Tagebuchbloggen im Dezember

Ihr Lieben,

eigentlich würde ich euch gerne schon den Blogbeitrag für den 10.12 zeigen. Aber der ist noch nicht 100% fertig. Leider. Aber er ist der Grund wieso mein Büro im Moment aussieht als wäre es in eine Weihnachtswichtelstube verwandelt. Überall stehen Kisten, Geschenkpapier und natürlich Weihnachtskugeln. Auch Luftposterfolie habe ich auf dem Boden liegen. Weihnachtsgeschenke türmen sich auf dem Fensterbrett (der einzige Ort an den die Kinder nicht rangehen) und ich habe es noch nicht einmal geschafft meinen Adventskalender aufzuhängen.

So ist es auch manchmal das Bloggerleben, das Büro gleicht einem Warenlager, aber das macht nichts, weil das was ich euch dann am 10. zeigen werde sieht so so so toll aus das sich das Chaos hier gelohnt hat.

Aber mal was ganz anderes: Wir sind ja grade alle krank hier, die einen mehr die anderen weniger. Aber heute morgen sah Motti so krank aus das ich beschloss meine Mom anzurufen ob sie mir ihr Auto leihen würde, damit ich mit Motti zum Kinderarzt fahren kann. (Marc hatte das Auto. Meine Mom hat natürlich einen Kindersitz.) Konnte sie, aber erst später am Tag, also machte ich einen Termin beim Kinderarzt (jaja mit „spontan vorbeikommen im akutfall“ haben dies nämlich nicht so, sondern auch dann soll man lieber vorher anrufen *augenroll*) und kalkulierte lässig 2 Stunden Wartezeit ein.

Den weiteren Vormittag verbrachte ich dann mit Emails und Staubsaugen. Ja richtig Staubsaugen (ich wäre ja auch gerne einer der Blogger gewesen die das Internet grade mit ihren coolen Staubsaugerrobotern geflutet haben, die Anfrage bekam ich aber nicht. Schade.) Also musste unser alter Staubsauger herhalten (der ist bestimmt schon 10 Jahre alt), denn (haltet euch fest!) beim Bettwäsche wechseln kamen mir 1382687214 kleine Federn entgegen. Bettdecke aufgeplatzt.

blogprinzessin

Ich stand also in einem wunderschönen Schneeregen aus Daunenfedern und fluchte. Dann rannte ich die Treppe runter in den Hauswirtschaftsraum um meine Overlock Nähmaschine zu holen. Mit der wäre der Riss ratz- fatz genäht, dachte ich. Zuerst fand ich (der Klassiker) die Kabel mit dem Fußpedal nicht, dann schleppte ich das Ding in den ersten Stock. Nur um dort „probezunähen“ und ZACK brach eine der Overlocknadeln ab. Wer selber eine Overlockmaschine hat der weiß das dies nun der Moment ist an dem man gerne weinen möchte. Denn meine Maschine hat keine Einfädelautomatik sondern nur gute alte Geduld. Also wieder runtergelaufen (in den Hauswirtschaftsraum) dort die passende Nadel im Nähzubehör gesucht und in Frikeliger Geduldsarbeit die Nadel in die Maschine gefummelt um dann die ganzen Fäden wieder einzufädeln.

Ich wollte doch nur die Bettwäsche in die Waschmaschine schmeißen

Bettdecke genäht, Overlock wieder in den Hauswirtschaftsraum gebracht, den Staubsauger geschnappt und das Winter Wunderland in unserem Schlafzimmer beseitigt. Wieder Treppe runter mit dem Staubsauger, wieder hoch Wäsche holen, wieder runter Wäsche in die Waschmaschine schmeißen.

„Mama! Ich hab Pipi!“, also Windeln gewechselt. Windeln rausgebracht, Küche aufgeräumt und schwups war es schon 15:00 Uhr und meine Mom stand in der Tür damit Motti und ich zum Kinderarzt fahren konnten.  Wir haben wirklich 1, 5 Stunden gewartet.

Dann war der Tag auch schon fast vorbei und jetzt sitze ich hier und erzähle euch von meinem Tag. Der Mann kocht Asiagemüse in seiner allerletzten brauchbaren Pfanne. Weil seine Küchenunkundige Frau das Ding einfach in den Spühler getan hat. Woher soll ich euch wissen das so eine Pfanne nicht mal den Geschirrspüler überlebt ohne sich in eine Salatschüssel mit Stiel zu verwandeln? Warum halten Pfannen die Hitze auf dem Herd aus, gehen aber vor einem popeligen Geschirrspüler in die Knie?

So, jetzt mache ich noch ein paar Fotos und dann ist hoffentlich das Essen fertig und die Kinder noch immer im Traumland.

Liebe Grüße.

By | 2017-06-25T17:03:07+00:00 9. Dezember 2015|Categories: Ich schreibe|2 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

2 Comments

  1. Sari 9. Dezember 2015 at 09:13 - Reply

    Das klingt verdammt nach Murphys Gesetz, solche Tage sind echt ätzend,
    Unser KiArzt will auch immer, dass vorher angerufen wird. Dabei fahre ich so gerne kurz vor Öffnung hin, damit wir es früh hinter uns haben. Das „Gute“ ist ja, bei hohem Fieber dürfen sie einen nicht wieder wegschicken *drop*. Aber das wünscht man dem Kind ja eigentlich nicht. Und anders herum betrachtet ist es natürlich auch besser so wenig Zeit wie möglich im verseuchten Wartezimmer zu sitzen. Wer weiß, was man im Anschluss noch alles dann hat?

  2. Sabine Schneider 9. Dezember 2015 at 12:24 - Reply

    Danke das ich herzhaft lachen durfte 🙂

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