Kirsten Boie, Schriftstellerin, Bildrechte: Stefan Malzkorn

6 Fragen an… Kirsten Boie, Kinderbuchautorin

Lesezeit: 3 Minuten

Was ist „6 Fragen an…“?

Sechs Fragen an, ist eine Serie hier auf dem Blog. Ich stelle Menschen, die beruflich irgendwas machen, immer die gleichen 6 Fragen um mehr über ihre Berufe und den Menschen zu erfahren. Dieses mal mit Kirsten Boie. Sie arbeitet als Autorin und hat inzwischen mehr als 100 Bücher veröffentlicht. (Auf Facebook ist sie auch.)

Kirsten Boie, Schriftstellerin

Foto: Stefan Malzkorn

Liebe Kirsten, wie bist du auf die Idee gekommen, das beruflich zu machen, was Du machst?
Schon als Kind wollte ich Autorin werden, weil mir immer so viele Geschichten eingefallen sind – stattdessen bin ich dann Lehrerin geworden und war das auch sehr gerne. Als mein Mann und ich dann unser erste Kind adoptiert haben, hat das Jugendamt verlangt, dass ich nicht mehr berufstätig bin – damals, vor über dreißig Jahren, war das noch sehr häufig so. Weil aber zu meinem Lebensentwurf immer beides gehört hatte, Familie und Beruf, habe ich mit dem Schreiben angefangen. Eigentlich steckt also kein Plan dahinter!

Wie wird man Kinderbuchautorin?
Es gibt keine Ausbildung. Wenn man Glück hat, gefällt das, was man schreibt, einem Verlag. Dann wird ein Buch daraus. Ich glaube, es hilft sehr, wenn man immerzu viel liest – und auch als Kind viel gelesen hat. Ich habe aber außerdem (um Lehrerin zu werden) noch Literaturwissenschaft studiert. Das ist aber vermutlich überhaupt nicht nötig!

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Was hat Dich als Mutter am Kinderhaben am meisten überrascht?
Wie stark die Gefühle sind. Wie stark die Kinder auf einmal alles bestimmen – auch wenn man vorher der Überzeugung war, man würde sie „einfach so“ einfügen in sein bisheriges Leben. Und man lernt sich ganz neu kennen – auf einmal tauchen Gefühle und Verhaltensweisen auf, die man vorher so nicht an sich kannte. Obwohl man natürlich man selbst bleibt, wird man doch ein anderer Mensch.

Was ist Dein absolutes Must-have für Mütter?
Gelassenheit, Gelassenheit, Gelassenheit! Und auch in den schwierigsten Situationen die Hoffnung, dass sich alles zum Guten fügen wird – selbst wenn es manchmal (Pubertät!) ein bisschen dauern kann…

Welchen Tipp möchtest du Eltern auf den Weg geben?
Ihre Kinder zu lieben, dass es knirscht, und sie gleichzeitig nicht mit zu vielen Erwartungen zu überfrachten: Kinder sind nicht dazu da, unsere nicht gelebten Träume zu erfüllen. Ihr Leben ist ihr eigenes Leben. Sie sollten sich, so wie sie sind, „richtig“ fühlen dürfen.

Vielen lieben Dank Kirsten, dass ich das Interview mit dir führen durfte. Zumal meine Zwillingsmädchen ja nach zwei deiner Romanheldinnen benannt wurden, weil wir die Namen einfach passend und sehr zauberhaft fanden. Danke dafür.

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Für den Fall das jemand anzweifeln sollte ob ich mit DER Kirsten Boie gesprochen habe, hier der Beweisscreenshot unserer Unterhaltung auf Facebook. Die Bildrechte dabei liegen bei Facebook und Paula Markert der Fotografin ihres Profilbildes.

interview kirsten boie

Rechte: Profilbild: © Paula Markert Rest: Facebook

Wenn ihr noch jemanden kennt, der auch gerne bei „6 Fragen an…“ mitmachen würde, dann mailt mir doch bitte (kat @ blogprinzessin.de) und sagt mir kurz was ihr macht.

Wenn Ihr einen Beitrag besonders mögt, aber keine Zeit zum Kommentieren habt, schenkt ihm doch einfach ein Herz!

4 Comments

  1. Susanne

    Wie schön! Ich habe -hust!- Kirsten Boie erst kürzlich entdeckt. Und zwar, weil Anton sich in der Bücherei ein Hörbuch der Kinder aus dem Möwenweg ausgeliehen hat. Und wir sind beide tief darin versunken. Ich habe sogar die Autobahnabfahrt verpasst, weil ich mich so entspannt habe. Anton meinte, die Sprecherin wäre so wie ich 😀 Mir ist dann beim Vorlesen aufgefallen, dass ich (je nach Buch) tatsächlich so intoniere, wie Tara. Als wäre ich selbst 8 😀 Die Namen der Kinder sind mir sofort aufgefallen, sehr ungewöhnlich, dabei aber sehr schön. Stammen die Namen Deiner Mädels aus dem Möwenweg? Falls Du so viel verrätst…

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