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Levis Geburt

Es war der 27. Januar, ein kalter Tag, an dem es ganz viel geschneit hatte. Eine Freundin von mir war zu Besuch. Sie ist selbst vor zwei Monaten Mama geworden und wir unterhielten uns über ihre Geburt und stellten uns vor, wie meine werden würde.

Irgendwann kam dann mein Freund von der Arbeit nach Hause und sagte: „Schatz, der Kleine muss heute kommen, ich mag morgen nicht arbeiten gehen“ (Er hatte nämlich zwei Wochen Urlaub nach der Geburt geplant). Es konnte also wirklich nicht mehr lange dauern, da ich davon überzeugt war, mein Kind würde im Januar zur Welt kommen und nicht, wie errechnet, am 7. Februar oder überhaupt erst im Februar.
Es wurde langsam Abend, wir machten es uns auf der Couch gemütlich und guckten Tatort. Eigentlich war ein Besuch bei Freunden geplant, aber die Straße war aufgrund starken Schneefalls gesperrt und da die Straße bei uns eine Steige war, war es ja sowieso gefährlich.

Wasserfall oder Fruchtblase geplatzt?

Irgendwann wollten wir ins Bett und ich ging, natürlich wie immer, nochmal kurz aufs Klo. Ich habe dann gesehen, dass mein Pfropf abgegangen ist und somit wurde mir nochmal bestätigt, dass es sich wirklich nur noch um Stunden oder Tage handeln kann. Als ich aufgestanden bin, lief es mir warm an den Beinen runter und ich habe realisiert, dass meine Fruchtblase geplatzt ist. Es war ca. 22.45 Uhr. Ich rief nach meinem Freund, er guckte rein und ich sagte nur: „Okay, sieht so aus, als müsstest du morgen nicht arbeiten gehen.“ Er wurde plötzlich ganz hektisch und meinte, wir müssten schauen, dass wir schnell ins Krankenhaus kommen, hat sich zurecht gemacht, ein paar Sachen gepackt und die Wohnung kurz gecheckt, während ich mit meinem nicht enden wollenden Wasserfall etwas überfordert war. Ich steckte mir ein dickes Handtuch zwischen die Beine und war erstaunt darüber, wie viel da rauskommt.  🙂

Von Wehen keine Spur

Die Fahrt haben wir trotz Schnee und Sperre gut überstanden und waren so gegen 23.45 Uhr im Krankenhaus. Ich wurde in den Kreißsaal gebracht, wo man mich erstmal ans CTG angeschlossen hatte. Von Wehen keine Spur. Im Zimmer nebenan schrie sich eine Frau die Seele aus dem Leib oder in diesem Fall das Kind aus dem Bauch … Ich bekam Angst!
Da natürlich außer dem Fruchtwasser bei mir gar nichts lief, wurde ich erstmal ins normale Zimmer geschickt. An Schlafen war nicht zu denken, ich hatte ein unregelmäßiges Ziehen im Bauch. Ich hatte gehofft, es sind endlich Wehen. Um 7 Uhr sollten wir wieder in den Kreißsaal und da wurde uns gesagt, dass sich immer noch
nichts tut. Wir sollten um 12 Uhr wieder kommen. Ich hatte natürlich schon keinen Bock mehr. Ich war den Tag davor lange wach, habe in der Nacht nicht geschlafen und hatte immer wieder mit meinem Bauch zu kämpfen. Um 12 Uhr durfte ich dann erstmal in der Badewanne entspannen, in der Hoffnung, dass das heiße Wasser hilft. Aber auch da – nichts! Mir wurden schließlich Folgendes angeboten: Wehencocktail trinken oder Einleiten. Ich entschied mich für den Cocktail, den ich dann noch in der Badewanne trinken durfte.

Endlich Wehen

Gegen 14 Uhr kamen dann auch endlich die Wehen. Diese Schmerzen sind für mich nicht in Worte zu fassen. Ich habe immer daran gedacht, dass sie nach neun Mal atmen (ich hatte da so eine Technik entwickelt) wieder weg sind. Um 16 Uhr hatte ich keine Kraft mehr und wünschte die PDA. Sie hat sehr schnell gewirkt und mir auch wahnsinnig gut getan. Ich konnte essen, trinken und Kraft sammeln und konnte wieder einigermaßen Mensch sein. Etwa um 19 Uhr wurde ich an den Wehentropf gehängt, damit die Wirkung der PDA nachlässt. Da leider nur wenig passiert ist bzw. ich nur sehr unregelmäßig Wehen hatte, wurde die Dosis immer wieder erhöht. Irgendwann nach 21 Uhr wurde mir gesagt, dass ich bei der nächsten Wehe pressen soll. Leider hat sich diese Wehe ziemlich viel Zeit gelassen. Das ging dann länger so und irgendwann hat mich die Kraft verlassen und ich habe gesagt, sie sollen ihn jetzt irgendwie da rausholen. Also nahm man die Saugglocke, es ruckelte ein bisschen, ich musste nochmal „nachschieben“ und endlich war der kleine Mann da. Mir wurde dieses wunderschöne kleine Baby auf die Brust gelegt, Papa durfte die Nabelschnur durchschneiden und der erste Schrei ließ auch nicht lange auf sich warten.

Levi Geburtsbericht

Bildrechte: Mamapremiere

Wir schrieben den 28. Januar, 22.21 Uhr und wir nannten ihn Levi.

Danke liebe Simone für eure Geburtsgeschichte.  Simone ist eine liebe Bloggerkollegin und bloggt auf Mamapremiere.

Geburtsbericht

Bildrechte: Mamapremiere

By | 2017-06-25T17:03:04+00:00 3. Februar 2016|Categories: Gastbeiträge, Geburtsbericht|0 Comments

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Artikel von Leserinnen und Lesern werden unter dem Namen "Gastautor" gebündelt. Wer genau was geschrieben hat, steht immer im entsprechenden Beitrag.

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