Ausflug zu IKEA

Wir waren heute auf Wunsch der Kinder bei IKEA. Diese wünschten sich nämlich endlich mal wieder zur „Kinderbetreuung“ zu gehen. Genaugenommen wünschte Motti es sich ganz explizit und die Zwillinge hüpften wie junge Welpen um unsere Beine und riefen „Wir auch, wir auch“. Das letzte Mal als wir bei IKEA waren, waren die beiden nämlich noch keine drei Jahre alt und durften daher noch nicht ins Smaland. Seit Monaten überlegten wir uns also was wir eigentlich bräuchten, damit wir ins schwedische Möbelhaus müssten. Gestern wurde es dann klar: Eine neue Baderutschmatte. Nach Monaten hatten wir endlich etwas gefunden, und „für nur bummeln“ ist unser nächster IKEA zu weit weg.

Also steigen heute morgen drei glückliche Mädels ins Auto und freuen sich so als ginge es zum Weihnachtsmann persönlich. Nur dass dieser nicht in rot-weiss daher kommt sondern in blau-gelb. Auf dem Weg über die Autobahn wird gesungen und gescherzt, der Stand wer denn nun wirklich zur Kinderbetreuung will wechselt minütlich. Mal sind es alle drei, mal nur Motti und Nini. So weit so erwartet. Wawi hat grade eine neue Fremdelphase und es würde mich deshalb im Moment sehr wundern wenn sie irgendwo bleiben würde wo sie niemanden kennt.

Wir parken ein, alles ist super. Sonne scheint, Kinder sind glücklich. Wir laufen in Richtung Eingang. Alles super.
Wir gehen alle noch einmal auf die Toilette, denn die Mitarbeiter dürfen den Kindern nicht helfen, haben aber auch nur große „reinplumps Toiletten“. Damit das große Tochterkind nicht versehentlich von einer Toilette verschluckt wird, machen wir das vorher.

Dann fülle ich 2 Anmeldebögen aus, fülle mit den Kindern 2 Boxen mit Jacken und Schuhen, wir bekommen alle einen Stempel auf die Hand und schon dürfen Nini und Motti ins Kinderspielparadies. Fröhlich hopsend ziehen die beiden ab ins Smaland. Wir drehen uns um. Wawi heult. Wawi will auch mit ins Smaland. Aber nur wenn Mama und Papa mitkommen. Wir erklären ihr, dass dies nicht vorgesehen ist. Sie weint weiter dass sie DA rein WILL aber NUR mit MAMA und PAPA. Wir erklären wieder ganz geduldig, dass dies nicht geht. Sie kreischt dass sie ins Smaland will.

Während Marc Wawi auszieht, fülle ich eine weitere Box, fülle einen weiteren Bogen aus und grade als Wawi durch die Tür gehen soll, kommt eine kreischende Nini uns entgegengerannt. Sie hat festgestellt dass sie den Stempel auf ihrer Hand nicht leiden kann und dass der wieder ab soll. Wir erklären ihr wofür der Stempel gut ist. Sie schluchzt weiter dass das Ding ab soll und kann absolut nicht verstehen dass der Stempel beweist wer A) ihre Mama ist und B) welche Kleiderbox zu ihr gehört.

Weil Nini weint, hat Wawi aber auch keine Lust mehr und findet das alles suspekt dort. Motti ist schon am Maltisch und malt ein Bild. Auf die Frage was denn nun mit Kinderbetreuung ist, antwortet Nini: „Ich habe keine Lust mehr“. Wir ziehen also zwei Kinder wieder an, räumen zwei Boxen weg, und laufen mit zwei Kindern durch den IKEA.

mit Kleinkind bei Ikea

Wir laufen sehr, sehr langsam denn Motti würde bestimmt meckern wenn wir sie schon nach 30min wieder abholen. Also schlendern wir zu den Badematten, schleichen durch die Küchenabteilung und sind fast geneigt in der Bettenabteilung ein Mittagsschläfchen zu halten. Die Zwillinge bewundern sich im Spiegel, wollen auf alles klettern was bekletterbar aussieht und an der Kasse erklären sie (wie IKEA Profis) dass sie jetzt bitte noch Pommes wollen (am Hot Dog arbeiten wir noch). Mit einem großen Berg Pommes holen wir Motti nach einer Stunde aus der Kinderbetreuung ab.

mit Kleinkind bei Ikea

Wawi und ich tragen die Pommes

Motti erzählt dass die Mitarbeiterin nett war, sie mit einem Mädchen gespielt habe und es ein Bällebad gibt in das man nur barfuss hopsen darf. Dann schnappt sie sich einen Pommes und fragt Nini und Wawi was sie gemacht haben.
mit Kleinkind bei Ikea

Alle drei essen vergnügt ihre Pommes und freuen sich und nächstes Mal wollen die Zwillinge vielleicht auch im Smaland bleiben. Wenn das mit den Stempeln verhandelbar ist. 😉

xo,
Katarina

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By | 2017-06-25T17:02:48+00:00 5. Oktober 2016|Categories: Familienleben, Sachen machen mit Kindern|Tags: |10 Comments

About the Author:

Katarina (32) ist die Mama von Motti (*2012) und Wawi (*2013) sowie Nini (*2013) und wohnt in der Nähe von Hamburg mit vielen Kühen als Nachbarn. Virtuell zu finden auf Facebook, bei Twitter, Pinterest und Instagram.

10 Comments

  1. Claudia Ohnegleichen 5. Oktober 2016 at 21:00 - Reply

    Hat das eigentlich einen bestimmten Grund, dass man die Gesichter deiner Kinder jetzt sehen kann?

    Meine war neulich auch das erste Mal im Smaland mit ihrem Cousin, der wollte allerdings nach 10min los und Madame dann kurz danach.

    • Katarina 5. Oktober 2016 at 21:27 - Reply

      Hallo Claudia,
      Schau mal hier, da habe ich das zu den Kids schon beantwortet: http://blogprinzessin.de/faq/

      Das mit dem Cousin ist natürlich blöd. Versucht ihr es nächstes Mal wieder?

      xo,
      Katarina

  2. Himbeerblondes 5. Oktober 2016 at 23:43 - Reply

    Vielleicht ist ein kigabesuch doch nicht so verkehrt:-)

    • Katarina 6. Oktober 2016 at 11:19 - Reply

      Hallo Himbeerblondes,

      meinst du für die Zwillinge oder für Motti? Oder für alle zusammen?

      xo,
      Katarina

  3. Anni 6. Oktober 2016 at 08:35 - Reply

    Hallo Du,
    Heißen deine Kinder wirklich so?
    Total süße Fotos <3

  4. Inga - Mama in Hamburg 6. Oktober 2016 at 13:07 - Reply

    Witzig, einen Tag zuvor waren wir auch da, also bei IKEA, nicht im Smaland, dazu fehlen noch 1,5 Jahre.

  5. Himbeerblondes 6. Oktober 2016 at 21:47 - Reply

    Für motti, Klang für mich so, als wäre mehr Kindergesellschaft etwas für sie…..also mehr als nur die Schwestern. Andere Mädchen, gleichaltrige und ältere , beste Freunde finden, sich Dinge abgucken, ……nicht dass ich es nicht gut finde, dass sie zu Hause sind. Das soll nicht so rüberkommen!! Aber manches was lange gut und richtig war, kann sich ja trotzdem ändern. Meine Kinder sind ganz klassisch mit 3 in den Kiga gekommen , in einen ganz kleinen eingruppigen…..nicht weil ich dachte da lernen Sie etwas, was sie bei mir zu Hause verpassen……aber weil ihnen die Kinderbegegnung gefehlt haben. Mit anderen Kindern ausser Geschwister. Sie fingen an danach zu fragen, andere Kinder treffen zu wollen, zu Hause oder auf dem Spielplatz , waren ganz angetan von solchen Tagen. Ältere Kinder waren plötzlich so spannend. Und das bietet der Kiga. Alles andere , basteln, spielen, backen, malen, das war nicht der Grund für uns. Ich habe übrigens auch Zwillinge

  6. Hannah 3. November 2016 at 09:27 - Reply

    Freundschaften kann man doch auch gut ohne Kita aufbauen. Dafür muss ein Kind doch nicht extra in die Betreuung.
    Das einzig schwierige ist diese Kontakte zu finden, wenn man vielleicht ländlich wohnt und 99% aller Kinder betreut sind.

    Warum soll sich Katarina aber deshalb verbiegen ?
    Mit etwas Kreativität schafft man das bzw es gibt ja zum Glück auch einige Gleichgesinnte 😉

  7. […] kaputt gegangen (sie waren 10 oder sogar 11 Jahre alt) und daher hat der Gott der Gastlichkeit IKEA auf den Tagesplan geschrieben, sonst müssten Opi und Omi aus Berlin über Ostern auf dem Boden […]

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