Selbstbetreuung – Das muss man sich leisten können

„Das muss man sich leisten können“
Geld, leisten können, betreuungsgeldDiesen Satz höre ich ganz häufig wenn es um die Tatsache geht, dass meine Kinder keinen

Kindergarten besuchen. Häufig wird dann von der betreffenden Person weiter angeführt, dass sie es ja auch gerne so handhaben würde wie wir, aber das ginge nicht weil ….

[hier bitte individuelle Gründe einfügen, wieso man sich die Betreuung daheim wirklich nicht leisten kann]. Ich glaube in ganz bestimmten Situationen ist das auch so. Wenn man alleinerziehend ist zum Beispiel oder in einer Großstadt mit exorbitanten Wohnraumpreisen lebt. Es gibt bestimmt noch viele weitere Ausnahmen.

Kann man sich das wirklich nicht leisten?

Manchmal glaube ich aber eher dass es eine Frage des Wollens/Müssens ist. Am Anfang unserer Reise mussten wir alle drei Kids zu Hause betreuen. Inzwischen müssten wir es vielleicht nicht mehr, schließlich gibt es am neuen Wohnort einen anderen Kindergarten und der hat vielleicht andere Konditionen als der alte. Ich weiss es nicht. Fakt ist dass wir uns darüber am neuen Wohnort gar nicht mehr informiert haben, weil unser Familienleben ziemlich schön ist so wie es ist. (Übrigens lagen die Kids auch noch nie bei einer U-Untersuchung irgendwo hinter ihren in den Kindergarten gehenden Altersgenossen.)

Ich komme aber ab vom eigentlichen Punkt. Dem Argument des „Es sich leisten können“s. Wir wohnen zur Miete, haben nur einen Hauptverdiener und teilen uns ein Auto. Wir sind also definitiv nicht Krösus, und haben trotzdem die Entscheidung getroffen dass wir es uns „leisten“ können. Vermutlich weil wir auf materielle Dinge verzichten, was uns nicht schwer fällt, es ist einfach unsere Lebensart. Keiner von uns hat das Verlangen teure Markenkleidung oder Schuhe zu besitzen. Das eine Auto reicht uns. Ich glaube generell sind wir wohl eher sparsame Menschen. Wir gehen nicht zum Essen aus und die nächsten Konzert-Arenen oder Opernhäuser sind 40km weit weg. Schulden hat auch keiner von uns. Wir zahlen kein Haus ab und machen keine teuren Reisen. Ja, wir machen Abstriche. Nein, sie sind für unser Empfinden nicht schmerzhaft.

Ich habe keine Ahnung wie es bei anderen Familien ist die so leben wie wir, aber ich vermute mal dass auch dort das Geld nicht auf Bäumen wächst. Nach ein bisschen googeln weiß ich jetzt dass das was wir leben „Selbstbetreuung“ heißt, dass es wohl eine „Selbstbetreuer-Szene“ gibt, und dass dort so gut wie alle auch ähnliche Abstriche machen wie wir.

Dogmen sind unbedacht

Fremd sind mir dennoch trotzdem jegliche Dogmen von beiden Seiten. „Kinder können nur im Kindergarten soziales Miteinander lernen.“ „Kinderbetreuung gehört ausschließlich in die Hand der Eltern.“

Das finde ich kurzsichtig und nicht unbedingt zutreffend. Dann müssten  ja Generationen von Menschen soziale Volltrottel gewesen sein und es wäre ein echtes Wunder dass wir es bis zur Erfindung des Berufs Erzieher geschafft haben. So oder so steht und fällt die Betreuung für mich immer mit den betreuenden Personen.
Auch ist eine Betreuung zu Hause nicht unbedingt gut nur weil man Mutter oder Vater des Kindes ist. Genauso kann ein Kindergarten ungeeignet (für diese oder jene Familie) sein wenn dort etwas grundlegend schief läuft oder das Kind sich dort einfach nicht wohl fühlt oder die Eltern sogar ausgelacht werden weil sie bindungsorientiert leben.

Im Endeffekt möchte ich euch eins mit auf den Weg geben: sich „Selbstbetreuung“ (oder wie man den Wunsch, seine Kinder selbst zuhause betreuen zu wollen, auch immer nennen mag) nicht leisten können, ist kein KO-Kriterium. Es ist machbar, wenn man bereit ist Abstriche zu machen. Es ist wie bei allem, was mit dem Kinderkriegen und Aufziehen derselben zusammenhängt: man muss den Mut aufbringen und springen. Das Schwimmen klappt dann schon. 😉

Wie immer gilt, macht das was für eure Familie passt und wie ihr glücklich seid, das ist sowieso das beste für Kinder.

PS. Ich will übrigens nicht ausschließen das meine Ansichten anders wären, wenn wir  damals (2013) einen Kitaplatz (Kitaplätze) bekommen hätten. Mit passenden Betreuungszeiten und so.  Ich würde also meine Kinder nicht um jeden Preis NICHT in die Kita schicken.

Mehr zum Thema lesen?

  • Eine Liste von Fragen die uns auch ständig gestellt werden findet ihr hier.
  • Weitere Infos gibt’s auch hier  (wobei ich persönlich die Seite schon recht dogmatisch finde).
By | 2017-03-14T14:42:21+00:00 15. Januar 2016|Categories: Familienleben, Ich schreibe|27 Comments

About the Author:

Katarina (30) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

27 Comments

  1. Mel 15. Januar 2016 at 21:02 - Reply

    Liebe Katharina , der Artikel spricht mir aus der Seele, denn wir werden auch oft gefragt wie Selbstbetreuung denn finanziell gehen soll. Gut , ich muss dazu sagen wir haben bisher erst ein Kind , aber ich denke das ist nicht wichtig , denn egal wieviel man Kinder hat , man muss es denk ich tatsächlich einfach wollen und ausprobieren. Wir haben auch keine Markenartikel , fahren nicht teuer in den Urlaub und wir haben sogar zwei Autos und ein Haus abzubezahlen. Mein Mann ist kein Schwerverdiener , aber siehe da es funktioniert 😀 toller Artikel!

    • Katarina 16. Januar 2016 at 11:15 - Reply

      Hallo Mel,

      ja ich glaube das ist es halt. Wenn man es möchte, dann geht das meistens auch. Ich finde es jedenfalls falsch es (bis auf Ausnahmen) als K.O Kriterium zu sehen wenn man gerne selbst betreuen will.

      Aber darin liegt der Hase im Pfeffer begraben: Wenn man es will! Ich finde es absolut nicht schlimm wenn jemand sagt, nö ich will mich nicht weiter einschränken dafür. Da finde ich ist es wie mit einer Weltreise. Spontan würde ich sagen „Kann ich mir nicht leisten“. Was aber nicht stimmt. Ich könnte das Auto verkaufen und mich 3 Jahre von Dosenravioli ernähren und dann würde das vermutlich klappen mit der Weltreise. Mag ich nur nicht.
      So wie andere sich für Selbstbetreuung nicht einschränken würden. Jedem wie er mag und die Familie glücklich ist.

  2. Mama Maus 15. Januar 2016 at 22:37 - Reply

    Hallo Katarina,

    Sehr schön, dass du mit deinem Artikel mit ein paar Vorurteilen aufräumst.

    Ich weiß nicht, wie es bei euch ist, aber hier auf dem Land in den neuen Bundesländern ist es Usus, dass Kinder früh fremdbetreut werden. In unserem 600 Seelendorf leben mindestens 50 kleine Kinder, trotzdem kenne ich kein einziges, dass nicht spätestens mit 2 Jahren in den Kindergarten geht. So viel zur Situation bei uns vor Ort.
    Das bedeutet allerdings auch, dass man kaum Spielkameraden außerhalb der Kernzeiten des Kindergartens (8-16 Uhr) findet mit dem meine Kinder spielen könnten.

    Deshalb haben wir uns entschieden unsere Kinder in den Kindergarten zu schicken – allerdings als sie älter als 3 Jahre waren. Selbst in dieser Situation würden wir von vielen schon kritisch beäugt.

    Nach ein paar Monaten mit 8h Fremdbetreuung für die beiden Großen sind wir dann zurückgerudert und haben auf 3h pro Tag verkürzt. Uns geht es sehr gut mit dieser Situation. Ich habe das bereits letztes Jahr unter
    http://kinder-kueche-kaufrausch.blogspot.com/2015/01/unser-leben-fast-ohne-kindergarten.html erwähnt und stehe auch heute noch voll und ganz hinter dieser Entscheidung.

    Somit kenne ich beide Seiten und ich muss immer wieder betonen, dass Selbstbetreuung wunderbar ist und solange sie zur Familie passt muss kein Kind darunter leiden.

    Viele Grüße
    Mama Maus

    • Katarina 15. Januar 2016 at 22:43 - Reply

      Liebe Mama Maus,

      mit

      „und ich muss immer wieder betonen, dass Selbstbetreuung wunderbar ist und solange sie zur Familie passt muss kein Kind darunter leiden.“

      fasst du das was ich denke ganz wunderbar zusammenfassen.

  3. Anneke 16. Januar 2016 at 08:12 - Reply

    Meine Kinder gehen zwar in den Kindergarten, aber ich denke der Besuch einer Kita (und der damit oft verbundene Teilzeit/Vollzeitjob) kann ganz schöne finanzielle Einbußen mit sich bringen. Hohe Kitagebühren (tw. um die 500€ für EIN Kind), es „MUSS“ ein zweites Auto angeschafft werden, damit das Kind in die Kita gebracht werden kann und Mama/Papa pünktlich bei der Arbeit sind, wenn Mama/Papa länger arbeiten muss ggf. ein Babysitter organisiert werden, der dann auch wieder kostet. Ggf, holt man sich dann eine Putzhile, da man in seiner Freizeit ja nicht noch den Haushalt machen will 😉 Soviel muss man dann auch erstmal wieder verdienen. Ok, Babysitter und Putzhilfe sind optional, aber die anderen Punkte erfüllen einige Freunde von uns…

    Das hängt natürlich wieder davon ab, wo man wohnt. Wir haben hier das Glück, dass wir kein (zweites) Auto brauchen (den Bulli bräuchten wir auch nicht ;)) und die KitaGebühren in HH vorletztes Jahr drastisch reduziert wurden.

    Muss aufhören, Kind fummelt an der Tastatur rum 😉

    • Katarina 16. Januar 2016 at 11:06 - Reply

      Hey Anneke,

      das spielt natürlich auch noch mit rein. Wenn ich keine – kaum Kitakosten habe, dann sind natürlich auch die finanziellen Einbußen weniger. (In unserem alten Wohnort kostete Kita -nicht Vollzeit- 370€ pro Kind und Geschwisterrabatt gab es gar nicht. Bezuschussung war auch nicht möglich, weil wir irgendwie 3 € über der Grenze liegen.)

      Euren Bulli würde ich übrigens sofort gegen unseren Opel eintauschen. Bulliliebe!

  4. Ich bewundere es, wenn Familien so viel Mut aufbringen, finanzielle und andere „Einbuße“ auf sich zu nehmen um Kinder selbst zu betreuen bis die Schulpflicht in Kraft tritt.
    Ich hoffe darauf, dass wir nach der Elternzeit einen Weg gefunden haben, der maximal bedeutet, unsere Kinder nur Teilzeit betreuen lassen zu müssen. Mit z.B. 20 Stunden oder so könnte ich gut leben. Hier in der Großstadt ist es allerdings so (und das empfinde ich persönlich fast als Zwang!), dass man einen Kiga/eine Kita finden muss, die das Stundenmodell nicht vorgibt. Klar, ich weiß, die müssen auch überleben und dafür nun mal Geld verlangen. Aber ich möchte mir nicht vorschreiben lassen, wann und wie lange ich mein Kind betreuen lasse. Und habe große Angst davor letztendlich in die Situation zu kommen, die schlechtere Kita wählen zu müssen, nur weil es die einzige ist, die weniger Stunden akzeptiert. Mein Kind wird übrigens diesen Dezember 3 und soll erst frühestens im August 2017 in den Kiga. Selbst dafür werden wir hin und wieder schief angeschaut. Da sei er ja schließlich schon fast 4 und ob wir das nicht spät fänden? Naja. Gesellschaft eben… 😉

    • sven ja 18. Januar 2016 at 18:18 - Reply

      So ist es bei uns auch, meine Tochter ist gerade 3 geworden und kommt im August in den Kindergarten. Die elterninitiative bietet auch nur 45 stunden Plätze, aber man kann sein Kind ja trotzdem früher abholen. Der preisunterschied bei ü3 kindern beträgt auch nur ein paar Euro bei uns im vergleich zu nem 35 oder 25 stunden platz.
      Lg

  5. Mathias 16. Januar 2016 at 20:37 - Reply

    Hallo,

    muss auch an dieser Stelle sagen, das mir dein Beitrag sehr gut gefallen. Meine Frau und ich bekommen auch bald ein Kind (wird ein Junge) – wir haben auch schon mit dem Gedanken gespielt, ob wir unser Kind nicht selbst betreuen möchten. Das hat natürliche viele Vorteile aber auch einige Nachteile, die wir festgestellt haben. So kann auf ein Entschluss sind wir nicht gekommen.

  6. Mama in Hamburg 17. Januar 2016 at 12:37 - Reply

    Der Artikel ist super und ich habe beim Lesen immer wieder daran gedacht, dass es ja auch der Kita Platz ist, den man sich erstmal leisten können muss.
    In Hamburg ist die Betreuung bis zu 5 Stunden tägliche kostenfrei, alles darüber hinaus muss dazu gekauft werden, wobei sich der Preis pro zugekaufte Stunde nach dem individuellen Einkommen der Eltern richtet.

    Mein Kleiner bleibt bis zu seinem zweiten Geburtstag zuhause und wird dann in die Kita gehen, einfach, weil ich dann wieder arbeiten muss. Sonst wird es schwierig mit der Miete. Wir haben überlegt, nach Schleswig Holstein oder Niedersachsen zu ziehen, da sind die Mieten günstiger, aber wir bräuchten ein Auto und müssten für den Kita Platz zahlen. Das muss man sich auch erstmal leisten können.

    Ich finde es gut und richtig, wie ihr es macht. Für jede Familie passt etwas anderes und bei drei Kindern machen deine Mädels in Punkto Sozialkompetenz bestimmt keine Abstriche.

  7. Das kleine Mamaglück 17. Januar 2016 at 13:40 - Reply

    Ein ganz ganz toller Artikel! Ich bin auch der Meinung dass die Tatsache, heutzutage müssten beide Elternteile arbeiten gehen, so nicht stimmt. Es hängt alles von den persönlichen Ansprüchen ab – und ja, wenn man weiterhin 2 Autos fahren möchte, ein Haus bauen und zweimal im Jahr in Urlaub fliegen möchte – dann müssen natürlich beide arbeiten (Es gibt natürlich Ausnahmen wie z.b. Alleinerziehende aber davon spreche ich jetzt nicht). Davon abgesehen habe ich die Erfahrung gemacht, dass es in unserer Gesellschaft schon fast verachtet wird wenn man sich als Frau „nur“ um die Kinderbetreeung kümmert. Unsere Große ist jetzt 26 Monate alt und ich bin mit dem 2. Kind schwanger. Ich musste mir oft doofe Kommentare anhören und abwertende Blicke ertragen weil ich noch nicht wieder arbeite. Dabei bin ich der Meinung dass dies wirklich jede Familie für sich alleine entscheiden muss – weil es für jede Familie nur einen richtigen Weg gibt – nämlich ihren Eigenen. Geht man als Frau nach dem Mutterschutz wieder arbeiten ist das genauso in Ordnung wie wenn man volle 3 Jahre zuhause bleibt – solange alle Beteiligten mit dem gewählten Modell glücklich sind!

  8. […] Blogprinzessin, die das Thema Selbstbetreuung auch mal aus der finanziellen Sicht beleuchtet […]

  9. Katharina 19. Januar 2016 at 14:39 - Reply

    Unsere Tochter (jetzt schon 5) ist in Fremdbetreuung seit sie 9 Monate alt ist. Mir ist zu Hause die Decke auf den Kopf gefallen, ich wollte unbedingt wieder „was tun“. Sicher war ich auch mit der kleinen Madame zu Hause nicht untätig. Aber für mich war in dem Moment „was tun“ und „was tun“ einfach was unterschiedliches. Also bin ich in Teilzeit wieder gestartet.
    Seit dem sie 1 Jahr alt ist arbeite ich wieder Vollzeit und ich bin ausgeglichener und mit mir selbst zufriedener.
    Da ich bekennender Sportmuffel bin, arbeite ich neben dem Bürojob auch noch als Aushilfe bei einem Mode-Discounter.
    Das Ergebnis ist, dass ich genau die gegenteiligen „Vorwürfe“ / Sprüche hören muss. Am schlimmsten für mich ist es, wenn Leute mich fragen „Warum hast du überhaupt ein Kind bekommen?“. Es suggeriert einem immer wieder das man nur ein Mensch zweiter Klasse ist weil man (gern) arbeiten geht.

    Man sollte es genau wie alles andere im Leben immer nach dem Motto „Leben und leben lassen“ handhaben.
    Ich finde es schön, wenn man seine Entscheidung trifft und dazu steht. Insofern finde ich deinen Artikel als „Pro“ Selbstbetreuung sehr schön geschrieben und so schön frei von dem hocherhobenen Zeigefinger gegenüber uns „anderen“ … schade das nicht jeder so denken kann.

  10. Biene 20. Januar 2016 at 11:05 - Reply

    Bei uns war es ähnlich wie bei Katharina. Meine Maus ist damals auch mit etwa 10 Monaten in die Kita gekommen. Allerdings war sie anfangs mehr krank als anwesend ;-).
    Ich habe den Schritt auch nie bereut, weil mir ebenfalls zuhause die Decke auf den Kopf gefallen ist. In meiner Gegend kannte ich anfangs kaum einen mit einem Kind im gleichen Alter und hatte somit auch wenig Möglichkeiten mich mal zu unterhalten oder auszutauschen. Ich war froh, dass ich zur Krabbelgruppe, Babyschwimmen und ähnlichem gehen konnte, damit ich auch mal „raus“ kam.

    Allerdings habe ich mich dafür entschieden, halbtags zu arbeiten. Somit ist meine Maus leider trotzdem noch 40 Stunden/Woche in der Kita, aber eben 10 Stunden weniger, als wenn ich voll gehen würde. Ich wollte eben wenigstens noch ein bißchen Zeit mit meiner Maus am Tag verbringen und sie eben nicht nur ins Bett bringen können.
    Das war für uns der ideale Weg und meiner Maus gefällt es in der Kita.
    Aber wie schon mehrfach gesagt, jeder muss eben seinen eigenen Weg finden.

  11. […] Blogprinzessin, die das finanzielle Argument beleuchtet und gleichzeitig pragmatisch verschiedene Lösungen als gut und akzeptabel bewertet […]

  12. Angelina 28. Januar 2016 at 22:11 - Reply

    Hallo,
    ich denke auch, dass man es wollen muss, seine Kinder selbst zu betreuen! Für uns war klar, dass wir unsere Kinder selbst betreuen würden! Dass man finanzielle Einbussen hat ist doch klar! Und auch wir verzichten auf Urlaub und sonstigen fiktiven Luxus, weil der grösste Luxus ist, sein Leben mit dem der eigenen Kinder zu teilen, sie zu erziehen und für sie immer ansprechbar zu sein!
    Ich kann mir absolut nicht vorstellen meine Kinder in eine Fremdbetreuung zu geben! Zudem denke ich, auch wenn es sich hart anhört, dass man sich vor der Zeugung eines Kindes Gedanken darüber machen sollte, ob man es wirklich als Baby oder Kleinkind abgeben will und nicht beim Aufwachsen begleitet! Wenn man die Tierwelt ansieht, und dazu gehören wir auch, so sieht man, dass sich die Mütter um ihre Kinder kümmern, ihnen alles beibringen was sie für das Leben brauchen! Und eben keine Fremden!
    Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass wir stolz darauf sind unsere Kinder selbst zu betreuen und dass wir auf nichts verzichten müssen was von Wert ist!
    Danke für Deine Homepage und das Wissen, dass es noch mehr Menschen gibt, die es so leben und sehen wie wir!

  13. Isa Hauck 2. Februar 2016 at 18:04 - Reply

    Hallo,
    Bin gerade zufällig über deinen Blog gestolpert und sehe, dass du auch selbst betreust.
    Seid ihr auch schulfrei? Wir sind gerade zwecks Schulfreiheit ins Elsass gezogen.
    Ich hab bei facebook die Gruppe „Austausch kigafrei + schulfrei“ und schreibe ein wenig über unser Leben auf der Seie „Leben mit Gott in Frankreich“.
    Freue mich immer, andere kigafreie Familien zu treffen und dachte, ich lass mal liebe Grüße da. 🙂
    Isa
    (insta @daishauck)

  14. Ive 2. Februar 2016 at 19:39 - Reply

    Toller Artikel!
    Selbstbetreuung wird im Moment durch viele (verständlicherweise nicht populären Studien) gestützt.
    Fremdbetreuung unter 3 Jahren hat massive Auswirkungen durch den Verlust der primären Bezugsperson die für ein Kleinkind einfach unersetzlich ist.
    Klar das will keiner hören. Aber selbst wissenschaftlich wird (mal wieder) bewiesen dass die ursprüngliche Form des Lebens (als Familie) das Beste für Kinder ist und sie zu psychisch reifen Menschen gedeihen lässt.
    Nur muss man das wollen…. und Verzicht üben können. Vor allem als Mutter.
    Ich will das! Und immer mehr auch!
    Danke für den Artikel!

  15. Julia 4. Februar 2016 at 13:24 - Reply

    Da wird die Debatte aber dann doch ziemlich ideologisch, wenn ich die letzten Beiträge so betrachte! „beim Aufwachsen begleiten“ „als Mutter Verzicht üben“ Wenn ich das schon höre!

    1. Die meisten Kinder (nicht alle!) finden es bei Mama alleine den ganzen Tag ziemlich langweilig und daher super, wenn sie ein paar Stunden am Tag ein bisschen Action haben und auch mal was erleben, was Mama zuhause nicht macht oder was Mama ihnen noch nicht zutraut… Stichworte Fingerfarben, Kleben, selber essen… und das Kind lernt, dass es auch andere Menschen gibt außer Mama und Papa, die lieb zu ihnen sind. Entwicklungspsychologisch nur von Vorteil… allerdings sind da Kinder naturgemäß vom Charakter natürlich verschieden. Manche Kinder wollen früher raus, manche eben später…

    Meine große Tochter z.B. ist Vorschulkind und fragt jeden morgen, ob sie heute bitte wieder bis 4 im Kindergarten bleiben darf… als ich in Elternzeit mit der Kleinen war, wollte ich sie früher holen, damit wir den Nachmittag zusammen verbringen können, aber sie wollte einfach nicht nach Hause, sondern lieber mit ihren Freunden im Kindergarten spielen…

    Meine Kleine (jetzt 1,5) ist 10 Stunden wach am Tag und 4 Stunden davon in der Kita (inkl. Mittagsschlaf). In den übrigen 6 Stunden kann ich ihr doch sehr wohl noch die Welt zeigen und ausgiebig kuscheln! Und in den Stunden, die wir getrennt sind, erleben wir Dinge, die uns beide erfüllen und weiterbringen (egal, ob es für die Mama ein Job ist oder eine Weiterbildung oder einfach mal in Ruhe ein Buch lesen oder Sport machen oder kochen oder was weiß ich…).

    Es hat auch nicht jeder eine Oma oder einen Vater im Schichtdienst, die auch mal tagsüber die Kinder übernehmen. Wann geht ihr zum Frisör, zum Arzt, zum Bankberater oder sonstigen wichtigen Terminen? Für mich undenkbar, nicht mal ein paar Stunden „ohne Anhang“ unterwegs zu sein (und hier geht es ausdrücklich nicht ums Arbeiten). Oder auch mal nur mit einem Kind was unternehmen, damit es die Mama mal ausnahmsweise für sich alleine hat.

    2. Selbstbetreuung heißt meistens Mütterbetreuung. Ich bin auch gern bei meinem Kind und möchte auf jeden Fall mehr Zeit mit ihm verbringen als nur morgens beim Frühstück und abends beim Ins-Bett-Bringen (wie viele Väter). Denn das ist eine einmalige Zeit, die nie wieder kommen wird und ich bin daher froh, dass ich flexible Teilzeit arbeiten kann. Aber das wird sich spätestens bei der Rente bemerkbar machen. Ich fürchte, dass viele Frauen nicht daran denken, dass sie vielleicht mal alleine da stehen könnten. Das kann man auch anders regeln als durch Berufstätigkeit, z.B. durch einen Ehevertrag, aber wer macht das schon?

    Es geht also nicht nur darum, sich Selbstbetreuung JETZT „leisten zu können“, sondern auch in der Zukunft. Krankheit, Jobverlust, Trennung, seid ihr abgesichert, wenn der Ernährer ausfällt?

  16. […] Die Idee zu diesem Text lieferte mir der – sehr sympathische Blog – blogprinzessin.de. Dort erzählt Katarina u.a. davon, warum ihre drei Kinder nicht in den Kindergarten gehen. Nur so […]

  17. Vera 7. April 2016 at 10:09 - Reply

    Liebe Katharina,

    „(Übrigens lagen die Kids auch noch nie bei einer U-Untersuchung irgendwo hinter ihren in den Kindergarten gehenden Altersgenossen.)“ – Das man das überhaupt sagen muss…
    Das Schönste an deinen Ausführungen finde ich, dass es nach einem glücklichen Familien-Zusammenleben klingt. Und das Glücklichsein wird doch allzu schnell außen vor gelassen unter den Kriterien der optimalen Familienplanung 😉

    Liebe Grüße!

  18. Conny 13. April 2016 at 21:21 - Reply

    Ich finde es eher umgekehrt schwierig. Ich kann es mir nicht leisten, meine Kinder in die Kita zu schicken.

    • Katarina 13. April 2016 at 21:40 - Reply

      Hallo Conny,

      fehlt da ein „nicht“ in deinem Satz? Sonst stehe ich nämlich auf dem Schlauch und verstehe grade nicht was du meinst….

      Liebe Grüße,
      Katarina

  19. Conny 22. April 2016 at 04:41 - Reply

    Als Selbstständige ist die KiTa ein Glücksspiel. Wirst erst niedrig eingestuft, hast gutes Jahr, dann zahlste nachträglich den Höchstsatz und das können mehrere tausend Euro sein, wobei du dafür teils nicht mal so hohen Verdienst haben musst.

  20. Jenny 8. Juni 2016 at 13:18 - Reply

    Toll. Meine Kids (3,5 & 1,5) gehen auch nicht in den kiga. Ist auch nicht vorgesehen bis jetzt und wir sind Happy.

  21. Jana 13. Dezember 2016 at 02:02 - Reply

    Aber sag mal ist das bloggen nicht sowas wie dein Job?

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