Alltag eben

Während ich das hier tippe sitze ich zwischen Nini und eigentlich Motti im Familienbett und mache Einschlafbegleitung. Draußen wird es dunkel und motti müsste rechts von mir liegen. Sie musste aber dringend nochmal aufstehen um sich ein Kuscheltier zu holen. Grade kommt sie zurück und ihre kleinen, nackten Füße machen schmatzende Geräusche auf dem Laminat. Genau jetzt liegt sie wieder neben mir und hat einen kuscheligen Plüschhasen dabei. Das Kuscheltier haben die Mädels von meiner großen Schwester bekommen und sie mögen es sehr.

Heute ist so ein Tag an dem es anstrengend ist so viele Kleinkinder zu haben. Meine Haare sind total verwuschelt, an Make-up habe ich den ganzen Tag nicht gedacht und unter meinen Fingernägeln sind noch Reste der Knete die ich aus den Sofaritzen gepult habe. Nini und Wawi sind jetzt 3 Jahre und 3 Monate alt (korrigiert 3 Jahre 1 Monat) und man merkt doch sehr, dass sie sich jetzt beide in der Autonomiephase befinden.

Während Wawi wieder sehr anhänglich und Menschenscheu ist, ist Nini noch wilder und „frecher“als sie bisher war. Auf eine Aufforderung etwas zu tun oder zu lassen, kommen jetzt auch bei ihr Wiederworte oder sie rennt einfach weg. Im Supermarkt zum Beispiel rennen sie durch die Gänge als gäbe es kein Morgen mehr, stoppen kurz wenn sie fast in den Wagen anderer Kunden reinkrochen, brüllen VERZEIHUNG und flitzen weiter den Gang runter.

Motti dagegen ( 4 Jahre 3 Monate) diskutiert und labert einen an die Wand. Dabei stellt sie gar nicht besonders viele „Warum“ Fragen sondern „Mamaaaaa“ Sätze. Sie sieht etwas und sagt mir dann was sie gesehen hat. Oder aber sie erklärt mir wie es funktioniert. Heute so mit einem Fahrrad geschehen. Mama da tritt man so auf so Dinger und dann geht das Fahrrad vorwärts und wenn man so (macht die Bewegung) macht dann geht es bestimmt Rückwärts. Mama wieso geht das dann Rückwärts?

Die meisten Fragen hebt sie sich auf fürs ins Bett gehen, denn je länger man redet, spielt oder trödelt desto später fällt man dann wirklich um und die Augen klappen zu.

Schlafen ist eh ein Phänomen bei ihr. Wenn sie schläft dann schläft sie, aber bis dahin ist es ein langer Weg *seufz*. Da alle Kids morgens immer so zwischen 7:00Uhr und 8:00Uhr aufwachen und keinen Mittagsschlaf machen, denke ich das Motti Abends müde sein müsste.

Aber selbst an Tagen an denen wir die Kids echt körperlich fordern (nur draußen, lange Ausflüge etc.) ist sie Abends nicht wirklich müde. Verrückt. Nini und Wawi sind Abends echt müde und schlafen schnell ein, aber Motti könnte immer noch mühelos bis 23:00 oder länger weiterspielen.

Was ich nicht möchte, denn ich will auch Feierabend (mit Krankenhausserien, Walking Dead und ab und zu Durchführung der Ehelichen Pflichten 😉).

Bei selbstbestimmtem ins Bett gehen hätte ich vermutlich keinen spaßigen Feierabend mehr bis sie Schulkinder sind.

„Maaaama“ hüpfspring „Mama ich habe duuurst“ „Maaaamaaa was heißt Hirnchirurgie?“ „Mama ich will auf dir hüpfen!“  etc.

(Macht ihr selbstbestimmtes Einschlafen? Wenn ja wann schaut ihr Serien die nix für Kinder sind, oder habt „Paarzeit“? Ich bin für alles offen, frage mich nur rein logistisch wie das geht.)

Aber auch wenn das jetzt alles sehr negativ klingt, gibt es die tollen Momente. So wie dieser:

Processed with VSCO with hb1 preset

Das war heute morgen als Nini und Wawi sich gegenseitig immer wieder sagten wie lieb sie sich haben und das die jeweils andere ihre „beste Freundin“ ist.

Ich hab da was im Auge.

Und Motti ist noch immer wach.

„Mamaaaaa…ich will dir noch was sagen….weißt du das im Tierpark EULEN sind?“

Ja, Schatz das weiß ich. Das hast du mir doch gestern schon erzählt….

xo,
Katarina

By | 2017-03-14T13:59:20+00:00 17. August 2016|Categories: Familienleben|Tags: , |8 Comments
Anzeige

About the Author:

Katarina (30) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

8 Comments

  1. die Uschi 17. August 2016 at 20:48 - Reply

    Halloooo! Mich nervt das ewige Hin und Her abends auch sehr. Habe einfach meinen Feierabend vor Augen und will noch etwas davon haben. Habe jetzt eine Sanduhr mit 15 min. Wenn in der Zeit Zähne geputzt (erst er dann Mama), geduscht (wir sind ein eingespieltes Team) und der Schlafanzug an ist, gibt es noch das Sandmännchen auf dem Tablet. Aaaabberrr… danach geht es doch immer wieder los wie bei Dir. Alle Fragen des Tages werden dann gestellt, und kuscheln ist auch noch soooo schön, und weggehen bevor er schläft, darf ich auch nicht. Ich muss jetzt immer häufiger mal auf „Toilette“ (das einzige, was akzeptiert wird), nur um festzustellen, dass er dann viel schneller einschläft, wenn ich weg bin.
    Er wird im Oktober 4, also Du siehst, einen wirklichen Rat habe ich auch nicht. Selbstbestimmtes Einschlafen??? Wahrlich nicht, morgens um 7.15h gehts aus dem Haus. Wenn er im Zimmer noch alleine spielen würde… naja dann vllt schon.
    Aber sag mal, Euer Familienbett… sind das Matratzen auf dem Boden oder mehrere Betten aneinander gestellt oder wie habt Ihr das gemacht?

  2. Martina 18. August 2016 at 06:51 - Reply

    Selbstbestimmtes Schlafen würde hier beu uns gar nicht funktionieren, haben es im Sommer als es so warm war getestet- keine Chance. Der Gedanke war, dass wenn ich mal nicht arbeiten muss, unsere Kids ( 5 Jahre, 3 Jahre und 20 Monate) einfach mal länger als 5:30 Uhr am morgen schlafen-falsch gedacht. Nach vier Tagen Kinder bis abends um 23 Uhr wach und nächsten morgen um 5:30 Uhr. OK, es machen alle drei noch ca. 2 Stunden Mittagsschlaf, da ich aber schon früh morgends bevor die Kids wach sind arbeite, brauche ich diese Zeit auch.
    Jetzt ist es so, dass sie zwischen 19 und 20 Uhr ins Bett gehen, mal gibts Abende, da legen wir sie hin und alles schlafen gleich, dann gibts aber auch die Abende, an denen die beiden Kleinen gefühlt 30 Mal aufstehen und der Große tausend Fragen stellt, du bist also nicht alleine 😀

  3. Janine 18. August 2016 at 12:34 - Reply

    Mit unseren Mädels ist es genauso. Sie sind im Juli 3 geworden und abends brauchen sie durchschnittlich 1,5 Stunden vom Ins-Bett-bringen bis zum Schlafen. Wobei es vermutlich einfacher wäre, wenn sie getrennt schlafen würden, weil überwiegend nur eine nicht wirklich müde ist. Wir bleiben allerdings nicht im Zimmer, dafür ist Rambazamba und sie kommen oft raus. 😉
    Und meist ist morgens um 6 die Nacht zu Ende.
    Von unserem Großen sind wir da echt verwöhnt – den bringen wir ins Bett und dann ist Ruhe (keine Ahnung, ob er schläft). Und morgens liegt er deutlich länger in den Federn als die Mädels. Er ist übrigens fast 6. Aber das funktioniert so seit er ca. 1,5 Jahre alt war.

  4. Biene 18. August 2016 at 14:57 - Reply

    Also bei uns ist es ähnlich, allerdings dauert es in der Regel keine 1,5 Stunden bis sie schläft, sondern maxmimal 1 Stunde meistens aber nur 30-45 min. Also es ist ein gutes Zwischenfeld. Allerdings kann sie so am Wochenende auch bis gut 7 Uhr oder 7:30Uhr schlafen. Bettgehzeit ist so bei halb 8 Uhr mittlerweile (aber da sind dann schon zähne geputzt). Haben es probiert mit ins Bett bringen ohne dann zu warten bis sie endlich eingeschlafen ist. Was allerdings zu 90% die Folge hatte, dass sie in der Nacht wach wurde und kuscheln wollte. Und da von uns leider meist keiner mehr schlafen kann, wenn die Kleine sich im Bett hin und her rollert, versuchen wir es oft, dass sie in ihrem Bett wieder einschläft. Zum Glück werden diese Nächte aber immer weniger. Und damit ich schlafen kann, sitze ich oft auch noch abends an ihrem Bett bis sie endlich schläft.
    Wir wissen leider auch noch nichtw irklich wie wir das abstellen sollten. Habe auch das Gefühl, dass sie ohne mich besser einschlafen würde aber sie will das nicht. Komischerweise klappt das aber mittlerweile bei Papa und Oma. Nur bei mir nicht ;-(…

  5. Biene 18. August 2016 at 14:58 - Reply

    Achso sie ist übrigens 3 Jahre und 5 Monate.

  6. Maria von OstSeeRäuberBande 18. August 2016 at 15:32 - Reply

    Hallo,
    beim Thema Einschlafen muss ich auch gleich mitreden – ist hier auch ein Thema, Unser kleines Gemüse ist 7, 3 und 2 Jahre alt und wir sind so hin- und hergerissen. Eigentlich wollen wir sie selbstbestimmt einschlafen lassen, genauso wie wir ihnen auch in anderen Belangen immer mehr Selbstbestimmungsrechte zugestehen (aus Prinzip, nicht nur weil sie Älter werden). Aus einer Sommerlaune heraus und um die letzten KiTa-freien Wochen bevor uns die Schule unweigerlich (Hilfe!) einschränkt zu nutzen, haben wir die Große völlig frei entscheiden lassen. Und sie geht dann eben 24:00 oder später in´s Bett. Damit ist nicht nur jeglicher Feierabend weg, sondern sie ist auch ziemlich müde. Und sie zieht es durch, bleibt trotz müde am nächsten Tag wieder lange wach. Immermal haben wir sie früher in´s Bett gelockt, aber scheinbar kommt sie gut mit wenig Schlaf aus.
    Dann waren wir mit den jeweiligen Großelternparen im Urlaub: zuerst sind beide Großen (also auch der 3-Jährige) immer so zwischen 10 und 11 am Lagerfeuer eingeschlafen. Wir Eltern fanden das super kuschelig und einfach schön, die Großeltern haben sich über das lange Ausschlafen geärgert. Die anderen Großeltern bestanden auf Erwachsenen-Zeit am Abend und wir haben die Kinder unter großem Protest zwischen 8 und 9 hingelegt. Sie konnten dann meist einschlafen (anstrengende Tage), aber es hat sie unzufrieden gemacht so in´s Bett gescheucht zu werden.
    Jetzt wieder zuhause merke ich, dass wir die Sache immer nur halb angegangen sind. Wir Erwachsenen haben nie abgesprochen wo unsere jeweilige dauerhafte Schmerzgrenze liegt und was wir zumindest zeitwilig gut aushalten können. Und wir handhaben das Thema gerade flexibel abhängig von der Tagesplanung und davon, wie müde die Kinder/ wir Eltern sind. Aber wir redn auch nicht ausreichend mit den Kindern darüber. Wir sollten diskutieren über: das Bedürfnis nach Pausen von jedem einzelnen, warum Erwachsenenpausen auch mal ohne Kinder stattfinden sollen und wie viel besser es einem geht, wenn man ausgeschlafen ist. Und dann bin ich tatsächlich dafür, es nicht nur 2-5 Tage auszutesten sondern länger. Und immer mit den Kindern im Gespräch bleiben über die Folgen ihrer abendlichen Entscheidung. Ach ja, wir haben die Regeln entweder Einschlafbegleitung zur Gewohnten Zeit (wobei die flexibel an den Tag angepasst wird) oder Spielen ohne die Eltern zu stören und dann alleine Einschlafen. Klappt bisher nicht so gut, aber wir arbeiten dran 😉
    Viel Erfolg bei der Einschlaffrage und viele Grüße,
    Maria von OstSeeRäuberBande

  7. Elawen 18. August 2016 at 21:22 - Reply

    Selbstbestimmt einschlafen? Hahahaha….. Da wäre hier nirgends vor elf, halb zwölf Feierabend. Und um sechs ist für die Kids die Nacht um. Für mich schon um fünf. Da will ich abends ab spätestens 20h meine Ruhe haben. Als alleinerziehende mit drei Kindern und nem 30 Wochenstunden-Job ist Freizeit eh Mangelware.
    Die große ist die erste Woche in der Schule, das schlaucht schon, ab 19h ist sie eigentlich bettreif. Die Zwerge gehen zwischen 19 und 19:30 ins Bett. Meist kommt mindestens ein Kind noch 1-2x raus wegen „muss pullern“, „will trinken“, „Mamaaaaa…..“ Aber im großen und ganzen ist 20:30 Ruhe 😊

  8. Lamasus 22. August 2016 at 18:29 - Reply

    Hallo,

    bei uns ist das auch so ein Thema. Habe die gleiche Konstellation wie ihr, allerdings mit 27 Monaten dazwischen. Minilama wird morgens um 5 Uhr wach, powert dann durch, mit einigen Phasen, in denen es sich Ruhe gönnt und macht dann bis abends – je nach Laune 19.30 oder 21.00 Uhr. Wir haben klare Abendrituale, an die wir uns auch halten und das Kind liegt gegen 19 Uhr schlafbereit in der Koje. Aber wenn es dann im Bett liegt, ist noch viel zu erzählen. Nach wie vor Einschlafbegleitung manchmal bis über die Belastungsgrenze. Feierabend schminke ich mir grundsätzlich ab und freue mich, wenn noch 15 Minuten bleiben um in Ruhe die Küche aufzuräumen. Manchmal ist auch das eben Realität…

    Lamasus

Leave A Comment

Anzeige