es ist 22:00 Uhr und er ist grade von seiner letzten Autotour zur Farm zurück in die Wohnung gekommen. Die Kinder schlafen zum letzten Mal in ihren Betten und wir beladen das Leihauto noch ein Mal mit Kram. Nun ist es meine Aufgabe noch eine Runde zu fahren. Es ist unglaublich wie viel Zeug 5 Menschen haben können!!! Ich setze mich hinters Steuer und fahre noch einmal hin und zurück, bevor wir beide unglaublich müde in die Federn fallen. Aufgeregt sind wir nicht, sondern einfach nur noch müde und kaputt. 4 Wochen Dauerstress fordern irgendwann ihren Tribut.

Am Samstag klingelt um 6:35Uhr der Kinderwecker. Es ist Umzugstag! Wir ziehen uns also alle recht schnell an, gähnen und verfluchen das die Kaffeemaschine schon umgezogen ist. Aber was solls los gehts!

Um 8:30Uhr klingelt es wie versprochen an der Tür und unser furchtbar nettes und tolles Umzugsteam  betritt die Wohnung. (Nein, keine Werbung. Wir haben dafür das ich jetzt schreibe das sie super sind, absolut NICHTS bekommen.)  Die Kinder staunen. 6 Männer fangen an gut gelaunt unsere Kisten aus der Wohnung zu tragen. So schnell kannste gar nicht gucken.

Unterdessen ziehe ich den Kindern die Schuhe und Jacken an, sie werden einen schönen Tag mit Oma (die uns mal wieder rettet! Danke!!!) verbringen. Ich kann nur jedem empfehlen die Kinder an so einem Tag wegzusortieren. Nachdem die Kids im Auto sind, starte ich den Motor und kann es nicht fassen: Eine Kontrolleuchte brennt und geht auch nicht wieder weg. Ich werd verrückt. Leider ist es auch nicht die „Handbremse ist noch angezogen“ Leuchte, sondern eine die eigentlich (laut Handbuch) sagt das wir sofort noch einmal bei Opel vorbeischauen sollten. Also mit allen drei Kids im Auto zum Opelmann gefahren nur um festzustellen: Die arbeiten am Samstag vor Pfingsten nicht. WTF!

Da ich aber außer dem leuchten nichts feststellen kann, und mich grob erinnere das wir das schon einmal hatten und dann der Opelmann sagte, dass er keine Ahnung hat was es ist und auch der Computer nichts finden konnte, beschließe ich mir nicht zu viele Sorgen zu machen und fahre die Kinder zu meiner Mutter. Auto läuft normal bis auf die blöde Leuchte.

Nach einem Kaffee mache ich mich wieder auf den Weg zur Wohnung und ich bin begeistert was die Männer in der kurzen Zeit alles geschafft haben.

Gegen 12:00Uhr fahre ich zur Farm vor, es ist langsam ein Ende des Marathons in Sicht und ich bereite alles für unser „Würstchenbuffett“ für die Möbelpacker vor. Ich finde es ist eine nette Geste etwas zu essen und zu trinken anzubieten, sie schleppen viel dafür und Hunger bekommt jeder an einem solchen Tag. blogprinzessin Das hier sind zugegebenermaßen nur noch die Reste, ich wollte nicht einfach fremde Menschen fotografieren ohne das sie es mitbekommen. Daher gibt es nur das „Danach“ Foto. blogprinzessin   Regalbretter und Kleinkram kommt per Rollwagen aus dem Umzugslaster. Ich bin bisher immer nur als Kind mit Umzugsunternehmen umgezogen und kann mich da nicht mehr richtig dran erinnern. Daher bin ich mehr als beeindruckt wie professionell und mit was für tollen „Gadgets“ hier gearbeitet wird. Um 16:00Uhr ist es dann geschafft. Der LKW ist leer, die Umzugsspedition bezahlt und wir sind umgezogen. Völlig verrückt! Von unseren Nachbarn/ Vermietern bekommen wir noch selbstgebackene Minibrötchen (ich muss unbedingt nach dem Rezept fragen!) sowie Salz. Brot und Salz. Was für eine nette Geste! Ich bin ein bisschen verliebt.

Wir haben Salz und Brot von unseren Vermieternachbarn bekommen. 😍 Ein von Katarina (@blogprinzessinblog) gepostetes Foto am

Irgendwie schaffen wir es dass das Kinderzimmer und das Wohnzimmer (sowie mein Büro, in dem ich grade sitze und tippe) bewohnbar sind und dank unserem Smart TV konnten wir dann auch via Lifestream den ESC schauen. Auch wenn wir beide nicht bis zum Schluss durchhalten und das jämmerliche Ergebnis für Deutschland heute aus den Medien erfahren. (So schlecht war Ann-Sophie dann doch nicht, finde ich. Aber nett das der hübsche Schwede gewonnen hat. Australien war mein Favorit.)

Wir fallen todmüde ins Bett, leider aber für nicht lange denn Nini und Wawi husten und schniefen das die Wände der Farm wackeln, weinen und jammern die ganze Nacht (abwechselnd) und um 2:00Uhr fange ich an unten in den Kisten nach den Kindermedikamenten zu suchen. Um 4:00Uhr fange ich an zu verzweifeln. Um 5:00Uhr durchsucht Marc unser Auto. Um 8:00Uhr bin ich mir sicher das die Tüte bestimmt in der alten Wohnung in den Müllschacht gewandert ist, wir finden sie absolut nicht. Schwund ist ja bei jedem Umzug, aber wieso grade DAS?

Um 9:00Uhr google ich nach der nächsten Notapotheke (glücklicherweise im Nachbarort) und frühstücke.

Das wird schon alles.

Life is better on the Farm.

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