Konversation ist im Reboarder ohne Probleme möglich

Nini braucht einen Reboarder (Reklame)

Lesezeit: 7 Minuten

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Vor gar nicht langer Zeit habe ich euch schon einmal einen neuen Kindersitz (für Motti) vorgestellt, diesmal brauchte ein weiteres Kind bei uns einen neuen. Nini. Diese hat in letzter Zeit einen Wachstumsschub gemacht und auch Gewicht zugelegt, so dass es Zeit war für einen Wechsel.

Schon bei unserem aller aller ersten Kindersitz den wir damals für Motti (2012) gekauft haben, fragten mich Leserinnen wieso wir denn keinen Reboarder besorgt hätten. Damals wurde ich von meinen Leserinnen überhaupt das erste Mal mit der Existenz eines rückwärtsgerichteten Kindersitzes konfrontiert, und kannte mich dementsprechend absolut nicht aus. Ich googelte also ein bisschen und stieß auf die Information, dass diese Reboarder wohl super sicher wären. Aber da war Baby Mottis Sitz eben schon gekauft und irgendwie gerieten Reboarder bei mir auch wieder in Vergessenheit.

Reboarder – was ist das eigentlich?

Als Reboarder bezeichnet man rückwärts gerichtete Kindersitze, also solche bei denen das Kind aus dem Heckfenster schauen kann. Reboarder umfassen die Kindersitzgruppen 0/I , I , I/II , 0+/I/II.

Was ist ein Pseudo – Reboarder?

Sogenannte Pseudo – Reboarder sind nur für ein Gewicht von ca. 9-12kg zugelassen.

2015 wurde ich dann wieder auf einen solchen Sitz aufmerksam, weil mir viele Leserinnen schrieben dass sie so super zufrieden mit ihren Reboardern wären, generell und wegen der Sicherheit in besonderem Maße.

Ungefähr zur gleichen Zeit lud mich Diono zu einem Blogger Event ein, auf dem sie einen neuen Reboarder, den Radian 5  ,vorstellen wollten. Mein Interesse und mein Ehrgeiz waren geweckt, denn normalerweise sind Firmen immer etwas unvorbereitet wenn ich erzähle dass 3 Kinder in unserem Auto auf die Rückbank passen müssen. Es ist eben nicht mehr die Norm, so viele Kinder in einem Auto unterbringen zu wollen. Ich war sicher, dass ich wieder das übliche „Hmmm, jaja, das ist schwierig…“ von den Herstellern hören würde.

Aber hallo, da hatte ich mich getäuscht. Nicht nur, dass mir Marc von Diono den Radian 5 ausführlich vorstellte, nein der Reboarder passte auch von den Maßen her in unser Auto. Zusätzlich zu unseren anderen Sitzen. Da der Radian 5 die Kindersitzgruppen 0, 1 und 2 abdeckt und man demnach nur einen einzigen Sitz und nicht 3 nacheinander braucht, konnte ich auch nicht mehr mit dem Argument „Warum sind Reboarder so teuer?“ kommen. Denn wenn man 395€ durch 3 teilt ist man bei etwa 131€, was eine typische Preisekathegorie für normale (weniger langlebige) Kindersitze darstellt. Ich meine, für Mottis vorletzten Sitz haben wir 180€ bezahlt… wenn man das mal 3 nimmt ist man sogar bei 540€. Da hat man also gar nichts gespart, wenn man am Anfang günstiger kauft und mit dem Größenwerden des Kindes mehrmals gezwungen ist zu wechseln.

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Unser Reboarder von Diono, der Radian 5

Ich war überzeugt und wollte den Radian 5 unbedingt genauer unter die Lupe nehmen. Daher sind auf all unseren Fotos Krümel zu sehen, denn wir nutzen den Sitz wirklich jeden Tag und haben ihn auch schon eine Weile getestet, bevor die Fotos entstanden sind. Mein Anspruch ist, euch ehrlich über den zu Sitz berichten und eventuelle Schwachstellen auch zu erkennen.*

Warum Reboarder?

„Kleinkinder fahren bis zum Alter von vier Jahren in rückwärts-gerichteten Kindersitzen 5x sicherer!“
Warum ist das so?
„Der Kopf eines Kleinkindes macht 25% seines gesamten Körpergewichtes aus. Bis zum Alter von vier Jahren sind Nackenmuskulatur und Wirbelsäule aber noch unvollständig entwickelt.
Bei einem Frontal-Crash in einem vorwärtsgerichteten Kindersitz wird der Kopf des Kindes mit enormer Wucht nach vorne geschleudert, während die Schultern von den Gurten zurückgehalten werden.

In einem Reboarder-Sitz wird die Aufprall-Energie über den gesamten Rücken des Kindes gleichmäßig verteilt. Die Sitzschale wirkt wie ein Schutzschild und stützt den empfindlichen Kopf und Hals.“

(Quelle: reboard-kindersitz.info) | https://www.reboard-kindersitz.info

Nach den eindrücklichen Fakten, wusste ich nun auch wieso meine Leserinnen auf die Sicherheit eines solchen Reboarder schwören, zumal 27 EU-Mitgliedsstaaten im Januar 2013 eine Rückwärtsfahrpflicht für Kinder bis 15 Monate eingeführt haben. Vermutlich ist es nur noch eine Frage der Zeit bis auch in Deutschland das Rückwärtsfahren bis zu einem Alter von 4 Jahren Pflicht wird.

Zum Praxistest zu Hause: Ich war gespannt wie ein Flitzebogen, ob Nini das rückwärtsgerichtete Fahren akzeptieren würde. Immerhin ist sie (abgesehen von der Zeit in der Babyschale, welche wir nur als Transportmittel ZUM Auto genutzt haben) bisher immer vorwärts gerichtet gefahren.

Unser Reboarder der Radian 5 von Diono

Kurz zum Einbau des Reboarders, was von Marc (*meinem* Marc, nicht dem oben erwähnten von Diono) übernommen wurde: er baute den Sitz komplett alleine ein, was nach kurzer Zuhilfenahme der mitgelieferten bebilderten Anleitung auch nur ein paar Minuten dauerte, und gab mir nach getaner Arbeit als Rückmeldung, dass es etwas komplizierter ist als bei einem vorwärtsgerichteten Kindersitz, aber dennoch nicht besonders schwierig. Der Sitz wiegt 11,5 Kilo, was daran liegt, dass der Sitz aus einem einzigen Stahlrahmen gefertigt ist. Dieser ist so unglaublich stabil, dass wir uns beim Bloggerevent auf die Seitenflächen des Radian 5 STELLEN konnten und echt absolut nichts an dem Sitz zu merken war. Bei anderen Kindersitzen (die wie man mir sagte, meist aus Plastikteilen bestehen) kann es da schon passieren dass der Rahmen sich verbiegt, oder sogar etwas bricht. Nicht so gut, wenn man an die Krafteinwirkungen bei einem Unfall mit einem seitlichen Aufprall denkt.

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Der Angle Ajuster von Diono

Hier auf dem Foto seht ihr zum einen den Seat Guard Compleate (die dünne Matte) und den Angle Adjuster von Diono. Letzterer ermöglicht, den Sitz in einer aufrechteren Position auf der Rückbank zu positionieren, so dass ich auf dem Vordersitz mehr Beinfreiheit habe, weil der Sitz nicht so viel „Platz wegnimmt“. Zum anderen wirkt dieses Pad als Sitzschoner, weil sich die 11,5 Kilo + Kind so gleichmäßig auf eine ebene Fläche verteilen und es gar nicht erst dazu kommen kann, dass sich einzelne Kanten verstärkt ins Autopolster drücken.

Der erste Test nach dem Einbau

Für die erste „Testfahrt“ suchten wir uns extra eine kurze Strecke zum Supermarkt aus. Sollte Nini lautstark protestieren und den Reboarder verweigern, wäre die Situation schnell behoben. Beim ungewohnten Einsteigen beschwerte sie sich kurz, und ich sah mich schon in meinen Befürchtungen bestätigt. Aber auch da überraschten mich sowohl Kind als auch Reboarder, denn sobald das Auto in Bewegung war, entdeckte Nini dass sie sich nun wunderbar mit Motti und Wawi auf der Rückbank austauschen konnte. Nach unserem Einkauf im Supermarkt freute sie sich auf ihren neuen Kindersitz, und auf der Rückfahrt haben die Mädchen so viel geschnattert und gekichert, dass ich kurz davor war Skatkarten auszuteilen. 😉

Konversation ist im Reboarder ohne Probleme möglich

Hier eine Demonstration der Konversationsmöglichkeiten, diesmal ohne Geschwister die in den anderen Sitzen sitzen.

Sitzschutz-Seat_Guard_Compleate

Auf diesem Bild seht ihr den „Seat Guard Compleate„. Diese Matte geht einmal komplett über den Rücksitz und schützt so die Polster des Autos vor dreckigen/staubigen/nassen oder schlammigen Schuhen. Super praktisch und gehört für mich eigentlich zur Grundausstattung wenn man einen Reboarder kauft. 🙂

Unser Diono Radian 5 Reboarder mit Kind

Nini gefällts in ihrem neuen Reboarder.

Ich finde es echt praktisch dass Nini jetzt nicht mehr ständig irgendwelches Spielzeug in den Fußraum schmeißen kann, denn da ist ja jetzt die Rücksitzlehne. Auch Getränke anreichen geht noch vom Beifahrersitz, man braucht allerdings ein bisschen Übung und das Kind darf nicht mehr zu klein sein. (Die Zwillinge werden Ende des Monats 3 Jahre alt.).

Der Radian 5 Reboarder von Diono hat einen 5-Punktgurt

Angeschnallt wird Nini mit der bekannten 5-Punkt-Gurttechnik, die wir auch aus unseren anderen Kindersitzen kennen.

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Diono Radian 5 Reboarder

Die  Breite der Sitzfläche kann individuell an die Größe des Kindes angepasst werden. Was ihr hier noch im Bild seht, ist der „Ultra Dry Seat“ eine wasserfeste aber trotzdem kuschlig weiche Sitzeinlage. Diese schützt den Sitz vor auslaufenden Flüssigkeiten oder wenn beim Toilettentraining doch mal was daneben gehen sollte. Einfach die Einlage waschen und nicht gleich den ganzen Sitz abziehen (wobei auch das möglich wäre, der Bezug des Sitzes ist bei 30 Grad waschbar).

ultra_dry_seat-Wasserfeste_Sitzunterlage

Hier sieht man das kuschelige Obermaterial. Diese Sitzeinlage kann man übrigens an jedem beliebigen Sitz montieren, nicht nur im Radian 5. 😉

Die Montageanleitung des Diono Radian 5

Wie bei anderen Sitzherstellern findet man auch bei Diono eine knappe Montageanleitung am Sitz. Wie schon erwähnt wird eine ausführlichere Anleitung mitgeliefert.

Stuff'n Scruff Sitzschoner

Auf Mottis Seite haben wir noch den Organizer „Scuff’n Stuff„. Im oberen Teil kann man Kleinigkeiten aufbewahren, im unteren Teil können kleine schmutzige Kinderschuhe so viel rumhampeln wie sie wollen, ohne die Sitze zu beschmutzen.

Unser Fazit zum Radian 5 von Diono

Ganz ehrlich? Ich frage mich wieso ich so lange KEINEN Reboarder gekauft habe. Wenn man sich ein bisschen ins Thema eingelesen hat, kann ich gut verstehen wieso mir meine Leserinnen schon 2012 einen empfohlen haben. Nini liebt ihren Kindersitz und immerhin ein Kind fährt bei uns nun am allersichersten im Auto mit. Ich bin gespannt, wann Wawi aus ihrem Sitz rauswächst, dann wäre nämlich der Zeitpunkt für einen zweiten Reboarder. Ich wäre dann soweit.

  • Nini fährt nach aktuellsten Standards am sichersten im Auto mit.
  • Nini mag das rückwärtsgerichtete Fahren und liebt es dabei mit ihren Geschwistern zu reden.
  • Wenn man den Sitz wirklich von Anfang an nutzt, spart man einiges an Geld.
  • Sitzbezüge sind waschbar.
  • Es gibt einiges an praktischem Zubehör.

Diono hat auch eine Facebookseite,  auf der man sich super über den Sitz informieren kann. Und auch die Zwergperten haben einiges an Infos über den Sitz parat. Schaut doch gerne mal bei beiden vorbei.

Was haltet ihr von Reboardern? Sicheres Autofahren für Kinder, oder absolut unsinnig?

Was für einen Sitz nutzt ihr?

*Das gilt für alle unsere Produkttests, denn ich halte gar nichts davon schon nach 2 Tagen über etwas zu berichten ohne mir einen ausführlichen Eindruck gemacht zu haben.

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Blogprinzessin ist der Blog mit nordischem Schnack. Ich berichte hier, ohne mich selbst zu Ernst zu nehmen, über meinen Alltag als Mama von 4 Kindern zwischen 6 und 1 Jahr(en).Virtuell bin ich zu finden auf Twitter, Instagram, Facebook und auf Pinterest. Erfahre mehr über mich

11 Comments

  1. Julia

    absolut pro reboarder!! Wir sind von der Babyschale auf den axxkid minikid umgestiegen und lieben diesen Sitz seit mittlerweile eindreiviertel Jahren.

  2. Clara

    Wir haben den Cybex Sirona (der deutlich kleiner ausfällt als eurer und dementsprechend nicht so lange nutzbar ist-leider). Meine 3-jährige fuhr dort bis vor kurzem mit und hatte quasi keine Beinfreiheit mehr. Sie saß immer im Schneidersitz oder hatte die Beine chillig an der Rücklehne hochgelegt (wie man halt abends so auf der Couch lümmelt… 😉 ) Jetzt war der Sitz schon sehr knapp (sie ist für ihr Alter schon seeehr groß) aber es wäre noch gegangen, wenn nicht ihr Bruder die Babyschale so gehasst hätte, sodass er jetzt in den Genuss des Reboarders gekommen ist. Also ich bin absolut dafür!!
    liebe Grüße

  3. yvi

    Hallo. Ich bin im Grunde auch für reboarder. Aber überall steht, dass es bei einem Frontalcrash sicherer ist. Was aber ist, wenn jemand von hinten reinfährt?!
    Das Thema Autositz ist bei uns ständig Thema, auch, weil unser Sohn nicht gerne rückwärts fährt. Momentan fährt er im Maxi cosi Pearl rückwärts.
    Lg Yvonne

  4. yvi

    Hallo Katharina.
    Vielen Dank für den link. Ich muss sagen ich versteh immer noch was nicht.
    Wenn so viele Unfälle frontal passieren, und nur 2 Prozent von hinten. Da frag ich mich, wo die Leute rein fahren. Müsste doch rein theoretisch die gleiche oder ähnliche Prozentzahl sein. Oder? Entschuldigung, dass ich so schwer von begriff bin. Hihi

  5. Frauke

    Unsere zwillis sitzen seit sie knapp ein jahr alt sind im iZi Combi X4 ISOfix von besafe und wir sind sehr zufrieden. Sie haben auch nich keine probleme, dass sie mit den füßen an den sitz stoßen. Einziges manko an diesen sitzen: sie sind extrem groß und passen somit nicht in jedes auto. Zum glück haben wir einen großen kombi, da ist dann auch noch genug beinfreiheit auf dem beifahrersitz.

  6. Christiane Nündel

    Unser Sohn fährt im Minikid und Max-Way. Ganz ganz am Anfang war mal die Überlegung einen Cybex Fksitz zu nehmen. Dies wurde schnell verworfen. So durfte im Mai 2014 der Sirona einziehen. Ein Jahr später wurde er verkauft und da gab’s endlich meinen Minikid. Im Dezember gab’s dann noch den Max-Way. Selbst mein Neffe findet es voll cool rückwärts zu fahren bei uns im Auto.

    Zum Thema Heckunfall. Bei einem Heckunfall bewegen sich beide Autos in die gleiche Richtung, das heißt die Kraft ist weniger schlimm bei einem Frontalunfall. Da werden die Kräfte ja quasi addiert.
    Bei einem Heckunfall sitzt das Kind im Reboarder weiter vom Kofferraum entfernt und da man intuitiv auch bremst wird das Kind auch da in den Sitz gedrückt.
    Bei Seitenaufprall genau das gleiche Prinzip. Man lenkt weg und bremst, so ist das Kind immer im geschützten Bereich.

    Ich erwische mich dabei überall in jedes Auto zu schauen,aber bis jetzt habe ich reboarder meist nur auf der Autobahn gesehen. Am Kindergarten werde ich immer komisch angeschaut bzw. ins Auto geschaut. Hauptsache ist unser Sohn fährt 5xsicherer

  7. Gabis

    Hallo Katarina,

    für uns kommt auch nur ein Reboarder in Frage. Ist einfach sicherer! Wurde ja nun schon mehrfach bestätigt!
    Wichtig bei diesem Thema finde ich auch den Hinweis von http://babyschalen-test.net – Niemals eine gebrauchte Babyschale zu kaufen! Dort wird dies mit dem Kauf eines Motorradhelms verglichen, den sollte man auch nicht gebraucht kaufen und zwar nicht weils eklig ist 😉 sondern wegen möglichen kleinen Rissen, die bei einem tatsächlichen Unfall sehr gefährlich werden können!
    Vielleicht könntest Du das in deim Artikel noch erwähnen.

    LG aus Stuttgart

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