Was ist „6 Fragen an…“?

Sechs Fragen an, ist eine Serie hier auf dem Blog. Ich stelle Menschen, die beruflich irgendwas machen, immer die gleichen 6 Fragen um mehr über ihre Berufe und den Menschen zu erfahren. Dieses mal mit Kai. Er arbeitet als Kinobetreiber und ist Kinobesitzer. Ihm und seinem Kompagnon gehören mehrere Kinos in Norddeutschland, unter anderem auch das Kino in welchem ich vor meiner Elternzeit gearbeitet habe.

Kai Bartels, Beluga Kino

Zum Start von „Pixels“ klebt der Chef auch selber einen riesigen Pac Man an die Wand im Kinofoyer. 
Bildrechte: Anita Kielmann /Beluga Kino.

Lieber Kai, wie bist Du auf die Idee gekommen, das beruflich zu machen, was Du machst?

Ich bin schon als Kind mit meinen Eltern immer gerne ins Kino gegangen. Später auch mit Freunden. Dann habe ich als Schüler im Kino den Kartenabreißer und Eisverkäufer gemacht. Noch später in Teilzeit die komplette Deko in einem Multiplexx, dann in Vollzeit als Assistent des Chefs in einem Filmkunsthaus, und daraus wuchs der Gedanke, warum nicht als sein eigener Chef. Die Idee, das was Du in der Freizeit am liebsten tust, beruflich zu machen, und dies auch umsetzen zu können, ist doch mit das tollste überhaupt!

Wie wird man Kinobesitzer?
Man nervt in seinem Stammkino (Grindel in Hamburg) so lange den Chef, bis er sagt: Hör auf zu nerven, Freitag fängst Du an. Eine staatliche Ausbildung gibt es nicht. Während meiner Filmkunstzeit habe ich ein Fernstudium zum Filmtheaterkaufmann gemacht. Genaugenommen muss man einfach nur ein Kino suchen, dass man übernehmen kann. Oder ein eigenes Kino bauen. OK, man braucht auch ein wenig Glück so ein Kino zu finden und Startkapital. (Vielen Dank an meine Eltern.)

Welche Frage wird dir im Job am häufigsten gestellt?
Wie lange geht der Film? (Sehr beliebt bei Eltern die Ihre Kinder wieder abholen wollen.)

Was hat Dich als „Kinobesitzer“ am meisten überrascht? (z.B die wenige Freizeit, so viel Spaß am Job etc)
Wer doch alles an dir verdienen möchte, bzw. wer alles Geld von einem haben will, phänomenal. Und jeder tut so, als ob er dein Bestes will. OK, stimmt auch. Mein Geld. 😉

Was ist Dein absolutes Must-have für ein cooles Kino?
Verrückte Mitarbeiter die den genauso bekloppten Chef in seinen Ideen unterstützen oder noch durchgeknalltere Ideen haben.

Welchen Tipp möchtest du Menschen mitgeben die auch mit dem Gedanken spielen das zu machen was du machst? 

Wer denkt, man schläft bis Mittags, kann den ganzen Tag Filme sehen und bringt am Abend Millionen zur Bank, liegt falsch. Selbstständig bedeutet selbst und ständig. In einem Bereich der 365 Tage im Jahr geöffnet hat und das auch bis spät in die Nacht, gilt dies doppelt. Also wirklich sicher sein, dass man das will. Wenn man dazu bereit ist, ist Kinobetreiber einer der tollsten Berufe die es auf der Welt gibt.

 

Vielen lieben Dank Kai, dass ich das Interview mit dir führen durfte. Eine deiner verrücktesten Mitarbeiterinnen (okay, in Elternzeit) hatte nämlich da wieder so eine spontane Idee…ZACK Elternblog. ZACK…gleich mal den Lieblingschef einspannen dass er mir ein Interview dafür geben soll. Danke dass du meine Ideen so gerne mitmachst.

 

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Wenn ihr noch jemanden kennt, der auch gerne bei „6 Fragen an…“ mitmachen würde, dann mailt mir doch bitte (kat @ blogprinzessin.de) und sagt mir kurz was ihr macht.[/wc_box]