Buchvorstellung: Stinkheim am Arschberg

*Dieser Beitrag enthält Werbelinks.

Der ein oder andere mag sich vielleicht daran erinnern, dass ich schon einmal das Buch „Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ vorgestellt habe. Liest man die Rezensionen auf Amazon, gibt es darüber sehr geteilte Meinungen. Das Buch, das ich heute vorstellen möchte, wird die Meinungen wahrscheinlich noch mehr spalten.

Es geht um das Buch „Stinkheim am Arschberg“ und die ersten werden schon beim Titel die Augen verdrehen. Die Geschichte handelt vom Örtchen Blasheim, einem idyllischen Luftkurort – der aufmerksame (erwachsene) Leser kann hier schon die ironische Grundhaltung des Autors erkennen. Um diese kleine Stadt rankt sich die Legende, dass der ursprüngliche Name in grauer Vorzeit Stinkheim lautete.

Stinkheim lag direkt am Arschberg und in diesem wohnte ein schreckliches Ungetüm. Dieses fraß am allerliebsten das Gemüse von den Feldern der Bauern und bekam dadurch furchtbare Blähungen. Weil die Luft im Ort dadurch unerträglich schlecht wurde, beschlossen die Bewohner, das Ungetüm zu fangen. Um das zu erreichen, fassten sie den Plan, das Tier mit seinen eigenen Waffen zu schlagen. Mehr sei an dieser Stelle nicht verraten.

Stinkheim am Arschberg

Bildrechte: Mausekinder

Unterstrichen wird die skurrile Geschichte übrigens von ganz fantastischen Bildern. Und ganz nebenbei werden kleine Seitenhiebe auf Obrigkeit und Klerus – vertreten durch den König und den Pfarrer – verteilt.

Ich habe das Buch letztes Jahr entdeckt und ganz provokativ auf die Weihnachtswunschliste meines kleinen Mannes gesetzt.

Mir war klar, dass diese Entscheidung im Verwandtenkreis teilweise auf Unverständnis stoßen würde. Die ersten Reaktionen kamen dann auch schnell: was soll man von dieser abstrusen Geschichte nur halten?

Und muss es denn unbedingt sein, ein Buch, das solche Worte benutzt, zu kaufen?

Ich beantworte diese Frage ganz definitiv mit Ja. Das Buch mag für manche infantil und ordinär sein. Ich finde es hingegen einfach großartig, Kindern so eine fantasievolle und absurde Welt mit einer leichten Prise Anarchie zu zeigen, weit weg von den Regeln unseres Alltags. Der Reiz des Buches liegt gerade darin, dass Kinder Regeln ziemlich schnell lernen, wie z.B. die „bösen“ Wörter nicht zu verwenden. Umso überraschter sind sie, wenn man selbst so unbeschwert mit diesen Themen umgeht und bewusst Regeln bricht.

Ich habe übrigens die Erfahrung gemacht, dass zumindest bei uns, die Verwendung der „bösen“ Wörter sehr viel seltener geworden ist.

Ich hoffe, euch hat der Buchtipp gefallen und freue mich natürlich wie immer auf Feedback!

Wichtige Infos zum Buch

By | 2017-03-14T14:36:10+00:00 13. Februar 2016|Categories: Kinderbücher 0-3 Jahre|0 Comments

About the Author:

Nina ist Mutter von Mats (2). Sie bloggt auf Mausekinder.Sie ist feste Autorin für die monatliche Bücherreihe hier im Blog. (mehr?)

Leave A Comment