Ich schreibe nun schon seit etwa 2002 ins Internet, seit 2010 auf diesem Blog. Ich habe viele andere kommen und gehen gesehen. Midi-Player auf Webseiten,  Schneeflocken welche im Dezember von allen Seiten rieselten, animierte neckische Gifs und natürlich hatte jede Website nicht nur einen von handgeschrieben Code sondern auch ein Gästebuch. Das allermeiste davon gehört der Vergangenheit an, gibt es nicht mehr.

Am Anfang meines Bloggerlebens kommentierten die allermeisten sogar noch auf dem Blog selbst und nicht bei Facebook. Das hat sich gravierend verändert und ist meiner Meinung nach völlig okay. Die Facebookseite ist ein fester Bestandteil des Blogs. Ich könnte jetzt also jammern und weinen dass hier so wenig los ist, oder mich freuen dass in einem anderen Zimmer meiner Blogwohnung grade die Party abgeht. Keiner mehr im Partykeller, dafür super Küchenparty.

Was mir aber in der letzten Zeit am meisten auffällt, ist dass unheimlich viele neue Blogs gleich nach 3 Monaten super Zugriffszahlen haben wollen, die dicke Kooperation für einen vierstelligen Betrag und bitte in einem Atemzug mit „den Großen“ der Szene genannt werden wollen. Das finde ich ein bisschen verrückt.

Das klingt für mich so als stünde ich vor einer Villa und würde nach 4 Wochen arbeiten maulen dass ich noch keine eigene Villa, keinen Porsche und nicht die heiße Schnitte in meiner Villa habe. Ich kann da nur für mich sprechen, aber hinter den allermeisten „großen“ Blogs steckt folgendes Geheimrezept:

  1. arbeite für deinen Erfolg,
  2. bleib am Ball, schleifen lassen ist in der ersten Zeit nicht (und danach eigentlich auch nicht),
  3. habe wirklich etwas zu erzählen,
  4. oder einen exakten Plan wie du deine Artikel zu Geld machen willst (wenn das dein Plan ist),
  5. erwarte keine Wunder über Nacht (die meisten Blogs, welche ich anno dazumal gelesen habe, die gibt es heute gar nicht mehr),
  6. schreibe gute Texte, das kann bedeuten: qualitativ gut oder eben Herzenstexte,
  7. arbeite noch mehr,
  8. meist jahrelang.

Das ist meiner Erfahrung nach der geheime Plan, nicht das Schauen nach rechts und links. Ist doch sowieso blödsinnig diese ganze Vergleicherei. Von außen kann doch keiner beurteilen wie viele Stunden wirklich jemand an seinem Blog sitzt, wie viele Workshops er/sie besucht hat um besser zu werden. Und ob „ein ganz großer Blog“ werden überhaupt das persönliche Ziel ist.

Wir sind doch eigentlich alle zu unseren Blogs gekommen, weil wir der Meinung waren den Menschen da draußen etwas erzählen zu wollen. Jemandem mit unseren Texten zu berühren, und nicht um der nächste riesige Superblogger zu werden.

 

Wie wird man ein erfolgreicher Blogger

Arbeitet. Liebt. Lebt. Bloggt.

Der Rest kommt dann schon.

xo,

Katarina