Über Kinder: 4 Dinge die du wissen solltest

Kinder, blogprinzessinVor ein paar Jahren hätte ich gelacht, wenn du gesagt hättest: Ha, die Blogprinzessin wird 3 Kinder innerhalb eines Jahres bekommen! Und hier bin ich nun, meine Kinder klettern aus dem Auto wie in einer Slapstick Komödie. Eins und noch eins und noch eins und dann ist der Einkaufswagen voll und wir waren noch nicht einmal im Supermarkt drin.
Beim Nachdenken über die Frage „Wie ist es denn nun mit Geschwistern die so nah beieinander liegen?“ habe ich festgestellt, dass ich mich so daran gewöhnt habe, dass mir gar nicht mehr auffällt, dass es etwas anderes geben kann. Kein Wunder also, wenn ich auf die Frage Wie machst du das nur? verwirrt mein Gegenüber anstarre und verrückt wirken muss.

Bist du bereit für 3 Kinder mit nicht ganz einem Jahr Abstand?
(Okay, ja…für die meisten da draußen wird das schwer reproduzierbar sein. Also machen wir daraus mal 3 Kinder in 3 Jahren.) Na bist du bereit? Na dann gehts los!

 

 

  1. Du wirst wirklich gut im Multitasking sein. Kindermüsli vorbereiten, Schüsseln hinstellen, Milch eingießen, das Radio anmachen und gleichzeitig die leere Milchpackung in den Eimer werfen? Gar kein Problem. Ich kann auch nicht gut stillsitzen, sondern stehe gerne schnell wieder auf. Meinen Mann macht das an manchen Tagen völlig wahnsinnig und ich glaube das eine oder andere Mal möchte er mich gerne festhalten und fragen „Tickst du noch sauber? Du musst nicht vor deinem ersten Kaffee ‚mal eben schnell‘ den Fussboden saugen, wenn die Kids grade sitzen. Nebenbei verschüttete Milch aufwischen, einen Streit schlichten und diesen blöden violetten Becher suchen, ohne den Motti unmöglich ihr Müsli essen kann.“ „Ja, du hast bestimmt Recht.„, gebe ich zurück, während ich mir einen Kaffee einschenke und mit der freien Hand schnell die Filtertüte aus der Maschine nehme. Nur noch schnell eben den Biomüll rausbringen….
  2. Die Kinder werden ihre Spielsachen teilen, ihre Zopfgummis und ihre Socken. Bis zu dem Tag an dem alles „MEINS“ ist und der eine nur noch die grünen Zopfgummis benutzen will (echt!) der andere nur noch von dem Teller mit dem „Tiger“ drauf essen mag und der letzte anfängt zu kreischen weil das Lieblingsstofftier zu nah an dem Geschwisterchen sitzt.  Wenn das so weiter geht, dann werden sie irgendwann versuchen sich die Sachen der jeweils anderen im Schlaf „wiederzuholen“ weil der andere sie sich nur „ausgeliehen“ hat.
  3. Es wird laut sein. Eigentlich immer. Vielleicht nur kurz nicht, wenn sie schlafen. Aber im wachen Zustand wird es immer immer IMMER laut sein in deinem Zuhause. An manchen Tagen denke ich mir wie schön es wäre so Bauarbeiterkopfhörer zu haben, einfach damit es mal für ein paar Minuten leise ist in meinem Kopf. Kein „Kreisch, poltern, kicher, lach, schubs, wein, heul, gacker, hops, boing, padauzz“ in der konstanten Lautstärke eines startenden Flugzeugs.
  4. Es hat gute Gründe wieso viele Firmen „Familienpackungen“ anbieten. Allerdings werden die meisten davon zu klein sein. Bei drei Wickelkindern habe ich (abgesehen von Stoffwindeln) nur eine Firma gefunden die akzeptable Windelmengen verkauft ohne das ich jede Woche Windeln kaufen muss. 106 Windeln. In einer Packung.  Reichen bei uns etwa 10 Tage. Der Erdbeerjoghurt (1kg) reicht bei 3 Kindern genau für einen Abend, wenn alle drei 3 EL pro Portion bekommen und 2x Nachschlag wollen.

Nach 2 Jahren mit 3 Kleinkindern kann ich inzwischen sagen:  endlich haben wir einen Fuß auf dem Boden und Nerven in 3XL. Wenn nichts unvorhergesehenes passiert, wenn sie keine neue Phase haben, dann sind wir ziemlich sicher. Und mit Kindern passiert ja quasi nie „unvorhergesehenes“….. ganz bestimmt…

 

By | 2017-06-25T17:03:10+00:00 15. August 2015|Categories: Ich schreibe|13 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

13 Comments

  1. Elawen 16. August 2015 at 01:29 - Reply

    Hihi…. Ich unterschreibe alle Punkte auch mit der Konstellation, das große Kind ist vier Jahre älter als die Zwillinge 😀
    Die Windeln brauch ich zum Glück nur für die twins… Dafür aber auch mal locker ein bis anderthalb Liter Milch am Tag, ohne meinen schwapp für Kaffee und ohne Pfannkuchen zu mittag.

    Ach ja, man kann Kinder mit nackigen Nudeln und Pfannkuchen im Wechsel eine Woche ernähren… Mindestens. 😀

    • Katarina 16. August 2015 at 15:17 - Reply

      Wenn es nach meinen Kids ginge gäbe es Wochenlang nur Fischstäbchen mit Kartoffeln und in den anderen Wochen Nudeln mit ohne alles.

  2. Leonie 16. August 2015 at 13:14 - Reply

    Sehr schön zu lesen. Ich bewundere dich trotzdem!!! Stelle es mir sehr anstrengend vor, also hut ab! Und Nerven in 3XL bräuchte ich auch mal 😉

  3. Steffi 16. August 2015 at 13:21 - Reply

    Nein…auch nach dem Lesen deines Posts -nein!

  4. schimpfmalmama 16. August 2015 at 21:32 - Reply

    Also mir reichen schon meine zwei Terrorzwerge mit 3 Jahren Abstand. In deiner Konstellation wäre ich schon den Abgrund zum Nervenzusammenbruch runtergestürzt!!! Aber wie sagt man so schön: ‚Mamas wachsen mit ihren Aufgaben‘ 😉 Chapeau vor deiner Leistung!!!

    • Katarina 16. August 2015 at 21:37 - Reply

      Man ist ja sowieso immer nur einen Nervenzusammenbruch von Flugzeug und Perücke entfernt 😉

      Ach, nee das geht schon alles, und ich glaube man wächst wirklich mit seinen Aufgaben.

  5. Küstenmami 16. August 2015 at 23:53 - Reply

    Respekt! Und danke für Deine Gedankenanstöße…

    Unsere beiden Küstenkinder sind ja nun wirklich schon dicht zusammen – und ich habe keine Ahnung, ob noch ein drittes Küstenmini zu uns stoßen sollte und ob wir das schaffen können…
    Wo gibt es denn die Packung mit den XL Nerven zu kaufen?

    Alles Liebe für Euch

    Küstenmami

  6. Krümelinchen 17. August 2015 at 07:55 - Reply

    Wir haben hier ja auch 3 Minis innerhalb von 19 Monaten bekommen. Nur dass die Großen die Zwillinge sind. Sie sind jetzt 2,5 Jahr alt und starten nächste Woche in den Kindergarten, bis jetzt waren also auch alle zu Hause. Ganz ehrlich – so sehr ich meine Kinder liebe und wir sicherlich auch viele schöne Momente haben – ich hab keine Nerven mehr übrig und bin kurz vorm Zusammenbruch. Vielleicht bin ich auch nur zu empfindlich. Ich staune aber jedes Mal, wie du das zu wuppen scheinst!

  7. Lamasus von Drei Kleine Lamas 17. August 2015 at 15:15 - Reply

    Hallo,

    schön geschrieben. Wir haben 28 Monate zwischen Minilama und den Babylamas. Bei uns ist immer was los. Aber egal wie stressig es ist, ich würde nicht tauschen wollen.

    Grüße,
    Lamasus

  8. Mama Motte 18. August 2015 at 12:27 - Reply

    Ich habe ja schon oft meinen Hut vor Dir gezogen. Und nehme Dich und Deine Drahtseilnerven gern als Vorbild für unsere kommenden Jahre mit 3 Kindern. Und ja: es ist auch jetzt schon immer laut und immer unordentlich ????

  9. Das kleine Mamaglück 9. Februar 2016 at 21:46 - Reply

    Auch von mir größte Bewunderung!
    Bei uns kommt ja in ca. 6 Wochen Tochter Nr.:2 auf die Welt – und die Große (27 Monate) ist gerade mitten in der Trotzphase – und ich frag mich jetzt schon manchmal ob meine Nerven das durchhalten werden ????
    Wünsche Dir weiterhin 3XL Nerven und freue mich immer wieder aus eurem Alltag zu lesen.

    Liebe Grüße,
    Nadine von Das kleine Mamaglück

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