Veränderung. Alle 7 Jahre

Lesezeit: 2 Minuten

blogprinzessinVeränderung: Alle sieben Jahre verändert sich ein Mensch grundlegend heißt es. Ob nun nach meinem 30. Geburtstag eines dieser 7 Jahre für mich angebrochen ist, weiß ich nicht. Ein bisschen fühlt es sich so an.

In einer Zeitschrift habe ich von einem Mikrobiologen gelesen, der sagte „Ich wollte einen Job ausüben den ich so toll finde, dass ich sogar dafür bezahlen würde ihn machen zu können.“.

Diese Worte haben mich berührt. Vielleicht weil ich schon ein paar Jobs gehabt habe, alle auch gerne ausgeübt habe, aber in keinem habe ich mich so zu Hause gefühlt wie in diesem. Ich mag es dass ich mir selbst einteilen kann, wann ich etwas schreibe. So kann ich jetzt an einem Sonntag um 23:00Uhr an meinem Laptop diese Zeilen tippen. Ich muss nicht darauf warten das ich mich an einem Montag wieder ins Büro setzen kann. Genauso wartet kein potentiell gruseliger Montagschef auf mich, der mir noch schnell sagen will was ich am Freitag verbockt habe. Früher, in meinen anderen Jobs ging es mir ganz häufig so, dass ich häufig WUSSTE das ich nichts falsch gemacht hatte, korrekt abgerechnet, nichts falsch bestellt wurde oder ungehaltene Kunden gemeckert hätten. Dennoch beschlich mich nach freien Tagen häufig das paranoide Gefühl, dass ganz sicher irgendwer mit mir schimpfen würde. (Hallo? Mangelndes Selbstbewusstsein?)

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Ich mag es das ich keinen Chef habe, der mir sagt „So und so MUSST du das jetzt machen. Mache erst A, dann B dann C.“. Natürlich macht das in Gewissen Strukturen auch Sinn: Ich kann keine Bücher verkaufen, wenn ich sie nicht vorher bestellt habe. Ich kann keine neuen bestellen, wenn ich die alten nicht verkauft oder remitiert habe. Aber ich finde es ungemein erleichternd, wenn ich jetzt sagen kann: „Nee! Ich mache jetzt erst D und dann A,B und C!“

Jeder hat ja so Vorbilder bei denen er schaut was die so machen. Genauso hatte ich Blogger bei denen ich immer mal geschaut habe, ach was machen die denn so, worüber schreiben die denn. Kommt das an? Interessieren sich da Menschen dafür? Jetzt merke ich, das will ich gar nicht mehr. Ich will nicht mehr schauen was andere so machen.

Das tut mir nicht gut. Ich möchte in weniger Schubladen passen. Oder eigentlich in mehr Schubladen.

Es ist ein flimmern in meinem Bauch. Eine gespannte Erwahrtungshaltung, wie wenn man weiß das gleich etwas passiert, aber man weiß nicht genau was. Ein positives Gruselhaus. Gleich springt das Leben um die Ecke und bewirft mich mit etwas. Es könnte Konfetti sein, oder eine Ladung Kuhdung wir werden sehen.

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Vielleicht ist nun also mein 7. Jahr.

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7 Comments

  1. Laura

    Ein wirklich schöner und berührender Artikel. Kenne das Gefühl ganz genau, aber ich stecke noch mitten drin in diesem „Morgen ist wieder Montag und mein Chef sagt mir was ich tun soll“. 🙂 aber dein Artikel war wieder eine Motivation mehr, einfach zu tun was ich fühle. Danke! 🙂

    LG aus dem Pott,

    Laura

  2. JesSi Ca

    Ich schrieb es ja schon im Urlaub aber beim wiederholten Lesen muss ich einfach sagen, dass ist einer der tiefsten Artikel den ich von Dir kenne und ich behaupte fast jeden einzelnen aus den letzen mindestens zwei Jahren gelesen zu haben.
    Und das schreibe ich nicht weil Du meine Freundin bist, sondern weil ich dieses Kribbeln kenne – zum einen aus dem letzen Jahr und zum anderen seit dem ich arbeiten kann wie ich arbeite.

    Ich drücke Dich und freu mich auf Sonntag!!!!!!!!!!
    Kisses
    JesSi Ca

  3. Nadine

    Zugegeben bin ich erst vor ein paar Tagen auf deinen Blog gestoßen (über Facebook) und finde ihn wirklich toll. Diesen Post habe ich ebenso über Facebook gefunden und angeklickt weil meine Oma immer sagte: „Alle 7 Jahre verändert sich dein Körper und du dich mit ihm“. Hat bei mir bisher super gepasst mit 14,21 und jetzt 28 – wo sich mein Leben schon wieder radikal verändert (und mein Körper auch…)

    Jedenfalls, schöner Artikel – danke dafür <3

    Liebe Grüße,
    Nadine

  4. Anna

    Es ist deshalb so ein Geschenk, dass du Leute (also mich zum Beispiel) über diesen Blog ein Stückchen an deinem Leben anteilnehmen lässt, weil du so sehr in dem bist, was du schreibst. Du, ihr, diese Blog-Katharina fasziniert. Eben WEIL das hier alles nicht den Vergleich sucht. Merci, ich habe mich von dem Gedanken gern anstupsen lassen. 🙂

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