Gleich vorneweg: Ich finde, dass es jedem selbst überlassen sein sollte, was und wieviel zu bestimmten Festivitäten geschenkt wird. Unabhängig davon:

tollabox-piraten-geschafftMeine Kinder bekommen nix zu Ostern. Okay, das ist etwas weit hergeholt. Natürlich bekommen auch meine Kinder etwas vom Osterhasen. Der bringt nämlich bei uns genau das was er auch schon in meiner Kindheit und der von Marc gebracht hat: Schokoladenostereier bis zum Umfallen. Was er allerdings nicht bringt sind Puppenstuben, Fahrräder, Playstations oder andere materielle Dinge. Ich weiß nicht…für mich ist das OSTERN. Nicht Weihnachten oder der Geburtstag. Nur Ostern. Ostereier-Ostern.

„Wie könnt ihr nur?“

„Dann bekommt das arme Kind ja gar nichts zu Ostern!“ Äh, doch..Schokoladeneier eben. Und Schokoladenosterhasen. Ich weiß gar nicht wann das so populär geworden ist materielle nicht essbare Dinge an Ostern mit in die Osternester zu legen. Irgendwann zwischen 1978 und 2016 muss der Osterhase offenbar zum ersten Mal in seinem Leben ein Sponsoring von einem Spielzeughersteller bekommen haben, anders kann ich mir diese Unterschiede zu meiner und Marcs  Kindheit gar nicht erklären.

Oder doch, aber das ist weit hergeholt: Gibt es diese Geschenke vielleicht damit man keine „ungesunden“ Schokoladeneier verschenken muss? Das würde sogar noch Sinn machen, finde ich.

„Wir schenken wirklich nichts.“ Lese ich. Ach es gibt sie noch, die Ostereier-sonst-nix Eltern, denke ich interessiert. Dann lese ich weiter. „Also außer einer Kleinigkeit. Einem Buch oder so.“ Ach…diese Art von NIX. Die kenne ich. Ich kaufe auch immer „nix“ in der Drogerie. Und der schweineteure Friseur hat auch immer „fast nix“ gekostet. 😉

Wie ich so bin, habe ich gestern meine Verwunderung auf Twitter bekannt gegeben und bekam viel Zuspruch, aber der eine oder andere erklärte mir das sie „Kleinigkeiten“ auch zu Ostern kennen würden. Gut, dann ist das ganze vielleicht gar nicht so sehr ein „neuer Trend“ sondern vielleicht bedingt durch die unterschiedlichen Erziehungsstile. Oder auch die unterschiedlichen finanziellen Mittel  der eigenen Eltern. Oder durch Traditionen innerhalb der Familien, glaube ich.

Meine schönsten Kindheitserinnerungen waren immer die Ostereiersuche, einmal habe ich die Eier sogar im Schnee gesucht, ein anderes Mal hat der Osterhase die Eier so gut versteckt das ich nach der Hälfte der Eier keine Lust mehr hatte und aufgehört habe. Meine Mom und ich haben dann noch das ganze Jahr über Ostereier gefunden.

Ich bin absolut nicht Bibelfest und das letzte Mal war ich in einer Kirche weil dort geheiratet wurde (nicht meine Hochzeit). Aber bei meiner Recherche für diesen Artikel finde ich den Satz „Ostern schenkt Hoffnung.“ Das finde ich an einem Tag wie diesem nach den Anschlägen in Brüssel sehr passend. Schenkt was ihr wollt, aber schenkt Hoffnung dass wir unsere Kinder in einer toleranten Welt großziehen können.

Wie macht ihr das? Was gibt es bei euch zu Ostern?