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6 Fragen an…eine Damenmaßschneiderin

Hallo Rebekka, wie bist Du auf die Idee gekommen, das beruflich zu machen, was Du machst?

Die Idee ? Naja das war eher über Umwege … Umwege die 1 Jahr gedauert haben und ich definitiv nicht zufrieden war das ich dieses Weg gehen musste. Das Problem an der Sache war eigentlich eher, das ich damals „nur“ einen guten erweiterten Hauptschulabschluss hatte und mir definitiv zu wenig Türen offen standen für die spannenden oder tollen berufen in denen man auch etwas mehr Geld verdienen konnte.

Nach der 10. Klasse hatte ich einen Ausbildungsplatz als Zahnmedizinische Fachangestellte (zu deutsch : Zahnarzthelferin). Diesen trat ich mit ein wenig Begeisterung an- denn mit grad 16 wusste ich zumindest auf keinen fall was ich bitte werden wollte ?! 1 Tag vor Ablauf meiner Probezeit (3 Monate nach Beginn) wurde ich gekündigt, weil mein Chef meinte ich würde nicht das können was er verlangen würde (nach 3 Monaten !!!!!) dabei möchte ich nicht erwähnen das ich Dinge fürs 2. und 3. Lehrjahr machen sollte, die ich nach 3 Monaten nicht mal machen DURFTE! Später erfuhr ich das ich nicht die einzige war, der jemals so dort der Vertrag gekündigt worden ist .

Soweit so blöd für mich- nun war Herbst und definitiv konnte man nun nirgends mehr quer einsteigen und ich hatte die Nase gestrichen voll von diesem Beruf…
Ich kam auf die Idee „friseur“ . Man kann selbstständig arbeiten, ist kreativ und damit kann man auch außerhalb des Salons was „anfangen“ . Außerdem wäre ich gerne Visagistin geworden und das war ein super Start dafür . Ich arbeitete tatsächlich 8 Monate lang in Salons und fand Gefallen daran. An dem Tag als ich den Vertrag für die Ausbildung unterschreiben wollte (es war mittlerweile Juni !) sagte mir mein Arzt (wegen Ausschlag an den Händen) das ich eine Allergie gegen Haarfarben habe. Der Schock saß tief! Und jetzt? Ich war planlos und verzweifelt!! Meine Eltern waren auch etwas verzweifelt!
Unsere Nachbarin arbeitete für die Bundespolizei einem Versorgungslager, welches tatsächlich nur 10 Autominuten von uns entfernt war und erzählte das die dort Azubis zum Herrenschneider ganz neu ab dem Jahr Ausbilden wollen. Ich bewarb mich und hatte tatsächlich einen Ausbildungsplatz für einen Beruf bei dem ich echt nichts abgewinnen konnte. Ich hatte noch keine Ahnung was auf mich zu kommt und erst recht hatte keiner eine Ahnung wie ich den Beruf garnicht leiden konnte ! Meine Mama hat immer viel genäht, auch richtig tolle Abendkleidung… Trotzdem fand ich den Beruf dadurch keinen deut interessant oder toll! Naja mir blieb hier wohl keine Wahl und fing die Ausbildung an…
2) Wie wird man Damenmaßschneiderin?

Mit Disziplin, auch zuhause Näh- Hausaufgaben machen zu wollen… Manche beanspruchen Tage oder das Wochenende!

Ich hatte ja im Betrieb angefangen … Aber meine Ausbilderin hatte leider 0,0 Ahnung wie man Ausbildet und einen Meister hatte sie leider auch nicht – Dinge die man erst im Laufe der Ausbildung erfährt .
Ende des 2. Ausbildungsjahres / nach der Zwischenprüfung als Herrenmaßschneider wechselte ich an eine voll – schulische Ausbildung als Damenmaßschneiderin und ging nochmal ins 2. Lehrjahr freiwillig (war bis dato die erste die ein Lehrjahr an der Schule freiwillig wiederholte !)
Ich beendete außerplanmäßig nach 4 Jahren meine Ausbildung als Damenmaßschneiderin. Eigentlich benötigt man nur 3 Jahre 😉 … Das eine jahr mehr hat mir dafür einen ziemlich guten Abschluss beschert 🙂
Damenmaßschneiderin

Bildrechte: Rebekka K. -Sie hat das hier gezeigte Brautkleid genäht-

3) Welche Fragen werden dir im Job am häufigsten gestellt?

Also die witzigste Frage ist eigentlich wenn jemand kommt und sagt : ich hätte da eine Änderung – ist auch nichts großes geht ja sicher schnell!“ (((Meine Gedanken : Ein Herrenanzug zu ändern geht schnell ? Auch am Sakko ? Ähm nein … Das geht nicht schnell und ich hasse es übrigens !!)))

4) Was hat Dich als Mutter am Kinderhaben am meisten überrascht?

Das sie so schnell groß werden! Jetzt mit dem 3. Baby (5 Wochen alt!) versuche ich jede Sekunde zu genießen, denn die Zeit rast so wahnsinnig schnell das man fast dabei zusehen kann!

5) Was ist Dein absolutes Must-have für Mütter?

Zeit für sich selber zu finden und noch wichtiger eigentlich : Zeit mit seinem Partner (wenn man keinen hat, was wirklich schade wäre: dann mit einer Freundin)

Auszeit haben, sich zu besinnen welche Ziele man hat, was man möchte und wo man in xy Jahren sein möchte. Sei es ohne oder mit Job.
6) Welchen Tipp möchtest du Eltern auf den Weg geben?

Genießt die Zeit intensiv mit euren Kindern! Schaut nicht immer aufs Handy oder die Uhr … Plant auch Aktivitäten an die sich eure Kinder noch ewig daran erinnern – schafft Erinnerungen ! Seht die Kinder mehr als ein Segen an- es ist nicht selbstverständlich das man Eltern sein darf!

Danke dafür dass ich dich interviewen durfte, liebe Rebekka! Rebekka bloggt nicht, hat aber eine Facebookseite über die ihr sie auch buchen könnt.
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xo,
Katarina

By | 2017-06-25T17:02:48+00:00 30. September 2016|Categories: Interviews|Tags: |0 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013), dem Dino (*2017) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn.
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