Wir sind noch hier

„Weshalb sind Sie hier?“

„Wegen einer Ausschabung“, antworte ich der OP-Schwester tonlos. Ich kann nicht mehr. Gibt es denn nicht einen emphatischen Menschen in diesem ganzen Krankenhaus?

Rückblende:

25.5.2016

Marc und ich stehen mit einer Überweisung vom Frauenarzt im Krankenhaus. Wir kennen nicht unser genaues Ziel, man hatte uns nur gesagt: „Melden Sie sich da, die sagen ihnen dann wo sie hin müssen.“ Wir stehen also in einer Eingangshalle, mit vielen Menschen um uns rum, am Tresen und fragen nach. „Na in die Patientenaufnahme“, sagt eine Dame und zeigt auf ein Zimmer. In diesem Zimmer sitzt eine weitere Dame Ende 50 an ihrem Schreibtisch und telefoniert. Dann ist sie fertig und wir dürfen uns setzen.

„Weswegen sind sie denn hier?“ „Ich bekomme morgen eine Ausschabung“, antworte ich. „Gut, dann brauchen Sie ja nur eine ambulante Akte“, erwidert die Frau und fragt nach Name, Adresse, Telefonnummer und so weiter. Dann steht sie auf und sagt: „Gut, dann zeig ich ihnen jetzt wo sie hin müssen, der Arzt will sie ja noch sehen.“ Marc und ich stehen auch auf und folgen der Dame zurück in die Eingangshalle. Mitten in der Halle bleibt sie stehen, schau mich verwirrt an und fragt: „Wo waren Sie grade?“ „Bei Ihnen“, gebe ich zurück. Die Dame schaut weiter verwirrt, geht wieder in ihr Büro und ich schaue Marc irritiert an. Er schaut genauso irritiert zurück.

In der Eingangshalle sitzen, laufen und stehen etwa 30 Menschen um uns herum. Es ist ein bisschen wie in einem Bienenstock.

Die Dame ist wieder da mit ihrem Telefon, tippt eine Nummer, hält sich den Hörer ans Ohr und brüllt durch die ganze Eingangshalle: „Hallo ich habe hier Frau F.*, die bekommt morgen eine Ausschabung, wo muss die denn hin?“

* Sie brüllt den Klarnamen.

Ja, danke auch. Privatsphäre wird in diesem Krankenhaus offenbar großgeschrieben. Mir klappt die Kinnlade runter. Marc erzählt mir später, dass er kurz überlegt hat ein Schild zu malen mit: „Es ist keine Abtreibung. Es war ein geliebtes Wunschkind.“ 1000 Augen starren uns an als wir zum Fahrstuhl gehen. Ich könnte heulen.

Im 2. Stock erwartet uns die Gynäkologie. Wir laufen am Kreissaal vorbei, sollen uns am „Schwesternzimmer“ melden. Das gibt es allerdings gar nicht, sondern nur einen Tresen. Wieder wissen wir nicht ob wir richtig sind. Ich spreche eine Schwester an und frage wer denn zuständig wäre. Sie sagt dass die zuständige Person erst in einer Stunde wieder da ist, und wir uns bitte ins Wartezimmer setzen sollen. Zwischen die glücklich strahlenden Familien welche zur Geburtsanmeldung da sind. Ich könnte schon wieder heulen. Weil ich da wirklich nicht sitzen will, fragen wir noch einen anderen Mann der hinter dem Tresen sitzt, wer denn für uns zuständig sei, immerhin habe unser Frauenarzt uns ja telefonisch angemeldet. Der Mann ist nett, sagt er käme aus einer ganz anderen Abteilung, aber würde mal schauen ob er jemanden findet der sich zuständig fühlt. Nach ein paar Minuten kommt er mit einem Pfleger zurück, dieser sagt freundlich wir sollen uns doch bitte ins Wartezimmer zwischen die ganzen Schwangeren setzen, da käme gleich jemand.

Wiederwillig setze ich mich also zwischen „Schau mal wie schön mein Bauch aussieht“ und „Kugelrund und glücklich“. Ich möchte schreien und auf die Frauen (irrationalerweise) eintrommeln und alle schütteln. Habe ich aber keine Kraft zu. Das ist doch alles völlig absurd hier, ich bin mir ganz sicher dass ich gleich aus dem Albtraum aufwachen werde. Das hier kann alles nur ein ganz ganz schlimmer Traum sein. Die Mutter aller Albträume sozusagen.

Stattdessen kommt eine Ärztin und bittet uns zum Ultraschall. Wieder sehe ich mein totes Baby auf dem Monitor, wieder wird geschallt und geschallt und natürlich findet auch sie keinen Herzschlag, wo soll der denn auch herkommen? Ein Herz das aufgehört hat zu schlagen fängt ja nicht wieder an, denke ich. (Rational weiß ich dass sowas gemacht werden muss damit sie 100% sicher sind, und bin da auch froh drüber.)

Nach dem finalen Ultraschall schaut die Ärztin in meinen Mutterpass um ein Datum zu finden, und sagt:

„Naja immerhin haben Sie schon drei kleine Racker.“

Ja, immerhin. Weil man ja auch Kinder bekommt damit eins das andere ersetzen kann, wie eine Handtasche.

Dann müssen wir aus irgendwelchen Gründen den Raum wechseln, laufen also wieder an Kreissaal und dem Wartebereich der Kugelrundensonnenstrahlen vorbei. Bei unserem neuen Raum angekommen sagt die Ärztin: „Oh. Doch besetzt. Gut dann gehen wir wieder zurück.“ Wieder vorbei an Müttern und Bäuchen, die Ärztin plappert fröhlich, ich versuche einen Fuß vor den anderen zu setzen ohne die Fassung zu verlieren.

Wieder im Ultraschallraum angekommen, werden wir aufgeklärt was bei einer Ausschabung passiert, welche (furchtbaren) Komplikationen es alles geben kann, wer wo hoffentlich nichts durchsticht, und zum „Abschied“ bekommen wir 2 Tabletten mit. 2 Tabletten die dafür sorgen, dass man leichte Wehen bekommt bzw. der Muttermund sich etwas öffnet und absenkt, damit sie mit ihren Löffeln und Zangen gut an alles rankommen. Bitte soundsoviele Stunden vorher nehmen nichts trinken, das Übliche.

Dann werden wir von der Ärztin zum Schwesterntresen geleitet, dort wird jemand (eine Hebamme?) angewiesen uns doch eine „schöne, ambulante Akte“ zu bauen. Die Dame nimmt unsere 100 Zettel und wir werden mit dem Anästhesie-Fragebogen wieder zu den strahlenden Schwangeren geschickt. „Füllen Sie den doch schonmal aus.“ Okay, mache ich. Während ich schreibe und lese, frage ich Marc etwas über einen Fachbegriff, er antwortet, ich schreibe weiter. Tage später wird er mir erzählen, dass wir von Blicken fast erdolcht werden. Offenbar denken unsere SitznachbarInnen dass wir wegen einer Abtreibung die Narkose brauchen würden.

Dann kommt die Aktendame und bringt uns ins Untergeschoss zum Narkosearzt. Als wir ins Zimmer eintreten dürfen, ist dieser fröhlich am telefonieren. Dann nimmt er sich meine Akte, einen Zettel und fragt allerhand Sachen ab. Das Diensttelefon klingelt, er ignoriert es. Dann klingelt das private Handy (Leopardenschoner umhüllt das Smartphone). Der Oberarzt greift mitten im Satz nach dem Handy: „Hallo Kevin, machs kurz ich bin grade im Krankenhaus in einem Gespräch. Ah. Jaja. Oh. Echt?“

Echt? Ich frage mich ob ich statt in einem Krankenhaus in einer, ach in irgendwas absurdem gelandet bin. Nach ein paar Minuten hat „Kevin“ wohl endlich erzählt was es zu erzählen gab und der Arzt legt auf. „Entschuldigung.“

Dann schaut er weiter auf seine Unterlagen und schreibt, schaut auf und fragt dann: „Sagen Sie, war das Kindlein ein Wunschkind?“ „JA“, stottere ich verdutzt. Was geht den DAS denn an? Welchen Unterschied macht es denn bei einem Narkosearzt ob das „Kindlein“ ein Wunschkind ist oder nicht? Gibt es bei Abtreibungen weniger Narkosemittel? Ich kann es gar nicht fassen. Dann ist das Gespräch zu Ende und uns wird gesagt, dass wir wegen dem endgültigen Termin morgen bzw. der genauen Uhrzeit bitte nochmal nach 18:00 Uhr anrufen sollen. Vorher steht der OP Plan noch nicht. Wir fahren heim. Abends nehme ich die erste der beiden Tabletten, wäre mein Kind nicht schon tot wäre das hier jetzt quasi Zyankali. Mit einem Schluck Wasser bitte.

Wehen bekomme ich keine, Schmerzen habe ich auch keine. Bizarre Situation.

26.5.2016

Meine Mom passt auf die Kids auf, und wir fahren ins Krankenhaus. Im Krankenhaus suchen wir die Abteilung „Ambulante Operationen“. Sie teilt sich ein Wartezimmer (eigentlich ist es eher ein offener Glaskasten mit Stühlen) mit der Röntgenabteilung. Wir stellen uns an einen Tresen und fragen ob wir uns irgendwo melden oder anmelden müssen. Der Pfleger raunzt uns an: „Sind Sie zum Röntgen hier?“ „Nein!“, antworte ich. „Gut, was wünschen Sie sich denn?“, fragt der Pfleger.

Ich denke: Aus diesem Albtraum aufwachen. Mein gesundes Baby zurück.

Ich sage: „Ich wünsche mir nichts, aber wir sind hier wegen einer Ausschabung.“

„Ja dann setzen Sie sich da rein, die vom OP rufen sie dann auf.“

Und dann beginnt das Warten. Und warten und warten, und wir warteten so lange dass ich dachte ich breche zusammen. Auf dem Tischchen in der Mitte liegt eine ELTERN family, eine Gala und eine Autobild. Man kann in so einer Situation doch nicht entspannt zur Gala greifen, denke ich noch. Mit uns warten glücklicherweise nur Menschen zum Röntgen, oder Frauen 50+. Irgendwann kommt eine OP-Schwester und fragt, wer denn noch zum OP hier ist, nickt als wir uns melden, und geht wieder. Wir warten weiter. Irgendwann kommt eine  alte Frau leicht benommen auf uns zu und ihr Mann begrüßt sie und gibt ihr ihre Sachen.

Ich realisiere, dass mich diese Schwester hier abholen wird, und dass Marc nicht wird mitkommen können. Mich zerreisst es und ich fange noch im Wartezimmer an zu weinen. Macht auch nichts, interessiert auch keinen der anderen. Marc nimmt mich in den Arm. Wir warten weiter. Irgendwann ruft mich die OP-Schwester auf, Marc und ich folgen ihr bis zu einem kleinen Raum. Ein Regal, ein Stuhl, eine „schöner Garten“ Zeitschrift. Sie dreht sich um, schaut mich an und sagt: „Weshalb sind Sie hier?“

„Wegen einer Ausschabung“, antworte ich der OP-Schwester fast tonlos. Ich kann nicht mehr. Marc fragt ob er noch bei mir bleiben darf, seinem Häufchen Frau beistehen? Die Schwester verneint. „Kommen Sie in zwei Stunden wieder!“, und knallt ihm fast die Tür vor der Nase zu. Ein schneller Kuss, und dann ist er weg.

Die Schwester allerdings ist noch da. „Hier ist eine Tüte für die Kleidung. Die können Sie da reintun. Haben Sie noch Schmuck? Ziehen Sie sich nackt aus und dann das OP-Hemd an. Danach können Sie sich hinsetzen und in eine Decke kuscheln. Ich hole Sie gleich.“

Rumms. Die Tür ist zu.

Ich stehe zitternd in der OP-Schleuse und fange an zu schluchzen. Ich will das doch alles nicht.

Ich will das nicht. Ich will das nicht. Ich will das nicht.

Ich will das nicht, schluchze ich, während ich mich aus meinen Sachen schäle. Das OP-Hemd anziehe, mir zitternd das Hemd ein bisschen zubinde und die Haube aufsetze. ICH WILL DAS ALLES NICHT.

Auf den Stuhl will ich mich auch nicht setzen. Geschweige denn „einkuscheln“. Von draußen höre ich Metall klimpern. Gemurmel. Klimper klimper. Ich weiß ja nichtmal was hinter dieser Tür kommt. Oh Gott, gleich der OP? Mache ich die Tür auf und stehe in einem gefließten Raum? Ich warte. Ich rede mit meinem toten Baby, ich sage ihm dass da oben Leute sind die auf es aufpassen. Ich versuche bis 100 zu zählen. Ich habe ja auch keine Uhr hier drinnen. Es scheint eine Ewigkeit zu dauern.

Dann geht die Tür wieder auf und ein Mann sagt mir dass ich mitkommen soll. Wie sich herausstellt ist er der Narkosearzt (aber nicht der telefonierende von gestern). Hinter der Tür ist erst noch ein Aufwachraum, noch nicht der OP. Der wartet hinter einer Biegung auf mich. Ich klettere auf die Liege. Man sagt mir wie ich sitzen soll. Ich sage dass es schwierig sein könnte eine Vene zu finden, der Arzt gibt sich optimistisch und sucht nach einer Vene. Während er an meinem Arm arbeitet, kommt die OP-Schwester wieder und sagt: „Hallo ich bin X, mich kennen Sie ja noch von eben.“.Der Zugang sitzt. Mir werden die Sensoren für die Kreislaufüberwachung aufgeklebt.

Der Narkosearzt fragt: „Haben Sie sich denn schon einen wunderschönen Traum ausgesucht?“ Ich sage: „Nein“, und denke: Wunderschöner Traum my ass. Sie schneiden gleich mein (totes) Baby aus mir raus. Irgendwer anderes kommt in den Raum, eine Frau, sie sagt: „Haben Sie sich denn schon einen schönen Traum ausgesucht?“ Alle informieren sie darüber dass der Joke schon gemacht wurde. Dann ist es soweit, der Arzt sagt: „Sie bekommen jetzt schonmal einen kleinen Schnaps“, und drückt mir das Narkosemittel in die Vene. Dann: „Merken Sie denn schon was?“ „Ja“, antworte ich. Ich merke wie das Zeug durch meinen Brustkorb schießt, ich merke dass meine Atmung schwerer geht, und bekomme kurz Angst. Komplett wirken tut die Narkose noch nicht, ich kann noch meinen Arm heben. Man weißt mich darauf hin dass die Narkose toll ist. „Das ist doch was schönes“, und meint vermutlich wie schön es ist nackt auf einem OP-Tisch zu liegen, mit dem Wissen dass das eigene Baby tot ist und ein Team von relativ anonymen Ärzten es gleich aus einem rausschneiden wird, damit es im Krankenhausmüll landet. Ich kann das nicht ganz bestätigen. Ich meine sogar zu erinnern, dass ich sage, dass es unter diesen Umständen nichts schönes ist.

„Entspannen Sie sich doch ENDLICH Frau F. Das ist doch was schönes!“, blafft mir eine Frau von der rechten Seite ins Gesicht.

Aus dem Augenwinkel sehe ich wie mir der Narkosearzt eine zweite Dosis in die Vene drückt.

Ich kann leider meine Arme nicht mehr heben um das OP-Team zu schütteln.
Ich schaue auf die Uhr an der Wand. Tock-Tock. Ich schließe die Augen, denke „Tschüss Baby, ich liebe dich“, höre Tock-tock, und die Narkose wirkt.

Fehlgeburt in der 10 Schwangerschaftswoche mit Ausschabung

Teile dieses „schwangerschaftstypischen Materials“ nenne ich „mein Kind“. Der Satz kommt aus dem Operationsbericht, da muss das so heißen. Trotzdem steht er symbolisch für das Geschehen im Krankenhaus.

Danach

Ich wache davon auf dass eine Männerstimme mit mir spricht. Als ich die Augen öffne ist niemand da, aber hinter dem Vorhang links von mir ist eine Frau. Wir unterhalten uns. Sie sagt sie war hier weil sie jenseits der 60 nach einigen Jahren plötzlich wieder ihre Tage bekommen hat. Sie fragt nicht wieso ich da bin. Ich will es ihr auch nicht sagen.

Irgendwann kommt eine Schwester, fragt ob alles okay, ist sagt mir wo meine Sachen sind und dass ich diese -wenn ich aufstehen kann- anziehen soll. Auf der Fensterbank liegt mein Arztbrief. Ich bleibe noch ein bisschen liegen, Schmerzen habe ich keine. Also zumindest nichts erwähnenswertes. Natürlich merke ich dass da unten jemand dran war, aber mehr nicht. Ich ziehe mich an, lasse mir den Zugang ziehen und verpflastern.

Eine Ärztin kommt, sagt dass die OP gut verlaufen ist und dann kommen die üblichen Sachen wie: „Bleiben Sie bitte noch 40min im Krankenhaus, kein Autofahren, keine Verträge unterschreiben, Nachkontrolle beim Arzt, im Notfall sofort vorbeikommen“. Ich sage ihr dass sie das erste nette Gesicht in diesem Krankenhaus ist.

Dankeschön. Händedruck.

Ich nehme meine Tüte mit der Unterwäsche und werde bis zur Schleuse begleitet. Dann mache ich die Tür auf und laufe mit meinem OP-Geburts-Omaschlüppi (und meinen regulären Klamotten drüber) zum Wartezimmer. Da bin ich wieder, sage ich zu Marc.

Ich bin noch hier. Wir sind noch hier. Unser Baby nicht.

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By | 2017-06-25T17:02:54+00:00 10. Juni 2016|Categories: Schwanger|Tags: |40 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

40 Comments

  1. Julian 10. Juni 2016 at 07:26 - Reply

    Ich bin sprachlos und hoffe, dass dir das Schreiben hilft.
    Ansonsten schicke ich ganz viel Liebe in den Norden.

  2. Inga 10. Juni 2016 at 08:36 - Reply

    Liebe Katarina,

    es macht mich so wütend, wie sie im Krankenhaus mit dir umgegangen sind. Ich lese so etwas immer wieder und bin jedes Mal fassungslos. Daher eine Bitte, wenn du magst: Drucke diesen großartigen Text aus und schicke ihn ans Beschwerdemanagement des Krankenhauses. Die lesen soetwas da, wirklich. Und es wird auch sie schockieren, hoffe ich. So darf man nicht mit Menschen umgehen, besonders nicht mit Menschen in deiner Situation.

    Ich wünsche dir weiterhin viel Kraft.

  3. Sonnenshyn 10. Juni 2016 at 09:31 - Reply

    Es tut mir so unfassbar leid! Ein absoluter Alptraum. Ich weiß nicht was ich schreiben soll…

    Das Krankenhaus ist ja auch der reinste Alptraum. Oh man. Da bin ich wütend und traurig zugleich.

    Ich schicke euch ganz viel Kraft!!!
    ((( )))

  4. Lena 10. Juni 2016 at 09:49 - Reply

    Liebe Katharina, es tut mir so unfassbar leid, alles…der Verlust Eures geliebten Babys, diese unsägliche Behandlung im Krankenhaus, was Ihr da erleben musstet. Ich wünsche Euch viel Kraft in dieser Zeit und eine gute Begleitung für das Erlebte.
    Den Beitrag würde ich auch ausdrucken und an das KH schicken.
    Fühl Dich gedrückt, ich denke an Euch,
    Lena

  5. Mary Graupner 10. Juni 2016 at 10:37 - Reply

    Wenn ich deinen Bericht lese bricht es mir das Herz. Ich selber konnte Gott sei Dank mein erstes Kind in der 10. SSW ohne Ausschabung zuhause „verlieren“. Mir hatte es bereits gereicht, als wir damals mit der Blutung ins Krankenhaus mussten und auch vor dem Kreissaal auf eine Ärztin warten mussten. Die Krönung des ganzen war ein ca. 16 Jähriges Mädchen, die die Pille danach wollte und sich beschwerte weil es so lange dauern würde. Nach wie vor finde ich es eine Kathastrophe, dass man als Frau, die gerade ein Baby verloren hat auf die Neugeburtenstation kommt. Auch 8 Wochen danach, als ich mit einer Gebärmutterentzündung ins KK musste lag ich auf dieser Station und hörte Nachts die Babys schreien.
    Es tut mir so unendlich leid, dass du diese traurige Erfahrung machen musstest. Dennoch finde ich es gut, das du so offen und ehrlich darüber schreibst. Es wird dir bei der Trauerbewältigung hoffentlich genauso helfen wie mir, und der Gesellschaft zeigen, dass dies nicht länger ein Tabuthema sein sollte.

    Alles Gute für Dich
    Mary

    • Katarina 10. Juni 2016 at 10:51 - Reply

      Liebe Mary,
      ich weiß auch nicht wo man „uns“ sonst hinstecken sollte, denn Fachlich ist das ja schon die richtige Abteilung. Trotzdem müsste es für Fehlgeburten zumindest die Möglichkeit geben NICHT auf der Wöchnerinnenstation oder im Kreissaal zu warten. Und so häufig wie das offenbar Frauen passiert, kann mir eigentlich auch keiner sagen das solche „Extrazimmer“ sich nicht lohnen würden weil sie keiner nutzt…

      Ich habe mich nur dazu entschlossen all meinen Mut zusammen zu nehmen und darüber zu schreiben, in der Hoffnung das es anderen (wie auch immer) hilft. Mir hätte es geholfen. Auch wenn es natürlich alles nicht schön ist, aber wenn man googelt findet man zu 90% erstmal nur Frauen die sagen „Ich hatte eine AS, wann kann ich wieder schwanger werden?“. Was okay ist, aber mir fehlte da eben irgendwas dazwischen…

      Das Kind zu Hause zu verlieren, wäre für mich glaube ich, noch schlimmer gewesen. Zumal ich ja 2 Kaiserschnitte hatte und echt nicht sicher gewesen wäre ob da nicht nachher was reißt oder der Blutverlust zu groß wird. Und dann mit den Kids im Haus und meinem Mann bei der Arbeit.. nee, das hätte ich mich definitiv nicht getraut.

      Alles gute auch für dich Mary,
      Katarina

  6. Tante Emma 10. Juni 2016 at 10:40 - Reply

    Ich bin absolut fassungslos. Absolut wütend über diese Behandlung, Euch, Dir gegenüber. Dieser Blogpost sollte als Rundschreiben an alle Gynäkologien dieses Landes verschickt werden.

    Ehrlich, mit fehlen die Worte. Das Zitat aus dem Arztbericht hat selbst bei mir wie eine Ohrfeige gewirkt.

    Aber es ist gut, dass Du das aufgeschrieben hast. Es muss raus, es darf nicht verschwiegen werden und vielleicht hilft es Frauen mit einem ähnlichen Erlebnis zu sehen, dass sie nicht alleine sind.

    Ich weiß nicht, was ich jetzt zum Abschluss sagen kann, was trösten könnte. Ich schicke eine dicke Umarmung. ((()))

  7. Sarah König 10. Juni 2016 at 11:02 - Reply

    Ich bin bei solchen Texten eigentlich nicht nah am Wasser gebaut, das hat sich soeben geändert … es tut mir sehr leid und ich möchte Sie einfach nur in den Arm nehmen. Alles Gute!

  8. Michelle 10. Juni 2016 at 12:36 - Reply

    Oh mein Gott es tut mir so leid wie du behandelt wurdest. Mein zweiter Zwilling (sagt man das so?) wollte auch nicht alleine gehen und ich musste ins Krankenhaus zur Ausschabung. Aber ich bin nicht von einem Menschen so behandelt worden wie du. Im Gegenteil mir haben sowohl der Narkosearzt als auch der Chirurg gesagt wie leid es ihnen täte. Ich hoffe du kannst das Erlebnis im Krankenhaus bald hinter dir lassen.

  9. Jessica S. 10. Juni 2016 at 12:50 - Reply

    Beim Lesen wird einem ganz anders und es tut mir sehr leid, dass Ihr diese Erfahrung machen musstet.
    Ich hatte letztes Jahr auch diesen schweren Gang vor mir, wurde im Krankenhaus aber um Längen besser betreut (nur das mit den glücklichen Schwangeren aussenrum – das gibt es wohl leider in jeder Klinik).

    Behaltet es im Herzen – es gehört zu Euch.

  10. Claudia 10. Juni 2016 at 12:50 - Reply

    Liebe Katarina,

    ich habe lang als Schwester in diesem Bereich gearbeitet- ambulantes Operieren in einer Frauenklinik. So ein Durcheinander ist mir da allerdings nie untergekommen. Die sind wohl richtig schlecht organisiert.

    Zu den Abläufen im OP und auch mit den Ärzten kann ich nur so viel sagen: Ich glaube niemand wollte dir weh tun, die haben wahrscheinlich Ausschabung auf dem OP- Plan gelesen und nicht weiter- eine Ausschabung kann man aber aus vielen Gründen haben, das muss nicht immer eine Fehlgeburt sein. „Haben sie sich einen schönen Traum ausgesucht“ wird eine Standartfloskel sein, gekoppelt mit fehlender Empathie bei Sprüchen wie „sie haben ja schon 3“. War wahrscheinlich einfach der (nette) Versuch etwas Konversation zu machen und sich irgendwie an das Gute zu erinnern,auch wenn der Schuss nach hinten los ging. Die sind halt abgestumpft und haben solche Sachen jeden Tag.

    Viele Grüße

  11. Anke R. 10. Juni 2016 at 13:24 - Reply

    Ich hatte zwischen meinem ersten und meinem zweiten Kind auch einen Missed Abort. Schlimm. Man geht fröhlich zum Ultraschall und freut sich darauf, dass Kleine auf dem Monitor zu sehen und dann merkst du, dass es irgendetwas nicht stimmt, weil dein Arzt plötzlich so einen eigenartigen Gesichtsausdruck bekommt. Das Ultraschallgerät wird gedreht und gewendet. Irgendwann sagt er dann etwas und deine ganze Welt bricht zusammen… Ich bin unendlich dankbar, dass ich einen tollen Arzt habe, der mich aufgegangen hat. Er war sehr einfühlsam. Ich habe von vielen schon andere Geschichten gehört… Dann ging alles auch sehr schnell. Ich bin direkt weiter ins Krankenhaus, wo die Ausschabung noch am selben Tag statt fand. Auch dort waren zum Glück alle sehr lieb zu mir. Keiner hat gesagt, „Na zum Glück haben sie ja schon ein Kind“. Wenn ich Deinen Bericht lese, wir mir ganz anders… Mit was für Menschen du dich dann auch noch rumschlagen musstest – grausam! In „meinem“ Krankenhaus wird das „schwangerschaftstypische Material“ übrigens gesammelt und auf dem Friedhof beigesetzt. Da gibt es eine kleine Ecke für Sternenkinder. Ich fand das sehr tröstlich und war auch dort.

    Bereits im dritten Zyklus danach war ich wieder schwanger. Wenn es damals anders gelaufen wäre, hätte ich meinen kleinen Racker heute nicht…

    Ich drück dich ganz fest!

  12. wheelymum 10. Juni 2016 at 13:49 - Reply

    Ach du Süße, es rut mir alle sso unendlich leid. Ich liege hier und weine (wieder) mit Euch um euer Baby und gleitzeitug vor Zorn. Das es sich immer noch nicht herzmgesprochen hat, wir man mit menschen umgeht.

  13. Nadine 10. Juni 2016 at 14:13 - Reply

    Es tut mir leid ob eures Verlustes.
    Ich durfte das „Procedere“ zwei mal über mich ergehen lassen und hatte beide Male Glück. Das erste Mal würde ich auf einem Durchgangszimmer „zwischengeparkt“, in dem zwei ältere Damen lagen. Ich durfte mich hier „vorbereiten“. Die organisatorischen Fragen waren am Vortag bereits geklärt worden, in der Gynäkologie ohne Publikum.
    Das Tröstlichste, das ich erlebte bei der Aufnahme war, dass die Sekretärin des Narkosearztes voll der Anteilnahme war und mir sagte, dass sie meine Situation sehr gut nachvollziehen kann, hatte sie selbst zwei Fehlgeburten.
    Das zweite Mal lag ich bereits eine Woche mit Blutungen und Verdacht auf ELS auf der Gynäkologie, weit ab der Wöchnerinnen.
    Es tut mir sehr leid, dass Du das erleben musstes.

  14. liz 10. Juni 2016 at 16:20 - Reply

    liebe katharina,

    nicht immer muss der alptraum einer ausschabung zum horrorfilm werden. ich hatte das glück auf sehr verständnisvlle, menschliche op-schwestern zu treffen, die mir die hand gehalten und die tränen abgetupft haben. und nach dem aufwachen ein aufmunterndes lächeln,.. “ sie sehen aus, als könnten sie einen kaffee gebrauchen,.. milch? zucker?“ sie konnten das geschehene nicht ändern, aber die situation so erträglich wie möglich machen.

    das soll in keiner weise das relativieren, was du erleiden musstest. ich will nur sagen, dass es anders geht. und dass es menschen gibt, die auch im krankenhaue menschlich sind.

    der verlust und das loch, das man fühlt, bleibt. für immer. egal wieviele kinder man hat und wieviele noch kommen. ich wünsche dir, dass du mit der zeit gut damit leben kannst.

  15. Desiree 10. Juni 2016 at 16:45 - Reply

    Hallo
    Es geht sehr wohl anders. In dem Krankenhaus wo ich gearbeitet habe wurde das entweder in der Tagesklinik für ambulantes Operieren gemacht oder die Frauen kamen zu und auf die Allgemein Chirurgische Station und wurden auch dort aufgeklärt. Sie kamen nicht mit Schwangeren oder Wöchnerinen in Kontakt. Wir versuchten dann auch durch zusammen schieben ein Einzelzimmer frei zu machen .
    Das was Euch passiert ist macht mich echt fassungslos.
    Liebe Grüße
    Desiree

  16. Laura 10. Juni 2016 at 17:24 - Reply

    Ich habe wirklich geweint. Bin fassungslos über das was dir widerfahren ist! Wünsche dir und euch viel Kraft für die nächste Zeit!

  17. Sandra Roos 10. Juni 2016 at 19:27 - Reply

    Ich kann mich meinen Vorschreiberinnen nur anschliessen.
    So unfassbar dieser Verlust eines Wunschkindes ist, so unsagbar traurig und wütend macht es mich, dass Menschen, die wissentlich in einem Krankenhaus oder einer Praxis arbeiten, in der die Schere zwischen Glück und Leid sehr weit auseinanderklafft, so unsensibel mit dir und ganz sicher auch vielen anderen Frauen und Paaren umgehen. Es tut mir leid zu lesen, dass dort keinerlei Empathie oder gar Mitgefühl vermittelt wird, dass nach Plan und Vorschrift vorgegangen wird und man überhaupt nichts dagegen tun kann, man dort einfach ausgeliefert ist.

    Ich wünsche dir, deinem Mann und deiner Familie viel Kraft und hoffe, dass ihr diesen Schicksalsschlag verarbeiten könnt.
    Sei umarmt,
    Sandra Roos

  18. Ines 10. Juni 2016 at 19:32 - Reply

    Meine liebe Katerina, ich umarme dich und finde es sehr gut und wichtig, dass du das Erlebte geschrieben und mit uns geteilt hast.. Das habe ich damals auch. Die Homepage von meinem Sternchen gibt es noch heute http://www.unsersternenkind.npage.de Stille Grüße, Ines

  19. Softcake 10. Juni 2016 at 20:03 - Reply

    Es tut mir so unglaublich leid, dass ihr in solch einer sowieso schon schweren Situation immer wieder emotional so eins in die Fresse bekommen musstet. Freundlicher kann ich es nicht beschreiben. Ich hoffe, du schickst deine Zeilen an das Krankenhaus. Ich hoffe, ihr könnt irgendwann mit dem Verlust umgehen.

  20. Steffi 10. Juni 2016 at 20:30 - Reply

    Es ist einfach unfassbar herzlos, was in vielen Krankenhäusern abläuft. Ich kann so mit dir mitfühlen, auch wenn ich unser Baby zu einem früheren Zeitpunkt verloren und keine AS gebraucht habe.

    Meinem Mann sagte man am Telefon als er meine Blutungen schilderte „Da kann man jetzt sowieso nichts mehr machen. Ihre Frau soll morgen zum Frauenarzt“.

  21. SaritLovesLife 10. Juni 2016 at 20:31 - Reply

    Unfassbar! Tut mir so leid! Ich bin so froh, dass es bei meiner missed abortion mit AS anders ablief, keine blöden Sprüche kamen und ich nicht umhergeschickt wurde, weil niemand bescheid wusste. Ich wurde sehr einfühlsam behandelt. Trotzdem hätte ich am liebsten jedem im Vorbeigehen gesagt: „Es ist keine Abtreibung!“

  22. EML 10. Juni 2016 at 20:55 - Reply

    Liebe katarina,
    Was du erleben musstest tut mir unsäglich leid, es ist kein Einzelfall und ich frage mich ob Ärzte im Studium einen Kurs belegen wie an möglichst unemphatisch mit menschen umgeht.
    Ich musste es letztes Jahr erleben, ich kam mit Blutungen wurde 3h im Vorraum sitzen gelassen mit angst um mein baby, dabei dachte ich ende 11 Woche wir sind dann raus aus dem risikobereich… eine Freundin begleitete mich und sprach zwischendurch eine Ärztin an wie lange man mich noch sitzen lassen wolle, kurze Nachfrage was los sei und dann der Satz „da kann man eh nix machen da ist es egal wie lange sie warten“…
    Endlich die Untersuchung, mit mir sprach keiner, nur miteinander „missed abort“, ich hatte es mir ja gedacht da war kein Herzschlag mehr…
    Ob ich gleich zur Ausschabung bleiben will. Ich wollte und konnte nicht wodurch die Stimmung noch mal 2 Grad kälter wurde, wie unvernünftig ich doch sei…
    Ich wollte nach hause, telefonierte mit meiner fa (die leider in Urlaub war & nur am Telefon unterstützen konnte) , ihrerseits solle ich am nächsten tag zum us bei ihr kommen.
    Leider fiel er wie erwartet identisch aus. Aber sie überließ mir die Wahl Ausschabung oder abwarten. Nur zur Kontrolle müsse ich leider wieder ins kh wenn die Blutung stärker würde, da sie dann über die Feiertage weg sei und es keine ambulante vertretungspraxis gab.
    Ich habe mich abends lange von unserem Wunschkind verabschiedet, von einem wunder das nach 1 Jahr erfolgloser kiwu Behandlung einfach so spontan gekommen war und sich dann entschieden hat zu gehen. Und in der Nacht kamen wehen artige schmerzen, die Blutungen wurden stärker und ich verbrachte die schrecklichsten und zugleich friedlichsten Stunden meines Lebens im bad. Ich konnte meinen mann nicht in der nähe haben auch wenn er verzweifelt etwas tun wollte.

    Und nach dieser so langen Nacht musste ich am nächsten Tag wieder ins kh.
    Kurzes Anamnese Gespräch und dann ein Satz der sich eingebrannt hat „ja Sie haben ja wohl hoffentlich daß Gewebe aufgefangen und mitgebracht, das ist ja wohl das mindeste!“
    5 Tage wurde ich jeden tag zur hcg Kontrolle einbestellt. 5 Tage in denen ich mir anhören durfte wie unvernünftig das war, wie froh ich sein könne ich habe ja ein Kind und wahrscheinlich war das ungeborene sowieso behindert.

    Und das alles damit auch über ein Jahr später von 5 laborberichten nur 2 bei meiner fa ankamen…

    Scheinbar gilt das angepriesene Zertifikat „baby freundliches krankenhaus“ nur wenn alles reibungslos läuft und steht nicht generell für Empathie und Menschlichkeit ????

    Fühl dich gedrückt!

  23. Svenja 10. Juni 2016 at 21:43 - Reply

    Nichts was ich Dir privat geschrieben habe, möchte ich hier wiederholen. Aber ich möchte dem was hinzufügen. Das alles ist skandalös, nicht rechtschaffen, falsch und nicht das, was Du gebraucht hast. Und das tut mir irre leid. Ich drücke Dich ganz feste und hoffe, dass manche Erinnerungen gnädigerweise schnell erlöschen. Ich will das nicht in Deinem Kopf wissen.

  24. Carina 10. Juni 2016 at 23:51 - Reply

    Liebe Katharina,

    ich leider mit dir! Es tut mir sehr sehr leid! Ich hatte dieses Erlebnis im Dezember 15. Das Herzchen schlug nicht mehr. SSW 11, ich war völlig fertig! Die Ausschabung fand auch im KH statt, allerdings kam ich auf eine seperate Gynäkologische Station, nicht zu den Wöchnerinnen. Das Personal war aber durchgehend so, wie du es beschrieben hast. Mitgefühl war da ein Fremdwort …
    Ich denke immer noch sehr viel an mein Sternenkind, was jetzt im Juli zur Welt gekommen wäre. Ich werde es auch nie vergessen, es wird immer ein Teil von uns bleiben! Im Oktober bekommen wir wieder ein Baby! Es hat wunderbarerweise ganz schnell wieder geklappt und das heilt viele viele Wunden!
    Ich drücke dich und denk an dich,
    Carina

  25. Sari 11. Juni 2016 at 11:11 - Reply

    Ich weiß noch gut, wie ich den Arzt damals danach fragte, ob er wüsste, was es geworden wäre…nein war nur die Antwort…nun ja…es verfolgt einen ewig.

    Ich habe mir damals Ton besorgt und eine Jizu )oder so ähnlich) geformt. Das ist ein Gott aus Japan, diese Figuren sollen die toten Kinder beschützen, die verlorenen, die Sternenkinder. Dort kann man sie kaufen und die Frauen ziehen ihnen dann etwas persönliches an oder so und besuchen „ihre“ Kinder dann immer wieder. Unser steht im Schrank. Klein und unauffällig und innen habe ich einen potentiellen Mädchen und einen potentiellen Jungennamen eingeritzt. Das hat mir sehr geholfen und ab und an schaue ich ihn an und denke an das Kind, das nie seinen Weg zu uns gefunden hat.

  26. Linda 11. Juni 2016 at 17:09 - Reply

    Ich kann dein geschriebens so gut verstehen. Ehrlich gesagt leider. Auch mir ging es zur Ausschabung im kh ähnlich. Man wurde behandelt als würde man eine Blinddarm op bekommen und nicht so als hätte man sein Kind verloren. mir wurde im Nachhinein sogar von einer Schwester „erklärt“ das es ja gar kein Kind gewesen wäre…. Ohne Worte. ( nein ich habe nicht sein Herzchen schlagen sehen und mit den ärmchen winken… Nein das habe ich mir alles nur eingebildet)

    Ich wünsche dir alles Gute weiterhin. Die zeit heilt nicht aber sie wird helfen es zu ertragen ohne in tränen auszubrechen. Liebste grüße

  27. Ines 11. Juni 2016 at 20:54 - Reply

    liebe katherina,
    ich kann verstehen wie du dich gefühlt hast.
    bei mir waren 06.2010 die ärzte im kh einfühlsamer,die schwestern eher nicht, und schwangere ohne ende um mich.
    stundenlanges warten in meinem zimmer auf die ausschabung direkt über dem kreissaal, indem es (so schien es mir) babys am fließband gab.
    zum glück kam dann endlich 1,5 jahre später doch mein sohn zur welt, aber sein sternengeschwisterchen werde ich nie vergessen mein/e sam.

  28. Ute 12. Juni 2016 at 12:17 - Reply

    Liebe Katarina,
    Oh wie furchtbar, Das tut mir leid! Ich sende gute Gedanken …
    Alles Liebe, Ute

  29. Sylvia Sülberg 12. Juni 2016 at 21:45 - Reply

    Liebe Katarina,
    es tut mir so unfassbar leid , was Dir alles widerfahren ist.
    Und jetzt sitze ich hier, nachdem ich deine Zeilen gelesen habe, und möchte einfach nur sagen wie leid mir das alles für Euch tut und Dich einfach nur in den Arm nehmen, Dir tröstende Worte sagen. Und mir fällt nichts ein was ich sagen könnte, denn wenigstens diese Gelegenheit hätte ich ja jetzt.
    Es tut mir einfach nur so leid. Selbst mein Mann hatte Tränen in den Augen, als ich ihm vorgelesen habe. Er konnte es nicht bis zum Ende hören, er war wütend.
    Ich denke an Euch.
    Ganz, ganz liebe Grüße,
    Sylvia

  30. Sabrina 13. Juni 2016 at 15:40 - Reply

    Liebe Katarina,
    ich komme aus dem Heulen gar nicht mehr raus und würde dich am liebsten ganz fest in den Arm nehmen. Ich kann nicht verstehen, wie man so unempathisch sein kann, abgestumpft hin oder her. Sie arbeiten doch mit Menschen und sollten sich verdammt noch mal für sie interessieren. Es tut mir sooo schrecklich Leid wie es dir ergangen ist.
    Mein Sternenkind wäre gestern zur Welt gekommen, weshalb ich vermutlich heute noch mal extrasensibel bin. Aber ich bin so froh, dass ich keine Ausschabung gebraucht hatte. Trotzdem scheint es lange zu dauern, bis ich geheilt bin (vermutlich eher emotional, denn körperlich).
    Darum schicke ich dir auf diesem Weg eine dicke Umarmung und wünsche dir alles Liebe und Gute!!!
    Sabrina

  31. Ap 14. Juni 2016 at 20:20 - Reply

    Es ist eine Sauereie, wie das alles gelaufen ist, anders kann man es nicht sagen.
    In dem Krankenhaus, in dem ich entbunden habe, wurde auf eine sorgfältige Trennung zwischen Geburtshilfe und Gyn allgemein geachtet. Als ich, kurz nach der Geburt dort als Notfall lag und mir mein kleines Mädchen gebracht wurde, ist meine Zimmernachberin zusammen gebrochen. Sie tat mir so unendlich leid. Keiner sollte nach solchen Erlebnissen ein quietschlebendiges Neugeborenes sehen müssen

  32. Kathrin 21. Juni 2016 at 22:55 - Reply

    Liebe Katharina,

    Ich habe vor gut 2wochen deinen ersten Bericht gelesen und war geschockt und traurig zu tiefst, habe mir über den Bauch gestrichen und gehofft, dass uns das nicht passieren wird.
    Weil sowas passiert ja nur anderen…
    Dann am 15. Juni die bittere Erkenntnis, uns ist es auch passiert.
    Ich war in genau der 9ssw und es riss mir den Boden unter den Füßen bzw es ist immer noch so.
    Zum Glück lese ich erst heute deinen genauen OP Bericht.
    Wie schlimm auch der Tag der OP für mich war, zumidnest waren alle, bis auf den Narkose Arzt,sehr mitfühlend und besorgt um mich. Haben mir viel Zeit und Raum zum weinen gegegeben.
    Doch auch das nimmt den Schmerz nicht weg und ich kann sehr mit dir mitleiden.
    Dir alles gute!

    LG Kathrin

  33. Sarah 2. August 2016 at 21:18 - Reply

    Liebe Katarina,
    Ich sitze hier und weine, denn genauso ging es mir vor zwei Wochen. Ich war in einem katholischen Krankenhaus und wurde sehr lieb behandelt. Allerdings musste ich einen Tag dort verbringen und bekam ein Zimmer – mit einer Wöchnerin. Da bin ich das erste Mal zusammengebrochen und habe gebeten, außerhalb des Zimmers zu warten, bis ich in den OP kommen sollte. Ging nicht.
    Das zweite Mal war nach der OP, und die Schwestern dort versuchten mich zu trösten. Nein, danke….
    Deinen Post fand ich sehr schön. Ich hoffe, dir geht es gut nach dieser Erfahrung.
    Liebe Grüße, Sarah

  34. Jasmin 6. August 2016 at 09:21 - Reply

    Liebe Katharina,
    Du sprichst mir aus der Seele. Es tut mir sooo unendlich leid.
    Auch ich war dieses Jahr das erste mal schwanger. Es war ein absolutes Wunschkind. Am 15.6. Am Geburtstag meines Vaters dann die erschreckende Nachricht: missed Abortion. Ein Schock für uns!
    Ich wünsche uns ganz viel Kraft und drücke die Daumen dass wir ganz bald wieder schwanger werden und dann alles gut geht!
    Fühl dich gedrückt
    Jasmin

  35. Susanne 2. September 2016 at 14:20 - Reply

    Meine Tochter war Teil eines Zwillingspaares und ich habe das andere Baby verloren. Mit meiner Einweisung fand ich mich im KH ein und wurde auch telefonisch angekündigt mit den Worten „ich hab hier einen Abort …“. „VERDACHT AUF! Und: ich verstehe Sie!“ Die vergessen manchmal, dass sie es mit Menschen zu tun haben! Beim 2. Abort bin ich nicht mal zur Gyn. Die hat dafür die 2. Schwangerschaft im MuPa unterschlagen als ich zum dritten mal schwanger war.

  36. […] Ja, es gibt ein davor und danach. […]

  37. Juli 7. Dezember 2016 at 13:59 - Reply

    Ohgottohgottohgott…ich könnte gerade nur heulen…unfassbar, was du (zusätzlich!) alles durchmachen musstest……was in dieser Klink geschehen ist, ist das allerletzte…aus menschlicher und medizinsicher Sicht…
    Es tut mir unendlich leid.
    Ich wünsche dir alles Liebe…..dein Kleines ist nicht allein gegangen und ich bin mir sicher, es ist auch jetzt nicht allein.

    Liebe Grüße

  38. […] Im Juni habe ich die emotionalsten und ehrlichsten Blogbeiträge meines Lebens geschrieben. Nämlich den, den und den. […]

  39. Noel 31. Juli 2017 at 20:39 - Reply

    Hallo,
    Ich musste vor genau einem halben Jahr unser absolutes Wunschkind gehen lassen. Zufällig bin ich gerde auf deinen Bericht gestossen und dachte „das könnten meine Gedanken sein!“

    Leider wurde uns vor 3 Jahren gesagt, dass wir niemals ein Kind bekommen würden und plötzlich war ich schwanger und die freude riesig.
    Jetzt ist alles vorbei und irgendwie wird die trauer von Tag zu Tag schlimmer.
    Ich bin definitiv nicht mehr der selbe Mensch wie vorher.
    Meinen mal sehr geliebten Beruf (Erzieherin in einer U3 Gruppe) werde ich über kurz oder lang nicht mehr ausführen können.

    Danke für deinen ehrlichen und emotionalen Bericht und wünsche dir das größte Glück der Welt.

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