6 Fragen an…einen Foodfotografen.

Was ist „6 Fragen an…“?

„6 Fragen an…“ ist eine Serie hier auf dem Blog. Ich stelle Menschen, die beruflich irgendwas machen, immer die gleichen 6 Fragen  um mehr über ihre Berufe und den Menschen zu erfahren. Dieses mal mit Calle. Er arbeitet als Foodfotograf mit Studio in Kiel und online ist er auf callehackenberg.de zu finden.

Calle Hackenberg

Bildrechte: Calle Hackenberg

Lieber Calle, wie bist Du auf die Idee gekommen, das beruflich zu machen, was Du machst?

Ich habe mich eine ganze Weile in meiner Jugend mit Design & Grafik auseinander gesetzt und bin darüber step by step immer mehr in die Fotografie eingetaucht. Das Medium kam mir näher an der Realität vor und der Interaktionsgrad bzw. die Interaktionsmöglichkeiten mit dem Medium selbst und der abzubildenden Person/Gegenstand war das was mich schnell gefesselt hat.

Initialzündung war dann wohl ein Praktikum bei einem Fotografen – die Möglichkeit Licht (und mit Licht) zu Formen und zu Gestalten waren ein stückweit augenöffnend.

Wie wird man Foodfotograf?

Gar nicht. Oder so ähnlich. Das ist nichts was man irgendwo mal „lernen“ kann.
Es gibt diverse Wege die man einschlagen kann um „Fotograf“ zu werden. Von Ausbildung, über Studium und natürlich auch autodidaktisch. Der Beruf ist nicht mehr geschützt, was nichts anderes heißt, als dass du dich morgen hinsetzen kannst, einen Steuerbogen ausfüllst und von da an Fotografin Blogprinzessin sein kannst. Hoch offiziell mit allem Zipp und Zapp.
Allerdings hat das dann mit der realen werblichen bzw. redaktionellen Fotowelt, zwischen denen man unterscheidet, nichts zu tun. Um dort zu landen oder dort zu arbeiten ist es üblich, dass man erstmal einige Zeit, meist mehrere Jahre, als Assistent sich ein wenig die Hände schmutzige macht und den Leuten die da schon voll drinstecken über die Schulter schaut.

So habe ich es auch gemacht und habe so etwa 3,5 Jahre assistiert. Während der Zeit bin ich bei verschiedenen Fotografen gewesen und bin letztlich dann völlig bei Food hängen geblieben. Jeder Fotograf spezialisiert sich i.d.R., weil man nicht realistisch alle Bereiche auf höchstem Niveau bearbeiten kann. Triathleten würden ja auch in jeder einzelnen Disziplin gegen jemanden der nur eine davon macht hoffnungslos untergehen.

Welche Fragen werden dir im Job am häufigsten gestellt?

„Kann man das noch essen?“

Und immer wieder ein Highlight – „Was machst du dann mit dem Essen?“

Was hat Dich als Foodfotograf an deinem Job am meisten überrascht?

Wie lange man an einem einzelnen Blatt frischen Basilikum oder ähnliches hin und her ziehen kann, bis es perfekt liegt, um dann festzustellen, das die erste Position vor 1 1⁄2 Stunden am besten war.

Was ist Dein absolutes Must-have für Hobbyfotografen?

Ein Drucker oder eine entsprechende Brieftasche um regelmäßig Dinge drucken zu lassen.
Bilder auf dem Computer, Stick oder Ipad machen niemanden glücklich oder bringen einen voran. Ein gedrucktes Bild ist vielfach mehr wert und auch immer nochmal ein Grund das Bild bzw. seine Arbeit aufs Neue zu überprüfen und zu betrachten.

Was ist dein Nummer 1 Tipp für gute Fotos?

Zeit. Man muss oder sollte unbedingt Zeit mitbringen und Ruhe. Ein gutes Bild ist nie ein Schnappschuss, sondern jedes Element sollte bewusst platziert oder arrangiert sein im Bild selbst. Nichts wird dem Zufall überlassen.
Bringt Zeit mit, kontrolliert die Bilder gegen – nicht auf Schärfe oder ob die Schwiegertochter Cindy die Augen offen hat, sondern kontrolliert sie daraufhin, ob alles „gut im Bild sitzt“. Perspektive, Beschnitt, Raumverteilung, Freiflächen, also die Gesamtkomposition.

Danke dafür dass ich dich interviewen durfte, lieber Calle!

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Wenn ihr noch jemanden kennt, der auch gerne bei „6 Fragen an…“ mitmachen würde, dann mailt mir doch bitte (kat @ blogprinzessin.de) und sagt mir kurz was ihr macht.

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By | 2017-03-17T19:01:06+00:00 23. Januar 2016|Categories: Ich schreibe|Tags: |0 Comments

About the Author:

Katarina (30) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

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