Ich weiß nicht wie sehr euch die Thematik beschäftigt, ich weiß auch nicht ob ich jetzt in eine Kerbe haue und mir damit viele Leser vergraule. Aber ich weiß dass ich etwas zum Thema Flüchtlinge sagen möchte. Hoffentlich seid ihr noch nicht übersättigt davon, denn sonst wäre es wahrscheinlich, dass ihr ab hier wegklickt und genervt den Rechner ausschaltet. Vielleicht denkt ihr auch: „och nee, jetzt die Blogprinzessin auch noch, das war doch mein Ort im Internet wo ich noch durchschnaufen konnte“, und ich stimme euch zu, ich würde auch gerne mal wieder durchschnaufen und den ganzen Mist der da passiert vergessen.

Versuche ich auch, und dann sind sie wieder da. Die Eindrücke, die ich zwar nicht selbst erlebt habe, die aber Bloggerkolleginnen von mir erlebt und danach beeindruckend und tief bewegend in Worte gefasst haben.  Mareice berichtet darüber, wie die Zustände in den Auffanglagern in Berlin Moabit sind, Lucie berichtet über das LaGeSo und wie es  ist wenn man spontan 3 Flüchtlingskinder übers Wochenende bei sich aufnimmt.  Ja, nicht jeder von uns wohnt in Berlin oder in einer Großstadt, aber etwas tun kann jeder. (Zum Beispiel wie Lisa.)

Zurück zu Mareice und Lucie: Sie erzählen schauerliche Geschichten, bei denen ich heulen möchte, obwohl ich gar nicht dabei gewesen bin. Obwohl ich nicht einmal ansatzweise nachempfinden kann wie es ist, wenn z.B das eigene Kind aus einem Flüchtlingsboot geschmissen wird, weil es „zu viel“ geweint hat. Schwups einfach ins Meer. Ich bin fassungslos.

Menschen die auf ihrer Flucht vor Krieg und Terror unterwegs solche und andere Tragödien erlebt haben, kommen dann nach Deutschland. Sie haben es endlich geschafft, und was passiert hier? Sie treffen auf grölende Meuten, die vor Notunterkünften marodieren und mit Böllern schmeißen, um von Kriegstraumata gequälte Menschen durch die dadurch entstehende Geräuschkulisse zu retraumatisieren. Sie hören „Verbrennen die Penner“ und ähnliche unverhohlen offen ausgesprochene hasserfüllte Parolen.  Und die ganz normalen kleinbürgerlichen Mitläufer bezeichnen sich selbst als „besorgte Bürger“ und marschieren mit den Nazis.

Ihr merkt es schon, ich bin angemessen fassungslos. Glücklicherweise bin ich das nicht alleine, sondern mit anderen Bloggern zusammen.  Und weil es mehr als überfällig ist, zu zeigen, dass der randalierende Mob eben nicht für die Mehrheit der Menschen in diesem Land steht, haben wir eine gemeinsame Initiative gestartet. Weitere Infos zu #BloggerFuerFluechtlinge findet ihr hier und später auch auf der offiziellen Website ‚Blogger Für Flüchtlinge‘.

Flüchtlinge, blogprinzessin