Baby Dronte

Das Buch, das ich heute vorstellen möchte, heißt „Baby Dronte“ und ist von Peter Schössow, erschienen im Hanser Verlag. Wir haben es auf einem unserer zahlreichen Besuche im Kinderkrankenhaus Altona kennengelernt. Dort lag es im Wartezimmer und half uns sehr, die Wartezeit zu überbrücken. Wir waren richtig bezaubert von diesem tollen Bilderbuch, es ist wirklich etwas ganz besonderes!

Baby Dronte

Bildrechte: Hanser Literaturverlage. Vielen Dank für die Genehmigung das Cover im Rahmen einer Rezension zu zeigen ( Blogger PDF ).

Die Hauptpersonen sind Käpt’n Horatio Lüttich, der Smutje Paul Zausenke und der Maschinist Hans-Ulrich Krittel, die Besatzung des alten Schleppers Krautsand, der schon seit Jahren die großen Pötte aus dem und in den Hafen zieht. Damit ist es vorbei, als der alte Kahn im Sturm auf Grund läuft.

Die Reparatur kostet genau neunundvierzigtausendachthundertunddreißig Mark und vierundsechzig Pfennige – das kann sich der Kapitän nicht leisten.

Als die Mannschaft jedoch ein Ei am Elbstrand findet, wendet sich das Blatt. Es handelt sich nicht um irgendein Ei, sondern um das des seit 300 Jahren ausgestorbenen Vogels Dronte. Ein Forschertrupp, der auf Mauritius nach den letzten Nachkommen geforscht hat, hat das Ei gefunden und bietet jetzt 50.000 Mark Finderlohn. Nach langem Überlegen übergibt der Kapitän den kleinen Vogel, der mittlerweile aus dem Ei geschlüpft ist, den Forschern und lässt vom Finderlohn den kaputten Schlepper reparieren.

Das Schiff ist gerettet, allerdings ist die Stimmung an Bord auf dem Tiefpunkt angelangt. Der Smutje und der Maschinist nehmen dem Kapitän übel, dass er „Baby Dronte“, wie sie das Küken genannt haben, verraten hat.

Nach einem Besuch im Zoo, in dem der kleine Vogel mittlerweile lebt, plagen auch den Kapitän Gewissensbisse. Er beschließt, Baby Dronte wieder zurück nach Mauritius zu seiner Mama zu bringen.

Zusammen mit seiner Mannschaft bricht er in den Zoo ein, befreit Baby Dronte aus seinem Käfig und bringt ihn nach einer wilden Verfolgungsjagd mit der Polizei bis nach Mauritius.

Die Geschichte ist wundervoll verrückt und somit nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene ein großer Spaß! Wie in jedem guten Bilderbuch stehen die zauberhaften Illustrationen von Peter Schössow, die durch relativ viel Text unterstützt werden, im Mittelpunkt.

Sowohl Bilder als auch Text transportieren Hamburger Lokalkolorit und enthalten viele kleine witzige Details, die es zu entdecken gilt. So entführen sie sowohl Vorleser als auch den kleinen Zuhörer in das St. Pauli der Hafenarbeiter und Seeleute, wie man es sich vorstellt.

Für die ganz Kleinen sind vor allem die Illustrationen – und wahrscheinlich hauptsächlich die toll gemalten Schiffe – geeignet, die größeren verstehen die witzigen Dialoge und die zahlreichen Anspielungen schon besser. Auf jeden Fall gehört das Buch zu den Bilderbüchern, die der ganzen Familie Spaß machen.

Ich hoffe, euch hat der Buchtipp gefallen und freue mich natürlich wie immer auf Feedback!

 

By | 2017-06-25T17:03:13+00:00 13. Juni 2015|Categories: Ich schreibe|0 Comments

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Nina ist Mutter von Mats (2). Sie bloggt auf Mausekinder.Sie ist feste Autorin für die monatliche Bücherreihe hier im Blog. (mehr?)

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