Liebes Schwiegermutter-Ich

Wie werde ich wohl als Schwiegermutter, oder als Großmutter sein? Auf Twitter kam die Idee auf, wir könnten doch alle mal einen Brief an unser zukünftiges Schwiegermutter-Ich schreiben. Na dann mal los…

schwiegermutter, blogprinzessin

Liebe Katarina-Schwiegermutter-Oma,
ich schreibe dir heute damit du in der Zukunft weißt, dass du mal Ideen und Vorstellungen hattest, und du nicht gezwungen bist ein Schwiegermonster zu werden.

Glücklicherweise hast du eine ganz zauberhafte Schwiegermutter, so eine zum Pferdestehlen, eine mit der man sich auch unabhängig von den Kindern prima unterhalten kann und eine bei der es wirklich und in echt schade ist wenn sie wieder fährt. (Das selbe gilt auch für deinen Schwiegervater mit dem du es sehr gut getroffen hast, aber ein Schwiegervater wirst du vermutlich nicht mehr werden.) Auch deine eigene Mutter macht sich als Schwiegermutter sehr gut, zumindest soweit du es beurteilen kannst, schließlich ist sie ja deine Mama und nicht deine Schwiegermama.

Also, nachdem du also wirklich mehr als genug TOLLE Vorbilder hast, was das Schwiegermutterdasein angeht, möchte ich dich eindringlich daran erinnern, dass du auch so werden kannst. Du musst nicht das verbiesterte Monster werden das deine Schwiegersöhne (oder möglicherweise Schwiegertöchter) terrorisiert. Denn sind wir doch mal ehrlich: sobald du dich an den in deinen Augen vielleicht suboptimalen Schwiegersöhnen oder Schwiegertöchtern verbal vergreifst, nervst du nicht nur sie sondern fällst auch bei deinen eigenen Töchtern in Ungnade. Willst du das? Hast du dafür jahrelang ihre Windeln gewechselt, oder ihre Streitigkeiten geschlichtet? Na also. Reiß dich also zusammen, sollte das nötig werden.

Was deine Enkelkinder angeht (wenn man der jetzt aktuell 3jährigen Motti glauben mag,  plant sie für dich mindestens drei, namentlich „Hicki“, „Paxi“ und „Baby“), dann erinnere dich daran dass Kinder nicht so schnell kaputt gehen wie man immer glaubt. Auch deine Kinder hast du erfolgreich großgezogen, das schaffen dann deine Kinder also auch mit ihren.  Wenn deine Enkelkinder nun nur noch an ihren Smartdisplays oder Handgelenk-Hologrammen (wer weiß, wohin sich die Technik bis dahin entwickelt) hängen und mit ihren Freunden kommunizieren, gibt dir Mühe und lass dir erklären was sie da eigentlich machen und wie das funktioniert. In meiner jetzigen Gegenwart gibt es eine Internetseite names YouTube (vielleicht erinnerst du dich dunkel) dort kann man eigentlich alles suchen  und es finden sich immer Anleitungen wie man X oder Y benutzt. Schau dir ein paar dieser Videos an, damit du wenigstens Grundkenntnisse von dem hast was deine Enkel da tun. Glaub mir, auch wenn du denken wirst „das hatten wir früher alles nicht!“ oder „bei uns gab’s noch das gute alte Macbook, da hat man manuell getippt!“, ist es gar nicht immer so schlecht mit der Zeit zu gehen, und vielleicht solltest du dein Samsung Galaxy S24 wirklich mal gegen ein neueres Modell eintauschen. Auch wenn das keine Tasten mehr hat und nur noch per Gedankensteuerung funktioniert.

Vielleicht gehst du mit deinen Enkeln ja auch mal auf ein Konzert der Rolling Stones, ich vermute die gibt es auch 2055 noch, geklont/gefriergetrocknet in der Originalbesetzung.

In diesem Sinne: Bleibe wild und frech und wunderbar (und interessiert),

Deine Gegenwarts-Katarina

By | 2017-06-25T17:03:10+00:00 18. August 2015|Categories: Ich schreibe|2 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

2 Comments

  1. […] Die Blogrpinzessin will auf jeden Fall „wild und frech und wunderbar“ bleiben: http://blogprinzessin.de/wp/2015/08/liebes-schwiegermutter-ich/ […]

  2. Elais Papa 20. August 2015 at 23:41 - Reply

    Hallo Katarina, die Idee an deine Zukunftsschwiegermutter-Ich zu schreiben finde ich klasse. Und mich würde es garnicht wundern, wenn man im Jahr 2055 die gefriergetrockneten Rolling Stones mit der Hologramuhr in das heimische Wohnzimmer beamen kann. 🙂
    Wenn wir jetzt wüssten was uns demnächst erwartet, würden wir Angst haben oder uns freuen? Was denkst du?

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