Halloween, blogprinzessin erzählt von halloween

Blogprinzessin erzählt von Halloween in den USA.

Meine Lieben,

Als ich ein Kind war gab es Halloween als Fest bei uns nicht. Wenn ich das dicke Fotoalbum,  welches bei meiner Mutter im Regal steht, durchblättere dann finde ich alles außer dem Gespenstertag. Ich finde Fasching, ich finde ein Foto von mir auf dem ich als Nikolaus verkleidet bin.

Halloween fand in meiner Kindheit nicht statt. Mit 14 Jahren schaute ich immer die TV Serie „Buffy – Im Bann der Dämonen“. Dort gab es immer eine Halloween Folge, welche ich verschlang. Um die Zeit wurde Halloween dann auch bei uns „modern“. Plötzlich zogen Kinder ums Haus und verlangten „süßes oder saures“.

Meine Freundinnen und ich wollten das auch. Nur blöd dass wir schon viel zu alt für den Halloween Kram waren. Wir planten „DIESES JAHR MACHEN WIR AUCH MIT! „, nur um dann festzustellen dass wir damit die Deppen der Siedlung sein würden. Niemand über dem biblischen Alter von 10 Jahren machte bei diesem Halloween Kram mit.

Wir ließen es bleiben.

Viele Jahre später, ich war inzwischen Au Pair in den USA, dachten ich und meine AuPair Kolleginnen: Wir machen mit! Das wird unser Jahr! Halloween in dem Land in dem es nicht total blöd ist, wenn ich auch als Erwachsene mit um die Häuser ziehe. Ich hatte Alyson Hannigan und ihre Familie als Beweis!

Wir brauchten Kostüme! Ich ging in einen Laden dessen Namen ich vergessen habe. Es war einer dieser coolen Emo Läden. Ich kaufte dort in dem Jahr sehr viel.

Zu Halloween wurden es dann ein paar schwarze Engelsflügel und eine Korsage. Schwarzer Todesengel. Mein erstes und bestes (und vorerst letztes) Halloweenkostüm. Am 31. Oktober war alles perfekt, der Kürbis stand vor dem Haus. Die Deko war angebracht, die Flügel saßen, die Korsage war geschnürt und dann.. tja. Dann verdonnerte mich meine Gastfamilie zum Arbeiten.

Statt im Todesengelkostüm Naschkram zu schnorren, saß ich mit AuPair Freundinnen auf meinem Zimmer und wir erfreuten uns an der Halloweenparty meines Gastkindes Tom. Als was Tom sich verkleidet hatte weiß ich nicht mehr. Sein bester Kumpel Isaac öffntete meinen Freundinnen komplett in Aluminiumfolie  eingewickelt die Tür. Isaac nuschelte (angetrunken wie mir schien) etwas von „Tin Man“ Kostüm.

Der Tin Man ist eine Figur aus der Geschichte „Der Zauberer von Oz“. In den USA wertvolles Kulturgut als Kinderbuchreihe und Hollywoodfilm, in Europa deutlich weniger bekannt. Wir kannten es alle nicht. Ups.

Zurück in Deutschland hatte ich keine Kinder und fand Massenpartys mit „Halloween“ Motto echt abschreckend. In den letzten Jahren wohnten wir immer in einem Hochhaus. Ich hatte pünktlich am 31. Oktober Naschkram im Haus. Es klingelte nie jemand.

Dieses Jahr wohnen wir in einem freistehenden Einfamilienhaus und in der Nachbarschaft gibt es Kinder.  Vielleicht finde ich noch raus ob Halloween schön schaurig oder schön blöd ist. Vielleicht kann ich doch noch Halloween feiern.

Auf jeden Fall werde ich auf die Einkaufsliste schreiben: Halloween Naschkram.

Vorfreudiges Gruseln,

Katarina

PS: Wusstet ihr dass es in den USA echte Halloween Regeln gibt? Wenn ihr möchtet erzähle ich euch davon.