3 Monate Farmleben. Wir auf dem Bauernhof

Wir wohnen nun ziemlich genau 3 Monate „auf der Farm“.  Also auf und mit einem Bauernhof. Was völlig verrückt ist, denn es fühlt sich so viel länger an. Wenn ich aber auf den Kalender schaue sind es erst 12 Wochen. VÖLLIG VERRÜCKT. Verrückt wie schnell das Haus und die Bauernhofmentalität Normalität werden können und wenn ich mich umschaue und auch weiß das uns viele Menschen noch viele Sachen geschenkt haben bin ich noch immer verwundert wo wir unsere ganzen Sachen bisher immer verstaut haben.  Das kann doch alles nicht in unsere kleine Wohnung gepasst haben, aber offenbar doch. Das war ja das was mich ganz unglücklich machte.

Jetzt hingegen ist es einfach wunderbar. Das Ferienhaus-Gefühl ist inzwischen verschwunden und wir haben realisiert das wir jetzt wirklich HIER wohnen. Das wir auch nicht wieder zurück müssen in unsere alte Wohnung. Eins der besten Gefühle überhaupt war es sich bei den ganzen Immobilienportalen wieder abmelden zu können! Heidewitzka! Wir haben es wirklich geschafft! Wir haben ein Haus gefunden.

Was ich ganz unglaublich genieße ist es, das wir jetzt alle VIEL mehr Platz haben und sich nicht mehr alles Leben im Wohnzimmer abspielt. Seit die Kinder jetzt auch alle sicher die Treppe laufen können habe ich auch nicht mehr so große Angst das sie da runterfallen könnten.  Auch genieße ich es, morgens meinen Kaffee wahlweise in der Küche, im Büro oder aber auch in unserem GARTEN trinken zu können. „Schatz? Was genießt du am meisten daran das wir jetzt auf der Farm wohnen?“ Er antwortet mir, dass er es am meisten genießt das wir so viel mehr Platz haben und nicht mehr wie Sardinen in einer Büchse wohnen. Auch gefällt uns beiden das wir keine Probleme mehr haben vor unserem Zuhause einen Parkplatz zu finden. Definitiv auf die „Genießen Liste“ kommt noch, dass wir zu jeder Tages- und Nachtzeit Wäsche waschen, Wäsche trockenen, staubsaugen und zur Not auch Bohren können wie es uns lustig ist. Es gibt keine Nachbarn die es stören könnte.  Mir gefällt zudem das es einfach SCHÖN ist wenn ich aus dem Fenster schaue. Ich schaue nicht mehr auf die nächste Wand des nächsten Hochhauses sondern auf ein paar Nachbarhäuser, den Bauernhof und sonst auf Felder und Wiesen. Toll finde ich das wir jetzt fast alle unsere Nachbarn mit Vornamen kennen, sogar von unserem Postboten weiß ich wie er heißt. Sowas mag ich.

Der eigene Garten ist ein Traum. Im ersten Sommer im Haus gleich mehr als 2kg Kartoffeln zu ernten, das ist für mich ein wahres Wunder. So So So toll! Die Kinder bei schlechter Laune einfach in den Garten zu schicken, ist absoluter Luxus und ich genieße es sehr. Zu gut kann ich mich an die Zeit erinnern in denen das eben nicht ging, oder mit riesigem Aufwand verbunden war.

Was ist anders als erwartet?

Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, weil ich mir gar nicht so sehr vorgestellt habe wie es denn werden würde.  Wir sind innerhalb von 7 Wochen umgezogen, da gab es von der ersten Besichtigung (die etwas anders lief als man das so kennt) bis zum Einzugstag einfach gar keine Zeit groß Pläne zu haben. Demnach habe ich unterschätzt wie viele Fliegen es doch ins Haus schaffen, wenn man so auf dem Land lebt. Bei uns im 4. Stock ist einfach nichts mehr langgeflogen, da gabs nichtmal Mücken. Also ja, wir haben Fliegen aber jetzt auch nicht so viele als das es besorgniserregend wäre. Sie nerven mich noch, aber es gehört dazu und wenn ich wegen der Fliegen die Wohnsituation tauschen würde, dann wäre ich wohl verrückt.

Ansonsten hatte ich auch unterschätzt wie häufig man Rasen mähen muss, und vor allem das der Rasenmäher keinen Motor hat um das Ding über den Rasen zu rollern, sondern das der Motor nur die Klingen dreht. Das macht das mähen natürlich ungleich anstrengender als ich mir das vorgestellt hatte. 😉

Die Wege zum Supermarkt sind länger als vorher. Zu Fuss ist hier kein Supermarkt zu erreichen, also zumindest nicht wenn man ihn in unter 40min erreichen  möchte. Mit dem Auto fahren wir (je nach Supermarkt) aber nur etwa 10min. Das interessante ist, das ich jetzt nicht mehr so häufig zu „impulskäufen“ neige wie vorher. Mal „eben“ bei DM vorbeischauen, weil mir langweilig ist und die Kinder dann auch was zu tun haben, ist nicht mehr. Das freut natürlich den Geldbeutel. (Und mich.)

Außer diesen Punkten fällt mir noch nichts ein, wieso es hier anders sein sollte als gedacht…. die Farm auf dem Bauernhof, ist ein wunderbares Kinderparadies und wir sind noch immer absolut dankbar das wir so schön Leben dürfen.

blogprinzessin

 

Life is better on the Farm.

By | 2017-06-25T17:03:10+00:00 30. August 2015|Categories: Ich schreibe|4 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013), dem Dino (*2017) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Instagram, Facebook und auf Pinterest.

4 Kommentare

  1. Hanna am 30. August 2015 um 15:29 Uhr- Antworten

    Es ist so toll davon zu lesen, wie gut es euch im neuen zuhause gefällt! So wünscht man sich dass doch… Und mir kommt es auch schon ewig weit weg vor, dass du über die Zeit des Umzugs etc geschrieben hast.

  2. Desiree am 30. August 2015 um 20:55 Uhr- Antworten

    Hallo
    Schön das ihr so gut angekommen seid. Den Effekt mit kleinerer Wohnung und Umzug in ein größeres Haus und sich zu fragen wo man vor dem Umzug alle Sachen verstaut hat kennen wir auch. Da wir auch auf dem Land leben kennen wir auch das Fliegen Problem ☺,bei uns war die Lösung vor jedes Fenster was geöffnet wird ein Fliegengitter und in die Terasentüre einen Vorhang der sich mit Magneten selbst schließt damit war das Problem gelöst.
    Liebe Grüße
    Desiree

  3. Ivi am 31. August 2015 um 06:09 Uhr- Antworten

    Schön, wie Du es beschreibst, besser hätte ich es nicht beschreiben können…nur, dass es bei mir 5 Jahre her sind, dass ich von einer 2Raumwohnung in ein Haus mit Garten (und Prinz gleich dazu) gezogen bin.

    Auch die Nachteile beschreibst Du lustig…Allerdings habe ich jetzt am WE erst wieder gemerkt, dass Gartenarbeit entspannt. Sicherlich tut einem vielleicht mal der Rücken nach dem vielen Bohnenpflücken ab, aber es entspannt. Der Nachteil bei uns ist, dass wir zuviel Gemüse haben und nicht wissen, wohin damit (der Opa hat´s gesät und wir müssens ausbaden, grins)….die Tiefkühler (jajaja, mehrere) sind voll und draußen hängen noch Unmengen…also als guter Tipp: weniger ist mehr. Aber so ein Gemüsegarten hat dennoch was, hat man im Winter „frisches“ Gemüse aus dem eigenen Garten.

    Weiterhin viel Spaß wünscht
    Ivi

  4. […] ich häufig von anderen BloggerInnen den Vorschlag bekommen, ich solle meinen Blog doch auf „Landleben“ oder „Landleben mit Kindern“ spezialisieren. Mehr Bullerbü, mehr Kuhstall und […]

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