Wie möchte ich mein Leben leben?

Es geht mal wieder was um in Bloggerland, und obwohl ich mich normalerweise raushalte wenn wieder Themen durchs Dorf getrieben werden, möchte ich mich diesmal doch dazu äußern. Worum es geht? Um den Beruf der Hausfrau, Familienmanagerin oder schlicht und einfach „Mutter“. (Im Englischen gibt es übrigens den -wie ich finde- besseren Begriff „Stay At Home Mom“.) Im Moment lese ich viele Artikel die polarisieren, entweder „Pro“ Hausfrau oder „Contra“ Hausfrau. Ein dazwischen scheint es wieder nicht zu geben. Was viele gar nicht wissen: Ja, ich bin noch in Elternzeit. Ja, ich habe während der Schwangerschaft mit den Zwillingen eine Qualifikation zur Tagesmutter gemacht. Darüber viel berichtet und dann plötzlich nicht mehr. Wieso? Weil es kompliziert wurde.

Realität ist: Wäre ich diesen Pfad weiter gegangen hätten wir weiterhin kein Haus und ich hätte einen Job mit dem ich sehenden Auges in die Schulden gerannt wäre, da bin ich mir relativ sicher. Eines Abends unterhielt ich mich also mit meinem Mann und wir überlegten hin und her. Ein Haus zum kaufen gab es in unserer Preisklasse hier nicht, oder nur so vergammelte Schuppen das wir die niemals hätten kaufen wollen. Wir standen also vor einem Scheideweg. Weiter nach einem vergammelten Schuppen suchen und uns bis ans Ende unserer Zeit verschulden, oder umdenken. Eines Tages prasselte dann eine Email in mein Postfach, die das Fass zum überlaufen brachte. Die Krankenkassenbeiträge für Tagesmütter sollen ab 2016 massiv steigen, und zwar so schwindelerregend hoch das dies einfach nicht mehr zu bezahlen ist.

So viele Kinder kann ich bei einem Stundensatz von durchschnittlich 4€ gar nicht betreuen. In der Theorie bestimmt, in der Praxis finde ich aber das Kinder  auch noch „alleine-Zeit“ mit ihren Eltern brauchen.

Zusammenfassend: Die Krankenkassenbeiträge sind voraussichtlich bald einfach zu hoch als das dieser Job, in meinen Augen irgendwie wirtschaftlich gewesen wäre. Ich habe die Qualifikation, KANN also immer noch als Tagesmutter arbeiten, aber unter den aktuell herrschenden Bedingungen werde ich es nicht tun. Was nun? Zum einen fiel uns erstmal ein Stein vom Herzen, denn der einzige Grund weswegen wir nach einem Haus zum KAUF gesucht hatten war ja das wir keinen Vermieter gefunden haben der der Tagesmuttergeschichte positiv gegenüber stand und es genemigt hätte. Nachdem als das Fass nun übergelaufen war, gab es keinen Grund mehr nach einem Haus zum kaufen zu suchen. Kein Grund für einen Kredit. Kein Grund für Schulden bis zum Sankt-Nimmerleinstag.

Wie möchte ich mein Leben leben?

Es war ein bisschen so als hätte uns der liebe Gott (oder wer auch immer!) dies gehört und lies von da an sein Licht auf uns scheinen, so lange gesucht, wir waren sogar an die Presse gegangen und mit einem riesigen Artikel im Hamburger Abendblatt und dann plötzlich kam unsere Farm. Wie ein Wunder.

Was das nun heißt? Nun man kann es so oder so auslegen, entweder ich bin nun also hauptberuflich Hausfrau und „nur Mutter“ die nebenbei bloggt, oder aber ich bin Bloggerin die im Homeoffice arbeitet. Ich persönlich finde zweiteres klingt netter. Nein anders, ich mag beides. ABER „Bloggerin“ als Jobbeschreibung ist da draußen noch besser angesehen als „Hausfrau“. Das ist doch eigentlich traurig. Ich meine als Blogger macht man „irgendwas mit diesem Internet und Unterhaltungsbranche“ als  Mutter tut man in den Augen der anderen: Haushalt, Kinder, putzen,  tratschen. Keine echte Arbeit also. DAS IST DOCH VÖLLIG VERRÜCKT! Und manchmal möchte ich den Menschen da draußen dann gerne mal für zwei Wochen 24/h ihre eigenen Kinder aufs Auge drücken und danach nochmal fragen ob das „keine Arbeit“ ist. Echtjetztmal: „Hilfe meine Kita hat 3 Tage zu ich weiß gar nicht wie ich das schaffen soll?“ JA, du hast noch einen anderen Job mit einem Chef der nicht unbedingt mit offenen Armen sagt: Bleiben Sie mal zu Hause. ABER (wie die meisten jetzt merken) das ist kein Ponyhof, mit den Kindern daheim. Wieso also wird dann Eltern die „Nur Mutter“ oder „Nur Vater“ sind immer wieder gesagt das sie quasi auf der faulen Haut liegen? Besonders dann wenn ihre Kinder nicht in die Kita gehen? So wie unsere? Seht ihr? Das ist das vertrackte: Wenn wir draußen unterwegs sind dann höre ich ständig:“ Mit Ihnen würde ich aber nicht tauschen wollen! Sie haben sicherlich alle Hände voll zu tun!!!“ da machen immer alle große Augen und prusten mit den Backen. Wenn man dann aber bei dem Thema „Job“ ankommt und sagt: „Nee, ich bin zu Hause und die Kinder gehen nicht in die Kita.“ Dann gibts wieder diese Hundebabys-umgebracht Blicke und das abwertende: „Ahja.“.

Dazu kommt folgendes, es mag für manche da draußen ganz schwer zu verstehen sein,  ihr müsst jetzt also stark sein und größtmöglich eure Fantasie einsetzen, aber: Nicht jede „Hausfrau“ ist zu Hause weil sie nicht arbeiten möchte, und ich meine damit nicht arbeitslos sondern einfach: Durchs System gerutscht. Vereinbarkeit nicht machbar. Oder nur zu Bedingungen machbar bei denen man sagt: Nein danke, SO WILL ich nicht leben. (Und soweit ich weiß leben wir alle nur einmal, also ist absehbar das es irgendwann zu Ende ist.)

Es gibt auch Menschen (so wie ich zum Beispiel) denen es zu Hause mit den Kindern echt Spaß macht. Ich vermisse es nicht “ zu arbeiten“ (obwohl Bloggerin und so) also anders formuliert: Ich vermisse es nicht nach konventionellen, gesellschaftlich anerkannten Maßstäben zu arbeiten. Ich hab da keinen drive. Es ist nicht so das  ich jeden Morgen mit einer Scheißlaune aufgestanden wäre, als ich noch regulär arbeiten ging. Nein. Ich liebte meinen Job im Kino. Ich liebe den Job noch immer. Mein Chef würde mich (wenn es mit dieser Vereinbarkeit besser wäre) mit Kusshand zurück nehmen, aber es passt halt alles grade nicht. Und ich vermisse es nicht. Es war toll, es würde wieder toll sein aber das was ich jetzt habe füllt mich zu 200% aus. Karriere wollte ich nie. Ein Job mit „Aufstiegschancen ins Management“ oder so war mir nie wichtig. In meinem Lieblingsjob war ich so weit oben auf der Karriereleiter das die nächste Station der Sessel vom Patenonkel meiner Kinder gewesen wäre. Der Chefsessel. Und trotzdem vermisse ich es nicht. (Irgendwie fürs Alter vorsorgen ist trotzdem wichtig!!)

Genauso gibt es Mütter die zu Hause wahnsinnig werden, die danach lechzen wieder zu arbeiten und schon im Wochenbett wieder die ersten Mails schreiben (ein sehr gutes, motivierendes Buch ist übrigens „Mama muss die Welt retten“ von meiner Hauptstadtmutti-Kollegin Isa und der hinreißenden StadtLandmama Caroline). Das verstehe ich völlig. Ich finde es darf auch nicht in Vergessenheit geraten das es auch solche Eltern gibt. Eltern die ihren Job lieben, die GERNE zur Arbeit gehen und die wirklich (ohjemine!) SPASS an ihrem Job haben. Die sich ein Bein dafür ausreißen das dieses Vereinbarkeitsding irgendwie für sie funktioniert. Und das ist super so!

Dann gibt es solche die gar keine Wahl haben, weil sie ohne 2 Eltern in Vollzeit arbeiten gar nicht leben können. Zumindest nicht so wie sie es wollen. Und das ist okay so. Ich persönlich finde es schade das sie dann manchmal darunter leiden und keinen Ausweg sehen (den es manchmal auch tatsächlich nicht gibt in unserer Gesellschaft. Machen wir uns nix vor. Bei Menschen die zu zweit mit drei Jobs grade mal ihre Miete und die Sachen für die Kinder bezahlen können, gibt es nichts mehr wo man Abstriche machen könnte.).

Bei Nina schrieb eine Gastautorin darüber das sie „uns“ (also diejenigen die nicht wieder in ihren Beruf zurückkehren) vermisst. Das wir unser Potential aus der Gesellschaft abziehen und unser Leben mit Nähen und Cupcakes backen verplempern. (Okay nicht ganz wortwörtlich so, aber ich habe es so verstanden. Sollte es nicht so gemeint sein tut es mir leid. Sender – Empfänger und so.)

Ich finde es muss bei der ganzen Debatte bedacht werden, dass es nicht um das ODER geht sondern um das UND.

Es ist nicht Job ODER Hausfrau. Kinder ODER Karriere.

Es geht doch viel mehr um Familie haben UND leben können.

blogprinzessin

By | 2017-06-25T17:03:13+00:00 18. Juni 2015|Categories: Ich schreibe|31 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

31 Comments

  1. Michaela 18. Juni 2015 at 22:21 - Reply

    Hallo Katarina,

    das Thema Mama/Job ist schon so ein Dilemma und grundsätzlich kann man es meines Erachtens immer nur für sich selber lösen – wenn man es denn lösen kann. Ein Dritter kann dazu eigentlich nichts Wesentliches beitragen, weil doch jede Familie, jede Lebenssituation anders ist und man von außen nie den vollen Einblick hat.

    Ich bin in Teilzeit in meinem alten Job tätig, dazu von zuhause als Fernschullehrerin. Mich killt das ganze Programm gerade und so suche ich nach einem Ausweg, meinen Weg daraus und für mich zu finden. Der finanzielle Aspekt ist leider bei uns nicht zu vernachlässigen und der bremst mich auch immer wieder aus. Ich hoffe für mich, für uns, dass wir dieses Licht auch finden, was Euch geholfen hat – schicke es gerne vorbei 😉

    Liebe Grüße aus Hamburg 🙂

    • Katarina 18. Juni 2015 at 22:27 - Reply

      Hallo Michaela,

      Ich finde du hast völlig recht das dieses Dilemma nur von jeder Familie selbst entschieden werden kann, ich plädiere ja dafür das man da ganz seine eigene Baustelle anschaut und schaut wie man das passende für sich arrangieren kann. Denn niemand kennt 100 Prozent die Lebensumstände des anderen, dessen Wertvorstellungen, was er selbst in seiner Kindheit erlebt und vorgelebt bekommen hat. Ich wünschte nur manchmal mehr Familien hätten eine echte Wahl in dieser Gesellschaft.

      Und das mehr Menschen denken: Die machen das schon richtig so wie sie das machen, statt: Das muss doch aber so oder so gemacht werden.

      Ich schicke dir das Licht,
      Katarina

  2. Bine 18. Juni 2015 at 22:30 - Reply

    Schön formuliert. Ich habe besagten Artikel vorhin auch gelesen und noch immer leichten Puls 🙂 jeder, wie er mag. Wer ausgeglichener mit Job ist und alles vereinbaren kann: klasse. Wer, wie ich, lieber zu Hause die Keule schwingt: klasse. Ich bin und fühle mich nicht verdummt oder der Gesellschaft zu nix nütze, nur weil ich nicht mehr ins Büro gehe. Wir sollten uns gegenseitig mehr wertschätzen und uns die verschiedenen Rollen zugestehen. Das war es doch, was wir Frauen wollten? Wahlfreiheit, selbst bestimmen, wie wir leben wollen. Komisch, dass ausgerechnet wir uns nun gegenseitig in die Quere kommen und aufeinander losgehen.

    • Katarina 18. Juni 2015 at 22:33 - Reply

      Hallo Bine,

      Danke für deinen Kommentar. Ich wünschte mir auch das mehr „Leben und leben lassen“ herrschen würde.

  3. Bella 18. Juni 2015 at 22:39 - Reply

    Vielen, vielen Dank für deinen Artike. Auf genau diesen hab ich gewartet.
    Ein Artikel der Verständnis zeigt für Alle Seiten. Leben und Leben lassen!

    LG einer Stay at home Mum die sich ständig dafür rechtfertigen muss
    Bella

    • Katarina 20. Juni 2015 at 14:05 - Reply

      Hallo Bella,
      gerne!

      Von einer die sich auch ständig rechtfertigt.

  4. Ivi 19. Juni 2015 at 07:58 - Reply

    Bei uns ist es diese „Vereinbarkeit“, die es irgendwie nicht zulässt, Job UND Kinder zu haben…Teilzeitjobs gibt es fast gar nicht und Vollzeit kann ich nicht gehen wegen der Kindergartenschließ- bzw. Öffnungszeiten.

    VG Ivi

  5. diana 19. Juni 2015 at 09:34 - Reply

    Jeder sollte es so machen wie er kann bzw wie es ihnen möglich ist.
    Ich hasse diese „Hundeblicke“ und auch Kommentare „wie sie geht nicht in die kita?“
    Ja nicht jeder wählt dieses Betreuungsmuster! und ich muss mich doch nicht alle 2 Schritte rechtfertigen.
    Für uns passt es so wie wir es tun.

    • Katarina 20. Juni 2015 at 14:16 - Reply

      Ohja! Ich kenne die Blicke auch. Auch immer wieder schön beim Kinderarzt.

      (Wäre ja mal interessant zu wissen wie das vor 30 Jahren gewesen ist, wenn man da dem Kinderarzt gesagt hätte „mein Kind bleibt nicht zu Hause sondern geht in den Kindergarten“. Bestimmt ähnlich wie jetzt.)

  6. Kerstin 19. Juni 2015 at 13:33 - Reply

    Ich bin seit 20 Jahren daheim, unterbrochen von 5 Jahren Minijob… es hat sich so ergeben, einfach aus meinen Prioritäten heraus und weil wir uns das leisten können. Ich habe überhaupt keine Lust, mich dafür zu rechtfertigen oder etwas zu erklären, obwohl ich manchmal das Gefühl habe, das würde von mir erwartet. Jeder so wie er mag und/oder kann. Im Urlaub auf Kos unterhielt ich mich (auf Englisch) mit der Servicekraft Irena vom Mittagstisch. Sie fragte, ob ich arbeiten (im Sinne von „berufstätig“) würde und ich antwortete, dass dem nicht so wäre, seit ich wegen unserer drei Söhne daheim geblieben wäre. Erzählte noch, dass wir ein Haus mit Garten hätten. Zeigt sie mit dem Finger auf mich und meint nickend:“ 3 sons, house and garden? YOU work!!!“ Fand ich cool 😉
    Liebe Grüße
    Kerstin

  7. Fanny 19. Juni 2015 at 22:12 - Reply

    Liebe Katarina,
    hier hast du einen wirklich tollen Beitrag über das Thema „Hausfrau/Mutter vs.= Job“ (oder wie auch immer) verfasst. Ich bin da völlig deiner Meinung das es jeder selbst entscheiden sollte wie lang er bei den Kindern bleibt, bzw. ob man überhaupt wieder ins Berufsleben einsteigen kann/will. Ich bin da selbst Zwiespalten. Zum einen bin ich wirklich heilfroh die 2 Jahre mit meiner Motte genossen zu haben, andernfalls war ich aber nachdem die 2 Jahre rum waren auch sichtlich erleichtert im Job mal wieder „abschalten“ zu können. Klingt echt doof wenn man andere immer jammern hört wenn Sie nach der Arbeit Heim kommen, für mich war es dennoch so. 😉 Ich brauch den gesunden Mix, ein bisschen Job + ein bisschen Blog und eine große Portion Familie. 😀
    Liebe Grüße
    Fanny

  8. Frida Mercury 20. Juni 2015 at 12:18 - Reply

    Hey, das klingt doch alles mega positiv 🙂 Da habt ihr doch einen genialen Ausweg gefunden mit dem alle glücklich sind! Ich würde auch gern so leben, muss aber vermutlich wieder in einen Job der nur mau Spaß macht. Und Bloggerin ist ein geiler Job ^^ wer weiß wo dich das noch hinführt 😉 Und Stay home mom ist der schwierigste Job von allen, das wissen wir auch 😉 Liebe Grüße, Frida!

    • Katarina 20. Juni 2015 at 14:19 - Reply

      Huhu Frida,

      ja im Moment haben wir eine Lösung mit der wir alle glücklich sind. Und wenn das mal anders wird, dann ändern wir das halt. Das wird ja auch gerne vergessen, das man was ändern kann.

  9. Wonnie 20. Juni 2015 at 22:41 - Reply

    Liebe Katarina <3
    Du sprichst mir aus der Seele! Ich bin auch zuhause, habe mit meiner Jüngsten den Kindergarten boykottiert und hey, es läuft. Aber die Blicke derer, die erfahren, das das Kind nicht sozial integriert wird ( es gibt ja schließlich ausschließlich Kinder in Kitas *schiel*) und Du das als Mutter offensichtlich bewusst tust, jaaaa, Töten von Hundebabies trifft es 😀 Viele fragen nach, warum. Oft erzähle ich von den Erfahrungen der Teenagertochter und erwähne auch, das die Generation nach Zuneigung an Schutzbefohlenen schreit. Verstehen die dann bloß nicht, weil die meistens im Gespräch schon Termine planen, um ihre Kinder irgendwie irgendwo unterzubringen. Nach dem Ballett Gitarre und davor Yoga, gefolgt von Häkelkarate. Hauptsache weg. Ist ja wichtig für's Kindeswohl. … *lufthol* Meine Schwiegermutter hat mal gesagt: "Hätte ich gewusst, das Du Dich nach der Elternzeit gegen den Job und für das Zuhause bleiben entscheidest, hätte ich mich gegen das Kind entschieden." Ich weiß nicht, wie sie heute darüber denkt, aber scheinbar denken zu viele Menschen so. Meine Kinder begleiten mich ein Stück durch's Leben und DAS ist das was zählt. Wir leben mit superextraspezialwenig Kohle, glücklich. Der Teenager trinkt nicht und nimmt keine Drogen. Auch Bushido hat hier Hausverbot 😀 Seit zwei Jahren schläft sie mit ein und demselben Freund. Schule geschafft, Ausbildung geplant. Was will ich mehr? Die Kurze ist eine Pferdefreak und liebt die Natur. Sie mag kein TV und isst Gemüse mit Pommes. Klar hast Du zuhause mehr Programm, aber das ist es doch auch wert? Ich bin gerne zuhause und genieße neben meinen auch die Kinder, die zu Besuch sind und aufblühen, weil ihnen einfach jemand zuhört. Und Kartoffeln erklärt, oder Matschlöcher buddelt. So. Fertig 😀 <3
    Drück Dich!
    Wonnie

  10. Sabrina 20. Juni 2015 at 23:19 - Reply

    Warum zur Hölle bezahlst du mehr Krankenkasse wenn du als Tagesmutter arbeitest? Als Schweizerin ist das für mich gänzlich unverständlich – bitte erklären 🙂
    Für mich wird es nie ein Job ODER Kinder geben – bei mir wird es immer ein Job UND Kinder sein. Ich habe das Glück einen Beruf gefunden zu haben der mich A sehr glücklich macht und in dem man B sehr gut Teilzeit arbeiten kann. Ich werde also nie eine der Mütter sein, die die Kinder 5 Tage die Woche abschiebt, ich werde aber auch nie die Mutter sein die nur zu Hause sein kann. Versteh mich nicht falsch, ich mag Kids, sonst wäre ich kaum Lehrerin geworden aber ich brauche meine regelmässige Portion Erwachsenenkommunikation und die bitte nicht mit anderen Muttis über vollgekackte Windeln und die neusten Schnullertrends.
    Schlussendlich muss doch jede Frau/Mann/Mama/Papa machen, was für sie/ihn und den Rest der Familie am besten ist.

    • Katarina 21. Juni 2015 at 09:49 - Reply

      Hallo Sabrina,

      ich weiß nicht wie Tagespflege in der Schweiz geregelt ist. In Deutschland wurden die Tagesmütter im Zuge des gesetzlichen Betreuungsanspruchs auch für U3 Kinder vom Staat subventioniert, dadurch das sie z.B nur etwa 50% der sonst für Selbstständige üblichen Krankenkassenbeiträgen zahlen müssen. Auch bei anderen Sozialleistungen gab es diesen Zuschuss. Nun ist der Kittausbau aber offiziell beendet und da werden diese „Ermäßigungen“ (zumindest sieht es grade so aus) wieder zurückgenommen.

      Bei einem Durchschnittlichen Stundensatz von 4€ pro Kind pro Stunde (brutto) ohne das einem sonst noch ein Grundgehalt gezahlt wird, oder der Urlaub, Krankheitstage oder Vor und Nachbereitung müsste ich alleine im Monat etwa 450€ an die Krankenkasse zahlen. Oben drauf kommen dann noch die anderen Sozialleistungen/Versicherungen/Betriebskosten. Da ist es für mich, mit drei kleinen Kindern grade wirtschaftlicher zu Hause zu bleiben und über meinen Mann kostenlos Familienversichert zu sein.
      (und ich darf nur 5 Kinder zeitgleich betreuen, niemals hat man 5 Kinder die jeden Tag 8 Stunden bleiben)

      Hat das für dich ein bisschen Sinn gemacht? Wie ist Kinderbetreuung in der Schweiz geregelt?

  11. Lamasus von Drei Kleine Lamas 23. Juni 2015 at 17:36 - Reply

    Hallo,

    ein schöner Artikel über ein brisantes Thema. Das Gestalten des Familienalltages ist auf der einen Seite eine private Frage, auf der anderen hat irgendwie jeder dazu eine Meinung, ein Patentrezept, das sich die Eltern anderen dann quasi als guten Rat gratis mit anhören dürfen.
    Aber im Ernst: Die eigenen finanziellen Dinge kann man nur selbst entscheiden und glücklicherweise haben die Eltern bei uns das Recht, für ihre Kinder die Art der Erziehung zu wählen.
    Und wenn alle damit zufrieden sind, ist es doch klasse.

    Für Alphalama und mich z.B. ist es keine Option den Beruf über die gesetzlich finanzierte Phase der Elternzeit hinausgehend ruhen zu lassen; zwei Gehälter sind nun mal sicherer als eines, mal abgesehen davon, dass man als Hausmann/Hausfrau im Fall der Trennung dank aktuellem Unterhaltsrecht ganz schön bescheiden dasteht. Und Haushaltsgeld will keiner von uns vom anderen erhalten, passt nicht zu unserer Beziehungsstruktur. Daher: Für uns ist das Doppelverdienermodell mit geteilter Verantwortung daheim von den Jobs her gut machbar, das ist für uns eine gute Lösung.
    Aber ich würde keinen für eine andere Lösung kritisieren, mit der alle zufrieden sind …
    Grüße,

    Lamasus

  12. Tina Hase 23. Juni 2015 at 21:39 - Reply

    Lustig!
    Letzte Woche habe ich auch einen ähnlichen Beitrag verfasst *lach*
    (Wenn du schauen magst: http://tina-hase.de/2015/06/frau-hase-hausfrau-und-mutter/ )

    Es ist nach wie vor ein schwieriges Thema, bei dem jeder ganz individuell entscheiden muss. Schade ist nur, dass man so viele blöd Sprüche und Missgunst erntet, aber beim zweiten Kind, habe ich gelernt, überhört man das.

    Du machst das alles super mit deinen drei Mädels und ich wünsche euch nur das Beste!

    Herzliche Grüße
    Tina

  13. Nadine 25. Juni 2015 at 21:09 - Reply

    Hallo Katarina,
    danke für deinen Artikel.
    Bei uns in den Niederlanden, war für uns die Vereinbarkeit nur zu Bedingungen machbar, bei denen wir nein gesagt haben.
    Und so bin ich nach 20 Jahren Arbeitsleben nun eine Vollzeitmama.
    http://offshorepapaonlinemama.eu/uncategorized/20-jahre-gearbeitet-jetzt-vollzeitmama/
    Viele liebe Grüße
    Nadine

  14. Steffi 18. Juli 2015 at 12:01 - Reply

    <3 !!!

  15. Anne 3. August 2015 at 10:04 - Reply

    Danke für den persönlichen Einblick in dein Leben, den du mit deinem tollen Beitrag gegeben hast.
    Hier kommt gut zum Ausdruck, dass frau sich für verschiedene Lebenswege entscheiden kann, ohne dass ein Lebensweg für immer verfolgt werden muss.
    LG Anne

  16. Angelina 26. Januar 2016 at 17:58 - Reply

    Hallo! Durch Zufall lande ich hier und ich muss sagen, dass ich froh bin zu sehen, dass es auch andere Leute gibt, die so denken wie wir!
    Wir sind Eltern von 2 Kindern! 2 3/4 Jahre alt und 4 Monate alt!
    Meine Schwiegermutter und Schwägerin finden es „befremdlich“, dass unsere Kinder nicht in den Kindergarten gehen sollen! Erläutern aber nicht warum! Bestimmt, weil sie sich nicht vorstellen können, dass ein Kind gesund gross wird auch ohne im Kindergarten die eben nicht so lieben Kinder kennen gelernt zu haben!
    Für uns war klar, dass wenn unsere Kinder nicht müssen auch nicht in den Kindergarten gehen!
    Und Kinder zuhause zu betreuen ist genau so viel Arbeit wie jede andere auch!
    Man macht sich Gedanken, was die Kinder können sollten bevor sie in die Schule kommen und das kann man ebenso gut zuhause als Eltern machen!
    Auch wir wollen unsere Kinder nicht von Fremden erziehen lassen! Man kennt diese Leute nur oberflächlich! Nur weil sie Erzieher sind heisst es noch lange nicht, dass sie alles richtig machen bzw. keine Fehler machen!
    Ich möchte, dass meine Kinder so weit sind, dass sie sich auch gegen Ungerechtigkeiten wehren können bevor sie dauerhaften Kontakt zu Dritten haben!
    Schlussendlich ist es so, dass niemand verstehen will, warum man sich gegen die Betreuung durch Dritte entscheidet!
    Meine Kinder werden nicht sozial inkompetent, weil sie nicht in den Kindegarten gehen! Sie haben soziale Kontakte zu Erwachsenen und Kindern, haben aber den Luxus nicht gezwungener Massen jeden Tag mit Menschen rumhängen zu müssen, die sie nicht leiden können! Das kommt noch früh genug in der Schule!
    Ich könnte noch so viel schreiben!
    LG

  17. Angie 17. Februar 2016 at 09:15 - Reply

    Hallo,

    genauso wie stay-at-home-Mütter kriegen Vollzeitmütter die entsprechenden Sprüche gedrückt. Also, meine Kinder haben auch einen Vater, der sich kümmert UND Kita bzw OGS tun ihnen sehr gut. Jede/r sollte das so organisieren können, wie es zum eigenen Leben passt, aber da liegt ja gerade der Hand begraben: ihr könnt ja fast gar nicht anders als mit ohne Kita… Wobei ich immer denke, so lange man zufrieden ist, überträgt sich das auch auf die Kinder. Was ich gar nicht leiden kann, sind zu-Hause-Mamas, die ihre Kinder permanent anschnauzen, weil die laut sind und Dreck machen, offensichtlich total unzufrieden sind, mir aber vorwerfen, ich würde meine Kinder abschieben und Kinder gehörten bis 3 zur Mutter!!

  18. Eva 18. Februar 2016 at 08:46 - Reply

    Und wieso ist das immer noch so ein Frauenthema? Wieso ist das Dilemma HausFRAU oder berufstätig? Wieso werden nur Frauen von der Gesellschaft mit solchen Fragen und Kommentaren belästigt (egal, wofür sie sich entscheiden)?

    • Kathrin 21. Februar 2016 at 23:32 - Reply

      Ja, das sehe ich auch so, warum müssen sich nur Frauen dafür rechtfertigen, noch schlimmer, warum gibt es den Krieg unter Frauen um die Frage Kinderbetreuung? oder ist es die Verständnisfrage: Eine Berufstätige Mütter, hat wenn sie Urlaub hat, Zeit für Ihre Kinder, also denkt sie vielleicht, Zeit mit den Kindern ist Urlaub? Oder glaubt die Vollzeitmutter, dass es herrliche sein müsste, wenn sich einfach mal jemand anderes um die Kids mein könnte und sie was anderes machen kann, was nicht so aufreibend ist? Also jede Medaille hat ihre 2 Seiten, daher sollte keine Seite über die andere urteilen. Es sollte sich auch niemand rechtfertigen müssen warum Kita oder eben nicht Kita. Es hat sichere beides seine Vor- und Nachteile. Doch die müssen doch nicht in einem ideologischen Glaubenskrieg ausgefochten werden! Also jeder so, wie er es für richtig sieht. Am Ende wollen wir doch alle das Beste für unsere Kids!

  19. Lena 18. September 2016 at 10:12 - Reply

    Guter Artikel, aber Du musst noch an Deiner „dass“-Schwäche arbeiten. Ich finde es schade, dass usw. Das kam mehrere Male vor. Als Bloggerin sollte man das drauf haben 😉

    • Mamamulle 25. Oktober 2016 at 23:42 - Reply

      Was für ein dummer Kommentar. DAS regt mich gerade auf. Richtig Lena?

  20. Ivy Bell 8. Dezember 2016 at 22:52 - Reply

    Ein sehr guter Artikel. Ich finde, dass es jede Familie für sich entscheiden muss, wie sie das organisieren möchte. Ich wollte gerne zu Hause bleiben und zum Glück reicht das Gehalt von meinem Mann für uns vier aus. Aber was mich nervt ist, das es ganz toll ist, wenn Väter zu Hause bleiben (finde ich auch toll, keine Frage ). Mich nerven die Reaktionen der Umwelt. Väter werden nie mit hochgezogene Augenbraue gefragt „na, wann gehen sie denn wieder arbeiten? “ . Ich musste mir ständig anhören, wofür ich denn studiert hätte, warum meine Kinder keine Kita besuchen etc. Das war teilweise wirklich nervig. Ich habe die Mütter, die arbeiten gingen, schließlich auch nie gefragt „wann kümmerst du dich eigentlich mal um dein Kind? “ Mein Sohn ist inzwischen 14, meine Tochter 11 und beide haben viele Freunde in der Schule, sind gesellig und sozial, obwohl es Leute gab, die mir prophezeit haben, das meine Kinder ohne Kindergarten sozial inkompetent werden. Völliger Quatsch. Wenn man sein Leben so leben kann, wie man möchte und damit glücklich ist, ist das auch gut für die Kinder, das gilt sowohl für Frauen, die zu Hause bleiben, als auch für Frauen, die arbeiten gehen.
    Ich finde, wir Mütter müssen viel toleranter miteinander umgehen und den anderen nicht immer in ihr Leben reinreden wollen. Es gibt mehrere richtige Wege.
    Ich arbeite inzwischen von zu Hause, ich schreibe Bücher. Das macht mir riesigen Spaß und trotzdem habe ich mich was von meinen Kindern

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