„Deutschland wird Kinderland“ -Initiative (Reklame)

Achtung: Werbung!
Dieser Post entstand in Kooperation mit Pampers. Meine Meinung bleibt davon unberührt.

Als die Zwillinge noch klein waren, musste ich spontan mit allen drei Kindern nach Hamburg fahren. Nicht mit dem Auto sondern mit Bus und Bahn. Im Bus war noch alles super, genug Platz für den Zwillingswagen und einen Fahrer der lange genug wartete bis ich den Wagen und die drei Kinder „verpackt“ hatte.

Am Bahnhof gings dann auch noch, Fahrstuhl war da, funktionierte alles super. Kaum in Hamburg angekommen (wir stiegen Jungfernstieg aus) stand ich vor einem Problem. Es gab auf dem „Deck“ auf dem ich ausgestiegen war (weil der Zug da einfuhr) keinen Fahrstuhl. Nur Rolltreppen. Ich schaute mich irritiert um und konnte beim besten willen keine andere Möglichkeit finden als die Rolltreppe mit zwei Babys und einem Kleinkind (1) zu erklimmen und mich mit dem Wagen auf die Rolltreppe zu stellen um hoch zu fahren. Da war kein für mich erkenntlicher Fahrstuhl. Nicht mal eine normale Treppe. Die hätte ich ja sogar lieber genommen, aber…

An einem anderen Tag kam ich grade mit drei Kindern vom Kinderarzt wieder, ich war mit Tagetuch und Zwillingswagen unterwegs gewesen, denn plötzlich spuckten die Babys in einer Tour. Auto war beim Mann, also musste ich die Strecke mit den Kids zu Fuß laufen. Schlapp und gestresst kam ich bei unserer Wohnung an und wollte in den Fahrstuhl steigen. Mir kam unser Hausmeister entgegen der sagte: „Der geht nicht, Techniker sind informiert, dauert aber vermutlich noch ne ganze Weile bis die da sind und was machen können.“ Und ging weg. UND GING EINFACH WEG. Irgendwas an den Garagen machen. Ich konnte nicht einmal mehr fragen ob er mir helfen kann, denn er war schon weg. Da stand ich nun also, drei Kinder mit denen ich grade mehr als 3km gelaufen war, Mittagshitze und kotzende Babys im Zwillingswagen, und ich musste in den 4. Stock.

Wie schön wenn man dann hilfsbereite Nachbarn hat, dachte ich als zwei augenscheinlich sehr fitte Männer durch die Tür kamen und an mir vorbei die Treppe nahmen. „Könnten Sie mir bitte helfen?„, fragte ich. „Ja schon scheiße wenn man so weit oben wohnt, ne?“ antwortete mir einer der beiden und ging  die Treppen hoch. Ich hörte wie seine Wohnungstür ins Schloss fiel. Mutterseelenallein im Treppenhaus. Na danke auch.

 

Mit meiner Wahrnehmung das Deutschland Kinderfreundlicher werden muss bin ich offenbar nicht alleine, denn Pampers hat eine Befragung mit rund 39.000 Eltern gemacht und erfahren das die Mehrheit sich einig ist:

Wir empfinden Deutschland als wenig kinderfreundlich und fühlen uns mit unseren Kindern nicht willkommen.

  • 51% der Eltern würden sich über mehr Kindereinkaufswagen in Supermärkten und Drogerieläden freuen.

Ich setze sogar noch einen drauf und sage: Ich will Zwillingswagen! Überall! Flächendeckend! Nichts ist furchtbarer als mit drei Kindern und MINDESTENS zwei Einkaufswagen durch den Supermarkt zu laufen. Das ist alleine gar nicht machbar. Was also tun? Nur noch alleine einkaufen bis die Kinder in der Schule sind und ihnen damit wertvolle Erfahrungen nehmen? Nur noch den Mann einkaufen schicken (und was wenn man keinen hat)?

Ach übrigens immerhin ein Schritt in die richtige Richtung: Pampers stellt dem Händler real,- ab Sommer 2015 Wickeltische mit gratis Windeln und Pflegezubehör in ausgewählten Märkten zur Verfügung. (Mal sehen ob der real,- von uns dann dazugehört.)

  • „Ich habe den Eindruck, dass die Gesellschaft vergisst, was es bedeutet ein Kind zu sein und daher auch deren Bedürfnisse nicht (mehr) kennt.““

Das kann ich auch wieder nur unterschreiben! Bei der oben genannten Situation mit der Rolltreppe habe ich dann auf dem Rückweg an der Station tatsächlich einen Fahrstuhl gefunden. Der fuhr allerdings nur ein Level runter, unser Zug aber auf Level -2. Ich musste also wieder eine Rolltreppe nehmen. Auf Nachfrage schrieb man mir ich hätte doch bis zur Nächsten Haltestelle (Hauptbahnhof) mit den Kindern laufen sollen (Hat das mal jemand versucht? Mit ner Einjährigen auf dem Arm (weil kann so weit noch nicht laufen) und nem Zwillingswagen in der anderen Hand, durch die Hamburger Innenstatt zu laufen?), die andere Haltestelle wäre evtl. barrierefrei gewesen. Der Jungfernstieg ist einer der touristischsten Orte Hamburgs, wie kann es da sein das dieser bzw. dessen Haltestelle nicht Kinderwagengerecht ist wenn man mit der U-Bahn anreist? Ich verstehe es nicht.

Wegen einzelnen Erfahrungen wie kinderunfreundlich Deutschland sein kann, finde ich die  Initiative „Deutschland wird Kinderland“ unterstützeswert. Es wird Zeit das sich was ändert!

blogprinzessin

Mehr Informationen zur Initiative „Deutschland wird Kinderland“ unter www.deutschland-wird-kinderland.de. #DeutschlandKinderland #Pampers

By | 2017-06-25T17:03:12+00:00 15. Juli 2015|Categories: Kooperationen, Werbung|3 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

3 Comments

  1. Biene 15. Juli 2015 at 11:39 - Reply

    Hallo Katarina,

    die Probleme bezüglich des transports von Kindern kenne ich ebenfalls und dabei habe ich nur 1 Kind. Aber selbst bei uns in der Stadt komme ich da manchmal an meine Grenzen.
    Da schauen die Verkäufer lieber zu, wie man sich abplackt eine Stufe mit Kinderwagen hochzukommen und gleichzeitig die Türe noch aufdrücken muss.
    Oder muss ewig suchen bis man einen Wickelplatz, Fahrstuhl etc. findet.
    Bei uns im „Steinbruch“ gibt es z.b. auch nur Treppen – alleine shoppen also auch eher bescheiden.

    Zudem frage ich mich momentan aktuell, wie blöd es doch eigentlich ist einkaufen zu gehen, wenn das Kind gerade trocken wird. Bei uns im Einkaufscenter gibt es zwar eine Toilette, aber da muss ich auch erst eine Rolltreppe rauf und dann noch laufen oder einen Fahrstuhl suchen der ebenfalls weit weg von der Toilette platziert ist und dann darf ich auch noch Geld bezahlen, damit ich mit durchs Drehkreuz passe, obwohl normalerweise kleine Kinder kostenlos gehen dürfen müssten. Wir gehen deshalb immer vorher nochmal ins Grüne… wenn da mal einer was sagt…

    Was ich ebenfalls schade finde, dass viele Restaurants keine Kinderkarte anbieten. Als wir im Urlaub waren, hatte jeder wenigstens 2 Gerichte (Nudeln und Pommes). Was zwar auch nicht gerade sehr ausgewogen für ein Kleinkind ist, aber immerhin. Anschließend bei uns die Restaurants abgeklappert und… selten ein Angebot gefunden. Schon traurig oder?
    Am Ende haben wir zum Glück doch noch eins gefunden, wo sage und schreibe 8 Gerichte drauf standen und jedes Kind zum Essen noch Obst und eine Gummitierpackung bekommen hat! Das nenne ich Service! Und es haneldete sich hierbei nicht um eine Familien/Kinder-Restaurant!

    Demnach unterstütze ich ebenfalls diese Initiative.

    • Katarina 15. Juli 2015 at 11:43 - Reply

      Hallo Biene,

      an „Potty Training“ habe ich noch gar nicht gedacht. Wäääh alleine das die meisten öffentlichen Toiletten die dann auch Kinder benutzen müssen so widerlich sind. Als Erwachsener verkneift man es sich dann doch noch schnell wieder oder macht beide Augen ganz weit zu. Aber als Kind? Wääh!!!!

      Das mit den Kinderkarten ist auch ein Problem wie ich finde. Kinder würden bestimmt auch andere Sachen essen als Pommes mit XY. (Vermutlich wird das immer Angeboten weile schön günstig ist.)

  2. Ines 15. Juli 2015 at 22:47 - Reply

    Hallo Katarina, mal wieder ein sehr sinnvoller und wichtiger Beitrag von dir, DANKE 🙂
    Mich wundert es wirklich überhaupt nicht, dass Deutschland bezüglich der Geburtenrate ganz hinten liegt…ein Faktor ist sicher, dass Kinder hier einfach nicht willkommen sind. Ich habe als dreifache Jungsmutter auch schon sooo viel erlebt zu diesem Thema, allein schon, wenn ich wirklich mal in die Verlegenheit komme, mit allen drei „Bengeln“ einkaufen oder zum Arzt zu gehen…..meistens bleibt es ja bei bösen Blicken….aber der ein oder andere dumme Kommentar war auch schon dabei. Das Problem mit dem „Potty Training“ kenne ich auch nur zu gut! Und das bleibt ja auch wenn sie älter sind…Kinder müssen grundsätzlich IMMER beim Einkaufen 😉 Ich hab in der Übergangszeit dann eben noch ne Windel dran gehabt (Windelhöschen) denn den Stress wollte ich mir dann doch nicht geben.
    Eine Geschichte möchte ich nochmal zum besten geben (auch aus der Zeit, in der wir noch in einer Mietwohnung wohnten)…ich hatte meinen Kinderwagen manchmal unten am Eingang stehen gelassen, aber nur, wenn ich wusste, dass ich gleich wieder los wollte, sonst habe ich ihn immer brav in den Keller geschleppt wie die Herrschaften des Hauses es verlangten. Nun, einmal hab ich ihn über Nacht unten vergessen, komme morgens mit Baby auf dem Arm und Kleinkind an der Hand runter und der Wagen ist weg! Ich hatte Panik der wäre geklaut oder so. Hab alles abgesucht. Er war weg…die Putzfrau, die gerade sauber machte, grinste nur dümmlich…das kam mir schon verdächtig vor. Sie freute sich richtig darüber! Nun ja, später fand ich den Wagen- ganz hinten im Fahrradkeller hinter einer Tür versteckt!!!!Absichtlich versteckt um mir eins reinzuwürgen….
    Da fällt mir nichts mehr zu ein…

    In diesem Sinne 😉

    Liebste Grüße, Ines und ihre Räuberbande

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