Schlafen: Vor den Kindern vs. Nach den Kindern

Manchmal denke ich darüber nach was für witzige Ideen ich vor den Kindern über das Leben mit Kindern hatte. Zum Beispiel das mit dem Schlaf.

Natürlich würden meine Kinder in ihrem eigenen Kinderzimmer schlafen. Abends eine Gute-Nacht-Geschichte und ein Küsschen, ich würde das Licht ausschalten und die Tür einen Spalt breit auflassen. Natürlich würden meine Kinder „Gute Nacht Mami“ rufen und dann selig ihre Kulleraugen schließen und in die Kissen sinken. Sie würden von 19:00 Uhr Abends bis morgens durchschlafen und wenn sie durstig wären zu ihrem Wasserglas greifen. Meine Kinder würden vorsichtig etwas trinken und dann ohne einen Laut wieder in einen festen Schlummer  fallen.
Grundriss kinderzimmer

Die Realität traf mich eines Morgens (letztens) beim Zähne putzen. Meine Kinder (inzwischen 4 und 2x 3 Jahre alt) taten nichts von alldem. Sie haben das Memo meines Vor-Kinder-Ichs einfach nicht bekommen.

Meine Kinder möchten nach der Gute-Nacht-Geschichte kuscheln bis sie alle drei eingeschlafen sind (Einschlafbegleitung heisst das). Wassergläser kann man nicht hinstellen, denn die würden sie umstoßen, sie taumeln Nachts sowieso erstaunlich ungeschickt durch die Gegend. Die meisten Nächte schlafen sie tatsächlich einigermaßen durch, wobei das auch Phasen unterlegt ist und im Moment schlafen alle drei wieder schlecht. Die Große findet schlafen inzwischen langweilig, die beiden Kleinen schlafen grade so unruhig das ich im Moment auf Sparflamme laufe.

Kaffee ist mein bester Freund und inzwischen wäre es so viel Kaffee das ich mich selbst an der Kaffeemaschine stoppe. „NEIN du solltest nicht so viel Kaffee trinken“, sage ich zu mir selbst. „Ich will aber!“, motzt die uneinsichtige 31 jährige in mir und stampft mit dem Fuß auf. „Ich bin müde!“.  Ich ja auch, aber da müssen wir jetzt durch. „Wir wollen doch schwanger werden, da ist bestimmt so viel Kaffee gar nicht gut.“, antworte ich mir selbst und schütte den 5 Becher zurück in die Kanne. Totschlagagument. Hilft immer.

Inzwischen schlafen wir alle auf einem Matratzenlager auf dem Fussboden. Neumodisch könnte ich es jetzt auch „Floor Bed“ nennen, es sind aber wirklich nur 2 Matratzen auf dem Boden und eine davon genießt den Luxus eines Lattenrosts. Es ist noch immer nicht der perfekte Nachtschlaf wie ich ihn mir ausgemalt habe, aber es läuft besser als stundenlang an Kinderbetten zu sitzen.

Wie schlaft ihr?

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By | 2017-06-25T17:02:48+00:00 28. September 2016|Categories: Ich schreibe|22 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

22 Comments

  1. Mona 28. September 2016 at 19:32 - Reply

    Wir schlafen mit dem Nugget (6 Monate) auch auf zwei Matratzen, die auf dem Boden liegen 🙂 In der neuen Wohnung bekommen die Matratzen aber zwei niedrige Bettgestelle.

    • Katarina 28. September 2016 at 21:31 - Reply

      Hallo Mona,

      das habe ich mir auch schon überlegt. Kauft ihr die dann oder lasst ihr euch die schreinern?

      xo,
      Katarina

      • Mona 29. September 2016 at 14:07 - Reply

        Oh mein Kommentar ist irgendwie abgerutscht 😀

  2. Claudia Ohnegleichen 28. September 2016 at 21:25 - Reply

    Wir in unserem Bett und unsre Tochter (4) in ihrem (in ihrem Zimmer). Sie hat auch ein Wasserglas und geht meistens sogar alleine aufs Klo. 😀

    • Katarina 28. September 2016 at 21:30 - Reply

      Hallo Claudia,

      alleine aufs Klo kann ich auch bieten. Aber alles andere nicht.

      Es ist alles nur eine Phase…es ist alles…

      xo,
      Katarina

      • Mona 29. September 2016 at 14:06 - Reply

        Wir nehmen zweimal das Askvoll von Ikea. Eins haben wir schon und brauchen somit nur ergänzen. Das Gestell ist schmal und somit entsteht keine allzu große Lücke zwischen den zwei Betten. Ich werd sie wahrscheinlich auch zusätzlich mit Kabelbindern verbinden, damit auf dem Laminat nichts rutscht. Das passiert jetzt nämlich immer mit den Matratzen und das ist natürlich doof. Kann dir in zwei Wochen dann gerne das Ergebnis zeigen 🙂

  3. Miri 28. September 2016 at 21:36 - Reply

    Wir haben unsere zwei je 140cm-Aldi Matratzen luxuriös auf Paletten gelegt! Nobeles Vollholzdoppelbett mit teuersten Lattenrosten verstaubt derweil auseinandergebaut auf dem Dachboden. Aber dafür: Endlich schlafen ohne nervigen Kampf um ein Stückchen Matratze. Jeder kann jetzt schlafen wo er will. So cool mit „wann er will“ (Fachtypisch auch selbstbestimmtes Einschlafen genannt) sind wir leider noch nicht. Aber ich schließe hier nichts mehr aus, nachdem man schon wochenlang zu Fünft plus Hund auf 160cm genächtigt hat!

  4. Liane 28. September 2016 at 21:37 - Reply

    Das 55x90cm-Beistellbett war nach 10 Wochen zu klein (schließlich musste ich mit drin liegen), das 60x120cm-Eigentlich-kein-Beistellbett-mehr (aber ich hab’s dazu umgebaut) war mit 8 Monaten zu gefährlich, konnte der Zwerg doch nun krabbeln und aufstehen. Da Körperkontakt (=Brustkontakt) notwendig und schön ist, haben wir ihm nun ein normales Einzelbett (90x200cm) gekauft, es ganz an die Wand geschoben und unser Bett hinterher. Nun schlafen wir auf 260x200cm und können jeder bequem liegen.
    Ich bin ja nach deinem Artikel nun gespannt, wie es bei uns in 2/3 Jahren aussieht ???? (Kind ist jetzt 10 Monate alt).

    Liebe Grüße!

  5. Andrea 28. September 2016 at 21:58 - Reply

    Sohn (20 Monate) schläft abends im großen Elternbett ein, mal schneller, mal langsamer. Bei letzterem ich meistens gleich mit 🙂 Ich trag ihn dann in sein Bett in seinem Zimmer und dort schläft er dann meistens bis 5-6 Uhr und dann wieder bei uns, zu dritt auf 180x200cm. Bin mal gespannt, wie es ist, wenn der Bauchling (4. Monat) da ist 😀

  6. Küstenmami 28. September 2016 at 22:27 - Reply

    Schlafen – was ist das 😉 Unser kleines Küstenmädchen bekommt gerade schon wieder (!) Zähne…
    Ich befinde mich also in Stadium 7 der Müdigkeit und Kaffee ist mein Überlebenselexir 🙂 Aber Du hast recht, eigentlich sollte auch ich nicht so viel davon trinken… Es klappt besser, wenn wir alle in einem Raum/Bett schlafen, aber das ist total flexibel, denn auch unser Plan ist nur das: Ein Plan.

    Liebe schlaflose Grüße
    Küstenmami

  7. Sarah 28. September 2016 at 22:29 - Reply

    Ha, passendes Thema!
    Das kommende Wochenende ist reserviert, um uns ein größeres Familienbett zu bauen.
    Aus Gestellen von dem schwedischen Möbelhaus, wird mit etwas basteln ein Bett 2,7x2m.
    Da schlafen wir dann erstmal zu dritt (das Mädchen ist 2,5 Jahre) und ab Dezember dann zu viert.

  8. Margot 28. September 2016 at 23:32 - Reply

    Meine zwei Kinder schlafen in ihrem Kinderzimmer ein und wandern nachts dann zu uns ins Bett. Jippie! 😀 Oft kommen beide, oft nur meine Prinzessin. Falls alle 2 bei uns schlafen, wandert meistens mein Mann in eines der Kinderzimmer und schläft dann dort im großen Bett weiter. 😉 Ja, der Traum von solch braven Kindern wie in deinem Blog beschrieben…den gibt es im realen Leben nicht. 🙂

  9. Nicole G 29. September 2016 at 02:26 - Reply

    Toller Beitrag, musste eben echt schmunzeln und habe meinem Mann Deinen Beitrag vorgelesen. Unsere Mausi hat mein Memo des Vor-Kinder-Ichs nämlich auch noch nicht so richtig verstanden. Vom eigenen Zimmer (im eigenen Bett) bis Familienbett haben wir auch schon alles durch. Im Moment schläft sie wieder bei uns im Zimmer (im eigenen Bett). In ihrem eigenen Zimmer möchte sie derzeit (seit etwa einem halben Jahr) nicht schlafen. Sie ist seit kurzem drei und meinte, wenn sie noch größer ist, dann schläft sie wieder in ihrem Zimmer. Ok, schauen wir mal wann sie in ihren Augen „noch größer“ ist ;-). Solange darf sie natürlich mit in unserem Zimmer schlafen.

  10. Biene 29. September 2016 at 09:54 - Reply

    Also wir haben sie zumindest so weit, dass sie sogut wie immer bei sich im Bett schläft. Momentan ist es selten geworden, dass sie nachts fragt, ob sie mit zu uns kommen kann. Sie ist jetzt 3,5 Jahre alt. Anfangs wollte sie auch nicht in ihrem Zimmer schlafen, da waren wir auch fast wieder soweit ihr Bett mit bei uns ins Zimmer zu stellen, aber ihre leibe Erziehern meinte, wir sollen einfach dran bleiben und kaum gesagt, klappte es. Wenn sie zu oft in den Genuss kam, bei uns mit im Bett zu schlafen, dann war es schon manchmal schwierig sie wieder umzustimmen, aber bisher hat das dann nach einer aufregenden Nacht auch immer wieder geklappt und wurde jetzt immer besser.
    Mittlerweile schäft sie teilweise sogar selber in der Nacht wieder ein, wenn sie wach geworden ist.
    Woran wir jetzt noch üben ist das abendliche alleine einschlafen. Beim Papa klappt das schon, nur bei mir will sie immer in den Schlafbegleitet werden. Aber das kriegen wir auch noch hin…

  11. Claudia 30. September 2016 at 01:18 - Reply

    Hier schlafen wir im Schlafzimmer und Mini im Kinderzimmer (meist von 20 Uhr bis 8 Uhr – Wochenende auch gern bis 10)
    Aber der Zwerg hat es mit seinen 3 Jahren auch drauf, dass er nachts zurück ins Kinderzimmer sausst, wenn er doch mal bei uns schläft und meint er braucht seine Ruhe (was hier schon so ist, seit er krabbeln kann)

    • Claudia 30. September 2016 at 01:21 - Reply

      Hier schlafen wir im Schlafzimmer und Mini im Kinderzimmer (meist von 20 Uhr bis 8 Uhr – Wochenende auch gern bis 10)
      Aber der Zwerg hat es mit seinen 3 Jahren auch drauf, dass er nachts zurück ins Kinderzimmer sausst, wenn er doch mal bei uns schläft und meint er braucht seine Ruhe (was hier schon so ist, seit er krabbeln kann)
      Eingeschlafen wird hier mit Hörspiel-Cd, welcher er an macht, sobald die Gute Nacht Geschichte vorgelesen wurde (oder auch 2)

  12. Maus 3. Oktober 2016 at 15:59 - Reply

    Wir (Eltern mit 2 Jungs – 5 und 4 Jahre) haben auch das Familienbett Modell LUXUS – 2 Matratzen 160×200 und 8 Europaletten …. Jeder findet auch den 3,20m seinen Platz … dazu gibt es 2 riesige Decken vom schwedischen Möbelhaus in 220×240. Ab Januar kommt Nummer 3 mit in das Bett …
    Die beiden finden es total abwegig ein eigenes Bett zu haben … oft schlafe auch ich gemeinsam mit ihnen ein

  13. Kathrin 3. Oktober 2016 at 21:50 - Reply

    Wir schlafen zu viert in einem 2 m Bett, die Kinder sind 3 und 5. sie hätten in ihren Zimmern jeweils die Möglichkeit auch gemeinsam zu schlafen (je 1 x Doppelstockbett, 1x Doppelcouch), wollen sie aber nicht, sie wollen bei uns sein. Sie schlafen begleitet gegen 20:30 Uhr ein und wachen am WE gegen 08:30 Uhr mit uns auf. So schlafen wir alle am besten! Nämlich glücklich und die Nacht durch!

  14. Lea 20. Oktober 2016 at 07:35 - Reply

    Unsere schlafen in ihren eigenen Betten. Wenn der große (3) mal rüber kommt mache ich kein Auge mehr zu … 🙁 er darf dann kurz kuscheln und wird dann wieder ins Bett gesteckt. Der Kleine (8Mon) darf dann ab morgens kurz mit kuscheln bis der Große uns endgültig weckt. Ich KANN einfach nicht schlafen mit Kindern im Bett. Daher geht das bei uns auch. Andere haben andere Sachen die sie aus Selbsterhaltung umsetzen müssen … Ich will meine Ruhe im Bett! Mein Mann ist laut genug 😉

  15. Melanie 20. Oktober 2016 at 11:38 - Reply

    Bei uns läuft das eigentlich wirklich so! Tochter geht um 20 Uhr ins Bett, da haben wir schon gelesen.

    Ich wollte mein Schlafzimmer nicht teilen, denn ich bin auch mal nur die Frau von meinem Mann und nicht nur Mutter!

  16. Krümel 17. Dezember 2016 at 13:13 - Reply

    Ich hab ja grad kapituliert, ich will nachts nur irgendwie Schlaf kriegen. Heißt: der Jüngste (2) schläft im Schlafzimmer im Kinderbett neben dem elterlichen Doppelbett (aber meist auch noch direkt neben mir). Und zwischen den Betten der Großen (3) im Kinderzimmer liegt eine Matratze mit Lattenrost, wo der andere Elternteil dann schläft. Also mein Mann und ich schlafen derzeit getrennt. Wird hoffentlich mal wieder anders. Wenn wir irgendwann mal Nerven übrig haben oder so o.O

  17. […] Moment träume ich nachts einen Blödsinn, das kann man sich gar nicht vorstellen. Letztens war ich zusammen mit Lisa Harmann […]

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