*Dieser Beitrag enthält Werbelinks.

Die Diskussionen um die Flüchtlingskrise begegnen einem gerade überall. Und mit ihnen stellt sich auch die Frage: wie leben wir alle zusammen? Erstaunlicher Weise haben Kinder damit wenig Probleme. Sie machen genau das, was wir alle tun sollten und sehen primär den Menschen und nicht seine Herkunft.
In unserer Kita sind alle Religionen und Herkunftsländer vertreten – von Israel, über Iran, Italien, Spanien bis hin zu Kenia. Auch unser Freundeskreis sieht ähnlich aus.

Und obwohl auch mein kleiner Mann sich zunächst keine Gedanken um die Herkunft macht, fallen ihm langsam Unterschiede auf: warum darf sein jüdischer Freund keine Gummibärchen essen und warum trägt Aminas Mama immer ein Kopftuch?

Alle da

Bildrechte: Klett Verlag

Um ihm diese Unterschiede zu erklären, habe ich mich auf die Suche nach einem geeigneten Buch gemacht und bin fündig geworden. Deshalb möchte ich heute das Buch „Alle da!“ von Anja Tuckermann und Tine Schulz vorstellen.

Das Buch beschreibt den Alltag verschiedener Kinder. Es wird erzählt, woher sie selbst oder ihre Familien kommen, wie verstreut manche Familien auf der Welt leben, welche Sprachen gesprochen werden und welche Feste für die Kinder wichtig sind. Und vor allem, was das für den Alltag der Menschen bedeutet.
So wird ganz nebenbei vermittelt, wie unterschiedlich und doch gleich wir alle sind. Manche Kinder sprechen drei verschiedene Sprachen, andere waren noch nie in ihrem Leben in einem anderen Land.
Besonders schön finde ich, dass erklärt wird, wie stark Sprache unsere Identität bestimmt und dass manche Einwanderer vielleicht deshalb so sehr an ihrer eigenen Sprache hängen, da sie Erinnerungen an das Heimatland weckt.
Und für manche ist es einfach zu anstrengend, nach einem langen Arbeitstag auch noch eine fremde Sprache zu erlernen.
An jeder Stelle zeigt das Buch aber auch, dass egal, wo man herkommt, immer ein Zusammenleben möglich ist und Freundschaften auch ohne Worte geschlossen werden können.
Ganz am Ende des Buches geht es dann noch um die Entstehung von Vorurteilen und wie schnell es geht, dass eine einzelne Beobachtung verallgemeinert wird oder dass Menschen einfach Angst vor Neuem und Fremdem haben.

Ein wirklich tolles Buch darüber, wie multikulturelles Zusammenleben gelingen kann!

Ich hoffe, euch hat der Buchtipp gefallen und freue mich natürlich wie immer auf Feedback!