Motti will doch nur spielen

Ihr Lieben,
heute brauche ich mal euren Rat. Kurz nachdem wir in unser Haus gezogen sind kam eine Nachbarin spontan zum Kaffee vorbei und erzählte das sie eine Tochter in etwa in Mottis Alter hat. Das hörten sowohl Motti als auch ich gerne, eine Spielkameradin außer den Geschwistern gleich nebenan.  Die andere Mutter fand es wohl auch gut und so machten wir schnell einen Termin zum spielen für unsere Kinder aus.
Die kleine Julia (4) wurde von ihrer Mama gebracht, diese ging wieder nach Hause. Die Kinder spielten vergnügt  bei uns im Kinderzimmer ich schaute immer mal, sie verstanden sich gut und alles war super. Zur vereinbarten Zeit brachte ich J. wieder nach drüben und berichtete das alles gut gelaufen sei und das sie toll gespielt haben.

Nach einigen Wochen machten wir dann ein weiteres Spieldate aus, diesmal wollten die Mädels bei J. im Garten spielen. Da ich alleine war, brachte ich mit den Zwillingen zusammen Motti rüber, ich kann die Zweijährigen ja nicht alleine zu Hause lassen. Julias Mama bat mich und die Zwillinge noch hinein (es war gutes Wetter) und alle drei Kinder spielten im Garten, bis J. plötzlich entschied das sie keine Lust mehr hätte mit Motti zu spielen und das wir bitte alle gehen sollen. Julias Mutter war genauso verdattert wie ich, wollte ihre Tochter noch überreden. Diese war aber nicht umzustimmen. Wir wurden also von J. gegangen.

Motti will doch nur spielen

Motti will doch nur spielen

Danach haben Julias Mutter und ich noch zwei weitere Termine zum spielen ausgemacht, beide wurden sehr kurzfristig abgesagt wegen „ist müde“ und „hat heute schlechte Laune“. Ich hatte dann also eine weinende Motti hier zu Hause, die gar nicht verstand wieso man erst mit ihr spielen will und dann doch keine Zeit hat. (Ich verstehe es ehrlich gesagt genauso wenig wie sie).  Ich erklärte Motti also das J. nicht kommen kann und trocknete ihre Tränen.
Dann hatte ich keine Lust mehr auf spielen mit J. ich meine: Entweder wir werden nach Lust und Laune rausgeschmissen oder sie sagen erst zu und dann wieder ab.. Da ich nicht besonders viele Erfahrungen damit habe muss ich heute mal euch fragen: Ist das normal? Ihr Kindergarten erfahrene Mamas, ist das normal das man zusagt und dann wegen schlechter Laune wieder absagt oder wegen „mein Kind ist müde“? Passiert euch das auch? Ist das einfach so?

Hier gab es dann jedenfalls keine Playdates mehr, ich hatte keine Lust mehr Motti zu erklären wieso J. dann doch nicht kommt. Ofen aus. Vor einigen Wochen sprach mich dann unser Vermieter/Nachbar an, ob wir uns denn gut eingelebt haben und wie nett er es fände wenn wir uns gut mit den Nachbarn verstehen würden. Es gäbe doch da die kleine J. mit der könnten doch meine Kinder auch mal spielen….

Als Resultat aus dem Gespräch, sprach ich die Mutter von J. nochmal an. Ob wir es noch einmal mit einem Termin versuchen wollen. Sie sagte: „Ja, aber nächste Woche sind wir im Urlaub. Danach aber gerne.“  Ich antwortete:“ Super! Meldet euch einfach wenn ihr wieder da seid.
Der Urlaub ist jetzt seit 3 Wochen vorbei und sie haben sich nicht gemeldet. Sollte ich da jetzt noch weiter hinterher rennen? Ist es unhöflich von mir wenn ich eigentlich keine Lust mehr darauf habe?

Nach J. fragt Motti inwischen nicht mehr und Bilder malt sie lieber für ihre Freundinnen Motti , das Patencousinchen & Anna.

By | 2017-06-25T17:03:07+00:00 26. November 2015|Categories: Familienleben|23 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

23 Comments

  1. saxy-meli 26. November 2015 at 17:25 - Reply

    spiel-Verabredungen klappen spontan von jetzt auf gleich am Besten. Alles andere ist kritisch.
    Lieben Gruß

  2. Karin 26. November 2015 at 17:35 - Reply

    Hab sowas auch noch nie erlebt!!!
    Sehr seltsam.
    Bei uns kommts zwar schon mal vor das einer dann aktuell keine Lust auf den Beduch hat aber nach ner Aufwärmphase spielen alle Kinder mit- o nebeneinander
    Ich würd der Mama nicht mehr hinterhertelefonieren. Wenn du sie mal zufällig triffst, würd ich aber schon sowas „Ach, wolltet Ihr Euch nicht nach dem Urlaub melden?“ Oder „Hat J keine Lust auf Motti?“ sagen
    LG Karin. Mama v Sohn 4 u Tochter 2

  3. CaroSis 26. November 2015 at 19:48 - Reply

    Mhmmm…warum sollte das bei Kindern denn anders sein als bei Erwachsenen? Der einzige Unterschied zwischen Kindern und Erwachsenen liegt doch eher darin , dass Kinder ehrlich sagen, wenn sie auf etwas keine Lust haben, da dieses „Höflichkeits-getue-zum gut Wetter machen “ bei denen noch nicht ausgeprägt ist. Mal ehrlich, wer über 16 kennt das denn nicht, dass denn nicht, dass man Sachen macht, die man eigentlich gar nicht machen will und das dann doch nur macht, um nicht anzuecken bzw dem anderen nichts auszuschlagen?
    Und dieses Gefühl, dass man mit manchen Menschen einfach nichts anfangen kann, kennt auch garantiert jeder. Wobei das natürlich nicht heißen soll, dass ich nachvollziehen kann, weshalb man Motti nicht mögen sollte…sei einfach froh, dass deine kleine ihr Herzchen nicht an an das mädel verloren hat und daher zum Glück auch nicht traurig ist über das nicht-stattfinden der spieletage. 😊

    • Katarina 26. November 2015 at 23:35 - Reply

      Hey Caro,
      Ich finde es gar nicht schlimm wenn daraus nichts wird, nur dieses furchtbar spontane Absagen finde ich doof.

      Und auch das andere Kinder/Eltern meine Kinder nicht mögen könnten finde ich zwar schade aber nachvollziehbar. Ich mag ja auch nicht jeden. (Wenn man mal an die Schulzeit denkt…wie gruselig wenn ich die alle hätte mögen müssen.)

  4. Diana 26. November 2015 at 20:17 - Reply

    Haargenau dieselbe Situation hatten wir hier mit dem kleinen J. Das Pandagirl und er best friends die Mutter und ich auch auf einer Wellenlänge.dann hat sie das 2.kind bekommen,J. kam in den Kiga und man hat keine zeit,lust what ever für uns.Ich bin es leid da hinterher zurennen und meiner Tochter zuerklären warum der J. nicht mit ihr spielen kann/darf/will.
    Ich sehe es so wenn sie was machen wollten hätten sie sich gemeldet wie sie es sagten.(bei uns war auch urlaub und sie wollte sich melden….das ist jetzt ein halbes jahr her)
    Mittlerweile weiß ich von anderen Müttern und ihr das sie nicht möchte das J. mit dem Pabdagirl spielt weil sie kein Kiga-kind ist und weil ich noch kein 2.Kind habe…
    darum bedaure ich auch nicht das die nicht mehr miteinander spielen

    • Katarina 26. November 2015 at 23:32 - Reply

      Hallo Diana,

      Krass das es bei euch SO ähnlich war…. also wenn du und das Pandagirl mal in der Gegend seit, ihr dürft gerne spielen kommen. 🙂

      • diana 27. November 2015 at 07:33 - Reply

        Danke für das Angebot,machen wir gerne 🙂

  5. Conny 26. November 2015 at 20:22 - Reply

    Spieldates musste ich auch schon 3 mal absagen, weil plötzlich einer Fieber hatte oder ne Erkältung auftrat. Aber unsere kleinen sind erst 16 Monate, weswegen das nicht wild ist.

    Später sieht es sicherlich anders aus. Aber ich würde an Deiner Stelle nicht mehr hinterher rennen. Wenn die Kids etwas älter sind, verabreden die sich durch die Nachbarschaft allein oder eben nicht. 🙂

  6. Mama Maus 26. November 2015 at 20:30 - Reply

    Hallo Katarina,

    Ich persönlich finde es schlimm, wenn sich meine Kinder schon tagelang auf angekündigten Besuch freuen und dieser dann viel zu spät oder gleich gar nicht kommt. Ich überlege mir dann immer ganz genau, ob ich die entsprechende Familie noch einmal auf ein Playdate anspreche.
    Mein großer Sohn ist 5 und die Mittlere ist 4 Jahre alt. In dem Alter, genau wie bei Mottis Spielkameradin, sind es nicht die Kinder, die eine Spielverabredung absagen, sondern die Eltern.
    Weil ich weiß, wie sich die Kinder auf solche Termine freuen, werden diese von unserer Seite nur bei ansteckenden Krankheiten abgesagt und dann schnellstmöglich nachgeholt. Alles andere wäre nicht fair dem anderen Kind gegenüber.

    Jetzt zu euch: Vielleicht ist es im Moment noch nicht an der Zeit für eine Freundschaft zwischen den beiden. Eventuell entwickelt sich das ganz von alleine, wenn Motti alt genug ist und die Nachbarstochter spontan selbst einlädt.
    Bis dahin würde ich als Mutter abwarten, ob die Nachbarin von sich aus nochmal den Kontakt sucht. Wenn nicht, scheint es ihr nicht wichtig genug zu sein und dann wird sie Termine immer wieder kurzfristig absagen.

    Viele Grüße
    Mama Maus

    • Katarina 26. November 2015 at 23:36 - Reply

      Danke für deine Tipps liebe Mama Maus.

      Schön das ihr es auch so seht das ich da nicht unbedingt hinterherrennen muss, denn eigentlich mag ich das auch gar nicht.

  7. Sarah 26. November 2015 at 21:09 - Reply

    Hey Prinzesschen,

    ich sehe es auch so wie CaroSis. Vielleicht hatte J. einfach gerade wirklich keine Lust mehr und es einfach unverblümt geäußert. Und vielleicht ist es der Mama mittlerweile unangenehm, weil sie zwei mal abgesagt hat. Jedenfalls hat euch J. eines voraus: sie kommuniziert.

    Rede doch einfach ehrlich mit der Mama. Sage ihr, dass Motti gern mit J. spielen würde und frage, ob es J. auch so geht. Sag ihr doch ruhig, dass es gar nichts ausmacht, wenn es nicht so ist, nur dass du wissen müsstest, was du deiner Tochter sagst, wenn sie danach fragt. Ich kann mir vorstellen dass es dir im Herzen weh tut deine Tochter so traurig zu sehen. Aber sie kann auch lernen, dass man nicht jedem gefallen muss. Und dass es wichtig ist, über seine Bedürfnisse zu reden.

    Dass du keine Lust mehr hast hinterher zu rennen kann ich verstehen. das wäre mir wohl auch zu blöd. Aber vielleicht siehst du es mal so: wenn du es nicht wenigstens einmal mit Tacheles reden versucht hast und das ganze ein blödes Missverständnis ist, dann kann man sich vielleicht vorwerfen, dass durch die schlechte Kommunikation der Erwachsenen eine Freundschaft keine Chance hatte aufzublühen.

    Oder aber ihr lasst den Kindern ihre Zeit und vielleicht spielen sie nächsten Sommer ungeplant auf der gleichen Wiese und es klappt von ganz allein 😉

    Beziehungen sind nicht einfach, oder? Ich wünsche dir gutes Gelingen

    LG Sarah

  8. Tanja 26. November 2015 at 22:01 - Reply

    Hallo! Uns wurde gestern auch abgesagt, weil der Spielfreund nach dem Kiga KO war. Und heute habe ich etwas abgesagt, weil meine Tochter, 4 Jahre, auf Biegen und Brechen nicht mit dem Kind spielen wollte. Und den Stress tue ich keinem an und ziehe es durch, wenn es nur um eine Verabredung für sie geht. Stattdessen malte und bastelte sie und war so total glücklich. Im Bekanntenkreis kenne ich das auch. Und ich finde es einfach nur ehrlich.
    Liebe Grüße
    Tanja

    • Katarina 26. November 2015 at 23:37 - Reply

      Hallo Tanja,

      ich finde es nachvollziehbar aber noch etwas komisch. Aber vielleicht gibt sich das wenn wir mehr solcher spontanen Absagen bekommen. Dies war die erste (und dann gleich 2x).

      Liebe Grüße zurück!

  9. Sandy 26. November 2015 at 22:02 - Reply

    Hey Katarina,
    ja, es ist leider normal und auch hier bei uns schon mal vorgekommen. Zum einen gibt es diejenigen, die selbst nicht so aktiv hinter einer Verabredung her sind, und zum Anderen die, die alles mögliche versuchen, das das nächste Date klar geht. Ob das Kind will oder nicht.
    Wenn die Kids sich gut verstanden haben, wundert es mich doch schon, das beim nächsten Treffen das Kind einfach mal spontan deine Motti wieder ausläd. Schade, vor allem für deine Maus!
    Ich selbst habe aber auch schon mal ein paar Treffen absagen müssen. Mal im Vorwege, mal direkt vor Ort. Meist war der Große dann der „Schuldige“, weil er super quakig war und das Spielen kein ZUSAMMENspielen mehr war. Bevor ich da alle 2min zum trösten zu meinem quengeligen Sohnemann muss, brech ich so ein Treffen dann lieber ab. Allerdings handhabe ich es etwas anders als die Mutter aus deinem Beitrag. Vielleicht bin ich da auch etwas zu streng, aber ich würde nicht sofort abrechen und den Gast dann rauswerfen. Da würde ich doch eher nochmal ein ernstes Wörtchen mit meinem kind sprechen und ihm verklickern, das er selbst auch traurig wäre , wenn man ihn ausladen würde.
    Tja, die einen so, die anderen so… aber mal so ganz direkt: Lauf der Dame nicht mehr nach. Erst Recht nicht, wenn Motti nicht mehr nach J. fragt… Glaube mir, das lohnt sich nicht ;o)
    Liebste Grüße,
    Sandy

    • Katarina 26. November 2015 at 23:38 - Reply

      Hallo Sandy,
      ich glaube da hast du Recht.

  10. Sabrina 27. November 2015 at 07:58 - Reply

    Liebe Katharina,
    ich würde sagen, das sich das noch im normalen Rahmen bewegt. Selbst meine, die ja schon etwas größer sind, haben manchmal kurzfristige Veränderungen bei den Verabredungen. Meist hängt es einfach mit den vollen Terminkalendern zusammen, die heute viele Familien und insbesondere die Kinder prägen. Vielleicht ist es auch dort so: Viele Termine, eventuelle Besonderheiten/Verpflichtungen in der Familie etc.
    Die Mutter schien Dir doch offenbar sympathisch – was spricht dagegen, sie bei Gelegenheit einfach mal darauf anzusprechen? Sie schien ja nach Deiner Beschreibung, ebenso überrascht vom Verhalten ihrer Tochter und versuchte sie umzustimmen? Einfach mal kurz anrufen und einen Mama-Schwatz dazu halten – ganz ohne Nachlaufen 😉
    Ich denke, sie wird Verständnis haben, dass es Motti damit nicht gut geht und vielleicht könnt ihr gemeinsam einen guten Weg finden, die Spielverabredungen doch noch möglich, jedoch spontaner zu gestalten, während beiden Kindern weiterhin die Offenheit erhalten bleibt, zu sagen, wann und ob sie möchten oder nicht. Ich finde es um ehrlich zu sein sogar gut, wenn Kinder diese Chance haben, da ich schon erlebt habe, dass „dennoch durchgezogen, weil verabredet“ Termine das schöne Verhältnis einer beginnenden Freundschaft am Ende trüben. Diese ehrliche Offenheit zu ermöglichen, hat auch etwas von „Nein“-Sagen-lernen, was heute viele Erwachsene neu entdecken müssen.
    Es kommt schließlich heutzutage noch viel zu früh, dass man zu Terminen muss, zu denen man keine Lust hat, die sich jedoch nicht verschieben lassen. Dieses sich „mehrere Tage im voraus verabreden“ erschwert für die Kleinen natürlich auch den Umgang mit der Enttäuschung. Spontan oder kurzfristig halte ich persönlich (besonders bei den Kleinen) für die bessere Lösung.
    Liebe Grüße
    Sabrina

  11. Lamasus von Fünf Kleine Lamas 27. November 2015 at 10:23 - Reply

    Hallo,

    da würd ich mir nichts draus machen, denn Kinder können sehr deutlich sein, wenn es darum geht, mit wem sie zu tun haben wollen oder auch nicht.
    Ich würde z.B. gern haben, dass Minilama mit einem bestimmten Kind mehr zu tun hat, weil ich die Mutter sehr gern mag und wir uns gern unterhalten. Wenn wir uns auf dem Spielplatz treffen, laufen die beiden in unterschiedliche Richtungen. Und auch wenn ich frage „Hast du in der Kita mit x gespielt?“ Kommt immer „nö.“ Da kann ich nichts dran machen. Kinder wählen wohl selbst.
    Nur schade, wenn es dann einseitig ist – Motti würde ja scheinbar gern mit dem Kind spielen und die Zurückweisung spürt sie ja auch.
    Ich würde das auh nicht nochmal forcieren – nur weil es nah ist oder es scheinbar so gut passt.
    Grüße,
    lamasus

  12. Mamamulle 27. November 2015 at 11:26 - Reply

    Da würde ich mir jetzt gar nicht so einen Kopf machen. Wir haben auch schon viele viele Absagen kassiert, wegen „ist heute nicht so gut drauf“, bla bla blubb. Ich selber bin eher so, dass ich bei Verabredungen keine Uhrzeit sagen kann, weil wenn das Baby schläft, weg ich es für solche Aktionen meistens nicht. 😀

    Ich habe auch eine Bekannte, mit der ich mich öfters getroffen habe, diese hat einen Sohn etwa in Mulles Alter. Leider habe ich gemerkt, spielt Mulle nie mit ihm, wenn sie da sind und fragt auch nie nach ihm. Kann man ja nicht erzwingen, also werden die Treffen wohl auch weniger ^^

  13. Helene 27. November 2015 at 11:56 - Reply

    Ich finde so ganz spontane Absagen schwierig, außer bei Stillbabys. Ganz einfach, weil sich alle darauf eingestellt haben und wenn noch ein anderes Kind (oder andere Kinder, so wie bei dir) mittelbar betroffen sind, das ganz schön viel durcheinander bringen kann. Unser Großer ist z.B. happy, wenn der Kleine mal ein Playdate hat und er dann Zeit mit mir alleine hat. Wenn das plötzlich ausfällt… Blöd. Bei Krankheit o.ä. ist das natürlich etwas anderes.

    Und: Ich finde schon, dass man Kindern auch klar machen muss, dass man Zusagen einhält, weil es sonst unhöflich und verletzend sein kann. Natürlich muss man das dem Alter angemessen vermitteln.

    Wir haben z.B. ein Nachbarskind (im Alter genau zwischen unseren), das immer nur mit dem Großen spielen will. Wenn der nicht da ist, spielt er auch mit dem Kleinen (ganz friedlich, total schön!), lässt ihn dann aber oft völlig unvermittelt stehen und sagt zu mir „ich will jetzt gehen“. Da erlaube ich mir schon, zu fragen, warum er gehen will und ob er dem Kleinen zumindest Bescheid gesagt bzw sich verabschiedet hat. Was oft nicht stattgefunden hat… Natürlich wird niemand gezwungen, hierzubleiben, aber dieses völlig impulsive nach-Lust-und-Laune-kommen-und-gehen finde ich… mäßig. Je älter das Kind, umso mehr.

    Der betreffenden Mutter würde ich allerdings auch nicht hinterherlaufen, vielleicht ergibt sich das im Sommer – wenn mehr Spielgelegenheiten draußen sind und man sich dort vielleicht zufällig trifft – dann wieder von selbst.

  14. Sabine 29. November 2015 at 13:18 - Reply

    Liebe Katarina,

    ich kenne die von dir beschriebene Situation auch und zwar von beiden Seiten. Mal wurde mein Sohn von einem Kind plötzlich „abgelehnt“, mal war er es, der relativ spontan keine Lust mehr auf die Verabredung hatte. Was tut man dann ? Im Prinzip gibt es ja nur 2 Varianten: darauf bestehen, dass das, was vereinbart wurde, durchgezogen wird. Oder die Unlust akzeptieren. Jede Variante hat Vor- und Nachteile: drängt man auf die Durchführung, so könnte das vermitteln, dass der eigene Wille (des Kindes) nicht wirklich zählt, sondern das man auf die „gesellschaftliche Etikette“ achten muss. Sagt man ab, stärkt dies das Selbstwertgefühl, hinterlässt aber ein schales Gefühl beim Gegenüber und attestiert eine gewisse „Unzuverlässigkeit“. Ein schmaler Grat, auf dem man da wandert ….
    Mein Sohn ist mit 9 Jahren älter als deine Kleinen – und ich habe irgendwann akzeptiert, dass es eben Kinder gibt, die meinen Sohn „nicht mochten“. Auch wenn er sie toll fand und gerne mit ihnen gespielt hätte. Aber die Sympathie war eben nur einseitig. Ihm ging es mit anderen Kindern ja genauso. Mit manchen wollte er schlichtweg nicht mehr Kontakt als nötig. Auch wenn es keinen konkreten Anlass dafür gab. Zumindest keinen, der die Ablehnung in den Augen von uns Erwachsenen „rechtfertigt“ hätte.
    Ich habe aufgehört, Verabredungen auf Biegen und Brechen „schönzureden“, habe aufgehört, die uns genannten Absagegründe (plötzliches Unwohlsein, unvorhergesehener Familienbesuch, …) zu vermitteln und damit um den heißen Brei zu reden. Ich habe ihm gesagt, dass das andere Kind die Zuneigung offensichtlich nicht erwidert – und dass dies zwar schade, aber auch ok ist. Man muss nicht jeden mögen. Man muss auch nicht mit jedem spielen. Er nicht. Andere aber auch nicht. Und das war nach einer Zeit auch ok so.
    Ist bei uns Erwachsenen ja nicht anders: manche sind uns sympathisch, andere nicht. Und das, ohne dass sie uns „etwas getan“ hätten. Die Chemie stimmt, oder eben nicht.
    Und noch etwas: je mehr die Eltern versuchen, eine Basis zu schaffen, eventuelle Wogen zu glätten, desto mehr geht meiner Erfahrung nach der Schuss nach hinten los. Letztlich sind es dann auch oft die Eltern, die sich plötzlich nicht mehr grün sind.
    Ich an deiner Stelle würde die Nachbarin nicht mehr gezielt drauf ansprechen oder gar den Vorwurf aussprechen „Na, der Urlaub ist vorbei – wolltest du dich nicht melden ??!!“. Vielleicht ergibt sich ja mal ein zufälliges Treffen auf dem Spielplatz oder im Garten. Wenn die Situation ungezwungen ist und jeder gehen kann, ohne dem anderen dabei das Gefühl zu vermitteln, abgeschoben zu werden. Vielleicht findet das Nachbarskind dann doch Gefallen an deiner Motte ? Und wenn nicht: auch andere Mütter haben nette Kinder 😉
    Sei lieb gegrüßt,
    Sabine

  15. Emma 30. November 2015 at 16:37 - Reply

    Hallo Katharina,
    ist dir vielleicht aufgefallen das beim Spielen im Garten irgendetwas zwischen den beiden vorgefallen ist, was man sozusagen als Auslöser bezeichnen könnnte? Wobei ich es auch sehr komisch von der Mutter finde erst zu sagen das man sich meldet und dann nichts von sich hören lässt. Ich hoffe die kleine Motti hat jemandem zum spielen gefunden oder hat sich die Lage mit J. wieder normalisiert?
    Liebe Grüße und viel Glück weiterhin
    Emma

  16. rage 4. Dezember 2015 at 20:17 - Reply

    ich glaube, das sind alles nur phasen. mal ist der aktuell, mal der, und das kann innerhalb von stunden in beide richtungen kippen. kann aber auch sein, dass j. die kleinen schwestern in ihrem haus einfach zu viel sind, weil sie dann nicht mehr mit motti, sondern mit deren schwestern auch ein date hat. (aus der warte des kindes gesehen.) vielleicht will sie motti einfach allein für sich haben. von anfang bis ende. gäbe es denn die möglichkeit, das motti da alleine hingeht, wenns nur das übernächste haus ist?

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