6 Fragen an… eine Schriftsetzerin

Was ist „6 Fragen an…“?

Sechs Fragen an, ist eine Serie hier auf dem Blog. Ich stelle Menschen, die beruflich irgendwas machen, immer die gleichen 6 Fragen um mehr über ihre Berufe und den Menschen zu erfahren. Dieses mal mit Jennifer. Sie arbeitet als Schriftsetzerin und bloggt auf yennyver.de

Jennifer arbeitet als Schriftsetzerin. Aber was ist das eigentlich für ein Beruf?

Bildrechte: Jennifer R.

Liebe Jennifer, wie bist Du auf die Idee gekommen, das beruflich zu machen, was Du machst?

Nach dem Abitur wusste ich nicht so richtig, was ich beruflich machen möchte. Philosophie und Deutsch studieren? Irgendwas mit Werbung? Also habe ich mir die Gelben Seiten geschnappt (Internet gab es noch nicht) und habe alle Leute, die etwas mit Werbung zu tun haben, abtelefoniert, und sie gefragt, wie sie zu ihrem Beruf gekommen sind. Bei einem Werbebetrater habe ich dann ein Volontariat gemacht, und bin in diesem Umfeld das erste Mal mit dem Beruf des Schriftsetzers in Berührung gekommen. Etwas später habe ich einen Tag in einer großen Druckerei verbracht. Als ich wieder nach Hause kam, habe ich zu meiner Mutter gesagt: „Jetzt weiß ich, was ich werden will!“ Und so ist es auch gekommen.
Schriftsatz – die Verbindung von Computer und Schrift, (m)ein Traum!

Wie wird man Schriftsetzerin?

Ich habe eine klassische Ausbildung von zweieinhalb Jahren, in einem Fotosatzstudio, gemacht. Am Computer. In der Ausbildung habe ich den Umgang mit allen damals üblichen Programmen gelernt, dazu die Regeln des Schriftsatzes nach den Vorgaben des Duden. Umfangreich, das Ganze. Heute gibt es den Setzer nicht mehr als Ausbildungsberuf, er wurde vom Mediengestalter abgelöst.

Welche Fragen werden dir im Job am häufigsten gestellt?

Schwierig zu beantworten, mit Kunden hatte ich selten direkten Kontakt. Meist war alles, was der Kunde wünscht, bereits im Vorfeld abgesprochen. Ich war als Setzer selten kreativ, sondern meistens ausführend. Mir hat das gefallen.

Was hat Dich als Mutter am Kinderhaben am meisten überrascht?

Die Unsicherheit. Plötzlich ist da jemand, für den ICH die volle Verantwortung trage. Den ich beschützen muss. Und wenn das Kind noch nicht sprechen kann: was will es? Was soll ich denn jetzt machen?

Was ist Dein absolutes Must-have für Mütter?

In meinem Fall, als zunächst Alleinerziehende (die ersten 3 Jahre): eine Großmutter! Meine Mutter hat mir viele Ängste genommen und so gut wie jede aufgekommene Frage beantwortet.
Ohne meine Eltern im Hintergrund, wäre alles viel schwerer gewesen.

Welchen Tipp möchtest du Eltern auf den Weg geben?

Aus persönlicher Erfahrung: ihr kennt euer Kind am besten. Wenn ihr mit Ärzten zu tun habt, und es kommt euch etwas seltsam vor: hinterfragt! Bleibt dran, informiert euch. Das kann Leben retten.

Zudem: erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt!

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By | 2017-06-25T17:02:55+00:00 4. Mai 2016|Categories: Ich schreibe|Tags: |0 Comments

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Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

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